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	<title>saschalobo.com &#187; Blogs</title>
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		<title>Friedhof der ungebloggten Beiträge</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 13:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
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		<description><![CDATA[Parallel zu dieser schönen Wiederholungsaktion &#8220;Ein ♥ für Blogs&#8221; möchte ich auch an die Schattenseiten des Bloggens erinnern. Nämlich das Nichtbloggen. Dabei sind weniger die immer noch viel zu vielen Menschen gemeint, die einfach nicht bloggen. Sondern vielmehr &#8211; die Überschrift impliziert es &#8211; die Blogbeiträge, die als Idee oder grobe Skizze im Kopf oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.flickr.com/people/44458147@N00/"><img class="aligncenter size-full wp-image-616" title="cemetary_by_the_g-tastic_7" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/03/cemetary_the_g-tastic_7.jpg" alt="cemetary_by_the_g-tastic_7" width="536" height="158" /></a><br />
Parallel zu dieser schönen Wiederholungsaktion &#8220;<a href="http://stylespion.de/ein-herz-fuer-blogs-2-am-161009/4918/">Ein ♥ für Blogs</a>&#8221; möchte ich auch an die Schattenseiten des Bloggens erinnern. Nämlich das Nichtbloggen. Dabei sind weniger die immer noch viel zu vielen Menschen gemeint, die einfach nicht bloggen. Sondern vielmehr &#8211; die Überschrift impliziert es &#8211; die Blogbeiträge, die als Idee oder grobe Skizze im Kopf oder schlimmer noch, im Entwürfe-Bereich herumlungern und ihr erbärmliches Stadium der Unveröffentlichtheit nie verlassen haben. Und wohl auch nie verlassen werden. Wie abgestorbene Embryos vergiften sie den Blogkörper mit ihrem stillen Vorwurf, nie das Licht der Netzwelt erblickt zu haben. Sie blockieren so den vorderen Blog-Stirnlappen. Nicht einmal als zum Tweet verstümmelte Kurznachricht taugen sie. Die Gegenmaßnahme: Raus damit! Entledigung, Entgiftung, Erlösung. Je unfertiger, desto besser. Nachahmung empfohlen, es erleichtert einen ungemein. Voilá.<span id="more-860"></span></p>
<p>†</p>
<p>Ich wollte damals wütend, energievoll und in epischer Länge auf Günther Jauchs uninformierte Einlassung auf SpON zum Internet antworten:</p>
<blockquote><p>
<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,609573,00.html">[…] das Internet ist doch tückisch, wenn es um Wissen geht. Es verleitet zu der Fehleinschätzung, man müsse selbst nichts mehr wissen und demzufolge auch nichts mehr lernen. Steht ja alles im Computer. Das halte ich für zu simpel, denn das Netz ist doch eher eine informationelle Müllhalde und sehr chaotisch.</a>
</p></blockquote>
<p>Zeitlich nicht geschafft, raus damit. Quatsch bleiben etwa 104% von dem, was Jauch zum Thema Internet von sich gibt, natürlich trotzdem. Damit liegt er aber noch nicht mal schlecht im Schnitt.</p>
<p>†</p>
<p>Besonders schade ist es um den nächsten Artikel, der eigentlich eine witzige Aktion vor der Wahl sein sollte. Die Piratenpartei hat ja mehrere Slogan-Domains der grossen Parteien gekapert, zum Beispiel <a href="http://unserlandkannmehr.de">unserlandkannmehr.de</a>. Für meine total witzige Aktion habe ich extra eine Domain rausgesucht, die die Piraten offenbar vergessen haben zu sichern, nämlich <a href="http://piratenparteiberlin.de">piratenparteiberlin.de</a>. Dann wollte ich einen YouTube-Film drehen, wo ich mit einem Tuch vor dem Gesicht und einer bedruckten Pappe mit &#8220;piratenparteiberlin.de&#8221; die Entführung der Domain bekannt geben wollte &#8211; im Austausch gegen die SPD-Domain würde ich die Domaingeisel aber hergeben. Ich fand das vor allem irre witzig, weil ich ja auch mit Gesichtsmaskierung zu erkennen, haha, Sie verstehen? Absender und Titel des Clips wäre übrigens die &#8220;<strong>Rote Arme Fraktion</strong>&#8221; gewesen, vielleicht war es doch ganz gut, dass ich das Ganze aus Zeitgründen und wegen der Rechtsverfehlungen der Piraten gelassen habe. Die Domain habe ich (wie ich Jens Seipenbusch neulich mitteilte) trotzdem noch, braucht die jemand? Vielleicht für einen schönen Piratenspoof, der die Piraten aufregt? Weniger Humor und Kritikfähigkeit als die Anhänger dieser Partei kann man ja praktisch nicht haben, ausser man war Anfang der 1950er in der KPdSU.</p>
<p>†</p>
<p>Ich wollte im Sommer auch einen euphorischen, kraftvollen Artikel schreiben, der &#8220;<strong>Das Neue Wir</strong>&#8221; heissen sollte und den wirkungsstarken Aufbruch der Deutschen Internetlandschaft ins Politische zum Beispiel anhand der ePetition beschreiben sollte. Dann kam mir was dazwischen.</p>
<p>†</p>
<p>Ich wollte einen irre witzigen Artikel schreiben, der den Frühjahrs-Trend 2009 zur dümmlichen Gebrauchsanleitung für Twitter karikieren sollte. Inhalt in Kurzform: Eine Anleitung, was man auf Twitter veröffentlichen soll, ist wie eine Anleitung, was man auf Papier schreiben soll. Ein tolles Foto zu dem Beitrag, der &#8220;<strong>You&#8217;re doing it wrong</strong>&#8221; heissen sollte, hatte ich auch schon:<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/andyhay/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/03/youngdeadbird.jpg" alt="youngdeadbird" title="youngdeadbird" width="536" height="213" class="aligncenter size-full wp-image-606" /></a><br />
Raus damit, vor allem, weil der Artikel vermutlich gar nicht so witzig geworden wäre, wie ich dachte. Wie so vieles letztlich.</p>
<p>†</p>
<p>Seit Januar plane ich einen Blogbeitrag, der einen Lösungsansatz für die Musikindustrie darstellen sollte. Ich glaube ja (<a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/02/wir-werden-niemals-fur-musik-bezahlen/">anders als etwa Johnny</a>) nach wie vor, dass ausreichend viele Menschen für Musik bezahlen würden, auch digital. Dafür muss man nur – naja, und hier habe schon viel nachgedacht, aber leider noch viel zu wenig zu Pixel gebracht. Diesen Artikel möchte ich jedoch nur provisorisch beerdigen. Falls es soetwas gibt.</p>
<p>†</p>
<p>&#8220;<strong>Leben in Echtzeit</strong>&#8220;, so sollte ein programmatischer Aufschlag heissen, der das Echtzeit-Web als nächstes großes Ding feiert nach dem Mitmach-Web. Ist auch wirklich so, das Real Time Web halte ich für ähnlich umwälzend wie das, was ich schon wieder Web 2.0 nenne. Dann fand ich heraus, dass &#8220;Leben in Echtzeit&#8221; eine Textzeile von <a href="http://www.virginia-jetzt.de">Virginia Jetzt</a> ist und war spontan so konsterniert, dass ich ersteinmal pausieren musste. In der Pause verblich – unerwartet und viel zu früh – die Idee des Artikels.</p>
<p>†</p>
<p>Der mit Abstand ungebloggteste aller Beiträge war übrigens einer, der den Titel trug &#8220;<strong>Warum es für Schwarz-Gelb nicht reichen wird</strong>&#8220;. Inhalt verrate ich jetzt nicht.</p>
<p>†</p>
<p>Und schliesslich, als Tüpfelchen auf dem i von Frıedhof: als ich im Frühjahr noch nicht so genau wusste, welches Buch ich als nächstes schreibe (inzwischen wird es mein erster Roman, übrigens), wollte ich dem Netz eine Buchidee zum Fraß vorwerfen. Ich erwähnte es im allerersten Wortbeitrag in diesem Blog, dass ich im Netz auch Bücheransätze entwickeln wolle. Abgesehen davon, dass mein Agent mir dringend davon abriet, weil Buchideen geklaut würden wie Bücher auf der Buchmesse, glaube ich in inzwischen nicht mehr, dass mein Vorhaben mit dem Namen &#8220;<strong>Quatsch und Kultur &#8211; der überaus wichtige Einfluss von unterhaltsamem Unsinn auf unser eqWepuoi Fnord</strong>&#8221; je Chancen auf Realisierung haben wird. </p>
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		<title>Die hässliche Fratze des DFB</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 10:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Deutsche Fussballbund und sein Präsident Theo Zwanziger kämpfen mit schmutzigen Tricks gegen die Meinungsfreiheit. Sie versuchen, über die Prozesskosten einen einzelnen Journalisten und Blogger in den finanziellen Ruin zu treiben &#8211; obwohl die juristische Position des DFB aussichtslos erscheint. So möchte der DFB einen Kritiker mundtot machen und droht implizit allen anderen. Ich möchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://jensweinreich.de/?p=3038"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/fratze_dfb.jpg" alt="fratze_dfb" title="fratze_dfb" width="536" height="574" class="aligncenter size-full wp-image-500" /></a></p>
<p>Der Deutsche Fussballbund und sein Präsident Theo Zwanziger kämpfen mit schmutzigen Tricks gegen die Meinungsfreiheit. Sie versuchen, über die Prozesskosten einen einzelnen Journalisten und Blogger in den finanziellen Ruin zu treiben &#8211; obwohl die juristische Position des DFB aussichtslos erscheint. So möchte der DFB einen Kritiker mundtot machen und droht implizit allen anderen. Ich möchte deshalb zu spenden für Jens Weinreich aufrufen. <a href="http://jensweinreich.de/?p=3038">Mehr Informationen hier</a>.</p>
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		<title>Morgendämmerung der Bloglandschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 13:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hat nicht nur damit zu tun, dass die Reaktionen auf die gestrige Abmahnung von netzpolitik.org durch die Deutsche Bahn AG nach meiner Beobachtung mehr und schnellere Reaktionen gezeigt hat als die allermeisten Fälle bisher. Es hat auch nur am Rande damit zu tun, dass ich mein Privatblog im Januar 2009 gegründet habe. Aber ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://flickr.com/photos/gaetanlee"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/blogrenaissance.jpg" alt="blogrenaissance" title="blogrenaissance" width="536" height="127" class="alignnone size-full wp-image-289" /></a><br />
Es hat nicht nur damit zu tun, dass die Reaktionen auf die <a href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/">gestrige Abmahnung von netzpolitik.org</a> durch die Deutsche Bahn AG nach meiner Beobachtung <a href="http://rivva.de/about/http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/">mehr und schnellere Reaktionen</a> gezeigt hat als die allermeisten Fälle bisher. Es hat auch nur am Rande damit zu tun, dass ich <a href="http://saschalobo.com">mein Privatblog</a> im Januar 2009 gegründet habe. Aber ich glaube, dass Blogs, auch in Deutschland, dabei sind, ihre in den letzten zwei, drei Jahren eher schlummernde Kraft zu entfalten &#8211; und stärker als zuvor.<br />
<span id="more-288"></span></p>
<p>Das Wort &#8220;Renaissance&#8221; impliziert mir etwas zu stark, dass zwischendurch überhaupt gar nichts los war, das stimmt natürlich nicht. Aber irgendwie geht gerade eine Sonne auf, daher trifft das Wort Morgendämmerung, zumindest ein wenig. Ich glaube, dass es dafür zwei Gründe gibt &#8211; eigentlich eine Vielzahl von Gründen, aber zwei stechen heraus. Interessanterweise sind beides nicht unbedingt wirtschaftliche, sondern gesellschaftliche Gründe.</p>
<p>1) Obama ist ganz klar der mächtigste Mann der Welt geworden, weil er und vor allem sein Beraterteam das Netz verstanden und es richtig benutzt haben. Den Zweischritt-Beweis für diese Behauptung liefere ich auch mit: Im Januar 2008, mit dem ersten demokratischen Caucus einem der wichtigsten Schlüsselmomente des Wahlkampfes, hat Barack Obama nicht nur einen Spendenrekord aufgestellt: 36 Millionen Dollar. Er hat vor allem sagenhafte <a href="http://www.techcrunch.com/2008/02/04/obama-sets-record-with-january-donations-online-donations-88-of-total/">88% davon im Netz eingesammelt</a>. Mit diesem Geld hat er nicht nur weiter die Online-Spendenmaschine am Laufen gehalten, sondern auch die klassischen Medien mit <a href="http://www.nytimes.com/2008/10/31/us/politics/31rate.html?_r=1&#038;scp=3&#038;sq=infomercial%20obama&#038;st=cse">professioneller Kommunikation dominieren können</a> &#8211; was ihn zum Sieg geführt hat. Obama ist der erste Internetpräsident. Blogs haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt &#8211; nämlich die Übertragung der Stimmung, in diesem Fall der Begeisterung. Erst im Herbst habe ich von einer kroatischen Journalistin eine wunderbare Metapher gehört: Blog seien die Seele des Internet. Das zeigt die Zielrichtung auf, Blogs müssen nicht immer weiter wachsen, um erfolgreich zu sein; die Größe der Leserschaft ist eine sehr relative. Die Rolle der Blogs &#8211; auch in Deutschland &#8211; kann sein, abseits des unübersichtlichen Dschungels der Social Networks und neben der journalistischen Konstanz der klassischen Onlinemedien etwas zu etablieren, was man Öffentliche Stimmung nennen könnte &#8211; in längst überfälliger Ergänzung zur schon länger existierenden Öffentlichen Meinung, deren Abbildung herkömmlichen Medien zugeschrieben wird. Fast handelt es dabei um eine Art Friedensangebot zwischen klassischem Journalismus und dem publizistischen Wirken der Bloglandschaft.</p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/thecampbells/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/obama_speech.jpg" alt="obama_speech" title="obama_speech" width="536" height="83" class="alignnone size-full wp-image-300" /></a></p>
<p>2) Der zweite Grund ist &#8211; und manche höre ich jetzt entsetzt lachen &#8211; Twitter. Nach meiner Beobachtung ist die Zahl der eher unwichtigen Blogbeiträge durch Twitter zurückgegangen; was man früher in einen &#8220;Seht-mal-hier&#8221;-Beitrag ohne bereichernde Substanz gepresst hat, passt heute entspannt in 140 Zeichen (diese Beobachtung haben auch andere vorher schon gemacht). Da die Aufgabe von Twitter nicht ist, in jedem Tweet Substanzielles zu veröffentlichen, reduziert sich im Zusammenspiel von Blogs und Microblogs das Rauschen auf Blogs, und geht dorthin, wo es nicht stört &#8211; auf Twitter. Seit gestern hat diese neue Kraft des Zusammenwirkens ein plastisches Beispiel. Felix Schwenzel hat anlässlich der <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-welle-nach-der-abmahnung/">Bahn-Abmahnung</a> richtig beobachtet, dass es noch vor zwei Jahren <a href="http://twitter.com/diplix/status/1173857793">vier, fünf Tage gedauert hat</a>, bis Themen aus den Blogs in die klassischen Online-Medien geschwappt sind. Jetzt waren es nicht nur wenige Stunden &#8211; es ist noch ein Hypeeffekt dazu entstanden. Man konnte sich zwischenzeitlich nicht des Eindrucks erwehren, dass es einen Wettlauf unter den professionellen Online-Medien gibt, wer als erster mit einer durchrecherchierten Meldung zum Thema herauskäme (diesen Contest gewann <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502235/">ORF Futurezone</a> mit einer Meldung nur eine Stunde und 27 Minuten nach der Veröffentlichung auf netzpolitik.org). Beinahe pflichtschuldig meldete der offizielle Twitteraccount des Newsportals Der Westen, dass ein Artikel &#8220;<a href="http://twitter.com/DerWesten/status/1173480636">bereits in der Mache</a>&#8221; sei. Das Beispiel zeigt die neue Kraft der Bloglandschaft: durch die Beschleunigung und erhöhte Vernetzung per Microblogging gewinnen Blogs deutlich an publizistischem Einfluss. Twitter fungiert hier als Social Newsticker, dessen Durchschlagkraft von der Relevanz für die Blogszene abhängt, die nicht zufällig weitgehend der Twitterszene entspricht. </p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/hauntedpalace/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/obama_tweet.jpg" alt="obama_tweet" title="obama_tweet" width="536" height="180" class="alignnone size-full wp-image-301" /></a></p>
<p>Das Fazit: während für einige Menschen noch immer Welten und hasserfüllte Abgründe zwischen den drei Feldern Online-Medien, Blogs und Microblogging liegen, besteht gerade in der Verbindung dieser drei ein faszinierendes Potenzial, das bisher nicht da war. Und es ist kein Zufall, dass bei dieser Aufzählung Blogs in der Mitte als Dreh- und Angelpunkt (wenn auch nicht als Schwergewicht) stehen, denn jetzt beginnen meiner Meinung Blogs gerade erst, ihre wichtige Rolle in der Medienlandschaft zu finden &#8211; noch ein wenig eingekeilt zwischen den tapsigen Informationsriesen der klassischen Medien und dem hibbeligen Hyperaktivisten Twitter transportieren Blogs die Stimmung der digitalen Öffentlichkeit, das Gefühl der Netzöffentlichkeit. Was Blogs selbst betrifft, heisst die im Moment Aufbruchstimmung.</p>
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