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	<title>saschalobo.com &#187; obama</title>
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		<title>Morgendämmerung der Bloglandschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 13:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hat nicht nur damit zu tun, dass die Reaktionen auf die gestrige Abmahnung von netzpolitik.org durch die Deutsche Bahn AG nach meiner Beobachtung mehr und schnellere Reaktionen gezeigt hat als die allermeisten Fälle bisher. Es hat auch nur am Rande damit zu tun, dass ich mein Privatblog im Januar 2009 gegründet habe. Aber ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://flickr.com/photos/gaetanlee"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/blogrenaissance.jpg" alt="blogrenaissance" title="blogrenaissance" width="536" height="127" class="alignnone size-full wp-image-289" /></a><br />
Es hat nicht nur damit zu tun, dass die Reaktionen auf die <a href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/">gestrige Abmahnung von netzpolitik.org</a> durch die Deutsche Bahn AG nach meiner Beobachtung <a href="http://rivva.de/about/http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/">mehr und schnellere Reaktionen</a> gezeigt hat als die allermeisten Fälle bisher. Es hat auch nur am Rande damit zu tun, dass ich <a href="http://saschalobo.com">mein Privatblog</a> im Januar 2009 gegründet habe. Aber ich glaube, dass Blogs, auch in Deutschland, dabei sind, ihre in den letzten zwei, drei Jahren eher schlummernde Kraft zu entfalten &#8211; und stärker als zuvor.<br />
<span id="more-288"></span></p>
<p>Das Wort &#8220;Renaissance&#8221; impliziert mir etwas zu stark, dass zwischendurch überhaupt gar nichts los war, das stimmt natürlich nicht. Aber irgendwie geht gerade eine Sonne auf, daher trifft das Wort Morgendämmerung, zumindest ein wenig. Ich glaube, dass es dafür zwei Gründe gibt &#8211; eigentlich eine Vielzahl von Gründen, aber zwei stechen heraus. Interessanterweise sind beides nicht unbedingt wirtschaftliche, sondern gesellschaftliche Gründe.</p>
<p>1) Obama ist ganz klar der mächtigste Mann der Welt geworden, weil er und vor allem sein Beraterteam das Netz verstanden und es richtig benutzt haben. Den Zweischritt-Beweis für diese Behauptung liefere ich auch mit: Im Januar 2008, mit dem ersten demokratischen Caucus einem der wichtigsten Schlüsselmomente des Wahlkampfes, hat Barack Obama nicht nur einen Spendenrekord aufgestellt: 36 Millionen Dollar. Er hat vor allem sagenhafte <a href="http://www.techcrunch.com/2008/02/04/obama-sets-record-with-january-donations-online-donations-88-of-total/">88% davon im Netz eingesammelt</a>. Mit diesem Geld hat er nicht nur weiter die Online-Spendenmaschine am Laufen gehalten, sondern auch die klassischen Medien mit <a href="http://www.nytimes.com/2008/10/31/us/politics/31rate.html?_r=1&#038;scp=3&#038;sq=infomercial%20obama&#038;st=cse">professioneller Kommunikation dominieren können</a> &#8211; was ihn zum Sieg geführt hat. Obama ist der erste Internetpräsident. Blogs haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt &#8211; nämlich die Übertragung der Stimmung, in diesem Fall der Begeisterung. Erst im Herbst habe ich von einer kroatischen Journalistin eine wunderbare Metapher gehört: Blog seien die Seele des Internet. Das zeigt die Zielrichtung auf, Blogs müssen nicht immer weiter wachsen, um erfolgreich zu sein; die Größe der Leserschaft ist eine sehr relative. Die Rolle der Blogs &#8211; auch in Deutschland &#8211; kann sein, abseits des unübersichtlichen Dschungels der Social Networks und neben der journalistischen Konstanz der klassischen Onlinemedien etwas zu etablieren, was man Öffentliche Stimmung nennen könnte &#8211; in längst überfälliger Ergänzung zur schon länger existierenden Öffentlichen Meinung, deren Abbildung herkömmlichen Medien zugeschrieben wird. Fast handelt es dabei um eine Art Friedensangebot zwischen klassischem Journalismus und dem publizistischen Wirken der Bloglandschaft.</p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/thecampbells/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/obama_speech.jpg" alt="obama_speech" title="obama_speech" width="536" height="83" class="alignnone size-full wp-image-300" /></a></p>
<p>2) Der zweite Grund ist &#8211; und manche höre ich jetzt entsetzt lachen &#8211; Twitter. Nach meiner Beobachtung ist die Zahl der eher unwichtigen Blogbeiträge durch Twitter zurückgegangen; was man früher in einen &#8220;Seht-mal-hier&#8221;-Beitrag ohne bereichernde Substanz gepresst hat, passt heute entspannt in 140 Zeichen (diese Beobachtung haben auch andere vorher schon gemacht). Da die Aufgabe von Twitter nicht ist, in jedem Tweet Substanzielles zu veröffentlichen, reduziert sich im Zusammenspiel von Blogs und Microblogs das Rauschen auf Blogs, und geht dorthin, wo es nicht stört &#8211; auf Twitter. Seit gestern hat diese neue Kraft des Zusammenwirkens ein plastisches Beispiel. Felix Schwenzel hat anlässlich der <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-welle-nach-der-abmahnung/">Bahn-Abmahnung</a> richtig beobachtet, dass es noch vor zwei Jahren <a href="http://twitter.com/diplix/status/1173857793">vier, fünf Tage gedauert hat</a>, bis Themen aus den Blogs in die klassischen Online-Medien geschwappt sind. Jetzt waren es nicht nur wenige Stunden &#8211; es ist noch ein Hypeeffekt dazu entstanden. Man konnte sich zwischenzeitlich nicht des Eindrucks erwehren, dass es einen Wettlauf unter den professionellen Online-Medien gibt, wer als erster mit einer durchrecherchierten Meldung zum Thema herauskäme (diesen Contest gewann <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502235/">ORF Futurezone</a> mit einer Meldung nur eine Stunde und 27 Minuten nach der Veröffentlichung auf netzpolitik.org). Beinahe pflichtschuldig meldete der offizielle Twitteraccount des Newsportals Der Westen, dass ein Artikel &#8220;<a href="http://twitter.com/DerWesten/status/1173480636">bereits in der Mache</a>&#8221; sei. Das Beispiel zeigt die neue Kraft der Bloglandschaft: durch die Beschleunigung und erhöhte Vernetzung per Microblogging gewinnen Blogs deutlich an publizistischem Einfluss. Twitter fungiert hier als Social Newsticker, dessen Durchschlagkraft von der Relevanz für die Blogszene abhängt, die nicht zufällig weitgehend der Twitterszene entspricht. </p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/hauntedpalace/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/obama_tweet.jpg" alt="obama_tweet" title="obama_tweet" width="536" height="180" class="alignnone size-full wp-image-301" /></a></p>
<p>Das Fazit: während für einige Menschen noch immer Welten und hasserfüllte Abgründe zwischen den drei Feldern Online-Medien, Blogs und Microblogging liegen, besteht gerade in der Verbindung dieser drei ein faszinierendes Potenzial, das bisher nicht da war. Und es ist kein Zufall, dass bei dieser Aufzählung Blogs in der Mitte als Dreh- und Angelpunkt (wenn auch nicht als Schwergewicht) stehen, denn jetzt beginnen meiner Meinung Blogs gerade erst, ihre wichtige Rolle in der Medienlandschaft zu finden &#8211; noch ein wenig eingekeilt zwischen den tapsigen Informationsriesen der klassischen Medien und dem hibbeligen Hyperaktivisten Twitter transportieren Blogs die Stimmung der digitalen Öffentlichkeit, das Gefühl der Netzöffentlichkeit. Was Blogs selbst betrifft, heisst die im Moment Aufbruchstimmung.</p>
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		<title>Administration ohne Admin &#8211; auf dem Weg in die Webciety</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 11:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man als internetaffiner Mensch in Deutschland wohnt, aber sich trotzdem für Politik und Staatswesen interessiert, dann entzündet sich leicht die für Enttäuschungen zuständige Hirnregion. Nicht nur, weil im Netz die Fallhöhe zwischen Barack Obama und Angela Merkel ungefähr der ihrer Herkunftsorte Chicago und Uckermark entspricht. Sondern auch, weil die hiesige Administration, das Herzstück unseres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/01/administration20.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/01/administration20.jpg" alt="administration-2-0" title="administration-2-0" width="539" height="142" class="alignnone size-full wp-image-227" /></a>Wenn man als internetaffiner Mensch in Deutschland wohnt, aber sich trotzdem für Politik und Staatswesen interessiert, dann entzündet sich leicht die für Enttäuschungen zuständige Hirnregion. Nicht nur, weil im Netz die Fallhöhe zwischen Barack Obama und Angela Merkel ungefähr der ihrer Herkunftsorte Chicago und Uckermark entspricht. Sondern auch, weil die hiesige Administration, das Herzstück unseres Effizienzwunders Staat, im Internet im internationalen Vergleich geradezu lächerlich wirkt. </p>
<p><span id="more-223"></span></p>
<p>Ein wichtiger Grund, weshalb Deutschland ein reiches Land ist, ist die Verwaltungsgeschichte. Im besten Fall sorgt eine Verwaltung dafür, dass die Gesellschaft funktioniert, die Politik entwirft die Rahmenbedingungen dafür. Von der DIN-Norm bis zur Verkehrsreglungtechnologie reicht &#8220;deutsche Verwaltungswertarbeit&#8221; &#8211; Verwaltung ermöglicht überhaupt erst Infrastruktur, und die bedeutet Wohlstand. Aber im Netz findet hier kaum etwas statt, was dem internationalen Vergleich auch nur standhielte; als Grund unterstelle ich sowohl eine falsch gewachsene Fortschrittsfeindlichkeit als auch eine mit Unkenntnis einhergehende, zumindest latente Angst vor dem Internet. </p>
<p>Eine in der deutschen Politik noch nicht erkannte Erkenntnis ist, dass wir uns von der Medien-Demokratie in eine Neue-Medien-Demokratie verwandeln.</p>
<p>Zwar schaut spätestens seit Barack Obama auch der letzte Vizelandrat mit großen Augen auf das Netz &#8211; aber für viele Politiker lautet die Formel &#8220;Politik + Internet = Wahlkampf&#8221;. Wer so denkt, hat das Netz nicht begriffen und dessen Chancen für die Administration schon gar nicht. Hinlänglich gut besprochen ist Obamas <a href="http://change.gov">change.gov</a>, wo man der politischen Transparenz einen großen Schritt entgegen geht. Es gibt aber interessantere, weil uns nähere Projekte.</p>
<p>Das Regierungsportal Estlands etwa. Estland ist, was das Internet angeht, sowieso mit einer gesetzlich verankerten Grundversorgung mit W-LAN sehr weit vorn. Auf <a href="http://www.eesti.ee/eng/">eesti.ee</a> aber erkennt man trotz der unspektakulären Gestaltung schnell, dass die Zukunft der Administration schon im Netz zu finden ist. Nur in anderen Sprachen als deutsch. Apropos Sprachen &#8211; das estnische Staatsportal gibt es der großen russischen Minderheit wegen auch auf russisch (und auf  englisch). Sowohl Bund.de wie auch Bundesregierung.de (&#8220;Regierung Online&#8221;) liefern englisch bzw. französisch &#8211; aber nicht türkisch. Warum eigentlich nicht? </p>
<p>Der weitere Vergleich zwischen den Staatsportalen gerät noch ernüchternder. Weit <a href="http://www.eesti.ee/eng/citizen">über 100 staatliche Services kann der Este im Netz dort zentral gesammelt</a> einfach in Anspruch nehmen, von der Autoummeldung über polizeiliche Anzeigen bis zur Firmengründung oder Gewerbeanmeldung; eben alles, was in der Interaktion mit dem Staat hin und wieder notwendig ist. Das Interaktivste, was ich etwa auf <a href="http://www.bundesregierung.de">Bundesregierung.de</a> gefunden habe, ist, dass man sich Broschüren schicken lassen kann. Verwaltung Online soll auf Bund.de geschehen, dort findet sich etwas mehr Interaktivität, etwa Stellenangebote, Immobilienangebote und Ausschreibungen des Bundes &#8211; ansonsten handelt es sich weitgehend um eine Informations- und Linkplattform. In der bereits zugänglichen <a href="http://beta.bund.de">Beta-Version von Verwaltung online</a>  findet sich zwar ein Verzeichnis von den Leistungen des Bundes und seiner Behörden im Netz (wiederum mehrheitlich Informationsangebote) &#8211; symptomatisch allerdings überschrieben mit folgendem Satz: &#8220;Grundlage dieser Informationen sind die Angaben der einzelnen Behörden; daher kann für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr übernommen werden.&#8221;</p>
<p>Die für den E-Government-Prozess (&#8220;E-Government 2.0&#8243;) verantwortliche Instanz, der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, zu finden unter <a href="http://www.cio.bund.de/cln_093/DE/E-Government/E-Government-Programm/e-government-programm_node.html">cio.bund.de</a>, spricht davon, dass ganze drei Pilotprojekte inzwischen online sind: das Digitale Bildarchiv, die E-Vergabe-Plattform des Bundes sowie eine Seite für den &#8220;Elektronischer Antrag auf die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit&#8221;. Ich zweifele ein wenig daran, ob man mit diesem Oeuvre das Volk für die digitale Verwaltung nachhaltig begeistern kann. </p>
<p>Während auf Bund.de trotz der Verlinkung einer großen Zahl von Datenbanken der Service-Ansatz deutlich zu kurz kommt, ist das deutsche Portal Bundesregierung.de eine Informationswüste: Wüste deshalb, weil im Kontrast das estnische Portal eine Reihe von belebenden Features nicht nur beim Service, sondern auch bei der Information bereit hält. Ich kann mich automatisiert informieren lassen, wenn sich irgendwo irgendetwas ändert. Ich kann ein staatliches <a href="http://www.eesti.ee/portaal/lm.abi">Linkbook</a> anlegen, daran Benachrichtigung bei Änderungen anknüpfen und das ganze auch noch &#8220;location based&#8221;, also je nach aktuell relevanter Region abonnieren, was man den ersten Schritt in Richtung Social Administration nennen kann.</p>
<p>Natürlich gibt es darüber hinaus eine intensive mobile Anbindung; wie gut sich das im Alltag anfühlt, weiss man wohl erst, wenn einem der Staat eine SMS mit einer aktuellen Steuerschätzung samt Zahlungsfristen schickt. Wegweisend ist das gesamte Konzept aber allemal, das zeigt sich besonders dort, wo die Esten zum Beispiel alle Informationen einsehen können, die staatliche Stellen über sie gesammelt haben &#8211; in Deutschland vermissen wir nur schon die politische Idee, dass man Vergleichbares anbieten könnte.</p>
<p>Sehr intelligent gelöst ist die Frage der sicheren Identifizierung (abgesehen davon, dass es sowieso eine digital lesbare ID-Card gibt). Das funktioniert im wesentlichen über drei Wege: über die staatliche E-Mail (die in Deutschland als <a href="https://www.e-konsultation.de/buergerportalgesetz/discoursemachine.php?page=viewcompiler_faq&#038;id_view=3&#038;menucontext=29">DE-Mail 2009 eingeführt werden und allen Ernstes Porto kosten soll</a>), per Handy, und &#8211; clever gedacht &#8211; über einen Bankaccount, denn Banken haben bereits hochsichere Personenidentifikationsmechanismen. Gleichzeitig ist es ihr dringendes Interesse, die Sicherheit ständig auf dem neuesten Stand zu halten &#8211; und technologische Aktualität ist eine Eigenschaft, die bei aller Liebe zur Verwaltung bzw. dem Etatismus nicht gerade zu den Stärken einer Administration zählt.</p>
<p>Wie tief die gesellschaftlichen Auswirkungen einer guten digitalen Infrastruktur reichen kann, lässt sich an den estnischen Schulwebsites erahnen. Hausaufgaben erledigen estnische Kinder gemeinsam im Netz. <a href="http://www.morgenkommichspaeterrein.de/blog/die-modernste-stadt-der-welt/">Die Eltern sind angehalten, die Hausaufgaben online zu kontrollieren</a>. Lehrer wiederum können einsehen, ob die Eltern die Hausaufgaben tatsächlich kontrolliert haben. Perfekt &#8211; so führt man nicht nur die ältere Generation ans Netz heran, sondern hat auch einen guten Anhaltspunkt, ob sich Eltern überhaupt um ihre Kinder kümmern &#8211; eine Art über Bande gespieltes sozialstaatliches Kinderschutzprogramm. </p>
<p>Gar nicht erst anfangen möchte ich von der Möglichkeit, per SMS zu bezahlen (ohne horrende Gebühren), was in Verbindung mit Kreditkarten <a href="http://www.morgenkommichspaeterrein.de/blog/die-modernste-stadt-der-welt/">das lästige Münzgeld in Estland obsolet gemacht hat</a>. Micropayment ist in meinen Augen generell ein (noch) sehr wunder und dringend zu bearbeitender Punkt in der weiteren Entwicklung des Internet. </p>
<p>Das Fazit heisst für mich, dass die wegen der Krise angekündigten Großinvestitionen in die Infrastruktur unbedingt auch in die digitale Infrastruktur und Verwaltung gepumpt werden müssen. Natürlich gibt es in Deutschland eine Reihe von guten und spannenden Pilotprojekten &#8211; aber die digitale Infrastruktur betreffend steht inzwischen dringend der Wandel vom Pilotprojekt zum Politprojekt an. Nicht, dass es eine Schande wäre, hinter Estland zurückzufallen. Doof wäre aber, wenn man als Land die Ankunft im 21. Jahrhundert unbestimmt vertagt, in der Zwischenzeit weiter Broschüren versendet und ansonsten im Bereich digitale Verwaltung intensiv darüber nachdenkt, ob man für iPods mit W-LAN-Schnittstelle nicht auch GEZ-Gebühren erheben sollte.</p>
<p>(Anmerkung: dieser Beitrag erscheint auch auf dem <a href="http://01blog.de/2009/01/23/administration-ohne-admin-auf-dem-weg-in-die-webciety/">01blog</a>)</p>
<p>Nachtrag: Ich habe den Artikel angepasst, weil mich einige Kommentatoren auf Unzulänglichkeiten aufmerksam gemacht haben. </p>
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