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	<title>saschalobo.com &#187; Irrwitz</title>
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		<title>Kollision der Geschmacksdimensionen</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 09:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[disco]]></category>
		<category><![CDATA[dusche]]></category>
		<category><![CDATA[hotels]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich mag Hotels, sie geben mir das Gefühl von Unabhängigkeit. Und sie schenken mir die Möglichkeit, mich fast überall ein kleines bisschen zu Hause zu fühlen. Weil ich oft beruflich unterwegs bin, übernachte ich ungefähr alle anderthalb Wochen in Hotels und habe dabei eine Art Hobby entwickelt: ich kümmere mich um die Übernachtung erst unmittelbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich mag Hotels, sie geben mir das Gefühl von Unabhängigkeit. Und sie schenken mir die Möglichkeit, mich fast überall ein kleines bisschen zu Hause zu fühlen. Weil ich oft beruflich unterwegs bin, übernachte ich ungefähr alle anderthalb Wochen in Hotels und habe dabei eine Art Hobby entwickelt: ich kümmere mich um die Übernachtung erst unmittelbar vor der Übernachtung. Der Geschmack von Zivilisationsabenteuer und Freiheit in a nutshell, Aroma neobourgeois. Eigentlich ist es in zehn Jahren erst zweimal schief gegangen, einmal musste ich in Nizza absurd, wirklich ABSURD viel Geld für die Übernachtung bezahlen und einmal bin ich in Düsseldorf zu Messezeiten stundenlang herumgeirrt, bevor ich um halbvier Morgens auf die Idee kam, in eine Jugendherberge zu gehen. Sonst: immer Hotelzimmer, immer angemessene Preise, immer interessante Überraschungshotels, Einblicke in seltsame Welten. Schon die Gesichter der Handlungsreisenden im Frühstücksraum würden für eine zehnbändige Anthropologiehabilitation reichen.</p>
<p>Nach der Eröffnung der CeBIT in Hannover fahre ich kurz vor Mitternacht in Richtung Hauptbahnhof, um ein Hotelzimmer zu buchen. Erster Schuss ein Treffer, für Messezeiten sogar angemessen bepreist (halbwegs), außerordentlich freundlicher Nachtportier. Man muss wissen, dass Nachtportier einer der anstrengendsten und zugleich schlechtestbezahlten Jobs überhaupt ist, in nicht wenigen Hotels müssen diese Männer alles, wirklich alles allein erledigen, von Sicherheitsrundgängen über Gästebetreuung und Reparaturen bishin zu Putzarbeiten.</p>
<p>Das Hotel selbst geizt schon im Eingangsbereich nicht mir marmorhaftem Surrounding, die Zimmer und Etagen haben keine Nummern, sondern regional geprägte Namen, ich lande in der Etage &#8220;Gärten&#8221; im Zimmer &#8220;Welfenallee&#8221;. Modern eingerichtet, durchaus geschmackvoll, wenn auch leicht verdesignt im Detail, etwas übertriebener Einsatz von Wurzelholzimitat vielleicht.</p>
<p>Dann aber.</p>
<p>Die Dusche. Duschen sind in Hotels crucial, wie wir ICE-Reiseritter sagen, an der Dusche erkennt man die Substanz des Hotels. Ich gehe auf die Dusche zu, eine Glastür schliesst die vollvermarmorte Duschkammer ab. Aufgestossen, die Tür, und hinein ins Naßzimmerchen, nur sind die Halogenlämpchen aus. Die Bedienung der Dusche erfolgt mit in die Wand eingelassenen Metallknöpfen, vier an der Zahl: On/Off, wämer, kälter, Umschalter zwischen Handbrause und festmontiertem Duschkopf an der Decke. Dazwischen eine digitale Temperaturanzeige. Post-Steampunk, retroinnovativ, auf eine Art, so mag man sich 1967 die &#8220;Dusche 2000&#8243; vorgestellt haben.</p>
<p>Bestimmt geht das Licht an, wenn man auf On/Off drückt? </p>
<p>Ja. Aber nicht nur das. Die Dusche fängt an zu brausen, die Temperaturanzeige leuchtet auf – die Lämpchen strahlen in grellem Pink und dazu beginnt auf dem Monolautsprecher in der Dusche, den ich gerade erst entdecke, das Lied &#8220;It&#8217;s raining men&#8221; von den Weather Girls. Schockstarre. Dann ändert sich die Farbe des Lichts. Blau. Grün. Rot. Weiss. Und wieder Pink. Das Lied geht weiter, immer noch bin ich schockstarr, dann endet das Lied, nur, um wieder von vorn anzufangen. Und dann begreife ich.</p>
<p>Ich bin in eine Discodusche geraten, in der eine nicht abschaltbare Lichtorgel als einzige Beleuchtung in die Decke eingelassen ist und dazu in Endlosschleife &#8220;It&#8217;s raining men&#8221; gespielt wird. Es ist die vermutlich weltweit niederträchtigste Art, unbescholtene Hotelbürger vom ausdauernden und für das Hotel energieaufwändigen duschen abzuhalten. &#8220;It&#8217;s raining men&#8221; in der Discodusche, darauf muss man erstmal kommen, bzw. wäre ich froh gewesen, wenn man eben nicht drauf gekommen wäre. </p>
<p>Wir lernen daraus: die gezielte Verbindung von Technologie und Kultur spart Energie und Geld. Aber um welchen Preis?</p>
<p>Pics or it didn&#8217;t happen? Ja, gern, obwohl jedem klar sein sollte, dass die menschliche Phantasie außerstande ist, so etwas zu erfinden, habe ich einen Videobeweis angefertigt. Keine Angst, nicht nur aus urheberrechtlichen Gründen sind nur die ersten Millisekunden des Lieds zu hören:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/38010763?title=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="608" height="342" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>

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		<title>Facebook Fire-Sale</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 22:42:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[ausverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[flohmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[sperrmüll]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Am Freitag, den 17. Februar 2012, findet von 17 bis 20 Uhr in der Schönhauser Allee 184 in Berlin ein Facebook Fire Sale meiner Wohnungseinrichtung statt. Nur Sofortabholung möglich. Getränke werden gereicht. Die Preise bestimmen die Anwesenden selbst. Der Erlös geht zur Hälfte an den Kältebus für Berliner Obdachlose. Jawohl &#8211; der legendäre Ort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>tl;dr:</strong> Am Freitag, den 17. Februar 2012, findet von 17 bis 20 Uhr in der Schönhauser Allee 184 in Berlin ein Facebook Fire Sale meiner Wohnungseinrichtung statt. Nur Sofortabholung möglich. Getränke werden gereicht. Die Preise bestimmen die Anwesenden selbst. Der Erlös geht zur Hälfte an den <a href="http://www.berliner-stadtmission.de/kaeltebus.html">Kältebus</a> für Berliner Obdachlose.</p>
<p>Jawohl &#8211; der legendäre Ort der ersten und einzigen beiden Original Twitter-Followerparties (Google: <a href="http://www.google.de/#sclient=psy-ab&amp;hl=de&amp;safe=off&amp;source=hp&amp;q=followerparty&amp;pbx=1&amp;oq=followerparty">Followerparty</a>) mit mehreren hundert Teilnehmern 2008 und 2009, die Schönhauser Allee 184, ist schon bald nicht mehr. Denn ich ziehe aus der Wohnung aus. Und dabei ist jede Menge Zeug angefallen, das ich nicht mehr brauche, aber vielleicht ja jemand von Euch. Deshalb der Facebook Fire-Sale, den ich analog zu den Twitter-Follower-Parties erst Twitter Fire-Sale nennen wollte, aber dann kommt ja niemand, um das Zeug abzuholen, sondern nur, um sich lustigste Sprüche auszudenken. In der Kurzfassung steht schon, wie das funktionieren soll, hier nochmal ausführlich: am Freitag, den 17. Februar ab 17 Uhr kann man drei Stunden lang das unten abgebildete Zeug in der Schönhauser Allee 184, 10119 Berlin abholen. Man bezahlt für die Möbel und Geräte soviel, wie man für richtig hält, wenn mehrere das Gleiche wollen, entscheidet das höchste Gebot. Der Erlös geht zur Hälfte an den Kältebus für Obdachlose in Berlin. Es ist ausschließlich und ausnahmslos Selbstabholung an besagtem Freitag zwischen 17 und 20 Uhr möglich. Getränke sind für jedes geschmeidige Beisammensein notwendig und werden deshalb von mir gestellt. Für bzw. gegen Live-Trolle ist eine überzeugungsfähige Security abgestellt (die allerdings nicht Möbel tragen hilft). Alles kann, alles muss raus!</p>
<p>Und zwar diese famosen, wunderbaren Sachen, Dinge und Zeug:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2762" title="regalchen" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6052.jpg" alt="" width="300" height="400" />Ein rotes Schränkchen im vintagelookigen China-Style, es wirkt deutlich praktischer, als es tatsächlich ist. Aus mir nicht bekannten Gründen zieht es Staub geradezu magisch an, wenn man es bloß ein paar Jahre nicht wischt. Schubladen einwandfrei, Türen unten sind mit dem unpraktikabelsten mir bekannten Verschlusssystem versehen, nämlich einem Querpinöppel, der durch zwei Metallösen gefädelt ist. Da gerät jede Türöffnung zur motorischen Herausforderung, das geht in Richtung Diebstahlschutz. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2763" title="zweiersofa" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6047.jpg" alt="" width="300" height="225" />Die Sofalandschaft besteht aus drei Teilen, hier ist der Zweisitzer zu sehen. Das Sofa aus rosa Kunstplüsch habe ich 2004 auf einem Kreuzberger Flohmarkt gekauft, wenn man die gängigen wirtschaftlichen Wertverfallmodelle hier anlegt, dürfte dieses Sofa auf dem freien Markt inzwischen minus achthundert Euro kosten. Was ein bisschen auch daran liegen mag, dass ich alle drei Sofateile mit zwei Katzen gemeinsam genutzt habe. Immerhin stubenrein (wir alle drei). Auf ebay würde ich schreiben: &#8220;mittlere Gebrauchsspuren&#8221; – und hoffen, dass nur sehschwache Kaufinteressenten kommen. Sonst einwandfrei.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2761" title="FIL" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6055.jpg" alt="" width="300" height="400" />Vor einigen Jahren dachte ich: große Buchstaben aus Metall, wie cool ist das denn? Aber man wird reifer mit der Zeit. Die Riesenbuchstaben stammen ursprünglich von einem Werbeschriftzug von FUJIFILM. Irgendwo fliegt auch noch ein M rum, was bedeutet, dass man FILM oder MILF buchstabieren kann. Das rotlackierte Metall hat zehn Jahre auf dem Dach eines Berliner Hauses hinter sich, das heisst, an einigen Stellen hat sich ein zwar völlig geruchfreies, aber doch haptisch interessantes Amalgam aus Lack, Stahlblech und Taubenscheisse gebildet. Aber egal, Wohnbuchstaben sind Hipsterpflicht!</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2760" title="waschmaschine" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6058.jpg" alt="" width="300" height="400" />Eine tadellose, kaum zwei Jahre alte Singlewaschmaschine, in der ich regelmäßig Singles gewasch- haha, nee, aber ohne Scherz, die ist schmal und klein, wäscht irre gut und war vor nicht allzulanger Zeit relativ teuer. Von Siemens, Markenqualität, mit imposantem Aufkleber vorne dran und einer Energieeffizienzstufe besser als die Bonität von Italien.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2759" title="lampe" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6060.jpg" alt="" width="300" height="400" />Von dieser gelben Prachtlampe gibt es drei Exemplare. Man lasse sich nicht vom Aufnahmewinkel verwirren, das Kabel ist ausreichend lang auch für Altbaudecken. In die neue Wohnung nicht mitgenommen habe ich die Lampen wegen ihrer ausgesprochen hohen Gelbheit, Form und Lichtspiel sind nah an der Perfektion, ab und an stellte ich mich mit einer Flasche Bier in den Flur in ihren goldenen Schein und ließ einfach die Strahlen auf mich herunterstrahlen und war glücklich. Das geht nicht mit allen Lampen.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2758" title="geschirrspueler" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6063.jpg" alt="" width="300" height="400" />Kein Markenprodukt. Vor einigen Jahren hatte ich bekloppterweise eine sparsame Phase und wollte deshalb den billigsten Geschirrspüler kaufen. Im Laden führte mich der Verkäufer zu diesem Gerät und sagte wörtlich: &#8220;Das steht hier nur, damit die Preisspanne bei Geschirrspülern grösser wirkt. Kaufen Sie es nicht, es ist ein schlechtes Gerät, das Geschirr wird kaum sauber.&#8221; Aus Trotz kaufte ich das Gerät und siehe: der Verkäufer hatte nicht gelogen. Der Single-Geschirrspüler macht das Geschirr kaum sauber. Aber kaum ist immerhin ein bisschen besser als im Spülbecken vergammelt. Empfehlung für Technikpessimisten, die in ihrer Fortschrittsablehnung täglich bestätigt werden wollen.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2757" title="holzregale" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6066.jpg" alt="" width="300" height="400" />Ich habe eine ganze Reihe von IVAR-Regalen von IKEA. Lange wollte ich meine Wohnung IKEA-frei halten, aber auf der Zielgeraden ist es mir dann doch nicht gelungen und in einem ärgerlichen Doppelanfall von Möbelbedarf und Aktionskunst habe ich zusammen mit Jacques Palminger viel Quatsch bei IKEA gekauft. Ich glaube, das ist dabei herausgekommen, unter anderem. IVAR-Regale eignen sich für alle Bereiche, in denen Ästhetik keine Rolle spielt wie Keller, Atombunker oder Kinderzimmer.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2756" title="staubsauger" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6071.jpg" alt="" width="300" height="225" />Dieser Dysonstaubsauger ist ein Spezialstaubsauger für Tierhaare. Ich kann nicht beurteilen, ob er wirklich besser Haare aufsaugt, aber er war so irre teuer, dass er das sicher tut. Allerdings handelt es sich nicht nur um den hässlichsten Staubsauger der Welt, sondern auch um den lautesten. Sehr laut. Bizarr laut. Ungesund laut. Vom Lautstärkeniveau irgendwo zwischen startender Düsenjet und Schulausflug in die Vuvuzelafabrik. Und auch vom Klang her. Ein Must für staubsaugesüchtige, gehörlose Katzenbesitzer, die ihre Nachbarn hassen.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2755" title="matratze" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6074.jpg" alt="" width="300" height="225" />Auf dieser Gästematratze (mittlere Gebrauchsspuren) klang die Followerparty 2009 in einer Gruppenpettingsituation aus, an der mehrere bekannte Mitglieder der sog. Internetszene beteiligt waren (ich nicht). Eine geschichtsträchtige Matratze also. Auf nämlicher Party war übrigens auch der 4chan-Gründer moot anwesend, der zwar eine Keramikschale kaputtgemacht hat, aber recht früh ging. Wenn gewünscht, stelle ich ein Echtheitszertifikat aus.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2754" title="billyregale" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6045.jpg" alt="" width="300" height="400" />Ein paar braune Billyregale verschiedener Breite. Ein hauchzarter Riss in der Rückwand, zu sehen unten links. Ansonsten staubig, aber absolut in Ordnung. Auch für ebooks geeignet und für schlechte Scherze. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2753" title="dreiersofa" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6048.jpg" alt="" width="300" height="225" />Das Dreiersofa von der beschriebenen Sofakombo. Auch auf diesem Sofa haben nach irgendeiner Internet-Feier drei ungenannte Internetaktivisten den Abend körperbetont ausklingen lassen, ich glaube, die Feier zum Netzsperren-Triumph oder so. Das klingt jetzt in der sexuellen Häufung weitaus aufregender und toller, als es jemals war, merke ich gerade. Aber egal. Alle Spuren sind inzwischen beseitigt, außer den Katzenkratzspuren und mittleren Gebrauchsspuren natürlich. Aber das Sofa ist ansonsten noch tadellos, so dürfte eine der größten technisch möglichen Möbellügen überhaupt lauten. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2752" title="stuhl" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6050-e1329214858558.jpg" alt="" width="300" height="400" />Sechs Stück gibt es davon, vermutlich Friseurstühle. Es handelt sich um die am meisten nach Drehstühlen aussehenden Nichtdrehstühle überhaupt. Sie drehen sich nämlich nicht. Dafür haben sie Rollen und sehen aus wie eine Zahnspange auf Rädern. Was auch am zahnfleischfarbenen Kunstleder liegt, mit dem die Stühle bezogen sind. Immerhin sind sie bequem und kleben lustig an der Haut im Sommer.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2751" title="sideboard" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6053.jpg" alt="" width="300" height="225" />Vintageartiger China-Look wieder, wie auch das Regälchen oben. Auch wieder die unpraktischen Verschlüsse in der Mitte bei diesem Sideboard. Hat die Gabe, so belanglos in der Gegend herumzustehen, dass man es jahrelang nicht bemerkt. Können nicht alle Möbel.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2750" title="buchstaben_U_I" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6056.jpg" alt="" width="300" height="400" />Die Metallbuchstaben U und I, die ich Querdenker, ich Funrevoluzzer, ich im besten Sinne Verrückter Kopf ganz einfach um 90° gedreht aufgehängt habe. Ich bin SO gewitzt manchmal, es ist mir selbst unheimlich. Frei kombinierbar mit den anderen Buchstaben natürlich, man kann also auch FLUI oder FILU legen.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2749" title="badezimmerspiegel" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6059.jpg" alt="" width="300" height="225" />Ein Badezimmerspiegel mit Beleuchtung, Design ist einem Fernseher nachempfunden. Das muss man als Interieurdesigner auch erstmal bringen: &#8220;Hey Chef, ich hab eine Idee, ein Badezimmerspiegel in Fernseherform, und damit es noch steiler wirkt, machen wir verspiegeltes Rauchglas aussen rum.&#8221; Und so kam Elvis doch noch zu seinem Badezimmerspiegel. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2748" title="kuehlschrank" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6061.jpg" alt="" width="300" height="400" />Ein Topkühlschrank von Bosch. Zwei Jahre alt, zwei Meter groß, zwei Türen, zwei Grad. Ohne Flachs, das Ding ist toll. Energieeffizient, leise, großräumig, hätte ich mitgenommen, wenn in der neuen Wohnung nicht eine Designer-Einbauküche mit allem Getöse gewesen wäre. Ganz anders als der Kühlschrank davor, in dem mir mal aus einer Futterdose ein paar offenbar halbwegs kälteresistente Regenwürmer entkommen waren, die in wirklich jeden Winkel krochen, um dort dann unherausprokelbar zu verenden – aber wie gesagt, das war nicht in diesem Kühlschrank (ehrlich). </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2746" title="kronleuchter" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6067.jpg" alt="" width="300" height="225" />Klare Sache: dieser Kronleuchter stellt einen der letzten Ausläufer meiner &#8220;Ironisch-Wohnen&#8221;-Phase dar. Solche Phasen wünscht man niemandem. Grauenvoll. Hing zuletzt im Gästezimmer. Macht ein gelbliches Licht von der Art, wie es in Filmen verwendet wird, um selbst die rosigsten Wangen zombiehaft blasskrank wirken zu lassen. Tipp für Leute, die regelmäßig Beweisfotos für ihre Spontanerkrankung brauchen (&#8220;Oh Gott, Müller, bleiben Sie bloß zu Hause!&#8221;).</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2745" title="ivar_reihe" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6072.jpg" alt="" width="608" height="456" />Eine ganze Reihe hoher IVAR-Regale, etwas über zwei Meter hoch. Passt also auch in keinen Keller, vielleicht aber für Leute mit Kamin noch verwendbar. Das rotgezackte Kunstwerk oben von Jim Avignon heisst &#8220;Berlin&#8221;, das steht aber nicht zum Verkauf, das habe ich bloß vergessen. Der Ventilator ist verfügbar, der blaue Sack Überraschungsmüll natürlich auch, spannend könnte jedoch werden, dass unter dem Regal noch ca. 20 neue, unbenutzte Neonröhren sind. Spannend vor allem für mich, ob die jemand mitnimmt, weil die ein Licht machen, dagegen wirkt eine H&#038;M-Umkleidekabine so warmleuchtend wie ein Kaminfeuer im Sonnenaufgang.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2744" title="ledersessel" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6046.jpg" alt="" width="300" height="400" />Dieser weisse Kunstledersessel ist so hässlich wie er auch bequem ist. Was mich in ein Jahre dauerndes Dilemma stürzte. Fußstütze ist per Knopfdruck hochklappbar, Lehne fährt dabei zurück und man liegt im Himmel. Bis man die Augen aufmacht oder jemand ästhetisch Empfindsames reinkommt, der erst lacht und dann weint. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2743" title="stoffsessel" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6049.jpg" alt="" width="300" height="225" />Der Sessel zur rosa Plüschkombi. Meines Wissens immerhin ohne schlüpfrige Vorgeschichte. Dafür mittlere Gebrauchsspuren (durch Katzen). Überhaupt LIEBEN Katzen diese drei Sofateile, Haustierpeople aufgepasst, preiswerter kommt katzenkompatibler Plüschkrempel nicht mehr in Euer Haus.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2742" title="leuchtkaesten" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6051.jpg" alt="" width="300" height="225" />Davon gibt es zwei Stück à vier Leuchtquadraten. Sie leuchten so, wie man es ihnen per Fernsteuerung befiehlt, und zwar in blau, weiss, grün, orange oder rot. Oder changierend. Ein bisschen die Lavalampe für Architekten, die nicht gestillt wurden. Macht aber nach kurzer Phase der Faszination total nerviges Licht. </p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2741" title="sekretaer" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6054.jpg" alt="" width="300" height="225" />Ein Holzsekretär unbekannter Herkunft, ausziehbare Schreibfläche. Wirkt gut präsentiert aber wie ein Designmöbel, das hätten doch alle geglaubt, wenn ich sowas geschrieben hätte wie: Der berühmte Minimal Desk vom dänischen Stardesigner Lasse Böltrup, über den man im Netz nichts findet, weil er ja 2007 gegen seine Googlebarkeit geklagt hat. Epoche: Späte Neofunktionalität, Material: skandinavische, handgefällte Erle (unbehandelt, unterwasserlackiert). Sammlerstück, kein anderes Exemplar bekannt!</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2740" title="buchstabe_F" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6057.jpg" alt="" width="300" height="400" />FUJIFILM hat ja zwei F. Das hier hing jahrelang auf dem Gästeklo und hat sich dort ausgezeichnet gemacht, keine Beschwerden.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2739" title="kuechenregal" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6062.jpg" alt="" width="300" height="225" />Ein Holzregal in unangenehmer Farbe (mintgrün) und das vermutlich keimigste Möbelstück in der Wohnung, weil es schräg überm Herd hing. Die Türen fehlen, es ist unansehnlich, das kann keiner wollen. Das kann auch keiner holen, weil es von mir höchstselbst an die Wand geschraubt ist in all meiner handwerkerischen Minderbegabung, die dazu führte, dass die Kreuzschlitzschrauben so ausgelutscht sind wie die meisten Sprüche auf Twitter.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2738" title="ivar_zweier" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6065.jpg" alt="" width="300" height="400" />IVAR, verdammt, so retrospektiv ist ja doch alles voller IKEA gewesen, was habe ich nur getan damals? Hier immerhin mit Flascheneinsatz, dafür muss ich sagen: vom Küchendunst hat sich eine leichte Fettigkeit ins Holz gesogen. Das fällt aber nur auf, wenn man näher als drei Meter rangeht. Tipp für hygnieneliberale Wohngemeinschaften!</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2737" title="bettsofa" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6068.jpg" alt="" width="300" height="225" />Bettsofa von, haha, IKEA. Aber irre praktisch, kann man ausziehen, dann ist es ein Doppelbett. Aber Vorsicht, aus mir nicht bekannten Gründen wiegt das Ding gefühlte drei Tonnen. Ich weiss, das Foto ist eine Zumutung mit dem Sperrmüll drauf, aber ich hatte es eilig.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2735" title="kisten_koerbe" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6073.jpg" alt="" width="300" height="400" />Holzkisten und Korbkörbe in verschiedenen Größen und Formen. Sehr praktisch, wenn man es sich gezielt einredet. Ansonsten eher sperrig und natürlich immer genau zu klein oder zu groß für alle denkbaren Gelegenheiten.</p>
<p style="clear:both";><img class="alignleft size-full wp-image-2736" title="geruempel" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6070.jpg" alt="" width="608" height="456" />Und schließlich undefinierbares Gerümpel. Die Tür im Hintergrund muss dableiben, die gehört zur Wohnung. Aber zwei Plastiksterne, eine Lampe, die schon 1957 als altbacken empfunden worden wäre, ein großes Metall-M (andere Bauart als die anderen Buchstaben, aber auch als W verwendbar), zwei weibliche Torsi als Kleiderständer, eine Staffelei, Geschirr, ein hier kaum erkennbares, weisses Holzregal, das vom Gewicht her auch aus purem Blei sein könnte, ein nur marginal verbogener Buchständer, eine röhrenförmige Lavalampe. Was man halt so hat, aber nicht braucht im Haushalt. </p>
<p>Mit Freude und Spannung erwarte ich Eure Ankunft mit starken Helfern und Lastwägen am Freitag, den 17. Februar ab 17 Uhr in der Schönhauser Allee 184 in 10119 Berlin.</p>
<p>&#8211;<br />
<strong>Nachtrag</strong><br />
Ergebnisse in Kürzestform:<br />
- der Konkurrenz-Auszug aus Bellevue am selben Tag war deutlich populärer<br />
- ca. 70 Käufer vor Ort<br />
- die Facebook-Generation ist unglaublich höflich und freundlich<br />
- etwa 40% des Zeugs wurde verkauft<br />
- Berlin ist jetzt voll mit <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/539962/Ding-der-Woche-Der-Wohnbuchstabe">Wohnbuchstaben</a><br />
- das Sofa ist noch da<br />
- ebenso rätselhafterweise die Matratze<br />
- etwas über 350 Euro Erlös<br />
- so dass ich aufrunde auf 500 Euro und alles dem Kältebus spende (done; <a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2012/02/firesale_spende_kaeltebus.gif">Spendenbeweis</a>)<br />
Vielen Dank an alle Beteiligten.</p>

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		<title>Bundestrojaner für Mac</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 11:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[bundestrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach intensiven Protesten durch verärgerte Apple-Nutzer ist der Bundestrojaner ab demnächst endlich auch für Mac-Computer verfügbar. Der Bundestrojanerbeauftragte beteuerte, die App bereits zur Prüfung an den Appstore übermittelt zu haben. Dort werde überprüft, ob ggf. Urheberrechte verletzt würden oder unzulässige Worte wie &#8220;Fuck&#8221;, &#8220;Bitch&#8221; oder &#8220;Android&#8221; im Quelltext der Anwendung vorkämen. Die zuständigen Stellen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach intensiven Protesten durch verärgerte Apple-Nutzer ist der Bundestrojaner ab demnächst endlich auch für Mac-Computer verfügbar. Der Bundestrojanerbeauftragte beteuerte, die App bereits zur Prüfung an den Appstore übermittelt zu haben. Dort werde überprüft, ob ggf. Urheberrechte verletzt würden oder unzulässige Worte wie &#8220;Fuck&#8221;, &#8220;Bitch&#8221; oder &#8220;Android&#8221; im Quelltext der Anwendung vorkämen. Die zuständigen Stellen der Ermittlungsbehörden erklärten, das erfahrene Entwicklerteam &#8220;h4xx0rz 1337&#8243; – auf deren Seite bundeswarez.ru man die Software recht preisgünstig habe erwerben können – habe hoch und heilig versprochen, sich an alle im Chat vereinbarten Regeln gehalten zu haben.</p>
<p>Besonders stolz sind die zuständigen Behörden auf den nutzerzentrierten Ansatz der Anwendung: &#8220;Anders, als man es sonst von staatlicher Software gewohnt ist, haben wir beim Bundestrojaner für den Mac Usability groß geschrieben. Die Nutzer müssen buchstäblich gar nichts tun, um die App zu nutzen.&#8221; Die für PC-Nutzer längst selbstverständliche, automatische Ferninstallation im Hintergrund und ohne lästige Rückfragen sei nun auch für die bedeutende und immer größer werdende Zielgruppe der Apple-User verfügbar. </p>
<p>Für den &#8220;Bundestrojaner 4 Mac&#8221;, so der offizielle Name der Applikation, gelten folgende Systemvoraussetzungen:</p>
<p>• Mac-Computer mit einem Intel- oder PowerPC G5-Prozessor (867MHz oder schneller)<br />
• 512 MB Arbeitsspeicher oder mehr<br />
• 2,5 GB freier Festplattenspeicher für die regelmäßigen Screenshots im Offline-Modus</p>
<p>Weiterhin wird der Bundestrojaner 4 Mac auf allen Rechnern ab Betriebssystemversion OSX 10.5 laufen. Für Nutzer älterer Betriebssysteme soll zeitnah ein allerdings kostenpflichtiges Softwareupdate veröffentlicht werden. Bis dahin sind betroffene Nutzer aufgerufen, die Lücke händisch zu schließen: der Bundestrojaner 4 Mac fordert im Anwendungsfall den User auf, regelmäßig selbst Screenshots mithilfe der Tastenkombination &#8220;cmd shift 3&#8243; anzufertigen und an eine individuell eingerichtete Mailadresse zu verschicken.</p>
<p>Enttäuschung herrschte dagegen beim Verband der Linuxnutzer: &#8220;Einmal mehr versagt die IT-Strategie des Bundes und die Lobbyisten der proprietären Betriebssysteme haben sich zum Schaden aller Bürger durchgesetzt. Open Source-Software wird völlig ignoriert.&#8221; Experten gehen davon aus, dass wegen der umfangreichen, bereits verfügbaren freien Malware ein Open-Source-Bundestrojaner sehr preisgünstig realisiert und vermutlich sogar crowdgesourced werden könne. &#8220;Es ist keine Frage der Kosten, sondern des Willens&#8221;, so der Linuxverband.</p>
<p>Mit dieser Problematik konfrontiert, gab sich der Bundestrojanerbeauftragte wortkarg, versprach aber, zumindest im mobilen Bereich deutlich nachzubessern. Schon 2012 solle eine mobile Version des Bundestrojaners veröffentlicht werden, die dann plattformübergreifend sowohl auf iPhones und iPads wie auch auf allen Android-Devices funktionieren solle. Entsprechende Funktionalitäten habe die NSA ausdrücklich zugesichert. Auf eine Version für das Nokia-Betriebssystem verzichte man allerdings, weil man alle zwölf Nutzer auch so im Auge behalten könne. </p>

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		<title>Streetview Postcards</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[postkarten]]></category>
		<category><![CDATA[streetview]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich sind die neuen Google Streetview-Postkarten da; hier exklusiv die schönsten Motive: Nachtrag: Herr zeitweise hatte eine ähnliche Idee sogar schon im August. Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Endlich sind die neuen Google Streetview-Postkarten da; hier exklusiv die schönsten Motive:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2200" title="brandenburg_gate" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_brbg_tor1.jpg" alt="" width="600" height="441" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-2207" title="neublurstein" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_neuschwan.jpg" alt="" width="600" height="435" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-2202" title="i_heart_berlin" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_berlin.jpg" alt="" width="600" height="390" /></p>
<p style="font-size:10px;">Nachtrag: Herr zeitweise hatte <a href="http://www.137b.org/?p=875">eine ähnliche Idee</a> sogar schon im August.</p>

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		<item>
		<title>Strohfeuer – Kleine Kritikschau</title>
		<link>http://saschalobo.com/2010/09/20/strohfeuer-%e2%80%93-kleine-kritikschau/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=strohfeuer-%25e2%2580%2593-kleine-kritikschau</link>
		<comments>http://saschalobo.com/2010/09/20/strohfeuer-%e2%80%93-kleine-kritikschau/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 17:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Strohfeuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Als am Freitag &#8220;Strohfeuer&#8221; (das ist mein Romanerstling) startete (seit heute gibt es das Ebook übrigens auf den für Rowohlt üblichen Downloadplattformen), war die Resonanz nicht schlecht. So als Menge an Resonanz betrachtet, aber zu einem Teil auch qualitativ. Sehr schön war zum Beispiel die Kurzkritik von Ijoma Mangold in &#8220;Die Vorleser&#8221; im ZDF am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als am Freitag &#8220;Strohfeuer&#8221; (das ist mein Romanerstling) startete (seit heute gibt es das Ebook übrigens auf den für Rowohlt <a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/12952530/sascha_lobo_strohfeuer.html">üblichen</a> <a href="http://www.buecher.de/shop/roman-erzaehlung/strohfeuer-ebook/lobo-sascha/products_products/detail/prod_id/31805648/">Downloadplattformen</a>), war die Resonanz nicht schlecht. So als Menge an Resonanz betrachtet, aber zu einem Teil auch qualitativ. Sehr schön war zum Beispiel die Kurzkritik von Ijoma Mangold in &#8220;Die Vorleser&#8221; im ZDF am Freitag Abend:</p>
<p><object width="618" height="372"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Frw1YvExXX8?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Frw1YvExXX8?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="618" height="372"></embed></object></p>
<p>Zitate aus Mangolds Beschreibung: </p>
<blockquote><p>&#8220;… ein herrliches Buch, ein Brevier für Hochstapler … eine intelligente, eine boshafte, eine köstliche Satire … zugleich aber auch ein Selbstportrait, wo das eigene Blendertum ein wenig auf die Schippe genommen wird.&#8221;</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Auch auf Focus.de ist noch am Freitag ein positiver Text von Jennifer Reinhard erschienen, überschrieben mit &#8220;<a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/strohfeuer-zwischen-genie-und-groessenwahn_aid_551271.html">&#8220;Strohfeuer&#8221;: Zwischen Genie und Größenwahn</a>&#8220;, hier eine Passage:</p>
<blockquote><p>Temporeich und mit der Akribie eines Soziologen schildert Lobo das Lebensgefühl einer Generation, die glaubte, per Mausklick die Welt beherrschen und die Gesetze des Markts auf den Kopf stellen zu können. Er entlarvt die New Economy als das, was sie war: ein Luftschloss, das auf nichts als Hybris und der Hoffnung auf schnelles Geld fußte. Dabei begeht der Co-Autor von „Wir nennen es Arbeit“ und des Ratgebers „Dinge geregelt kriegen“ zu keiner Zeit den Fehler, zu viel Mitleid mit den Figuren in diesem Marionettentheater aufkommen zu lassen.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Auf News.de schreibt Ronny Janke den Artikel &#8220;<a href="http://www.news.de/medien/855073586/der-ton-der-web-2-0-generation/1/">Drama aus der Seifenblase</a>&#8220;, mit der irgendwie verschwundenen, aber in der URL noch vorhandenen Unterüberschrift &#8220;Der Ton der Web 2.0-Generation&#8221;:</p>
<blockquote><p>Lobo erzählt dieses New-Economy-Märchen äußerst charmant, setzt auf glaubwürdige Charaktere, die über sich selbst hinauswachsen wollen und am Ende scheitern, weil der eigene Hochmut sie zu Fall bringt.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Im Kölner Stadtanzeiger erscheint (von der Agentur dapd aus) weniger eine Kritik als der Bericht &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1284751473501.shtml">Die Ekel-Faszination der Gier</a>&#8221; von einem Autor, der auch auf der Berliner Lesung am letzten Freitag war:</p>
<blockquote><p>Sich mit einem der beiden Charaktere voll und ganz zu identifizieren, wird wahrscheinlich nicht einmal dem gelingen, dessen Leben sich zu Beginn des neuen Jahrtausends in Berlin abspielte und allein von der Sucht nach dem &#8220;großen Ding&#8221;, nach neuen Ideen, Erfolg, Reichtum, Feiern und Sex geprägt war. </p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>In eine ähnliche Kerbe schlägt die Rhein-Zeitung (wo ich im Mai Chefredakteur für einen Tag war). Dort hat sich Moritz Meyer mit dem Roman beschäftigt, seine Kritik ist überschrieben mit &#8220;<a href="http://www.rhein-zeitung.de/magazin_artikel,-Lobo-und-das-Strohfeuer-der-Stromberg-Kreativen-_arid,138143.html">Lobo und das Strohfeuer der Stromberg-Kreativen</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Eine Identifikationsfigur werden die meisten Leser in Lobos Buch vergeblich suchen, so sie nicht ein Herz für halbkriminelle Angeber haben. Vielmehr greift das Prinzip der Büro-Satire „Stromberg&#8221;: Das permanente Angewidertsein von den Methoden der Hauptfiguren löst eine eigentümliche Faszination aus.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>&#8220;Eigentümliche Faszination&#8221; mag ich gern, besonders in seiner leicht unklaren Wertung. Sehr gefreut habe ich mich über die englischsprachige Kritik von der Literaturübersetzerin Katy Derbyshire &#8220;<a href="http://lovegermanbooks.blogspot.com/2010/09/sascha-lobo-strohfeuer.html">Sascha Lobo: Strohfeuer</a>&#8221; auf ihrem Blog Love German Books. Auch sie war auf der Lesung und setzt sich sehr präzise mit den Stärken und Schwächen des Buchs auseinander. Die beschriebenen Stärken zitiere ich im Folgenden, für die Schwächen am besten auf&#8217;s Blog selbst klicken, die lasse ich natürlich an dieser Stelle weg:</p>
<blockquote><p>Strohfeuer is a funny book. A chuckle-raising, laugh-a-minute good fun read. Our horrible hero Stefan bluffs his way into the advertising industry &#8211; not known for its great morals and humanity in the first place &#8211; and makes large amounts of money with smoke and mirrors. …<br />
The book&#8217;s first strength is in its characters, from the out-and-out nasty Thorsten who turns out to have a reason for his misbehaviour to the scaredy-cat funny guy Phillip who surprises us at the end to the self-obsessed narrator Stefan who constantly manages to override his conscience and often common sense too. …<br />
The second strength is the novel&#8217;s language. It probably wouldn&#8217;t come across quite as well in translation, but it&#8217;s full of toe-curling anglicisms like the verb delivern, ad agency in-jokes like irony-free zone, buzzwords like Hitler (as an expletive) and the like. And all related in a deadpan tone with an eye for detail &#8211; like a project manager&#8217;s liking for maritime metaphors. …<br />
And the third is the sense of timing. Because what might have been just a string of funny ad agency incidents is broken up by little extra scenes from the narrator&#8217;s childhood, escapades in various cars and bars, and a couple of last-ditch slapstick attempts to save the company. All of which make the book much more &#8211; well, likeable.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Die dpa hat heute eine <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1041953">Meldung zu Strohfeuer</a> verschickt, die sich zum Beispiel hier auf der Seite der Süddeutschen Zeitung wiederfindet. Obwohl es eher eine Art Inhaltsangabe als eine Kritik ist, spürt man zwischen den Zeilen eine gewisse Ablehnung, bzw. Abwertung durch, man stört sich etwa an der Sprache, durchbrochen von positiven Bemerkungen aus der Halbdistanz wie dieser:</p>
<blockquote><p>Zu den Stärken des Buches zählen die Passagen, in denen Lobo den heute unvorstellbaren Überschwang des Dotcom-Booms satirisch aufs Korn nimmt.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Von den eher positiven und/oder neutralen Kritiken abgesehen, hatte mir Meedia am letzten Freitag Gelegenheit gegeben, in einem Interview mit der Überschrift &#8220;<a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/das-einzig-besondere-ist-sein-grenwahn_100030375.html">Das einzig besondere ist sein Größenwahn</a>&#8221; einige Fragen zu beantworten. Hier herausgepickt habe ich die Frage und die Antwort, die in die Überschrift Eingang gefunden hat:</p>
<blockquote><p>Was für Menschen haben denn Erfolg in solchen &#8220;Bubble&#8221;-Zeiten?<br />
Die Menschen, über die ich mich im Buch lustig mache – wie den Ich-Erzähler Stefan, der von sich glaubt, er könne beinahe Gedanken lesen, er sei klüger als alle anderen – aber letztlich erbärmlich ist, weil das Einzige, was an ihm besonders ist, sein Größenwahn ist. Und auch der ist unfassbar armselig, weil er sich in einem Hunderttausendmark-Auto äussert. Es geht um Menschen, die beim Betrachter eine Ekelfaszination auslösen, die man selbst dann nicht mögen kann, wenn man es versucht.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Natürlich gab es auch negative Kritiken, ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal irgendetwas gemacht habe, was alle gut fanden. Mit drei in die Hose vielleicht. Und natürlich darf jeder öffentlich &#8220;Strohfeuer&#8221; (und auch mich) ganz grauenvoll finden. Überrascht hat mich aber schon, wie persönlich die <a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E87CFD4D3FB464B4A9BB12DC4DC8C7CDB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kritik der FAZ</a> daherkam (&#8220;Klassenclown-Prosa&#8221;), die die ersten beiden abfälligen Absätze auf Frisur und Twittericon verwendet (die ausser auf dem Cover im Buch nicht vorkommen). </p>
<p>Zwischen der WELT-Gruppe und mir lodert seit einiger Zeit nicht unbedingt eine heftige Liebe. Aber bin ich als einzelne Person für einen Konzern tatsächlich ein würdiges Ziel für eine persönlich werdende Breitseite? Selbst wenn ich in den Augen der Autoren einen wahnsinnig schlechten Roman geschrieben habe? Oder ist es Zufall, dass die WELT aus allen Rohren schiesst? Das kann ja auch sein, ich weiss es tatsächlich nicht. Meines Wissens ist in der WELT Kompakt und auch in der WELT für Erwachsene Frank Schmiechens Glosse (&#8220;<a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article9693268/Wenn-Frisuren-schreiben.html">Wenn Frisuren schreiben</a>&#8220;) erschienen, offline wie online, sowie in der WELT am Sonntag wie auch im Netz Peter Praschls Kritik, die gedruckt &#8220;Ohne sich vergleichen zu wollen&#8221; hiess und für&#8217;s Netz umbenannt wurde in &#8220;<a href="http://www.welt.de/kultur/article9750950/Sascha-Lobo-schreibt-ein-Arschlochcrescendo.html">Sascha Lobo schreibt ein Arschlochcrescendo</a>&#8220;, veröffentlicht mit ungünstigem Foto (das Wörtchen Arschlochcrescendo ist ein Zitat von mir über meinen Roman). <del>Beide scheinen mit vom Hasswunsch zerfurchtem Gesicht geschrieben</del> (dieser Satz ist ein abgewandeltes Kinskizitat, was aber offenbar kaum zu erkennen ist, so dass ich ihn durchgestrichen habe):</p>
<blockquote><p>&#8220;Was immer Lobo sagt, schreibt, bloggt, twittert, versendet sich so schnell, dass man selten weiß, worum genau es ging. […] Es ist das blanke Elend. … &#8221; (Praschl)<br />
&#8220;… dass man ein gutes Buch nicht vortäuschen kann. Man braucht dafür sprachliche Fähigkeiten und eine interessante Geschichte. Beides hat Sascha Lobo in &#8220;Strohfeuer&#8221; nicht zu bieten.…liest sich wie das eilig hingeworfene Drehbuch zu einer Fernseh-Vorabendserie.&#8221; (Schmiechen)</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Am interessantesten ist die (negative) Kritik in der Mitteldeutschen Zeitung von Ulrich Steinmetzger, &#8220;<a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1277474077628">Ich war begeistert von mir selbst</a>&#8221; (ein näherungsweises Zitat der Hauptfigur). Steinmetzger ist der Meinung, dass ich absolut identisch bin mit der Hauptfigur. Dass ein gewisses Vexierspiel zwischen dem Ich-Erzähler und dem Autor stattfindet, ist durchaus beabsichtigt, überhaupt nicht neu und ich glaube, das würde auch dann stattfinden, wenn ein weiblicher Orang-Utan in der Steinzeit die Hauptfigur gewesen wäre. In der Mitteldeutschen Zeitung, die das &#8220;ich&#8221; im Roman für ein &#8220;ich&#8221; des Autors hält, hat es etwas Seltsames. Oder, um die Worte von Moritz Meyer zu verwenden: etwas eigentümlich Faszinierendes.</p>

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		<title>Google Street View-Widerspruch-Widerspruch</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[google streetview]]></category>
		<category><![CDATA[ilse aigner]]></category>
		<category><![CDATA[widerspruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Und zack &#8211; mit der politischen Feinfühligkeit eines betrunkenen Diplodocus teilt die Firma Google unvermittelt mit, dass noch in diesem Jahr Google Street View auch in Deutschland an den Start gehen wird, und zwar in 20 ausgewählten Städten. Das ist &#8211; trotz anderweitiger Verfehlungen ebendieser Internetfirma im Moment &#8211; eine gute Nachricht, denn damit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Und zack &#8211; mit der politischen Feinfühligkeit eines betrunkenen Diplodocus teilt die Firma Google unvermittelt mit, dass noch in diesem Jahr <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711073,00.html">Google Street View auch in Deutschland</a> an den Start gehen wird, und zwar in 20 ausgewählten Städten. Das ist &#8211; trotz <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,710998,00.html">anderweitiger Verfehlungen</a> ebendieser Internetfirma im Moment &#8211; eine gute Nachricht, denn damit ist endlich plakativ die Digitale Öffentlichkeit auf den Weg gebracht. Diese funktioniert zwar nach etwas anderen Regeln als die Analoge Öffentlichkeit, aber solche Veränderungen haben bisher viele Technologien verursacht: der Fotoapparat zum Beispiel hat das Verständnis des Bildes der eigenen Person grundlegend verändert. Wenn man mitten in einer grösseren Menge Menschen in der Öffentlichkeit fotografiert wird, muss man (in den meisten Fällen) akzeptieren, dass das Foto von Dritten ohne Nachfrage verwendet wird. Öffentlichkeit eben.</p>
<p>Das Verständnis des Konzepts der Digitalen Öffentlichkeit (eigentlich wollte ich nach meinem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72370280.html">SPIEGEL-Streitgespräch zu diesem Thema</a> längst einen Artikel drüber geschrieben haben) ist aber noch nicht besonders weit verbreitet. Unter anderem deshalb hat Frau Ilse Aigner auf ihren <a href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/GoogleStreetview.html">Ministeriumsseiten einen schriftlichen Muster-Widerspruch</a> vorbereitet – für diejenigen, die nicht wollen, dass ihr Haus in Google Street View auftaucht (<a href="http://www.bmelv.de/cln_154/SharedDocs/Downloads/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/MusterwiderspruchGoogleStreetview-PDF.html">Link zum PDF</a>). Menschen, die das Konzept der Digitalen Öffentlichkeit nachvollziehen können, halten das <a href="https://twitter.com/schwadroneuse/status/20814655852">für eine mittlere Katastrophe</a> – das eigene Haus nicht in Street View? Eine Fassade soll Privatsphäre sein? Darf jedes Dorf entscheiden, ob es im Atlas veröffentlicht wird?</p>
<p>Die meisten Leute haben zweifellos Nachbarn, denen man einen so schwerwiegenden Eingriff in die Digitale Öffentlichkeit wie einen &#8220;Google Street View Widerspruch&#8221; zutraut. Und genau deshalb biete ich hier den &#8220;Google Street View Widerspruch-Widerspruch&#8221; an. Die Benutzung ist ganz simpel, man füllt das formlose Formular aus und schickt es an Google. Und zwar präventiv, falls man seltsame, offlinige Nachbarn hat, oder als Gegenwiderspruch, wenn man schon von einem Widerspruch weiss. Hier ist der <a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/08/widerspruch_widerspruch.pdf">Google Street View Widerspruch-Widerspruch als PDF-Download</a> (unten angefügt ein Screenshot). Er ist dem Otto-Normal-Widerspruch spürbar nachempfunden, hoffentlich ergibt das keine Urheberrechtsprobleme. Man kann den Text auch per Mail an streetview-deutschland@google.com versenden – ich empfehle allerdings, entweder einen Brief zu schicken oder in ein Museum einzubrechen und den Widerspruch per Fax zu senden: auf traditionelle Weise vorgebrachte Offline-Meinungen zählen offenbar mehr als Online-Meinungen. </p>
<p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/08/widerspruch_widerspruch.jpg" alt="" title="widerspruch_widerspruch" width="536" height="757" class="aligncenter size-full wp-image-1848" /></p>

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		<title>Arne-Friedrichstrasse</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 12:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interessante Worte]]></category>
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		<category><![CDATA[arne friedrich]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Twitpic von @katjaberlin. Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/07/arne-friedrichstrasse-e1278245364829.jpg" alt="" title="arne-friedrichstrasse" width="536" height="402" class="aligncenter size-full wp-image-1753" /></p>
<p>Ein <a href="http://twitpic.com/2270ka#">Twitpic</a> von <a href="http://twitter.com/katjaberlin">@katjaberlin</a>.</p>

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		<title>Vuvuzela</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faltmedien]]></category>
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		<description><![CDATA[DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. Nachtrag: die Surfpoeten haben einen sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via @bov) Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/06/vuvuzela_SPIEGEL.jpg" alt="vuvuzela tröte" title="vuvuzela" width="536" height="709" class="aligncenter size-full wp-image-1725" /><br />
DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. </p>
<p>Nachtrag: die Surfpoeten haben einen <a href="http://www.surfpoeten.de/tube/vuvuzela_filter" title="zum Vuvuzela-Filter">sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt</a>, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via <a href="http://twitter.com/bov">@bov</a>)</p>

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		<title>Facebook Privacy Settings</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 13:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gekl Inspiriert von einem amerikanischen Blog, das ich leider nicht mehr finde. Anyone? Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/facebook_settings.jpg" alt="" title="facebook_settings" width="536" height="580" class="aligncenter size-full wp-image-1653" /></p>
<p style="font-size:11px;"><strike>Gekl</strike> Inspiriert von einem amerikanischen Blog, das ich leider nicht mehr finde. Anyone?</p>

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		<title>Jürgen Rüttgers</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/ruettgers_klebt.jpg" alt="" title="ruettgers_spezialkleber_sessel" width="536" height="869" class="aligncenter size-full wp-image-1647" /></p>

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