Interessante Worte

Die bescheuerte Musikindustrie und die egoistischen Filesharer

Prolog
Anderntags schrieb ich einen Artikel über Flattr und habe dabei einen unverzeihlichen Fehler gemacht: ich habe in einem Nebensatz die widerliche, asoziale, egoistische Handlung des illegalen Downloadens von Musikstücken “Diebstahl” genannt. Das ist juristisch zumindest ungenau, auch diskutabel, eventuell träfe “Erschleichung” es besser, wer weiss das schon, ich jedenfalls nicht. Wesentlich besser wussten das jedoch zwei an sich vernünftige Menschen, nämlich Dirk von Gehlen und auch Marcel Weiss, die über ihren Kenntnisvorteil sogleich Artikel geschrieben haben, vom Tenor her ähnlich: Jehova, Jehova, immaterielle Güter kann man gar nicht stehlen, Kampfrhetorik! Wahrscheinlich ist es richtig, hier präziser auf das Wording zu achten, mein Fehler ist also klar ein Fehler – bezeichnend allerdings, dass Dirk von Gehlen in einem anderen Kontext kein Problem damit hat, immateriellen Werten das Wort Diebstahl anzuhängen, “Identitätsdiebstahl” in diesem Fall. Noch interessanter ist, dass Marcel Weiss (zumindest vor einiger Zeit) mit deutlich spürbarer Empörung von “Screenshots klauen” spricht – wenn er nämlich selbst irgendwie betroffen sein könnte. Jetzt, wo wir geklärt haben, dass bei allen Beteiligten die lebendige, verwendete Sprache zum Glück nicht der juristisch stets korrekten entspricht, ist es Zeit, mit tatsächlichen Argumenten abseits meiner neckisch-kleinlichen Revanche zum Hauptteil zu kommen, nämlich zu Pest und Cholera, oder um doch nochmal die juristisch korrekten Bezeichnungen zu wählen: zur Musikindustrie und den Filesharern.

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Ändert Facebook die Bezeichnung “Fan”?

Vor einiger Zeit habe ich hier einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel “Die Facebook Fan Falle“. Hintergrund war, dass ich mein Profil umstellen muss (das kommt auch bald, endlich) auf eine so genannte Page, der begrenzten Anzahl von Friends wegen. Menschen aber haben Friends auf Facebook, Pages haben Fans. Das zeigt nicht nur, auf welche lustig-verwirrende Weise sich im Internet die Sprachen vermischen, sondern hat mir auch Probleme bereitet, weil ich mit der Umwandlung über Nacht Friends in Fans verwandeln hätte müssen. Das möchte ja nicht jeder, der Begriff Fan geht zumindest im Deutschen mit einem etwas zu bedingungslos verehrenden Unterton einher. Ich hatte deshalb den Begriff Fan umdefiniert in “Friend auf Netzwerk”.

Scheinbar gab es bei Facebook ähnliche Gedanken, denn nun ist auf slideshare eine Kurzpräsentation aufgetaucht, die nahelegt, dass Facebook eine Umbenennung zumindest auf Wunsch möglich macht. Statt “Fans” wird dort “Connections on Facebook” vorgeschlagen, statt “become a fan” wird der entsprechende Button wohl einfach “like” heissen. Obwohl die Präsentation sehr überzeugend (inklusive des schönen Stempels “CONFIDENTIAL”) daherkommt, möchte ich betonen, dass es sich um eine anonym aufgetauchte Präsentation im Netz handelt. Ob sie echt sein könnte, soll jeder selbst beurteilen.

via @chrmar via @guenterexel

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Sensation: Scan von Oettingers Redemanuskript aufgetaucht

Das Video ist dooferweise aus doofen Gründen von Youtube verschwunden, hier der Ausweichlink (Clipfish).

Günther Oettinger ist für seine scheinbar mangelnden Englischkenntnisse (siehe Video) viel verspottet worden in den letzten Tagen. Eventuell jedoch zu Unrecht, wie erst kürzlich klar geworden ist. Denn jetzt ist im Internet ein Scan aufgetaucht von Oettingers Redemanuskript.

Und plötzlich erkennt man: Günther Oettinger hat nur das gesagt, was ihm durch sein Büro aufgeschrieben worden ist, wahrscheinlich, ohne es persönlich vom Inhalt und Stil her vollumfänglich auch so zu meinen – ein kulturkreisbasiertes Missverständnis also und damit ein bekanntes baden-württembergisches Phänomen. Kein Grund zur Aufregung.

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Sixtus vs. Lobo: Deine Mutter (Manufactum Remix)

Direktlink Sixtus vs. Lobo – Deine Mutter…

Es handelt sich um eine klare Weltpremiere: Mein erstes selbstkomponiertes Lied im Fernsehen, yo, Manufactum, Manufaccer! Eine Diskussion darüber, ob es sich jetzt um den totalsten Superquark ohne jeden Restinhalt handeln würde, finden Sie hier in den Kommentaren.

Nachtrag: die Anregung zur musikalischen Auseinandersetzung kam von Matthias Schumacher und zwar hier in den Kommentaren bei Stefan Niggemeier.

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