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	<title>saschalobo.com &#187; Werbung</title>
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		<title>Der Brief, den Schlecker jetzt schreiben sollte</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 10:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab und zu rufen mich Unternehmen an, die ein Social-Media-Problem haben. Wenn zum Beispiel auf einem praktisch unverlinkten Blog mit drei Artikeln ein Unternehmensvorstand mit Hitler verglichen wird &#8211; das aber unangenehm weit oben in der Google-Suche zum Namen auftaucht. Manchmal aber geht es auch um Shitstorms, für die ich eine gewisse Expertise entwickelt habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ab und zu rufen mich Unternehmen an, die ein Social-Media-Problem haben. Wenn zum Beispiel auf einem praktisch unverlinkten Blog mit drei Artikeln ein Unternehmensvorstand mit Hitler verglichen wird &#8211; das aber unangenehm weit oben in der Google-Suche zum Namen auftaucht. Manchmal aber geht es auch um Shitstorms, für die ich eine gewisse Expertise entwickelt habe. Und in Zeiten von Shitstorms kann man bedeutend mehr falsch als richtig machen, deshalb berate ich Unternehmen in dieser Richtung, wenn ich <del>absurd hohe Honorare</del> einen Sinn darin sehe und Lust darauf habe (ist nicht immer so).</p>
<p>Mit Schlecker habe ich keinerlei geschäftlichen Kontakt, außer dass ich dort meinen Lieblingsdeoroller kaufe. Aber das, was mit und um Schlecker im Internet – Blogs, Twitter, Google+, Facebook, Online-Medien – momentan passiert, ist ein wunderschöner Trainingsshitstorm für deutsche Unternehmen. Also, schön für alle außer Schlecker. Obwohl das Stürmchen relativ egal ist im Vergleich zu ungefähr allem anderen, was derzeit passiert, haben im Moment die nichtschleckerschen Beteiligten ihre helle Freude an seiner Aufrechterhaltung. Schlecker, namentlich der Unternehmenssprecher Florian Baum, sollte deshalb einen Brief (Blogbeitrag) an die Öffentlichkeit schreiben. &#8220;When you&#8217;re in a hole, stop digging&#8221;, so heisst es auf dem mit Marketingweisheiten gesättigten, amerikanischen Sprichwortmarkt. Den Brief habe ich im Folgenden probeweise formuliert: Die andersfarbige, kleine Schrift dazwischen sind meine internen Kommentare, die die strategischen und taktischen Funktionen des Briefs erläutern sollen.</p>
<blockquote><p>Liebe digitale Öffentlichkeit,</p>
<p>wir, das Unternehmen Schlecker, und ich, Florian Baum, sind erstaunt. Nicht die angenehme Art von Erstaunen, das lässt sich vermutlich erahnen. Es fühlt sich eher an, als würde man einen kritischen Unbekannten auf der Straße treffen, der verwickelt einen in ein Gespräch, man versucht etwas unbeholfen, verständnisvoll zu sein – und stellt hinterher fest, dass das Gespräch live ins Fernsehen übertragen wurde.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im ersten Abschnitt werden explizit zwei Parteien ins Spiel: Baum und Schlecker. Der Sprecher soll alles Negative auf sich ziehen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Die Situation wird auf eine Art beschrieben, die für jeden nachvollziehbar ist und zumindest ein gewisses Verständnis für Schlecker aufkommen lässt. Der Vergleich ist essentiell, um die Deutungshoheit über das Geschehene zu gewinnen. Dazu kommt mit &#8220;unbeholfen&#8221; die erste Andeutung eines eigenen Fehlers.
</p>
</blockquote>
<p>Ich habe einen Fehler gemacht. Genau genommen habe ich sogar mehrere Fehler gemacht. Nicht soviele wie damals, als ich in der achten Klasse unglücklich verliebt war und zweimal sitzen blieb – aber drei oder vier sind es schon:</p>
<p>• Ich habe völlig unterschätzt, welche Wellen ein Brief schlagen kann, von dem ich dachte, ihn an eine Einzelperson zu schreiben<br />
• Ich habe mich zu Formulierungen hinreissen lassen, die in der Öffentlichkeit missverstanden werden mussten (das war unklug und unsympathisch)<br />
• Ich habe diese beiden Fehler viel zu spät bemerkt und deshalb<br />
• versucht, sie so gut es geht zu verteiden. Was nicht so wahnsinnig gut geklappt hat.</p>
<p>Das alles tut mir leid, besonders, falls sich jemand angriffen oder verspottet gefühlt haben sollte. </p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Der zweite Abschnitt ist auf die Fehler bezogen – wenn Shitstorms vorhanden sind, muss jemand Fehler gemacht haben. Findet die Öffentlichkeit jedenfalls, und um die geht es hier, deshalb entschuldigt man sich. Persönlicher Stolz ist gefälligst an der Garderobe abzugeben. Zugegeben werden die Fehler von der Einzelperson, wenn irgend möglich (gibt auch andere Fälle). Deshalb fängt hier jeder Punkt mit &#8220;ich&#8221; an. Das Unternehmen wird damit aus dem Fokus geschoben. Mit einem überraschenden, unterhaltsam formulierten Eingeständnis eigener Unzulänglichkeit am Anfang (&#8220;sitzen geblieben&#8221;) wird eine erfrischende Distanz zur eigenen Person aufgebaut. Das wirkt der fatalen Arroganz des ersten Briefs entgegen. Trotzdem wird das Wort &#8220;Arroganz&#8221; vermieden, es tritt sich sonst fest. Dazu kommt eine explizite Entschuldigung in der Sache, die aber die Vorwürfe nicht explizit wiederholt. Die Entschuldigung wird halbgar nicht relativiert.
</p>
</blockquote>
<p>Dass die Situation – für uns so überraschend – eskalieren konnte, liegt an etwas für mich einigermaßen Neuem: Fachleute sprechen von &#8220;Social Media&#8221;. Ich glaube, dabei handelt es sich eigentlich um Sie alle. Ich habe zwar (drei Semester über der Regelstudienzeit wegen eher durchschnittlichen Organisationstalents) etwas mit Medien studiert, aber damals gab es das noch nicht, das Internet von heute. Wo man mit vielen, mit ausgesprochen vielen Leuten in direktem Kontakt steht und wo deshalb Regeln herrschen, mit denen ich noch nicht allzuvertraut bin. Obwohl ich regelmäßig Beiträge in unserem Unternehmensblog schreibe, ist für die meisten vermutlich keine Riesenüberraschung, dass ich persönlich bisher mit Social Media nicht soviel anfangen konnte. Aber daraus ergibt sich eine Chance.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im dritten Abschnitt folgt in direkter Ansprache ein subtiles Kompliment für die Leser und Shitstormteilnehmer: Ihr habt etwas Wichtiges verstanden, was ich so noch nicht kannte. Das ist auch das Eingeständnis der eigenen, persönlichen Unzulänglichkeit – aber diesmal im Fachlichen (es gab ja menschliche und fachliche Fehler bisher). Deshalb wird behutsam erklärt, warum hier offensichtlich ein Mangel an KnowHow herrscht, direkt verbunden mit einer Wendung ins Positive: der folgende Abschnitt über die Chancen wird vorbereitet.
</p>
</blockquote>
<p>Denn wenn Sie mir auch nichts glauben, dann doch wenigstens, dass wir, das Unternehmen Schlecker und insbesondere ich, die Kraft und die Energie des Internet in den letzten Tagen kennengelernt haben. Die Chance liegt nun darin, diese Kraft auch im positiven Sinn zu nutzen. Mir persönlich will nicht in den Kopf, dass diese sozialen Medien angeblich nur für den Aufschrei taugen sollen – darin muss gerade für Unternehmen auch eine Chance liegen. Und die wollen wir versuchen zu nutzen (und würden uns freuen, wenn Sie dabei mitmachen, müssen Sie aber natürlich nicht).</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Der vierte Abschnitt ist der Zukunft zugewandt und dreht die Kraft der eben leicht angeschleimten, digitalen Öffentlichkeit ins Positive. Sowie von Zukunft und positiven Dingen die Rede ist, kommt auch wieder das Unternehmen Schlecker ins Spiel. Die Chancen werden hervorgehoben, die Digitale Öffentlichkeit eingeladen mitzumachen, ohne sich allzu uncharmant aufzudrängen. Und es gibt ein Versprechen, sich mit den Leuten im Internet – die das Stürmchen ja verursacht haben – positiv auseinanderzusetzen. Das erhöht die Aufmerksamkeit für folgende, positive Aktionen.
</p>
</blockquote>
<p>Abschließend wollen wir uns für den ärgerlichen Eindruck entschuldigen, der durch meine Fehler entstanden ist. Wir wollen alles dafür tun, um zu beweisen, dass dieser Eindruck falsch ist: wir mögen nämlich unsere Kunden, alle Kunden, sie zahlen uns die Miete, wir sind von ihnen abhängig. Und das ist auch der Grund, warum wir versuchen, Artikel, die jeder braucht, so preisgünstig anzubieten, dass sie auch jeder kaufen kann.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im Schlussteil aber nicht zu positiv euphorisch werden, es handelt sich immerhin um eine Art Entschuldigungsbrief mit zerknirschter Grundstimmung. Deshalb nochmal eine explizte Entschuldigung, auch von Schlecker (&#8220;…wollen wir uns ent…&#8221;), ohne das Unternehmen dabei in den Vordergrund zu rücken. Nochmal persönlich Stellung beziehen (&#8220;meine Fehler&#8221;). Dann drehen ins Pathos. Pathos ist verrufen, aber nur bei (hihi) Hochgebildeten Superironikern, bei den meisten kommt Pathos gut an, wenn es richtig eingesetzt wird. Schlecker hat viele Jahre daran gearbeitet, dass Drogerieartikel in Deutschland erschwinglicher sind als irgendwo sonst (im Verhältnis), das kann man also ruhig andeuten.
</p>
</blockquote>
<p>Mit lieben Grüßen,<br />
Florian Baum<br />
Unternehmenssprecher Schlecker<br />
Social Media-Beauftragter in spe</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Halb ernsthafter, halb unterhaltsamer Schlussakkord im neuen Titel des Unternehmenssprechers, der eine nachhaltige Änderung der Haltung und des Verständnis anzeigen soll
</p>
</blockquote>
</blockquote>
<p>Anmerkung: wenn dieser Brief bei Euch jetzt nicht mehr funktionieren sollte, liegt das natürlich zum einen an der unendlichen Weisheit der digitalen Öffentlichkeit, also von Euch, und zum anderen an dem, was Goethe so formuliert hat: &#8220;Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.&#8221;</p>
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		<title>Dodge Viper ist Daffy Duck andersrum</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 11:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
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		<description><![CDATA[Kann das noch Zufall sein? Das Logo eines der testosteronsten Autos überhaupt, das Logo des Dodge Viper, sieht auf dem Kopf aus wie Daffy Duck. Ob das der Marke schaden könnte? Ich glaube schon, wenn dieser Zusammenhang sich nur lange und tief genug in die Verbraucherhirne einbrennt: ein Geschenk der Schadenfreude an die memverbreitende Industrie. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/11/dodge_viper.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/11/dodge_viper.jpg" alt="dodge_viper" title="dodge_viper" width="536" height="127" class="aligncenter size-full wp-image-951" /></a>Kann das noch Zufall sein? Das Logo eines der testosteronsten Autos überhaupt, das Logo des <a href="http://www.dodge.com/en/2009/viper/">Dodge Viper</a>, sieht auf dem Kopf aus wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dWamxEDcqiQ">Daffy Duck</a>. Ob das der Marke schaden könnte? Ich glaube schon, wenn dieser Zusammenhang sich nur lange und tief genug in die Verbraucherhirne einbrennt: ein Geschenk der Schadenfreude an die memverbreitende Industrie.<a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/11/dogdeviper_daffyduck.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/11/dogdeviper_daffyduck.jpg" alt="dogdeviper_daffyduck" title="dogdeviper_daffyduck" width="536" height="221" class="aligncenter size-full wp-image-941" /></a></p>
<p style="font-size:11px;">via <a href="http://www.reddit.com/r/pics/comments/a0qlw/you_are_now_aware_that_the_viper_logo_is_daffy/">reddit</a>; Bildquellen: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dodge_Viper_Logo.jpg">beides </a> <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dmitri_Nabokov_in_a_Dodge_Viper_GTSR_at_the_Justin_Bell_driving_school.jpg">Wikimedia</a></p>
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		<title>Vodafone</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 07:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denjenigen Internetcommunitybenutzern, die in den letzten Tagen im Koma lagen, möchte ich mitteilen, dass ich Teil einer Werbekampagne für Vodafone bin. Sie heisst &#8220;Es ist Deine Zeit&#8221; und richtet sich besonders an die Generation Upload. Aus dieser Gesamtthematik ergeben sich viele Fragen. Mit der gewohnten Mischung aus unterhaltsamer Information, halbironischer Distanz und Eitelkeit möchte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/07/esistdeinezeit.jpg" alt="esistdeinezeit" title="esistdeinezeit" width="536" height="129" class="aligncenter size-full wp-image-731" /></a>Denjenigen Internetcommunitybenutzern, die in den letzten Tagen im Koma lagen, möchte ich mitteilen, dass ich Teil einer Werbekampagne für Vodafone bin. Sie heisst &#8220;<a href="http://www.esistdeinezeit.de">Es ist Deine Zeit</a>&#8221; und richtet sich besonders an die Generation Upload. Aus dieser Gesamtthematik ergeben sich viele Fragen. Mit der gewohnten Mischung aus unterhaltsamer Information, halbironischer Distanz und Eitelkeit möchte ich hier diese Fragen nicht nur beantworten – sondern sie mir dazu auch noch selbst stellen.<br />
<span id="more-730"></span></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Sascha, Sie sind Teil einer großen Kampagne von Vodafone – wie finden Sie diese und warum?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Insgesamt super (obwohl natürlich nie alles perfekt läuft). Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst halte ich es für richtig, dass eine große Marke in den Social Media-Bereich hineingeht und da über ähnlich viele Kanäle kommuniziert wie Internetmenschen es auch tun, von Twitter über ein Blog, Facebook, Youtube, Flickr und anderen Social Networks. Werbung muss an Orte gehen, die für die Menschen – früher nannte man sie Zielgruppe – wichtig sind. Insofern führt meiner Meinung nach für Markenkommunikation kein Weg daran vorbei, dort mitzuspielen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kFhNq54jzfM">Im Werbespot</a> wird ausserdem ein Lieblingslied von mir gespielt (ehrlich!), &#8220;Heroes&#8221; von David Bowie. Ich <del datetime="2009-07-14T06:59:05+00:00">singe</del> spreche die Textzeile &#8220;we can beat them&#8221; und schaue dazu, sagen wir, etwas zu ernst in die Kamera. Diese ironische Revoluzzer-Pose gefällt mir natürlich sehr gut. Der wichtigste Gutefindepunkt ist aber ein strategischer, nämlich dass sich die Kampagne auch an die Generation Upload richtet. Dabei ist es weniger zentral, wie man die Leute nennt, die sich ganz selbstverständlich im Netz bewegen – sondern, dass man sie erkannt hat und anspricht. Eins der Ziele der Kampagne ist ein Dialog mit der Generation Upload – die Aufmerksamkeit, die man dafür als allererstes braucht, ist definitiv vorhanden. Und schliesslich ist es schön, auf <a href="http://twitpic.com/a4ikp">Großplakaten rumzuhängen</a>, auch, wenn ich mir wünsche, man hätte mich etwas dünner gephotoshopt. </p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Glauben Sie, dass diese Kampagne funktioniert?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Ziemlich sicher. Das sage ich nicht, weil ich sowas immer wüsste &#8211; es ist äusserst schwer, das vorauszusagen, ich lag schon sehr oft falsch, im Guten wie im Schlechten. Ich habe aber gehört, dass die verschiedenen Werbemittel bei den &#8220;normalen&#8221; Menschen ebenso gut ankommen wie bei denen, die die Produkte verkaufen müssen, also dem Vertrieb. Das ist für den Kampagnenerfolg oft ein entscheidender Punkt. Man darf trotz der richtigen Fokussierung auf die Generation Upload nicht vergessen, dass wir im Moment zum Beispiel rund 100.000 aktive, deutschsprachige Twitterer haben. Um die Zahl mal einzuordnen: es gibt in Deutschland etwa 115.000 vereinsorganisierte Kanufahrer. Es ist also weiterhin <em>auch</em> wichtig, wie diejenigen Menschen die Kampagne sehen, die Günther Jauch für den bestvorstellbaren Bundespräsidenten halten und im Büro zwischen 9 und 17 Uhr mit dem Internet Explorer ins Netz gehen.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>In den letzten Tagen gab es viel Aufregung um die Kampagne, die sich oft an Ihrer Person aufgehängt hat.</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Ja. Ich war von Anfang an und absichtlich eine kontroverse Figur im Netz. Es gibt immer einen bestimmen Anteil an Leuten, die laut aufschreien, fast egal, was ich mache. Ob ich die Piratenpartei kritisiere, ein Buch veröffentliche, eine Blogvermarktung mitgründe, eine Twitterlesung organisiere oder im Fernsehen auftauche. Ich weiss, es hört sich total unglaubwürdig an, aber einige Menschen sind offensichtlich noch Sascha-Lobo-fixierter als ich selbst! Wahrscheinlich gäbe es auch einen Aufschrei, wenn ich mit bloßen Händen Landminen vor angolanischen Kinderheimen ausgraben würde. Das hängt auch damit zusammen, dass zehn zustimmend nickende Köpfe leiser sind als ein kreischender. Für mich selbst ist das Getöse super, ich ziehe sozusagen Energie aus dem Gegenwind, ungefähr wie ein Windrad. Und nichts ist unangenehmer, als gar keine Aufmerksamkeit für Aktionen zu bekommen, weil sich niemand dafür interessiert. Für die Kampagne ist das unbestreitbar große Interesse an Vodafone ein guter Auftakt, um den (beabsichtigten) Dialog herzustellen. Den müssen Vodafone und die Agentur Scholz &#038; Friends jetzt natürlich auch weiter aufbauen und zeigen, dass nicht spurlos an ihnen vorbeigeht, was die Generation Upload bzw. die Netzgemeinde so sagen. Ich bin da aber optimistisch.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Aber dürfen Blogger überhaupt Werbung machen? Und wieso gerieren Sie sich als Sprecher der Bloglandschaft und des Web 2.0?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Was für zwei dämliche Fragen! Journalisten und Berufsmultiplikatoren wie Sie einer sind haben mir solche Quatschtitel wie &#8220;Klassensprecher des Internet&#8221;, &#8220;Netzpapst&#8221; oder &#8220;Internet-Ikone&#8221; angedichtet, das war doch nicht ich selbst! Das Netz hat keinen legitimen Sprecher oder Präsidenten, das widerspricht schon der Haltung der sehr amorphen Netzgemeinde. Ich habe mich nie selbst so bezeichnet, sondern Netzphänomene beschrieben und erklärt, und zwar auf eine Weise, die ganz offenbar medial gefragt ist. Dazu habe ich die vermutlich schönste, auf jeden Fall aber wiedererkennbarste Frisur von den bekannteren deutschen Bloggern. Schauen Sie sich den zu selten gewaschenen Wuschelkopf von <a href="http://wirres.net">Felix Schwenzel</a> an, die Nichtfrisur von <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/">Stefan Niggemeier</a> oder die etwas zu cool rasierte Glatze von <a href="http://spreeblick.com">Johnny Haeusler</a>. Und: natürlich dürfen Blogger Werbung machen; noch dazu habe ich ja nie verschwiegen, Werber zu sein. Markenkommunikation war schon immer mein Beruf.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Ein anderer Punkt der Kritik sind die Netzsperren und Vodafones Rolle dabei.</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Ja. Ich glaube, ich selbst habe keine Gelegenheit ausgelassen, meine Position deutlich zu machen, ich halte die Sperren für falsch. Vodafone war hier anderer Auffassung. Das grundsätzliche Thema ist allerdings ein politisches &#8211; das auch politisch angegangen werden muss. Man darf nicht den Fehler machen zu glauben, dass hier mit dem derzeitigen Gesetz auf einmal alles vorbei sei. Vielmehr ist Netzpolitik – Politik generell – ein ständiger, diskussionsintensiver Prozess. Ich werde mich weiter inhaltlich einbringen und freue mich deshalb, dass Vodafone mich nicht nur als Testimonial, sondern auch als strategischen Berater an Bord geholt hat. Abgesehen davon ist seit den ersten Schritten bezogen auf die Netzsperren eine ganze Menge passiert. Unter anderem ist vielen überhaupt erst klargeworden, wie wichtig der gesamten Netzgemeinschaft dieses Thema ist. Ich will mithelfen, dass in einem Dialog zwischen den Beteiligten dabei die richtigen Schlüsse gezogen werden. Verhärtete Fronten ganz ohne Gespräche verschlechtern mit Sicherheit alle Ergebnisse der Zukunft.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Es gab auch höhnische Bemerkungen, weil Sie mehr als einmal von Ihrem iPhone gesprochen haben &#8211; das in Deutschland nur bei der Telekom zu bekommen ist. </em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Niemand zweifelt ernsthaft daran, dass das iPhone ein tolles Gerät ist. Übrigens auch nicht daran, dass es eine Reihe grauenvoller Schwächen hat. Ich habe aber nicht nur ein iPhone – ich habe vier iPhones. Und ein Nokia E71, das erste Googlephone G1 und eins von Sony Ericsson. Jetzt benutze ich das HTC Magic, also das neue Googlephone von Vodafone, das ich im Werbespot auch in der Hand halte. Während das G1 einen Schnappmechanismus hat, der mich spontan an ein Klappbett in der Schrankwand erinnert hat und auch den gleichen modernen Charme entwickelt, ist das Magic ziemlich geschmeidig. Und dass Google Android, also das Betriebssystem des Magic, Apple in vielen Punkten überlegen ist, glauben viele Fachleute. Wer sein iPhone mit zwei Computern, zum Beispiel einem Desktoprechner im Büro und einem MacBook zu Hause synchronisieren möchte, wird wissen, wovon ich rede. Das geht nämlich nicht, bzw. nur sehr kompliziert. </p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Soso, diesen leicht schwafeligen Sermon soll ich Ihnen glauben?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Zu mindestens 90%! Ich werde meine iPhones nicht im Klosett runterspülen &#8211; aber meinen Kommunikationsmittelpunkt auf das Magic verlagern. Schon, weil ich vom Kalender bis zu den Online-Dokumenten viele Google-Produkte benutze. Und zwar viel intensiver, öfter und mehr als Bahntestimonial Dieter Bohlen in der Zweiten Klasse der Deutschen Bahn fährt.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Mal zum Begriff &#8220;Generation Upload&#8221; &#8211; was ist damit gemeint? Ist noch eine weitere Generation überhaupt notwendig? Was hat Florian Illies nur angerichtet?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Kommunikation allgemein und besonders Werbung funktioniert über Symbole und Namen. Für das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Dinge-geregelt-kriegen-Funken-Selbstdisziplin/dp/3871346195?&#038;camp=2474&#038;linkCode=wey&#038;tag=saschalobocom-21&#038;creative=9002">Wir nennen es Arbeit</a>&#8220;, das ich mit Holm Friebe zusammen geschrieben habe, haben wir vier Monate an Titel und Untertitel gearbeitet, inklusive der Formulierung &#8220;Digitale Bohème&#8221;. Genau wie Generation Upload ist das ein Name, den sich die Gruppe nicht selbst ausgesucht hat und der durchaus kontrovers gesehen werden kann. Aber beide Namen verdeutlichen gut, worum es geht. Bei der Generation Upload ist die aktive Beteiligung an dem, was im Netz passiert, sehr wichtig. Mit dem Wort Upload lässt man daran wenig Zweifel, darin steckt das Internet, die Teilhabe, der technikaffine Hintergrund und &#8220;Up&#8221; ist auch eine schöne Richtung.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Zur Marke Vodafone eine Frage: was soll daran besonders sein? Hätten Sie für jeden Mobilfunkanbieter Werbung gemacht?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Ich HABE schon für verschiedene Mobilfunkanbieter Werbung (als Werbetexter) gemacht, das nur nebenbei. Was ich an Vodafone tatsächlich gut finde, ist zum einen die Netzqualität. Ich habe seit Ende 1995 Handyverträge, darunter von E-Plus, O2 bzw. damals Viag Interkom, T-Mobile und jetzt erstmalig auch Vodafone. Die qualitative Reihenfolge von Gesprächsqualität und UMTS-Geschwindigkeit muss ich hier gar nicht ausbreiten, da kann man einfach in die gängigen Testergebnisse schauen. Was mir persönlich aber mindestens genauso wichtig ist: digitale Statussymbole. Schon, weil sie letztlich aus Nichts bestehen, und damit wiederum skizzieren, wie lächerlich nichtig Statussymbole eigentlich sind. Ich mag solche Symbole trotzdem, und im Handybereich führt an diesem Punkt wenig an der Vodafone-Vorwahl 0172 vorbei. Übrigens ist ein anderes digitales Statussymbol, das ich mit großer Freude besitze, die kürzestmögliche Domain der Welt, nämlich <a href="http://1.ly">1.ly</a> – ich überlege momentan, was ich Schönes damit anstelle.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Was kann noch Vodafone verbessern? </em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Vodafone ist ein riesiges Unternehmen, wo nicht immer alles so schnell umsetzbar ist, wie ich das von meinen <a href="http://prokrastination.com">eigenen Projekten</a> kenne. Aber es gibt den Anfang eines Dialogs, zu dem Vodafone bereit ist – der muss weiterverfolgt werden. Dann sollte Teil des Dialogs oder der Diskussion sein, dass daraus in Zukunft Konsequenzen gezogen werden. Vom Produkt- und Tarifangebot bis zu den wichtigen gesellschaftlichen Fragen der Netzwelt. Dass Vodafone das wirklich ernst meint, glaube ich, weil ich starke Anzeichen sehe. Im offiziellen Vodafone-Blog sind <a href="http://blog.vodafone.de/2009/07/09/reaktionen-auf-die-livepk/#comment-116">sehr kritische Kommentare freigeschaltet worden, die sich zum Beispiel mit den Netzsperren beschäftigen</a>. Es gibt nicht allzuviele Unternehmen, die so etwas tun würden. </p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Ein Wort noch zu Ihrer Blogvermarktungsfirma adnation &#8211; auf vielen adnation-Blogs läuft die Vodafone-Kampagne auch. </em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Ja, und das finde ich natürlich famos. Denn die Netzgemeinde, die Blogs, die Social Networks, die Plattformen mit Worten anzuerkennen, ist gut und wichtig. Wirklich ernst wird es aber erst, wenn Geld fliesst. Insofern zeigt Vodafone nicht nur inhaltlich, dass ihnen die Bloglandschaft wichtig ist, sondern auch mit der Sprache, die bei jedem Wirtschaftsunternehmen letztlich die entscheidende ist, nämlich Geld. Zusammen mit dem Ansatz, die Generation Upload anzusprechen, halte ich das für die wichtigsten und besten Entscheidungen des Jahres, was die wirtschaftliche Relevanz von Social Media angeht. Man darf sich da nichts vormachen – selbst ein so tolles Instrument wie Twitter muss früher oder später Geld verdienen. Wenn also die großen Unternehmen um Social Media-Plattformen immer nur PR-getrieben im Kreis schleichen und sich nicht auch budgetär engagieren würden, gingen mittelfristig viele schöne Projekte ein. Das gilt ebenso für Blogs, die professionell im Sinne von beruflich schreiben möchten.</p>
<p>Sascha Lobo:<br />
<em>Die abschliessende Frage: im Spot und auf dem Plakat fahren Sie Bus. Es gibt aber das Gerücht, Sie würden den öffentlichen Personennahverkehr meiden. Was sagen Sie zu diesen Vorwürfen?</em></p>
<p>Sascha Lobo:<br />
Gotcha. Es stimmt. Ich mag weder U-Bahnen noch Busfahren. Von meinen wirklich allerletzten 20 Euro würde ich ein Taxi zum Amtsgericht nehmen, um dort Privatinsolvenz anzumelden. Zurück würde ich laufen. Und genau hier greift &#8211; oh Wunder! &#8211; die gestalterische Freiheit der Werbung. Eventuell sind jetzt manche Menschen total am Boden zerstört, aber nicht jedes gestalterische Detail in der Werbung entspricht immer zu 100% den Tatsachen. Ich habe sogar mal ein Plakat gesehen, da ist der Regen reingephotoshopt worden. Wichtig war für mich, dass die Frisur perfekt sitzt. Denn ausschliesslich die Frisur des Menschen entscheidet letztlich über Erfolg und Misserfolg.</p>
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		<title>Morgenthau-Tee-Plan-Tage</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem sperrigsten Wortspiel, was ich mir überhaupt ausdenken konnte, eröffne ich die Auswertung des Spontanwettbewerbs für einen Werbeclaim für Morgentau-Tee, den ich vorhin per Twitpic ausgerufen hatte und an dem sich etwa 130 Menschen beteiligt haben. Die gleichberechtigten Gewinner sind folgende drei Twitterer (obwohl auch Menschen per Facebook teilgenommen haben): Wunderbar der sowieso empfehlenswerte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://twitpic.com/1gopr"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/morgenthau.jpg" alt="morgenthau" title="morgenthau" width="536" height="137" class="aligncenter size-full wp-image-374" /></a>Mit dem sperrigsten Wortspiel, was ich mir überhaupt ausdenken konnte, eröffne ich die Auswertung des Spontanwettbewerbs für einen Werbeclaim für Morgentau-Tee, den ich vorhin per <a href="http://twitpic.com/1gopr">Twitpic ausgerufen hatte</a> und an dem sich etwa 130 Menschen beteiligt haben. Die gleichberechtigten Gewinner sind folgende drei Twitterer (obwohl auch Menschen per <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=685101756&#038;ref=profile">Facebook</a> teilgenommen haben):</p>
<p><span id="more-373"></span></p>
<p>Wunderbar der sowieso empfehlenswerte Twitterer <a href="http://twitter.com/ichichich">ichichich</a>, der leider seinen Account geschützt hat:<br />
<a href="http://twitter.com/ichichich/status/1205977031"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/bild-62.png" alt="bild-62" title="bild-62" width="536" height="147" class="aligncenter size-full wp-image-375" /></p>
<p><a href="http://twitter.com/off_the_record">Off the record</a> textet kurz, schlicht, auf den Punkt, man spürt den Werbeprofi durch:<br />
</a><a href="http://twitter.com/off_the_record/statuses/1205992846"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/bild-63.png" alt="bild-63" title="bild-63" width="536" height="147" class="aligncenter size-full wp-image-376" /></a></p>
<p>Und schließlich auf eine Art mein Favorit unter den Favoriten von <a href="http://twitter.com/agunforhire">agunforhire</a>:<br />
<a href="http://twitter.com/agunforhire/statuses/1205982493"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/bild-64.png" alt="bild-64" title="bild-64" width="536" height="146" class="aligncenter size-full wp-image-377" /></a></p>
<p>Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern, danke an alle anderen!</p>
<p>Discl.: Nur weil hier und da herumvermutet wurde: es handelt sich um einen Spontanwettbewerb ohne irgendeinen Werbehintergrund, ich bin weder mit dem Hersteller des Tees noch mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morgenthau-Plan">Henry Morgenthau</a> irgendwie verbandelt. </p>
<p>Anm.: Bei dieser Gelegenheit fiel mir auf, dass dämlicherweise bei Twitpic die früheren Kommentare einfach verschwinden &#8211; weil nicht mehr als 25 Twitpic-Kommentare angezeigt werden. Ändere das, Twitpic! Zensur! Informationsfaschismus! Dings!</p>
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		<title>Jetzt &#8216;ne Zeitschrift</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 19:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faltmedien]]></category>
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		<description><![CDATA[Bisher stand ich der neuen Werbekampagne des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (&#8220;Jetzt &#8216;ne Zeitschrift&#8220;) eher skeptisch gegenüber. Zu platt werden angebliche Vorteile von Zeitschriften inszeniert, gleichzeitig tut die Werbekampagne der Düsseldorfer Agentur BBDO so, als gäbe es das Internet nicht &#8211; das mobile schon gar nicht. Zu Recht hat man sich erst heute morgen auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/zeitschrift_leasing.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/zeitschrift_leasing.jpg" alt="zeitschrift_leasing" title="zeitschrift_leasing" width="336" height="474" class="alignleft size-full wp-image-341" /></a>Bisher stand ich der neuen Werbekampagne des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (&#8220;<a href="http://www.jetzt-ne-zeitschrift.de">Jetzt &#8216;ne Zeitschrift</a>&#8220;) eher skeptisch gegenüber. Zu platt werden angebliche Vorteile von Zeitschriften inszeniert, gleichzeitig tut die Werbekampagne der Düsseldorfer Agentur BBDO so, als gäbe es das Internet nicht &#8211; das mobile schon gar nicht. Zu Recht hat man sich erst heute morgen auf dem Fachblog <a href="http://off-the-record.de/2009/02/09/spiesser-alfons-vdz-kampagne-anzeigen-fuer-die-tonne/">off the record</a> über die mauen Anzeigen beschwert. Zwei neue Motive allerdings drehen meine Wahrnehmung der Kampagne ins Positive &#8211; denn mit Witz und Selbstironie nähert man sich nun dem Thema Zeitschriften an, die Plattheit wird nicht ungeschickt gebrochen. </p>
<p>Ich mag an dieser Stelle ein wenig voreingenommen sein, denn trotz einer gewissen Entfremdung vom Papier schreibe ich ja auch eine Kolumne in der Printzeitschrift Tomorrow. Aber bestimmte Vorteile haben Papierzeitschriften auch objektiv gesehen zweifellos &#8211; und einen guten Teil davon stellen die beiden neuen Anzeigenmotive auf interessante Weise in den Mittelpunkt:<br />
<span id="more-340"></span><br />
<a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/zeitschrift_rolle_lagerfeuer.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/02/zeitschrift_rolle_lagerfeuer.jpg" alt="zeitschrift_rolle_lagerfeuer" title="zeitschrift_rolle_lagerfeuer" width="536" height="363" class="aligncenter size-full wp-image-347" /></a></p>
<p>Die Motive sind auf jeden Fall mutig &#8211; wenn auch etwas sperrig getextet. Und es ist in meinen Augen ein Schritt in die richtige Richtung, nämlich auch im Angesicht der Agonie der Faltmedien immer noch Humor zu beweisen, selbst wenn es sich um Galgenhumor handelt. Auch wenn die beiden Anzeigen nicht unbedingt die Crème der Kreativität darstellen und alles andere als preisverdächtig sein mögen &#8211; wie unangenehm beleidigt und realitätsfern würde die Kampagne ohne sie wirken? Leider scheint die dazugehörige Seite <a href="http://jetzt-ne-zeitschrift.de">jetzt-ne-zeitschrift.de</a> noch nicht auf dem neusten Stand zu sein, ansonsten wüsste ich schon, mit welcher E-Card ich diejenigen Freunde von mir aufmuntern würde, die bei Papierzeitschriften arbeiten.</p>
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		<title>Konstituierendes Startposting ohne weitere Inhalte</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 23:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Sie nur diesen Text lesen können und sonst kein Posting darübersteht, haben Sie eine Kategorie angeklickt, die noch leer ist. Schade. Immerhin können Sie auf die Überschrift klicken und sehen dann eine schöne Garuda-Figur, also den Schutzheiligen dieses Blogs. Nur zu!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/01/garuda.jpg"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2009/01/garuda.jpg" alt="garuda" title="garuda" width="540" height="823" class="alignnone size-full wp-image-211" /></a></p>
<p>Das ist der Schutzheilige dieses Blogs, der Götterbote Garuda aus der indischen Mythologie.</p>
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