Die aktuelle Folge von Sixtus vs. Lobo beschäftigt sich mit dem Tabuthema Wahrheit und vor allem den Auswirkungen des Internet auf die Wahrheit. Dazu wollte ich letzthin einen Blogartikel schreiben mit dem Titel “Die gefühlte Wahrheit”. Dann jedoch tropfte mir Latte-Macchiato-Schaum auf die Hose und ich hatte wieder vergessen warum eigentlich.
Neueste Erkenntnisse, aber auch alte Witze zum ewigen Thema Geld haben wir in dieser Folge von Sixtus vs. Lobo eingebaut. Besonders schön in meinen Augen gelungen – der Zusatzgag zum Meinungs- und Aufmerksamkeitskartell im Internet.
Microblogbenutzer @spackmat traf es präzise: diesmal kein Sixtus vs. Lobo, sondern Sixtus & Lobo. Wir haben uns rechtzeitig zu Bundestagswahl und Kanzlerduell die Positionen der Parteien zum Internet angesehen und auf ihren innersten Kern reduziert. Die Piratenpartei ist leider aus Zeitgründen weggefallen – schade!
Man erkennt es bereits am uninspirierten Titel: hier handelt es sich um die schlechteste Folge Sixtus vs. Lobo jemals. Totaler Unsinn, kaum Wortspiele und wenn, nur schlechte; “running gags”, die allenfalls humpeln, kein inhaltlicher Mehrwert. Die ebenso banale wie allgemeinplatzige Kritik an der Inhaltemehrfachverwertung ist nach 35 Millisekunden deutlich geworden und verblasst in den zwei Folgeminuten völlig. Jede Idee fehlt. Das Thema wird nicht im Ansatz behandelt. Die Witze zünden so sehr nicht, dass es schmerzt. Das Auswalzen der Aufzählungen ist erwartbar wie der Donnerstag am Mittwoch und ebenso lustig. Die Metaphern sind von allertiefster Unterirdik. Es handelt sich nicht um einen Schlagabtausch, sondern die Simulation eines Surrogats der Vortäuschung eines Fakedialogs ohne Substanz, als Quatsch mit Sosse (Kräuter, nicht scharf, keine Zwiebeln).
Ich finde, man merkt deutlich, dass hier Mario Sixtus federführend die Erstellung des Scripts in die Hand genommen hat und ich bin froh, dass es sich auch um die kürzeste Folge jemals handelt. Insgesamt zweifellos eine Schande, erbärmlich, kaum zu ertragen und ich spiele wirklich mit dem Gedanken, in Zukunft Lobo vs. Lobo zu machen, um in solche Qualitätsfallen nicht mehr hineinzutappen. Ich bin embarassiert und mache mir ernsthaft Sorgen um meine Fernsehkarriere.
Und endlich! Haben wir einen Disput zum Thema Twitter abgehalten, in dem das für mich wichtigste Argument für Twitter seit Twitter endlich mal laut ausgesprochen wird: Twitter, Twitter, Popitter. Wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.