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	<title>saschalobo.com &#187; Medien</title>
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		<title>Der Brief, den Schlecker jetzt schreiben sollte</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 10:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab und zu rufen mich Unternehmen an, die ein Social-Media-Problem haben. Wenn zum Beispiel auf einem praktisch unverlinkten Blog mit drei Artikeln ein Unternehmensvorstand mit Hitler verglichen wird &#8211; das aber unangenehm weit oben in der Google-Suche zum Namen auftaucht. Manchmal aber geht es auch um Shitstorms, für die ich eine gewisse Expertise entwickelt habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ab und zu rufen mich Unternehmen an, die ein Social-Media-Problem haben. Wenn zum Beispiel auf einem praktisch unverlinkten Blog mit drei Artikeln ein Unternehmensvorstand mit Hitler verglichen wird &#8211; das aber unangenehm weit oben in der Google-Suche zum Namen auftaucht. Manchmal aber geht es auch um Shitstorms, für die ich eine gewisse Expertise entwickelt habe. Und in Zeiten von Shitstorms kann man bedeutend mehr falsch als richtig machen, deshalb berate ich Unternehmen in dieser Richtung, wenn ich <del>absurd hohe Honorare</del> einen Sinn darin sehe und Lust darauf habe (ist nicht immer so).</p>
<p>Mit Schlecker habe ich keinerlei geschäftlichen Kontakt, außer dass ich dort meinen Lieblingsdeoroller kaufe. Aber das, was mit und um Schlecker im Internet – Blogs, Twitter, Google+, Facebook, Online-Medien – momentan passiert, ist ein wunderschöner Trainingsshitstorm für deutsche Unternehmen. Also, schön für alle außer Schlecker. Obwohl das Stürmchen relativ egal ist im Vergleich zu ungefähr allem anderen, was derzeit passiert, haben im Moment die nichtschleckerschen Beteiligten ihre helle Freude an seiner Aufrechterhaltung. Schlecker, namentlich der Unternehmenssprecher Florian Baum, sollte deshalb einen Brief (Blogbeitrag) an die Öffentlichkeit schreiben. &#8220;When you&#8217;re in a hole, stop digging&#8221;, so heisst es auf dem mit Marketingweisheiten gesättigten, amerikanischen Sprichwortmarkt. Den Brief habe ich im Folgenden probeweise formuliert: Die andersfarbige, kleine Schrift dazwischen sind meine internen Kommentare, die die strategischen und taktischen Funktionen des Briefs erläutern sollen.</p>
<blockquote><p>Liebe digitale Öffentlichkeit,</p>
<p>wir, das Unternehmen Schlecker, und ich, Florian Baum, sind erstaunt. Nicht die angenehme Art von Erstaunen, das lässt sich vermutlich erahnen. Es fühlt sich eher an, als würde man einen kritischen Unbekannten auf der Straße treffen, der verwickelt einen in ein Gespräch, man versucht etwas unbeholfen, verständnisvoll zu sein – und stellt hinterher fest, dass das Gespräch live ins Fernsehen übertragen wurde.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im ersten Abschnitt werden explizit zwei Parteien ins Spiel: Baum und Schlecker. Der Sprecher soll alles Negative auf sich ziehen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Die Situation wird auf eine Art beschrieben, die für jeden nachvollziehbar ist und zumindest ein gewisses Verständnis für Schlecker aufkommen lässt. Der Vergleich ist essentiell, um die Deutungshoheit über das Geschehene zu gewinnen. Dazu kommt mit &#8220;unbeholfen&#8221; die erste Andeutung eines eigenen Fehlers.
</p>
</blockquote>
<p>Ich habe einen Fehler gemacht. Genau genommen habe ich sogar mehrere Fehler gemacht. Nicht soviele wie damals, als ich in der achten Klasse unglücklich verliebt war und zweimal sitzen blieb – aber drei oder vier sind es schon:</p>
<p>• Ich habe völlig unterschätzt, welche Wellen ein Brief schlagen kann, von dem ich dachte, ihn an eine Einzelperson zu schreiben<br />
• Ich habe mich zu Formulierungen hinreissen lassen, die in der Öffentlichkeit missverstanden werden mussten (das war unklug und unsympathisch)<br />
• Ich habe diese beiden Fehler viel zu spät bemerkt und deshalb<br />
• versucht, sie so gut es geht zu verteiden. Was nicht so wahnsinnig gut geklappt hat.</p>
<p>Das alles tut mir leid, besonders, falls sich jemand angriffen oder verspottet gefühlt haben sollte. </p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Der zweite Abschnitt ist auf die Fehler bezogen – wenn Shitstorms vorhanden sind, muss jemand Fehler gemacht haben. Findet die Öffentlichkeit jedenfalls, und um die geht es hier, deshalb entschuldigt man sich. Persönlicher Stolz ist gefälligst an der Garderobe abzugeben. Zugegeben werden die Fehler von der Einzelperson, wenn irgend möglich (gibt auch andere Fälle). Deshalb fängt hier jeder Punkt mit &#8220;ich&#8221; an. Das Unternehmen wird damit aus dem Fokus geschoben. Mit einem überraschenden, unterhaltsam formulierten Eingeständnis eigener Unzulänglichkeit am Anfang (&#8220;sitzen geblieben&#8221;) wird eine erfrischende Distanz zur eigenen Person aufgebaut. Das wirkt der fatalen Arroganz des ersten Briefs entgegen. Trotzdem wird das Wort &#8220;Arroganz&#8221; vermieden, es tritt sich sonst fest. Dazu kommt eine explizite Entschuldigung in der Sache, die aber die Vorwürfe nicht explizit wiederholt. Die Entschuldigung wird halbgar nicht relativiert.
</p>
</blockquote>
<p>Dass die Situation – für uns so überraschend – eskalieren konnte, liegt an etwas für mich einigermaßen Neuem: Fachleute sprechen von &#8220;Social Media&#8221;. Ich glaube, dabei handelt es sich eigentlich um Sie alle. Ich habe zwar (drei Semester über der Regelstudienzeit wegen eher durchschnittlichen Organisationstalents) etwas mit Medien studiert, aber damals gab es das noch nicht, das Internet von heute. Wo man mit vielen, mit ausgesprochen vielen Leuten in direktem Kontakt steht und wo deshalb Regeln herrschen, mit denen ich noch nicht allzuvertraut bin. Obwohl ich regelmäßig Beiträge in unserem Unternehmensblog schreibe, ist für die meisten vermutlich keine Riesenüberraschung, dass ich persönlich bisher mit Social Media nicht soviel anfangen konnte. Aber daraus ergibt sich eine Chance.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im dritten Abschnitt folgt in direkter Ansprache ein subtiles Kompliment für die Leser und Shitstormteilnehmer: Ihr habt etwas Wichtiges verstanden, was ich so noch nicht kannte. Das ist auch das Eingeständnis der eigenen, persönlichen Unzulänglichkeit – aber diesmal im Fachlichen (es gab ja menschliche und fachliche Fehler bisher). Deshalb wird behutsam erklärt, warum hier offensichtlich ein Mangel an KnowHow herrscht, direkt verbunden mit einer Wendung ins Positive: der folgende Abschnitt über die Chancen wird vorbereitet.
</p>
</blockquote>
<p>Denn wenn Sie mir auch nichts glauben, dann doch wenigstens, dass wir, das Unternehmen Schlecker und insbesondere ich, die Kraft und die Energie des Internet in den letzten Tagen kennengelernt haben. Die Chance liegt nun darin, diese Kraft auch im positiven Sinn zu nutzen. Mir persönlich will nicht in den Kopf, dass diese sozialen Medien angeblich nur für den Aufschrei taugen sollen – darin muss gerade für Unternehmen auch eine Chance liegen. Und die wollen wir versuchen zu nutzen (und würden uns freuen, wenn Sie dabei mitmachen, müssen Sie aber natürlich nicht).</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Der vierte Abschnitt ist der Zukunft zugewandt und dreht die Kraft der eben leicht angeschleimten, digitalen Öffentlichkeit ins Positive. Sowie von Zukunft und positiven Dingen die Rede ist, kommt auch wieder das Unternehmen Schlecker ins Spiel. Die Chancen werden hervorgehoben, die Digitale Öffentlichkeit eingeladen mitzumachen, ohne sich allzu uncharmant aufzudrängen. Und es gibt ein Versprechen, sich mit den Leuten im Internet – die das Stürmchen ja verursacht haben – positiv auseinanderzusetzen. Das erhöht die Aufmerksamkeit für folgende, positive Aktionen.
</p>
</blockquote>
<p>Abschließend wollen wir uns für den ärgerlichen Eindruck entschuldigen, der durch meine Fehler entstanden ist. Wir wollen alles dafür tun, um zu beweisen, dass dieser Eindruck falsch ist: wir mögen nämlich unsere Kunden, alle Kunden, sie zahlen uns die Miete, wir sind von ihnen abhängig. Und das ist auch der Grund, warum wir versuchen, Artikel, die jeder braucht, so preisgünstig anzubieten, dass sie auch jeder kaufen kann.</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Im Schlussteil aber nicht zu positiv euphorisch werden, es handelt sich immerhin um eine Art Entschuldigungsbrief mit zerknirschter Grundstimmung. Deshalb nochmal eine explizte Entschuldigung, auch von Schlecker (&#8220;…wollen wir uns ent…&#8221;), ohne das Unternehmen dabei in den Vordergrund zu rücken. Nochmal persönlich Stellung beziehen (&#8220;meine Fehler&#8221;). Dann drehen ins Pathos. Pathos ist verrufen, aber nur bei (hihi) Hochgebildeten Superironikern, bei den meisten kommt Pathos gut an, wenn es richtig eingesetzt wird. Schlecker hat viele Jahre daran gearbeitet, dass Drogerieartikel in Deutschland erschwinglicher sind als irgendwo sonst (im Verhältnis), das kann man also ruhig andeuten.
</p>
</blockquote>
<p>Mit lieben Grüßen,<br />
Florian Baum<br />
Unternehmenssprecher Schlecker<br />
Social Media-Beauftragter in spe</p>
<blockquote><p style="font-size:9px;color:blue;">
Halb ernsthafter, halb unterhaltsamer Schlussakkord im neuen Titel des Unternehmenssprechers, der eine nachhaltige Änderung der Haltung und des Verständnis anzeigen soll
</p>
</blockquote>
</blockquote>
<p>Anmerkung: wenn dieser Brief bei Euch jetzt nicht mehr funktionieren sollte, liegt das natürlich zum einen an der unendlichen Weisheit der digitalen Öffentlichkeit, also von Euch, und zum anderen an dem, was Goethe so formuliert hat: &#8220;Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.&#8221;</p>

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		<title>Warum ich nicht flattre</title>
		<link>http://saschalobo.com/2010/07/05/warum-ich-nicht-flattre/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=warum-ich-nicht-flattre</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 10:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Industries]]></category>
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		<category><![CDATA[flattr]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hier ist kein Rant. Denn Flattr erscheint mir als eine Möglichkeit, wie Blogs und blogähnliche Medien etwas Geld verdienen können, das ist zunächst nichts Schlechtes, sondern vom Effekt her etwas Gutes. Trotzdem möchte ich aufzeigen, weshalb ich mich gegen Flattr entschieden habe. Es folgen deshalb persönliche Gründe und nur eingeschränkt allgemeingültige Argumente. 1. Geldquellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/16339684@N00/2771876697/in/photostream/"><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/07/hahn_flattrt_nicht.jpg" alt="" title="rooster_by_internets_dairy_flickr" width="536" height="179" class="aligncenter size-full wp-image-1758" /></a>Das hier ist kein <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=rant">Rant</a>. Denn Flattr erscheint mir als eine Möglichkeit, wie Blogs und blogähnliche Medien etwas Geld verdienen können, das ist zunächst nichts Schlechtes, sondern vom Effekt her etwas Gutes. Trotzdem möchte ich aufzeigen, weshalb ich mich gegen Flattr entschieden habe. Es folgen deshalb persönliche Gründe und nur eingeschränkt allgemeingültige Argumente.</p>
<p><span id="more-1757"></span></p>
<p>1. Geldquellen<br />
Nennt mich inkonsequent, aber anders als von meinen <a href="http://saschalobo.com/buecher/">Buchlesern</a> möchte ich kein Geld von meinen Bloglesern, weil ich ihnen nichts verkaufen will. Ein Buch ist ein Produkt, ein Blog ist ein Prozess. Gegen Geldverdienen mit dem Blog habe ich gar nichts einzuwenden, aber es soll aus anderen Quellen stammen, zum Beispiel von der Werbeindustrie. Das klappt in Deutschland (noch immer) nicht so gut, wie es sein sollte, zugegeben. Und Paid Content etwa finde ich nicht grundsätzlich schlecht, im Gegenteil. Aber ich glaube, dass die Blogkultur in Deutschland &#8211; zu der in meinen Augen eine Refinanzierungsmöglichkeit gehören sollte – nur dann profitiert, wenn Geld von aussen zufliesst und nicht im Innern umverteilt wird.</p>
<p>2. Umverteilung<br />
Es gibt nach meiner Einschätzung im deutschsprachigen Raum etwa 250.000 mehr oder weniger aktive Blogger. Und ich rechne mit ungefähr einer Million Menschen, die Blogs absichtlich und regelmässig lesen (und nicht etwa über Google dorthingespült werden). Beides sind Schätzwerte, weil exakte Zahlen kaum herauszufinden sind. Diese Grössenordnungen und die zu erwartende Marktdurchdringung lassen mich vermuten, dass bei Flattr ein mittelgrosser Haufen Blogger das Geld im Kreis herumreicht. Natürlich, und das ist an den <a href="http://carta.info/29987/deutschen-flattr-charts-im-juni/">aktuellen, interessanten Zahlen</a> zu erkennen, profitieren davon eine Handvoll großer Blogs oder die <a href="http://taz.de">taz</a>*. Aber schon das flattr-Prinzip &#8211; man kann nur geflattrt werden, wenn man selbst flattrt – deutet stark darauf hin, dass die Vielzahl der kleineren Blogs die wenigen, größeren bezahlen werden. Als Fan der Umverteilung von oben nach unten ist mir das nur mäßig sympathisch. </p>
<p>3. Summenspiele<br />
Nehmen wir an, dass sich ein Flattr-Klick bei 10 Cent einpendelt. Nehmen wir weiter an, dass ein Blog wie <a href="http://carta.info">Carta</a> 5.000 Euro im Monat bräuchte, um sich professionell angemessen zu refinanzieren (bei über 50 komplexen und fundierten Artikeln im Monat ist das sogar eher wenig). Dann müsste jeder Artikel ungefähr eintausend Flattr-Klicks bekommen. Ist das realistisch, vor allem angesichts der psychologischen Wirkung? Ist der deutschsprachige Durchschnittsblogleser bereit, nach dem neunhundertneunundneuzigsten den eintausendsten Klick unter einen Artikel zu setzen? Vor allem angesichts der Tatsache, dass auf kleineren Blogs erwartbar die offen dargestellten Zahlen im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich bleiben werden? Ich glaube, dass gerade im Finanziellen die von Flattr vorgegebene Transparenz nicht nur positive Seiten hat.</p>
<p>4. Spendenschwierigkeiten<br />
Werbung finde ich deshalb gut, weil diese Art der Refinanzierung nicht zwischen Schreiber und Leser stattfindet &#8211; und damit den Lesegenuss nicht durch ein fortlaufendes Kundenverhältnis belastet. Mit der freiwilligen Spende des Lesers bekäme dieses Verhältnis einen anderen Drall: den Unterton des Bittstellers gegenüber den Lesern. Die Dankbarkeit, die ich fairerweise gegenüber meinen Lesern empfinden müsste, würde mich sehr stören. Bei anderen mag das anders sein, aber ich empfinde mich nicht als Dienstleister meiner Leser. Generell sehe ich auch die Gefahr des Flattr-Populismus. Es gibt sicher schlimmere Gefahren, aber wenn man sich Blogs ansieht, die auf Google Ads hingeschrieben werden, dann scheint es Texten nicht unbedingt gut zu tun, sich nach anderen Kriterien auszurichten als dem ureigenen Interesse des Autors (das in meinen Augen der Antriebsmotor jedes Blogs ist).</p>
<p>5. Gründer<br />
Ja, die Musikindustrie hat sich in den letzten Jahren grauenvoll dumm verhalten. Ja, das Urheberrecht hatte schon im 20. Jahrhundert seine Schwächen und für das 21. Jahrhundert ist es stark reformbedürftig. Ja, P2P ist nicht die Wurzel alles Bösen. Aber die <a href="http://thepiratebay.org/legal">arrogante, pubertäre, selbstgerechte Art</a>, wie The Pirate Bay und damit auch Flattr-Gründer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Sunde">Peter Sunde</a> sich einen Dreck um alle anderen inklusive der Musiker und Filmschaffenden geschert hat und damit mutmaßlich auch noch selbst Geld verdient hat, die stösst mir übel auf (selbst, wenn sie ein bisschen lustig ist). Flattr erscheint mir unter anderem als Feigenblättchen eines Menschen, dem seine Rolle der Contentdiebstahlbeihilfe etwas unangenehm geworden ist. Dazu noch ist das intransparente, von einer gewissen Schmierigkeit durchzogene Handeln von The Pirate Bay – zum Beispiel, was die Verkaufsabsichten anging – nicht geeignet, um größeres Vertrauen zu Herrn Sunde und seinen Geschäftspartnern aufzubauen.</p>
<p>Fazit<br />
Das Experiment Flattr beobachte ich trotz der genannten Gründe wohlwollend, weil Blogs Geld verdient haben und deshalb verdienen sollen. Allein, um herauszufinden, ob Flattr und damit die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schenk%C3%B6konomie">Geschenkökonomie</a> funktioniert, ist es sinnvoll, es zu tun; nach meiner Überzeugung ist &#8220;Machen&#8221; dafür die einzige Möglichkeit. Aber meine &#8211; von den bisherigen, veröffentlichten Zahlen eher unabhängige &#8211; Einschätzung ist, dass mit Flattr drei Dutzend Blogs eine aus professioneller Sicht geringe Summe erwirtschaften werden, für den gesamten Rest der Blogs wird es sich kaum lohnen. Das wäre nicht allzu schlimm, wenn von der Beteiligung dieser kleineren Blogs nicht auch die Refinanzierung der großen abhinge. Ich stelle mir vor, wie der Betreiber eines mittelgrossen Blogs hoffnungsvoll startet und mitflattert, dann drei Mal in Folge deutlich unter 20 Euro erlöst (also weniger als er selbst ausgegeben hat) und ernüchtert die Lust am Flattrn verliert. Dass Flattr dann noch als &#8220;Zubrot&#8221; für große Blogs funktioniert (allein damit relevante Summen zu verdienen, das glaubt wohl kaum jemand), halte ich für unwahrscheinlich. Und würde ich mich trotzdem ernsthaft freuen, wenn es anders käme.</p>
<p>Nachtrag: Zum Thema ist ein <a href="http://www.newsecho.de/digital/netz_und_technik/ec2MTyC9SuA/computer-«flattr»_werden_nutzer_freiwillig_im_netz_zahlen">dpa-Text</a> erschienen, für den Michael Kieffer auch mit mir gesprochen hatte.</p>
<p>Zweitnachtrag: Unterdessen hat <a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/mein-hut-der-hat-drei-cents/">Ronnie Grob geantwortet und beschrieben</a>, warum er doch flattrt.</p>
<p style="font-size:11px;">* Die taz ist auf so vielen Ebenen ein publizistisch-ökonomischer Sonderfall, dass ich mir dort einen mittel- und langfristigen Erfolg mit Flattr tatsächlich vorstellen kann. Wenn kein besser geeignetes Micropayment-System aufkommt. Was ich wiederum sehr hoffe.</p>

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		<title>Sixtus vs. Lobo: Was sich reimt, ist so lala</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 10:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer den aufgebrochenen jambischen Senar findet, hat gewonnen. Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><object width="542" height="326"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Sa-qC3aNxXo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Sa-qC3aNxXo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="542" height="326"></embed></object></p>
<p>Wer den aufgebrochenen jambischen Senar findet, hat gewonnen.</p>

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		<title>Vuvuzela</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. Nachtrag: die Surfpoeten haben einen sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via @bov) Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/06/vuvuzela_SPIEGEL.jpg" alt="vuvuzela tröte" title="vuvuzela" width="536" height="709" class="aligncenter size-full wp-image-1725" /><br />
DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. </p>
<p>Nachtrag: die Surfpoeten haben einen <a href="http://www.surfpoeten.de/tube/vuvuzela_filter" title="zum Vuvuzela-Filter">sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt</a>, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via <a href="http://twitter.com/bov">@bov</a>)</p>

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		<title>Sixtus vs. Lobo: Netzneutralität</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 23:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Sixtus vs. Lobo]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><object width="542" height="328"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Ur-ImAX7a-U&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Ur-ImAX7a-U&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="542" height="328"></embed></object></p>

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		<title>Der Druck des Druckens</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 08:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faltmedien]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit großen Maschinen wird dieses Papier bedruckt, und ich mag große Maschinen. Da schwingt eine metallene Gewalt mit, die unerbittlich das tut, was sie soll, egal ob ein Stöckchen dazwischen gerät oder ein Finger. Diese Unerbittlichkeit der Maschine kann man in der Redaktion immer noch spüren, und das nimmt dem Prozess des Schreibens und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/cover_RZ_.jpg" alt="" title="cover_RZ_" width="535" height="246" class="aligncenter size-full wp-image-1669" />Mit großen Maschinen wird dieses Papier bedruckt, und ich mag große Maschinen. Da schwingt eine metallene Gewalt mit, die unerbittlich das tut, was sie soll, egal ob ein Stöckchen dazwischen gerät oder ein Finger. Diese Unerbittlichkeit der Maschine kann man in der Redaktion immer noch spüren, und das nimmt dem Prozess des Schreibens und der Gestaltung von Informationen – den ich sehr gut kenne – die Feinheiten. Das ist der Hauptgrund, weshalb mich der <a href="http://www.rhein-zeitung.de/regionales/lobo.html">Tag als Chefredakteur</a> mehr erschöpft hat als vermutet und weshalb ich meine eigenen Texte okay fand, aber nicht besser als okay. Leider.</p>
<p>In einem <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/tageszeitung-ist-viel-fabrikarbeit-_100028066.html?tx_ttnews[backPid]=23&#038;cHash=cd19079f43">Interview</a> habe ich eine Zeitung als Fabrik bezeichnet, nach nochmaligem Überlegen würde ich eher Maschinerie sagen. Auch das größte Zahnrad in einer Maschinerie hat keine Chance, wenn zwei kleine nicht funktionieren. Das mag alles für viele Menschen in vielen Redaktionen selbstverständlich sein, aber es hat eine andere Intensität, wenn die Druckerei im selben Haus ist, man zum Andruck zu den großen Maschinen geht und zwanzig Tonnen Papier rasen durch hundert Tonnen Stahl &#8211; im Zweifel mit dem ärgerlichen Grammatikfehler, den man vorhin übersehen hat.</p>
<p>Einen interessanten Mechanismus im Sozialgefüge der Redaktion habe ich beobachten können: wo immer ich eine Lücke gelassen habe, eine Entscheidungslücke oder eine Aufmerksamkeitslücke &#8211; die Redaktion hat sie sofort von selbst geschlossen. Anders geht es vermutlich mit dem Druck des Druckens im Nacken nicht, ich glaube, dass dieses Prinzip bei Regionalzeitungen noch einmal besonders wichtig ist. Denn ich hatte nicht den Hauch einer Chance, auch nur die Hälfte der Inhalte der Zeitung und ihrer 16 verschiedenen Lokalausgaben vor dem Druck anzusehen. Daraus folgt, dass das Konzept, die großen Leitlinien viel wichtiger sind als die situative Kontrolle – keine Überraschung, natürlich, aber interessant und für einen 78%-Kontrollfreak (mein Konzept der Laisser-Faire-Kontrolle) wie mich schwierig zu ertragen. </p>
<p>Ein Teil des Konzepts war, die subjektive Bewertung und das eigene Interesse vor die Aktualität zu stellen, weil in diesem Bereich das Internet nicht zu schlagen ist. Wo das Netz von der Papierzeitung geschlagen wird, ist in der konzentrierten Wirk-Macht, die eine Regionalzeitung entfaltet. Tatsächlich wurde ich auf dem Weg zum Bahnhof – als die Zeitung ein paar Stunden alt war – angesprochen: von einem Menschen im Fahrstuhl, von der Kellnerin beim Frühstück, von dem Mann an der Rezeption, vom Taxifahrer, drei anderen Taxifahrern am Bahnhof, wo ich ausstieg, von dem Mann, bei dem ich einen Kaffee bestellt habe, von zwei Teenagern in dem Café, von jemandem auf dem Bahnsteig, von einer Rentnergruppe und einer Gruppe Jugendlicher im Regionalexpress. Nach eingehenden Frisurstudien in den letzten Jahren schätze ich das Verhältnis von Menschen, die einen erkennen, zu Menschen, die einen ansprechen, auf etwa 1:10. Legt man diesen Maßstab an, kann man davon ausgehen, dass eine gut funktionierende Regionalzeitung ihre Inhalte in circa 105% aller Köpfe in der Region hineinpresst. Das ist gleichermaßen wirtschaftlich sensationell wie es mediengesellschaftlich problematisch sein kann; und von einer einzelnen Internetseite wird ein solcher Wert ziemlich sicher niemals erreicht werden können – aber das ist eine andere Diskussion.</p>
<p>Abschließend möchte ich allen Mitarbeitern, besonders im Lokalen, danken, dass sie die Ideen und Anregungen, die ich naiv-netzhaft mitgebracht habe, so famos umgesetzt haben. Das kann ich inzwischen sagen, weil es nicht nur nach meinem eigenen Empfinden stimmt, sondern die Zeitung auch vom Publikum begeistert angenommen worden ist. Das Echo sowohl beim größten Teil der Social-Media-Crowd wie auch von fast allen Lesern der Papierzeitung war positiv bis euphorisch. Danke dafür, auch an Christian Lindner, dessen Idee diese Aktion war. In Absprache und mit Erlaubnis der Chefredaktion habe ich beschlossen, allen Mitarbeitern der Redaktion – auch der Lokalredaktionen, natürlich &#8211; jeweils ein persönlich signiertes Expemlar von &#8220;Wir nennen es Arbeit&#8221; zu schenken. Obwohl ich natürlich hoffe, dass die Erkenntnisse, die darin stehen, nicht dazu führen, dass sich zu viele Mitarbeiter der Rhein-Zeitung selbständig machen.</p>

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		<title>Die Zeitung, das unbekannte Lesen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 11:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faltmedien]]></category>
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		<category><![CDATA[papier]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich Chefredakteur für einen Tag bei der Rhein-Zeitung. Bevor ich heute Abend das gesamte Projekt aus meiner Sicht bewerte, möchte ich den Anspruch dieser Unternehmung beschreiben und das Konzept dahinter. Kern des Konzepts war die Fragestellung, ob sich die Erkenntnisse der Informationsvermittlung im Netz zurück auf das Papier übertragen lassen. Dafür habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-1660" title="titelfoto_auswahl" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/titelfoto_auswahl.jpg" alt="" width="536" height="93" />Gestern war ich Chefredakteur für einen Tag bei der Rhein-Zeitung. Bevor ich heute Abend das gesamte Projekt aus meiner Sicht bewerte, möchte ich den Anspruch dieser Unternehmung beschreiben und das Konzept dahinter. Kern des Konzepts war die Fragestellung, ob sich die Erkenntnisse der Informationsvermittlung im Netz zurück auf das Papier übertragen lassen. Dafür habe ich drei wesentliche (und medienneutrale) Kriterien des Publizierens im Internet identifiziert:</p>
<p>Interessantheit<br />
Die Aufmerksamkeitsströme des Netzes richten sich danach, was als interessant empfunden und deshalb weiterempfohlen wird. Die Empfehlung ist der Informationsfilter der Zukunft und funktioniert nur, wenn der Empfehlende selbst interessiert ist. Mit der Annahme, dass sich Interessantheit vom Autor auf den Leser übertragen kann, ergibt sich: Jeder Artikelautor schreibt über ein Thema, was ihm wirklich am Herzen liegt, im Positiven oder im Negativen, Begeisterung zählt soviel wie Empörung.</p>
<p>Subjektivität<br />
Vor allem Blogs, aber auch die meisten anderen publizistischen Formen im Netz sind offen subjektiv. Die Grenze zum seriösen Journalismus muss deutlich bleiben – aber der persönliche Standpunkt und auch das Pronomen &#8220;ich&#8221; sind erlaubt und erwünscht.</p>
<p>Visualisierung<br />
Das Internet ist ein sehr bildintensives Medium, Fotos, Grafiken, Visualisierungen unterstützen nicht nur die Texte wie in der Zeitung, sondern erzählen ihre eigenen Geschichten. Meine Lieblings-Zeitungsrubrik – von der ich mich immer noch frage, weshalb sie in Deutschland nicht angeboten wird – ist <a href="http://www.boston.com/bigpicture/">The Big Picture vom Boston Globe</a>. Deshalb soll die Stimmung im RZ-Land in allen Regionen in Fotos von Profis und von Lesern festgehalten werden.</p>
<p>Hier kann man das Ergebnis als PDF-ePaper  <a href="http://epaper.rhein-zeitung.de/eweb/rz/2010/05/19/B0/1/">downloaden</a>. Und hier finden sich die Dokumentationsbeiträge rund um die Aktion:<br />
<a href="http://www.rhein-zeitung.de/regionales/lobo.html">Sonderseite</a>.</p>
<p>Mein persönliches Fazit &#8211; erscheint wie gesagt erst heute Abend, an dieser Stelle. Ich möchte nämlich unter anderem abwarten, wie das Produkt der Bemühungen von den Lesern angenommen wird.</p>

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		<item>
		<title>Der Debattenartikel für die Wirtschaftswoche: Nebensache Geld</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 13:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, es handelt sich hier explizit nur um eine Randdiskussion, die aber trotzdem nötig ist. Ich habe bereits im Startartikel geschrieben, dass ich einen größeren Teil des Geldes &#8211; nämlich 1.000 Euro – für den Debattenartikel 2.0 (man verzeihe mir nocheinmal die augenzwinkernde Reminiszenz auf die Versionsnummernära) unter denjenigen aufteilen möchte, die sich am Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ja, es handelt sich hier explizit nur um eine Randdiskussion, die aber trotzdem nötig ist. Ich habe bereits im Startartikel geschrieben, dass ich einen größeren Teil des Geldes &#8211; nämlich 1.000 Euro – für den Debattenartikel 2.0 (man verzeihe mir nocheinmal die augenzwinkernde Reminiszenz auf die Versionsnummernära) unter denjenigen aufteilen möchte, die sich am Artikel beteiligen. Ich werde ihn zwar zur Gänze selbst schreiben, um das auch nochmal ausdrücklich zu erwähnen – aber die Anregungen, Zitate und Gedankengänge der Crowd werden dabei sehr wertvoll sein. Nun, da die Diskussion in den Kommentaren bereits erfreulich substanziell ist, könnte der richtige Zeitpunkt sein, um herauszufinden, wie die Aufteilung des Geldes vor sich gehen soll. Was wäre dazu besser geeignet, als die Meinung der Community selbst herauszufinden? </p>
<p>Ich weiss zwar (und bin sehr froh drüber), dass die primäre Motivation sich zu beteiligen, der Wunsch ist, ein besseres Ergebnis zu bekommen. Aber in einem Artikel über die Wirtschaft darf das Geld keine allzukleine Rolle spielen, finde ich. Deshalb habe ich diese Abstimmung kreiert, die zwei Tage lang läuft und deren Ausgang darüber entscheiden wird, was mit den 1.000 Euro passiert, die sich &#8220;die Crowd erarbeitet&#8221;. </p>
<p><script type="text/javascript" charset="utf-8" src="http://static.polldaddy.com/p/2689977.js"></script><noscript><br />
<a href="http://answers.polldaddy.com/poll/2689977/">Wie sollen die 1.000 Euro für die Leistung der &#8220;Crowd&#8221; beim Debattenartikel ausgeschüttet werden?</a><span style="font-size:9px;">(<a href="http://answers.polldaddy.com">opinion</a>)</span><br />
</noscript></p>

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		</item>
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		<title>Debattenbeitrag 2.0: Die Wirtschaft und das Netz – Digitale Strategien der Zukunft (AT)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 13:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[wirtschaftswoche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die seit einigen Monaten etwas diffus geführte Debatte um die Wirkung des Internets auf die Gesellschaft vernachlässigt nach meiner Überzeugung einen wichtigen Bereich: die Wirtschaft. Die wichtigsten Taktgeber für die zukünftige Entwicklung des Netzes sind Unternehmen – aber unterschätzt wird in der Öffentlichkeit, wie sehr die digitale Vernetzung auf sämtliche Industrien und Branchen Einfluss nimmt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die seit einigen Monaten etwas diffus geführte Debatte um die Wirkung des Internets auf die Gesellschaft vernachlässigt nach meiner Überzeugung einen wichtigen Bereich: die Wirtschaft. </p>
<p>Die wichtigsten Taktgeber für die zukünftige Entwicklung des Netzes sind Unternehmen – aber unterschätzt wird in der Öffentlichkeit, wie sehr die digitale Vernetzung auf sämtliche Industrien und Branchen Einfluss nimmt. Das betrifft nicht nur das Marketing; von Forschung und Entwicklung über Personal und Logistik bis zur täglichen Arbeitsorganisation stehen Konzerne wie Kleinunternehmen vor einer existenziellen Entscheidung: Wie gestaltet man seine Geschäftsprozesse so, dass man weder morgen vor Investitionsruinen steht, noch übermorgen von der Entwicklung des Netzes überrollt wird?</p>
<p>Entscheidend wird die richtige digitale Strategie sein, die das Netz und die Kohlenstoffwelt miteinander verbindet – aber welchen Regeln folgt diese? Unternehmen dürfen sich einerseits nicht von &#8220;Social Media Consultants&#8221; verrückt machen lassen, die behaupten, dass DAX-Konzerne ohne Twitter-Account bereits unmittelbar vor der Insolvenz stehen würden. Auf der anderen Seite kann man die ungeheuren Implikationen des Internet für die weltweite industrielle Infrastruktur zum Beispiel daran erkennen, dass die Firma Google mit ihren geschätzt 1 Million Hochleistungsservern zu den größten Stromabnehmern der Welt zählt – und deshalb in den USA unter die Stromerzeuger und Energiehändler geht.</p>
<p>Im Kleinen habe ich selbst praktische Erfahrungen – positive wie negative – sammeln können, wie eine Vermählung von Online und Offline aussehen kann, zum Beispiel mit der CeBIT, wo das sehr &#8220;offlinige&#8221; Geschäftsmodell einer Messe auf Internetunternehmen wie Amazon trifft. Herausgekommen ist der Messebereich<a href="http://webciety.de"> Webciety</a>, der versucht, Erkenntnisse aus der Funktionsweise des Internet mit den nach wie vor wirtschaftsrelevanteren Offline-Welt zu verbinden. Natürlich gibt es eine Vielzahl von gelungenen Beispielen, aber was verbindet sie und welche Strategien stehen dahinter? </p>
<p>Ich möchte einen Debattenbeitrag schreiben, der für die Wirtschaft beleuchtet, welche Entwicklungen unternehmensrelevant sein werden – und welche nicht. Wie die weiteren Innovationsschritte des Internet aussehen und weshalb sie so ungeheuer selten aus Deutschland kommen. Worauf man sich einstellen muss, wenn man ein Unternehmen gleich welcher Größe in die digitale Zukunft führen möchte. </p>
<p>Gemeinsam mit der Wirtschaftswoche habe ich mich aber entschlossen, diesen Artikel nicht so zu schreiben, wie man ihn auch im 20. Jahrhundert hätte verfassen können, im stillen Kämmerlein, ohne Einfluss des Publikums. Wir möchten stattdessen einen Debattenbeitrag 2.0 – wenn diese etwas abgegriffene Nummernmetapher noch einmal erlaubt ist – erarbeiten. Dieser Text ist der Auftakt für den Beitrag, den ich unter redaktioneller Betreuung von <a href="http://twitter.com/karrierebibel">Jochen Mai</a> im Auftrag von <a href="http://twitter.com/rolandtichy">Roland Tichy</a> produzieren möchte. Dabei will ich einige sinnvolle und auch einige eher experimentelle Mittel nutzen, die dem Journalismus im Netz zur Verfügung stehen. </p>
<p>Konkret heisst das, dass das Publikum bereits bei der Entstehung des Debattenbeitrags 2.0 dabei ist, von der Recherche über die Entstehung der Struktur des Artikels bis zur Rohversion des fertigen Textes. Während dieser knapp zwei Wochen dauernden Phase, die ab sofort beginnt, darf und soll das Publikum teilhaben am Artikel (und dafür von mir auch die Hälfte der Entlohnung erhalten, auf einem noch abzustimmenden Weg). </p>
<p>Diese Einbindung ist kein Selbstzweck &#8211; ich glaube tatsächlich daran, dass der Debattenbeitrag auf diese Weise besser werden wird. Auf folgenden öffentlich zugänglichen Plattformen im Netz werden sich die Entwicklungen abspielen:</p>
<p>Unter <a href="http://delicious.com/saschalobo/wirtschaftswoche">delicious.com/saschalobo/wirtschaftswoche</a> sammele ich relevante Bookmarks in größerer Zahl, jeweils mit zusätzlichen Tags (thematischen Stichworten) versehen.</p>
<p>Interessante Zitate, Fallbeispiele, Videoclips, Diagramme und andere Inhalte speise ich in ein eigens für den Beitrag eingerichtes Mini–Weblog unter <a href="http://wirtschaftswoche.posterous.com">wirtschaftswoche.posterous.com</a> ein. Hier können die Inhalte vom Publikum direkt kommentiert werden. </p>
<p>Beide Quellen fliessen in die Facebook-Seite der Wirtschaftswoche, zu finden unter <a href="http://facebook.com/wirtschaftswoche">facebook.com/wirtschaftswoche</a> – dort können sie ebenfalls kommentiert werden, ich werde mich in einzelne Diskussionen einmischen.</p>
<p>Über meinen Twitter-Account <a href="http://twitter.com/saschalobo">twitter.com/saschalobo</a> stelle ich regelmäßig Fragen und rufe zur Diskussion einzelner Punkte auf – der offizielle Hashtag (das Stichwort) zu diesem Debattenbeitrag lautet schlicht #wirtschaftswoche.</p>
<p>Auf meinem Blog schließlich erstelle ich unter <a href="http://saschalobo.com/wirtschaftswoche">saschalobo.com/wirtschaftswoche</a> einen &#8220;lebendigen Artikel&#8221;, also einen häufig aktualisierten Beitrag, der den jeweiligen Entwicklungsstand des Debattenbeitrags skizziert. Dort wird auch die wichtigste Kommentar- und Diskussionsbasis sein, die am stärksten in die Ausgestaltung des Artikels einfliesst. </p>
<p>Auf <a href="http://www.wiwo.de/technik-wissen/zuschauen-oder-mitmachen-wie-vertwittert-muss-die-wirtschaft-sein-421866/">wiwo.de</a> schließlich werden über Widgets alle Aktivitäten der verschiedenenPlattformen nachverfolgbar sein, gewissermaßen als Beobachtungszentrale und Kommentarbasis für das Projekt allgemein. Dort erscheint am Ende auch der Artikel – natürlich ebenso in der gedruckten Wirtschaftswoche, weil man die Leute im Wartesaal des Friseurs nicht mehr vom Sinn eines Haarschnitts überzeugen muss. Oder anders gesagt: wir wollen mit diesem Debattenbeitrag 2.0 auch und besonders diejenigen Menschen erreichen, die wirtschaftliche Entscheidungen von größerer Tragweite treffen. Und die lesen trotz unserer Begeisterung für das Netz eher die Wirtschaftswoche auf Papier als Blogs, Facebook und Twitter.</p>

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		<title>Sixtus vs. Lobo: LHC</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 21:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Videoclips]]></category>
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		<category><![CDATA[LHC]]></category>
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		<category><![CDATA[Sixtus vs Lobo]]></category>

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		<description><![CDATA[Sixtus vs. Lobo – Panne im LHC Diese Folge hat Sixtus ganz allein geschrieben. Ich möchte mich nicht davon distanzieren oder so, sie birgt ja durchaus innere Qualitäten. Auf eine Art. Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>	<object width="542" height="305"><param name='movie' value="http://www.sixtus-vs-lobo.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.sixtus-vs-lobo.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/031/SVL_031.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/031/SVL_031.jpg'}"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param>
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	</object></p>
<p style="text-align: center; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.sixtus-vs-lobo.de/svl/video/201/">Sixtus vs. Lobo – Panne im LHC</a></p>
<p>Diese Folge hat Sixtus ganz allein geschrieben. Ich möchte mich nicht davon distanzieren oder so, sie birgt ja durchaus innere Qualitäten. Auf eine Art. </p>

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