Transparenz

Warum?

Diese Seite dient der öffentlichen Nachvollziehbarkeit meiner Positionen, Geschäftsbeziehungen und Aktivitäten der letzten fünf Jahre. Das erscheint mir sinnvoll, weil ich medial, politisch und als Unternehmer arbeite und sich die Felder teilweise überschneiden. Den Schmähruf “Lügenpresse” finde ich zwar falsch. Ich sehe darin aber auch ein Symptom dafür, dass sich die Ansprüche des Publikums an den professionell organisierten Teil der Öffentlichkeit wandeln. Das Internet verflüssigt alle möglichen Strukturen, deshalb bin ich Teil des politischen Systems in diesem Land, nämlich der (netz-)politischen Öffentlichkeit, die eine Wirkung auf die Politik hat. Und weil ich mehr Transparenz in der Politik befürworte, möchte ich selbst auch transparenter werden*.

Berufliches Selbstverständnis

Ich bin Autor und Internetunternehmer, im 20. Jahrhundert hätte man mich wahrscheinlich als Publizisten bezeichnet. Gegen die Hilfsbezeichnung Blogger wehre ich mich nicht. Obwohl ich auch journalistisch arbeite, halte ich mich nicht für einen Journalisten. 2013 habe ich nach nur 38 Universitätssemestern (bei 32 Fachsemestern) den Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin mit einem Diplom abgeschlossen. Ich war 2003 sechs Monate lang als Creative Director einer Werbeagentur fest angestellt, davon (und von ein paar Studentenjobs) abgesehen habe ich immer selbständig und/oder als Geschäftsführer eigener Unternehmen gearbeitet. Meine wöchentliche Kolumne auf SPIEGEL Online (seit 2011) läuft im Rahmen eines Engagements als freier Autor, ich bin nicht Teil der Redaktion. Bis 2011 habe ich regelmäßig als freiberuflicher Strategieberater gearbeitet (unter anderem gemeinsam mit Roland Berger), die letzten Beratungsaufträge habe ich 2012 auslaufen lassen, seitdem nehme ich keine klassischen Beratungsaufträge mehr an.

Politisches Selbstverständnis

Ich bin eher kein klassischer Aktivist, sondern selbstbeauftragter Bürger- oder Zivillobbyist mit dem Wirkbereich Digitale Gesellschaft. In dieser zugegebermaßen ausgedachten Funktion spreche ich häufig mit Politikern, Ministerien, Verbänden und Unternehmen, vor und hinter den Kulissen. Dabei verfolge ich ohne wirtschaftliches Interesse die Ziele, die unter “Politische Positionen” und “Netzpolitik” beschrieben sind. Ab und zu haben die Gespräche auch vorsichtig beratenden Charakter und beinhalten zum Beispiel, Vorschlagspapiere zu netzpolitischen Themen zu verfassen. Geld nehme ich von Parteien/Politikern aber grundsätzlich nicht.

Politische Positionen

Ich ordne mich ein als linksliberaldemokratischer Verfassungspatriot mit sozialem Einschlag. Ich bin aber explizit nicht Sozialist, sondern Anhänger einer gesamteuropäischen, sozialen Marktwirtschaft. Das wichtigste Ziel der Politik ist für mich die Abschaffung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Existenzangst. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist mir außerordentlich zuwider, insbesondere Antisemitismus, Rassismus, Homo- und Transphobie, Sexismus, Misogynie und Behindertenfeindlichkeit. Schon häufiger habe ich mich als feministisch geprägt bezeichnet, empfinde den dazugehörigen, deutschsprachigen Diskurs jedoch als so verbogen, dass ich ihm inzwischen weitgehend ausweiche.

Netzpolitik

Meine netzpolitische Position würde ich “gemäßigt progressiv” nennen. Neben dem Kampf gegen die grundrechtsbrechende Totalüberwachung halte ich Netzneutralität und Verhinderung von Zensur für die wichtigsten netzpolitischen Themen. Zensur definiere ich hier als Unterdrückung unliebsamer Meinungen durch Staaten oder Konzerne mit Infrastrukturfunktion (explizit nicht die Löschung von Beiträgen in privaten Foren/Blogs). Allerdings ziehe ich eine in meinen Augen notwendige Grenze zwischen Meinung und Hetze, das heißt: nicht jede Kommunikation steht automatisch unter dem Schutz der Meinungsfreiheit. Dem Konzept Datenschutz stehe ich tendenziell positiv gegenüber, glaube aber, dass eine Weiterentwicklung in Richtung einer “Datensouveränität” sinnvoll ist. Den Ausbau der Netze halte ich für absolut zukunftsentscheidend, dabei scheint mir massive, staatliche Förderung einer Glasfaserverkabelung unausweichlich. Ich bin Anhänger der Idee des Urheberrechts und glaube, dass digitale Kulturprodukte verkaufbar bleiben sollten. Eine Anpassung an die gesellschaftlichen Erfordernisse halte ich aber für überfällig, etwa die Verkürzung der absurd langen, 70 Jahre ab dem Tod des Urhebers währenden Regelschutzfrist, bevor Werke gemeinfrei werden. Die Durchsetzung des Urheberrechts und angrenzender Rechte um jeden netzpolitischen Preis lehne ich ab. Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger betrachte ich als gefährlichen Humbug.

Parteien, Verbände, Initiativen

Parteipolitisch verorte ich mich mit den üblichen Schmerzen rot-grün, ohne je in irgendeiner Partei gewesen zu sein. Persönlich bin ich weder in einem Verband oder Verein noch einer Gewerkschaft Mitglied, meine E-Book-Plattform Sobooks ist als Unternehmen Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Probeweise habe ich die Mitgliedschaft bei der Initiative D21 von 2008 bis 2010 als damals einzige Einzelperson getestet, aber für mich als nicht sinnvoll verworfen. Bis 2009 war ich Teil verschiedener Gesprächskreise und Beiräte der SPD. Ab und zu unterstütze ich durch öffentliches Bekenntnis, Geld oder Ratschläge Vereine und Arbeitsgemeinschaften mit Zielen, die mir sinnvoll erscheinen, etwa die Digitale Gesellschaft oder Pro Quote. Vor 2010 habe ich verschiedene politische Kampagnen der SPD finanziell unterstützt, mit einem insgesamt sehr niedrigen vierstelligen Betrag. Ich war über längere Zeit Teil viel zu vieler Jurys zu vieler Wettbewerbe, davon ist nur die regelmäßige Funktion als Jurymitglied des Deutschen Reporterpreises geblieben.

Unternehmensbeteiligungen & Aktien

Außer an der Sobooks.de Digital Media GmbH bin ich an keinem Unternehmen beteiligt, dort halte ich als Geschäftsführender Gesellschafter rund 30% der Anteile. Von 2007 bis 2010 besaß ich 25% der Anteile an der Blogvermarktungsagentur Adnation. Ich besitze keine Aktien oder andere börsengehandelte Finanzprodukte oder Investmentfonds und habe auch noch nie welche besessen (ein Optionsscheinkaufversuch schlug 1999 aus Gründen völliger Ahnungslosigkeit fehl).

Auftraggeber

Im folgenden findet sich eine Auflistung meiner Auftraggeber aus den letzten fünf Jahren (seit 2010, weshalb meine Teilnahme an der Werbekampagne von Vodafone im Jahr 2009 nicht mitaufgelistet ist). Bei der überwiegenden Zahl der Aufträge (rund 90%) handelt es sich um einzelne Vorträge. Diese Vorträge werden sehr gut bezahlt, trotzdem bin ich überzeugt, dadurch nicht inhaltlich beeinflussbar zu sein. Unentgeltliche Vorträge und Beratungen oder Veranstaltungsteilnahmen sind nicht aufgeführt, außer sie beruhen auf Tauschgeschäften oder sind Teil einer größeren Zusammenarbeit (was aber selten vorkommt).

Branche/Jahr201020112012201320142015
Branche/Jahr201020112012201320142015
Medien & KommunikationDD+V Mediengruppe, Sächsische Zeitung, Depak, Horizont, 3sat, ZDF, Ganske Verlagsgruppe, Gräfe und Unzer VerlagNZZ, HAZ, FAZ, Saarbrücker Zeitung, Depak, NEON, Gruner und Jahr, Helios MediaStuttgarter Zeitung, Neue Westfälische Zeitung, Nordwest-Zeitung, Schwarzwälder Bote, Tagesspiegel, Neue Osnabrücker Zeitung, Süddeutsche Zeitung, GfK, Rheinpfalz Zeitung, Depak, Madsack, AMS MediaSolutions, Marketingprofiler Schwäbische Zeitung, Augsburger Allgemeine, Computerwoche, Depak, Handelsblatt, FAZGanske Verlagsgruppe (Hoffmann und Campe), Depak, DG Verlag der Volks- und Raiffeisenbanken, DV-COM, FAZ, Heise Verlag, PRO7 SAT.1Depak, FAZ, Ergo Kommunikation, Landwirtschaftsverlag,
IT/TechDymatrix, Damovo, BMC, SAGE, Nixdorf, iWeltX-Days, Deutsche Oracle Anwender Gruppe, ZipconATOS IT Services, Cognizant, etailment Summit, Infopark, ISPA, MID, NovomindBechtle, Btelligent, Censhare, Datev, Digital Hub FrankfurtRheinMain, Comarch, PASS Consulting, SilpionELO ECM-Fachkongress, Scopevisio, Congress Health IT, Maritz CX, Fujitsu,
FinanzwirtschaftDt. Versicherungs-akademie, Neue Leben, DKM MesseInsurancecom, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, BNP Paribas CardifAXA Versicherung, Börse StuttgartBlue Corporate Finance, Finanzgruppe Sparkassenverband, Volks- und Raiffeisenbanken, TalanxZürich Direct Versicherung, Sparkassen-Verband Baden-Württemberg, Continentale, Deka Bank, Basellandschaftliche Gebäudeversicherung, Volksbank/Raiffeisenbank, Raiffeisenbank München Süd,
Verkehr, Touristik, InfrastrukturLufthansa, Carlson Wagonlit Travel, IMEXGießen Stadtmarketing, Deutsche Post, PostAuto SchweizSaint Gobain, Stadt PaderbornStadt Radolfzell
Aurelis Immobilien, Deutscher Reiseverband, Hogast Österreich,
Industrie, Energie, AutoWingas, Siemens, RWE, Sonepar, Bosch RexrothRWEEDE Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler, Euroforum Chemie, PfalzwerkeEON, Werhahn Unternehmensgruppe, Volkswagen/AutostadtVolkswagen AG, EON, Allgäuer Überlandwerk, 3DS.com, RWE Stiftung,
Handel, KonsumprodukteOTTO, Rothaus Brauerei, GET.IN GetränkekongressLeitzDM Drogeriemärkte, IKEA, OTTOMarkant, IKEA, L’Orealmytheresa.com, Handelsverband HDE,
Verbände, InstitutionenArt Directors Club, Universität St. GallenÖsterr. Hotelier-vereinigung, Fraunhofer GesellschaftBörsenverein d. Dt. Buchhandels, BDI, Dt. Logistikverband, Kulturzentrum Karlsruhe, YPO, Deutsche Oracle Anwender Gruppe, Circle of European Communicators, CMO Executive Circle, Fraunhofer GesellschaftUniversität St. Gallen, BITKOM Verband, Fraunhofer Gesellschaft, Handwerkskammer Dresden, IPAA, Schöpflin Stiftung, Universität Liechtenstein, ZVEI VerbandBayerische Zahnärztekammer, Bundesverband Deutscher Markt- und Sozialforscher, Digital Hub FrankfurtRheinMain, Fachhochschule Luzern, Forum Kultur und Ökonomie Schweiz, Arbeitgeberverband Schweiz, Junge Wirtschaft Österreich, Teletrust VerbandPresseclub Frankfurt Main, vem. die arbeitgeber, Bundeszahnärztekammer, Bundesverband Wellpappen-Industrie, Handelsverband HDE, Wirtschaftsjunioren Saarland, Marketingclub Freiburg, Genossenschaftsverband, Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk, Arbeitgeberverband Niedersachsen, Deutscher Reiseverband, Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband, RWE Stiftung, Zahnärztekammer Hessen,
VeranstaltungenTransmediale, CeBIT, Deutsche Messe AG, Deutscher Online Marketing KongressOmnicard Kongress, CeBIT, Deutsche Messe AG, Nürnberger Designsalon, Online Marketing Gipfel, Markenkongress.ch, Deutscher Derivate Tag, DKM Messe, Entrepreneurship Summit, GET IN Getränkekongress, Unternehmen Erfolg, ECR-Tag, IMEXWoodflooring Summit, Insurancecom, Unternehmen Erfolg, X-Days, Office Gold Club, Fundraising Kongress, Zipcon Kongress, Fachpresse Kongress, Xplore, Dt. Logistikkongress, Mountain Summit, DOAG Kongress, Deutsche BuchtageTrauringJUWELIER Tagung, Spielwarenmesse, Unternehmen Erfolg, Buchmesse Frankfurt, Contec, Mediensalon München, Econsense Forum, etailment Summit, Euroforum Chemie, Meisterfeier der Handwerkskammer Dresden, Health Management Kongress, IICO, IPAA Schulungstage, ISPA Internet Summit, Kommunikationstag AustriaBrand- und Marketingtag Schweiz, Carus Consilium Sachsen, designxport, Kartenforum DGV, Österreichische Medientage, HR Swiss CongressAlpensymposion Interlaken, ELO ECM-Fachkongress, ConHIT, Work in Progress Hamburg, Handelsforum, Personalmanagement-Kongress, Best-Practice-Day, CX Forum, Kommunikationskongress, Forum Wellpappe auf der Fachpack, Trenddialog Mainz, Hogast Symposium Österreich, KMU-Tag St. Gallen, Swiss ICT Symposium, 3D Experience Eurocentral, Forsbacher Bankentage,
AndereVok Dams (Eventagentur)Aareon (Immobilien)McKinsey (Beratung), Roland Berger (Beratung), Kienbaum (Personal)Roland Berger (Beratung)
Roland Berger (Beratung), Haberbeck (Druckerei)Staufen AG (Beratung), Universität St. Gallen,

Meine Vorträge wurden und werden liebevoll angebahnt, vermittelt oder organisiert von einer Reihe von darauf spezialisierten Unternehmen, darunter: Bertelsmann Referentenagentur, Celebrity Speakers, Econ Referentenagentur, Premium Speakers, Redner & Perspektiven, Redner-Agentur Ramsauer, Referentenagentur Guillot, Speakers Excellence, Sprecherhaus, Unternehmen Erfolg/VortragsImpulse und anderen. Meine jährlich zwischen 40 und 60 Vorträge machen rund 85% meines durchschnittlichen Jahresverdienstes aus (etwa 10% stammen von Büchern, unter 5% kommen von Artikeln; da ich privat Geld in Sobooks investiere, wäre es unsinnig, mir einen Teil davon sofort wieder als Geschäftsführer auszuzahlen).

Abgelehnt habe ich Anfragen unter anderem von verschiedenen Rüstungsunternehmen, nichtdemokratischen Ländern, der britischen Regierung kurz nach den Snowden-Enthüllungen, nicht passenden politischen Einrichtungen, kirchlichen und militärischen Verbänden sowie von Adobe.

Bücher & Sobooks

Als Autor schreibe ich Bücher in der Regel für Rowohlt und Rowohlt Berlin (Teil der Holtzbrinck Verlagsgruppe), dabei fließen substanzielle Vorschüsse. Bei einigen anderen Verlagen war ich an Buchprojekten beteiligt, die nicht primär wirtschaftlich orientiert waren. Ab und an tue ich – wenn es thematisch passt und mich interessiert – befreundeten Autoren und Verlagen buchorientierte Gefallen wie Zitate für den Buchumschlag oder die Medienarbeit, Videodiskussionen oder Erwähnung in sozialen Medien. Mein Unternehmen Sobooks unterhält als Buchverkaufsplattform Geschäftsbeziehungen zu den meisten größeren deutschen Buchverlagen und verschiedenen elektronischen Plattformen der Buchbranche. Sobooks geht wechselnde Kooperationen mit vielen verschiedenen Unternehmen ein, die auf sobooks.de einzusehen sind. Bei Sobooks sind Gesellschafter neben meinen Mitgründern Christoph Kappes, Oliver Köster und Oliver Wagner auch Stefan Hermann (peax.ch/basenet.ch), Michael Trautmann (thjnk.de), die Silpion IT-Solutions GmbH und die Quadriga Universität. Sobooks hat seinen Sitz in Hamburg und wird von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank gefördert.

Medien

Ich unterhalte kollegiale bis freundschaftliche (teilweise auch geschäftliche) Beziehungen zu sehr vielen privaten wie öffentlich-rechtlichen Medien, bzw. deren Redaktionen. Besonders stechen heraus: Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Mit Medien des Axel-Springer-Verlags möchte ich aus Gründen der Psychohygiene so wenig wie möglich zu tun haben, die BILD-Zeitung samt Ablegern und Online-Plattformen lehne ich entschieden ab, weil sie meiner Meinung nach auf bösartige Weise die Gesellschaft verschlechtert. Ähnlich verhält es sich mit der Kronen-Zeitung, Medien aus dem Blocher-Umfeld und dem Murdoch-Imperium. Rechtsradikale Medien ignoriere ich ohnehin.

Medienethik

Für Interviews und Medienauftritte nehme ich prinzipiell kein Geld, bei Talkshow-Auftritten lässt sich manchmal eine Aufwandsentschädigung (in der Regel im dreistelligen Euro-Bereich) aus organisatorischen, von den Produzenten verantworteten Gründen nicht vermeiden. Grundsätzlich nehme ich keine Geschenke oder persönliche Rabatte von Unternehmen an. Wenn ich Geräte teste (was sehr selten vorkommt), kaufe ich sie zum vollen Preis. Für Veranstaltungen (aber nur für Veranstaltungen), bei denen ich als Vortragsredner auftrete, dürfen Unternehmen in der Regel mit meinem Foto und meinem Namen werben.

* Diese Seite ist als Versuch gedacht, der eventuell prozessual erweitert wird.