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	<title>saschalobo.com &#187; Irrwitz</title>
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		<title>Bundestrojaner für Mac</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 11:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach intensiven Protesten durch verärgerte Apple-Nutzer ist der Bundestrojaner ab demnächst endlich auch für Mac-Computer verfügbar. Der Bundestrojanerbeauftragte beteuerte, die App bereits zur Prüfung an den Appstore übermittelt zu haben. Dort werde überprüft, ob ggf. Urheberrechte verletzt würden oder unzulässige Worte wie &#8220;Fuck&#8221;, &#8220;Bitch&#8221; oder &#8220;Android&#8221; im Quelltext der Anwendung vorkämen. Die zuständigen Stellen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach intensiven Protesten durch verärgerte Apple-Nutzer ist der Bundestrojaner ab demnächst endlich auch für Mac-Computer verfügbar. Der Bundestrojanerbeauftragte beteuerte, die App bereits zur Prüfung an den Appstore übermittelt zu haben. Dort werde überprüft, ob ggf. Urheberrechte verletzt würden oder unzulässige Worte wie &#8220;Fuck&#8221;, &#8220;Bitch&#8221; oder &#8220;Android&#8221; im Quelltext der Anwendung vorkämen. Die zuständigen Stellen der Ermittlungsbehörden erklärten, das erfahrene Entwicklerteam &#8220;h4xx0rz 1337&#8243; – auf deren Seite bundeswarez.ru man die Software recht preisgünstig habe erwerben können – habe hoch und heilig versprochen, sich an alle im Chat vereinbarten Regeln gehalten zu haben.</p>
<p>Besonders stolz sind die zuständigen Behörden auf den nutzerzentrierten Ansatz der Anwendung: &#8220;Anders, als man es sonst von staatlicher Software gewohnt ist, haben wir beim Bundestrojaner für den Mac Usability groß geschrieben. Die Nutzer müssen buchstäblich gar nichts tun, um die App zu nutzen.&#8221; Die für PC-Nutzer längst selbstverständliche, automatische Ferninstallation im Hintergrund und ohne lästige Rückfragen sei nun auch für die bedeutende und immer größer werdende Zielgruppe der Apple-User verfügbar. </p>
<p>Für den &#8220;Bundestrojaner 4 Mac&#8221;, so der offizielle Name der Applikation, gelten folgende Systemvoraussetzungen:</p>
<p>• Mac-Computer mit einem Intel- oder PowerPC G5-Prozessor (867MHz oder schneller)<br />
• 512 MB Arbeitsspeicher oder mehr<br />
• 2,5 GB freier Festplattenspeicher für die regelmäßigen Screenshots im Offline-Modus</p>
<p>Weiterhin wird der Bundestrojaner 4 Mac auf allen Rechnern ab Betriebssystemversion OSX 10.5 laufen. Für Nutzer älterer Betriebssysteme soll zeitnah ein allerdings kostenpflichtiges Softwareupdate veröffentlicht werden. Bis dahin sind betroffene Nutzer aufgerufen, die Lücke händisch zu schließen: der Bundestrojaner 4 Mac fordert im Anwendungsfall den User auf, regelmäßig selbst Screenshots mithilfe der Tastenkombination &#8220;cmd shift 3&#8243; anzufertigen und an eine individuell eingerichtete Mailadresse zu verschicken.</p>
<p>Enttäuschung herrschte dagegen beim Verband der Linuxnutzer: &#8220;Einmal mehr versagt die IT-Strategie des Bundes und die Lobbyisten der proprietären Betriebssysteme haben sich zum Schaden aller Bürger durchgesetzt. Open Source-Software wird völlig ignoriert.&#8221; Experten gehen davon aus, dass wegen der umfangreichen, bereits verfügbaren freien Malware ein Open-Source-Bundestrojaner sehr preisgünstig realisiert und vermutlich sogar crowdgesourced werden könne. &#8220;Es ist keine Frage der Kosten, sondern des Willens&#8221;, so der Linuxverband.</p>
<p>Mit dieser Problematik konfrontiert, gab sich der Bundestrojanerbeauftragte wortkarg, versprach aber, zumindest im mobilen Bereich deutlich nachzubessern. Schon 2012 solle eine mobile Version des Bundestrojaners veröffentlicht werden, die dann plattformübergreifend sowohl auf iPhones und iPads wie auch auf allen Android-Devices funktionieren solle. Entsprechende Funktionalitäten habe die NSA ausdrücklich zugesichert. Auf eine Version für das Nokia-Betriebssystem verzichte man allerdings, weil man alle zwölf Nutzer auch so im Auge behalten könne. </p>
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		<title>Streetview Postcards</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[postkarten]]></category>
		<category><![CDATA[streetview]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich sind die neuen Google Streetview-Postkarten da; hier exklusiv die schönsten Motive: Nachtrag: Herr zeitweise hatte eine ähnliche Idee sogar schon im August.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Endlich sind die neuen Google Streetview-Postkarten da; hier exklusiv die schönsten Motive:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2200" title="brandenburg_gate" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_brbg_tor1.jpg" alt="" width="600" height="441" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-2207" title="neublurstein" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_neuschwan.jpg" alt="" width="600" height="435" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-2202" title="i_heart_berlin" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/11/streetview_postcard_berlin.jpg" alt="" width="600" height="390" /></p>
<p style="font-size:10px;">Nachtrag: Herr zeitweise hatte <a href="http://www.137b.org/?p=875">eine ähnliche Idee</a> sogar schon im August.</p>
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		<title>Strohfeuer – Kleine Kritikschau</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 17:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Strohfeuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Als am Freitag &#8220;Strohfeuer&#8221; (das ist mein Romanerstling) startete (seit heute gibt es das Ebook übrigens auf den für Rowohlt üblichen Downloadplattformen), war die Resonanz nicht schlecht. So als Menge an Resonanz betrachtet, aber zu einem Teil auch qualitativ. Sehr schön war zum Beispiel die Kurzkritik von Ijoma Mangold in &#8220;Die Vorleser&#8221; im ZDF am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als am Freitag &#8220;Strohfeuer&#8221; (das ist mein Romanerstling) startete (seit heute gibt es das Ebook übrigens auf den für Rowohlt <a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/12952530/sascha_lobo_strohfeuer.html">üblichen</a> <a href="http://www.buecher.de/shop/roman-erzaehlung/strohfeuer-ebook/lobo-sascha/products_products/detail/prod_id/31805648/">Downloadplattformen</a>), war die Resonanz nicht schlecht. So als Menge an Resonanz betrachtet, aber zu einem Teil auch qualitativ. Sehr schön war zum Beispiel die Kurzkritik von Ijoma Mangold in &#8220;Die Vorleser&#8221; im ZDF am Freitag Abend:</p>
<p><object width="618" height="372"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Frw1YvExXX8?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Frw1YvExXX8?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="618" height="372"></embed></object></p>
<p>Zitate aus Mangolds Beschreibung: </p>
<blockquote><p>&#8220;… ein herrliches Buch, ein Brevier für Hochstapler … eine intelligente, eine boshafte, eine köstliche Satire … zugleich aber auch ein Selbstportrait, wo das eigene Blendertum ein wenig auf die Schippe genommen wird.&#8221;</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Auch auf Focus.de ist noch am Freitag ein positiver Text von Jennifer Reinhard erschienen, überschrieben mit &#8220;<a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/strohfeuer-zwischen-genie-und-groessenwahn_aid_551271.html">&#8220;Strohfeuer&#8221;: Zwischen Genie und Größenwahn</a>&#8220;, hier eine Passage:</p>
<blockquote><p>Temporeich und mit der Akribie eines Soziologen schildert Lobo das Lebensgefühl einer Generation, die glaubte, per Mausklick die Welt beherrschen und die Gesetze des Markts auf den Kopf stellen zu können. Er entlarvt die New Economy als das, was sie war: ein Luftschloss, das auf nichts als Hybris und der Hoffnung auf schnelles Geld fußte. Dabei begeht der Co-Autor von „Wir nennen es Arbeit“ und des Ratgebers „Dinge geregelt kriegen“ zu keiner Zeit den Fehler, zu viel Mitleid mit den Figuren in diesem Marionettentheater aufkommen zu lassen.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Auf News.de schreibt Ronny Janke den Artikel &#8220;<a href="http://www.news.de/medien/855073586/der-ton-der-web-2-0-generation/1/">Drama aus der Seifenblase</a>&#8220;, mit der irgendwie verschwundenen, aber in der URL noch vorhandenen Unterüberschrift &#8220;Der Ton der Web 2.0-Generation&#8221;:</p>
<blockquote><p>Lobo erzählt dieses New-Economy-Märchen äußerst charmant, setzt auf glaubwürdige Charaktere, die über sich selbst hinauswachsen wollen und am Ende scheitern, weil der eigene Hochmut sie zu Fall bringt.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Im Kölner Stadtanzeiger erscheint (von der Agentur dapd aus) weniger eine Kritik als der Bericht &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1284751473501.shtml">Die Ekel-Faszination der Gier</a>&#8221; von einem Autor, der auch auf der Berliner Lesung am letzten Freitag war:</p>
<blockquote><p>Sich mit einem der beiden Charaktere voll und ganz zu identifizieren, wird wahrscheinlich nicht einmal dem gelingen, dessen Leben sich zu Beginn des neuen Jahrtausends in Berlin abspielte und allein von der Sucht nach dem &#8220;großen Ding&#8221;, nach neuen Ideen, Erfolg, Reichtum, Feiern und Sex geprägt war. </p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>In eine ähnliche Kerbe schlägt die Rhein-Zeitung (wo ich im Mai Chefredakteur für einen Tag war). Dort hat sich Moritz Meyer mit dem Roman beschäftigt, seine Kritik ist überschrieben mit &#8220;<a href="http://www.rhein-zeitung.de/magazin_artikel,-Lobo-und-das-Strohfeuer-der-Stromberg-Kreativen-_arid,138143.html">Lobo und das Strohfeuer der Stromberg-Kreativen</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Eine Identifikationsfigur werden die meisten Leser in Lobos Buch vergeblich suchen, so sie nicht ein Herz für halbkriminelle Angeber haben. Vielmehr greift das Prinzip der Büro-Satire „Stromberg&#8221;: Das permanente Angewidertsein von den Methoden der Hauptfiguren löst eine eigentümliche Faszination aus.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>&#8220;Eigentümliche Faszination&#8221; mag ich gern, besonders in seiner leicht unklaren Wertung. Sehr gefreut habe ich mich über die englischsprachige Kritik von der Literaturübersetzerin Katy Derbyshire &#8220;<a href="http://lovegermanbooks.blogspot.com/2010/09/sascha-lobo-strohfeuer.html">Sascha Lobo: Strohfeuer</a>&#8221; auf ihrem Blog Love German Books. Auch sie war auf der Lesung und setzt sich sehr präzise mit den Stärken und Schwächen des Buchs auseinander. Die beschriebenen Stärken zitiere ich im Folgenden, für die Schwächen am besten auf&#8217;s Blog selbst klicken, die lasse ich natürlich an dieser Stelle weg:</p>
<blockquote><p>Strohfeuer is a funny book. A chuckle-raising, laugh-a-minute good fun read. Our horrible hero Stefan bluffs his way into the advertising industry &#8211; not known for its great morals and humanity in the first place &#8211; and makes large amounts of money with smoke and mirrors. …<br />
The book&#8217;s first strength is in its characters, from the out-and-out nasty Thorsten who turns out to have a reason for his misbehaviour to the scaredy-cat funny guy Phillip who surprises us at the end to the self-obsessed narrator Stefan who constantly manages to override his conscience and often common sense too. …<br />
The second strength is the novel&#8217;s language. It probably wouldn&#8217;t come across quite as well in translation, but it&#8217;s full of toe-curling anglicisms like the verb delivern, ad agency in-jokes like irony-free zone, buzzwords like Hitler (as an expletive) and the like. And all related in a deadpan tone with an eye for detail &#8211; like a project manager&#8217;s liking for maritime metaphors. …<br />
And the third is the sense of timing. Because what might have been just a string of funny ad agency incidents is broken up by little extra scenes from the narrator&#8217;s childhood, escapades in various cars and bars, and a couple of last-ditch slapstick attempts to save the company. All of which make the book much more &#8211; well, likeable.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Die dpa hat heute eine <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1041953">Meldung zu Strohfeuer</a> verschickt, die sich zum Beispiel hier auf der Seite der Süddeutschen Zeitung wiederfindet. Obwohl es eher eine Art Inhaltsangabe als eine Kritik ist, spürt man zwischen den Zeilen eine gewisse Ablehnung, bzw. Abwertung durch, man stört sich etwa an der Sprache, durchbrochen von positiven Bemerkungen aus der Halbdistanz wie dieser:</p>
<blockquote><p>Zu den Stärken des Buches zählen die Passagen, in denen Lobo den heute unvorstellbaren Überschwang des Dotcom-Booms satirisch aufs Korn nimmt.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Von den eher positiven und/oder neutralen Kritiken abgesehen, hatte mir Meedia am letzten Freitag Gelegenheit gegeben, in einem Interview mit der Überschrift &#8220;<a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/das-einzig-besondere-ist-sein-grenwahn_100030375.html">Das einzig besondere ist sein Größenwahn</a>&#8221; einige Fragen zu beantworten. Hier herausgepickt habe ich die Frage und die Antwort, die in die Überschrift Eingang gefunden hat:</p>
<blockquote><p>Was für Menschen haben denn Erfolg in solchen &#8220;Bubble&#8221;-Zeiten?<br />
Die Menschen, über die ich mich im Buch lustig mache – wie den Ich-Erzähler Stefan, der von sich glaubt, er könne beinahe Gedanken lesen, er sei klüger als alle anderen – aber letztlich erbärmlich ist, weil das Einzige, was an ihm besonders ist, sein Größenwahn ist. Und auch der ist unfassbar armselig, weil er sich in einem Hunderttausendmark-Auto äussert. Es geht um Menschen, die beim Betrachter eine Ekelfaszination auslösen, die man selbst dann nicht mögen kann, wenn man es versucht.</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Natürlich gab es auch negative Kritiken, ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal irgendetwas gemacht habe, was alle gut fanden. Mit drei in die Hose vielleicht. Und natürlich darf jeder öffentlich &#8220;Strohfeuer&#8221; (und auch mich) ganz grauenvoll finden. Überrascht hat mich aber schon, wie persönlich die <a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E87CFD4D3FB464B4A9BB12DC4DC8C7CDB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kritik der FAZ</a> daherkam (&#8220;Klassenclown-Prosa&#8221;), die die ersten beiden abfälligen Absätze auf Frisur und Twittericon verwendet (die ausser auf dem Cover im Buch nicht vorkommen). </p>
<p>Zwischen der WELT-Gruppe und mir lodert seit einiger Zeit nicht unbedingt eine heftige Liebe. Aber bin ich als einzelne Person für einen Konzern tatsächlich ein würdiges Ziel für eine persönlich werdende Breitseite? Selbst wenn ich in den Augen der Autoren einen wahnsinnig schlechten Roman geschrieben habe? Oder ist es Zufall, dass die WELT aus allen Rohren schiesst? Das kann ja auch sein, ich weiss es tatsächlich nicht. Meines Wissens ist in der WELT Kompakt und auch in der WELT für Erwachsene Frank Schmiechens Glosse (&#8220;<a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article9693268/Wenn-Frisuren-schreiben.html">Wenn Frisuren schreiben</a>&#8220;) erschienen, offline wie online, sowie in der WELT am Sonntag wie auch im Netz Peter Praschls Kritik, die gedruckt &#8220;Ohne sich vergleichen zu wollen&#8221; hiess und für&#8217;s Netz umbenannt wurde in &#8220;<a href="http://www.welt.de/kultur/article9750950/Sascha-Lobo-schreibt-ein-Arschlochcrescendo.html">Sascha Lobo schreibt ein Arschlochcrescendo</a>&#8220;, veröffentlicht mit ungünstigem Foto (das Wörtchen Arschlochcrescendo ist ein Zitat von mir über meinen Roman). <del>Beide scheinen mit vom Hasswunsch zerfurchtem Gesicht geschrieben</del> (dieser Satz ist ein abgewandeltes Kinskizitat, was aber offenbar kaum zu erkennen ist, so dass ich ihn durchgestrichen habe):</p>
<blockquote><p>&#8220;Was immer Lobo sagt, schreibt, bloggt, twittert, versendet sich so schnell, dass man selten weiß, worum genau es ging. […] Es ist das blanke Elend. … &#8221; (Praschl)<br />
&#8220;… dass man ein gutes Buch nicht vortäuschen kann. Man braucht dafür sprachliche Fähigkeiten und eine interessante Geschichte. Beides hat Sascha Lobo in &#8220;Strohfeuer&#8221; nicht zu bieten.…liest sich wie das eilig hingeworfene Drehbuch zu einer Fernseh-Vorabendserie.&#8221; (Schmiechen)</p></blockquote>
<p></ br></p>
<p>Am interessantesten ist die (negative) Kritik in der Mitteldeutschen Zeitung von Ulrich Steinmetzger, &#8220;<a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1277474077628">Ich war begeistert von mir selbst</a>&#8221; (ein näherungsweises Zitat der Hauptfigur). Steinmetzger ist der Meinung, dass ich absolut identisch bin mit der Hauptfigur. Dass ein gewisses Vexierspiel zwischen dem Ich-Erzähler und dem Autor stattfindet, ist durchaus beabsichtigt, überhaupt nicht neu und ich glaube, das würde auch dann stattfinden, wenn ein weiblicher Orang-Utan in der Steinzeit die Hauptfigur gewesen wäre. In der Mitteldeutschen Zeitung, die das &#8220;ich&#8221; im Roman für ein &#8220;ich&#8221; des Autors hält, hat es etwas Seltsames. Oder, um die Worte von Moritz Meyer zu verwenden: etwas eigentümlich Faszinierendes.</p>
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		<title>Google Street View-Widerspruch-Widerspruch</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Und zack &#8211; mit der politischen Feinfühligkeit eines betrunkenen Diplodocus teilt die Firma Google unvermittelt mit, dass noch in diesem Jahr Google Street View auch in Deutschland an den Start gehen wird, und zwar in 20 ausgewählten Städten. Das ist &#8211; trotz anderweitiger Verfehlungen ebendieser Internetfirma im Moment &#8211; eine gute Nachricht, denn damit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Und zack &#8211; mit der politischen Feinfühligkeit eines betrunkenen Diplodocus teilt die Firma Google unvermittelt mit, dass noch in diesem Jahr <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711073,00.html">Google Street View auch in Deutschland</a> an den Start gehen wird, und zwar in 20 ausgewählten Städten. Das ist &#8211; trotz <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,710998,00.html">anderweitiger Verfehlungen</a> ebendieser Internetfirma im Moment &#8211; eine gute Nachricht, denn damit ist endlich plakativ die Digitale Öffentlichkeit auf den Weg gebracht. Diese funktioniert zwar nach etwas anderen Regeln als die Analoge Öffentlichkeit, aber solche Veränderungen haben bisher viele Technologien verursacht: der Fotoapparat zum Beispiel hat das Verständnis des Bildes der eigenen Person grundlegend verändert. Wenn man mitten in einer grösseren Menge Menschen in der Öffentlichkeit fotografiert wird, muss man (in den meisten Fällen) akzeptieren, dass das Foto von Dritten ohne Nachfrage verwendet wird. Öffentlichkeit eben.</p>
<p>Das Verständnis des Konzepts der Digitalen Öffentlichkeit (eigentlich wollte ich nach meinem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72370280.html">SPIEGEL-Streitgespräch zu diesem Thema</a> längst einen Artikel drüber geschrieben haben) ist aber noch nicht besonders weit verbreitet. Unter anderem deshalb hat Frau Ilse Aigner auf ihren <a href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/GoogleStreetview.html">Ministeriumsseiten einen schriftlichen Muster-Widerspruch</a> vorbereitet – für diejenigen, die nicht wollen, dass ihr Haus in Google Street View auftaucht (<a href="http://www.bmelv.de/cln_154/SharedDocs/Downloads/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/MusterwiderspruchGoogleStreetview-PDF.html">Link zum PDF</a>). Menschen, die das Konzept der Digitalen Öffentlichkeit nachvollziehen können, halten das <a href="https://twitter.com/schwadroneuse/status/20814655852">für eine mittlere Katastrophe</a> – das eigene Haus nicht in Street View? Eine Fassade soll Privatsphäre sein? Darf jedes Dorf entscheiden, ob es im Atlas veröffentlicht wird?</p>
<p>Die meisten Leute haben zweifellos Nachbarn, denen man einen so schwerwiegenden Eingriff in die Digitale Öffentlichkeit wie einen &#8220;Google Street View Widerspruch&#8221; zutraut. Und genau deshalb biete ich hier den &#8220;Google Street View Widerspruch-Widerspruch&#8221; an. Die Benutzung ist ganz simpel, man füllt das formlose Formular aus und schickt es an Google. Und zwar präventiv, falls man seltsame, offlinige Nachbarn hat, oder als Gegenwiderspruch, wenn man schon von einem Widerspruch weiss. Hier ist der <a href="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/08/widerspruch_widerspruch.pdf">Google Street View Widerspruch-Widerspruch als PDF-Download</a> (unten angefügt ein Screenshot). Er ist dem Otto-Normal-Widerspruch spürbar nachempfunden, hoffentlich ergibt das keine Urheberrechtsprobleme. Man kann den Text auch per Mail an streetview-deutschland@google.com versenden – ich empfehle allerdings, entweder einen Brief zu schicken oder in ein Museum einzubrechen und den Widerspruch per Fax zu senden: auf traditionelle Weise vorgebrachte Offline-Meinungen zählen offenbar mehr als Online-Meinungen. </p>
<p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/08/widerspruch_widerspruch.jpg" alt="" title="widerspruch_widerspruch" width="536" height="757" class="aligncenter size-full wp-image-1848" /></p>
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		<title>Arne-Friedrichstrasse</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 12:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interessante Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[arne friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Twitpic von @katjaberlin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/07/arne-friedrichstrasse-e1278245364829.jpg" alt="" title="arne-friedrichstrasse" width="536" height="402" class="aligncenter size-full wp-image-1753" /></p>
<p>Ein <a href="http://twitpic.com/2270ka#">Twitpic</a> von <a href="http://twitter.com/katjaberlin">@katjaberlin</a>.</p>
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		<title>Vuvuzela</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faltmedien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. Nachtrag: die Surfpoeten haben einen sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via @bov)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/06/vuvuzela_SPIEGEL.jpg" alt="vuvuzela tröte" title="vuvuzela" width="536" height="709" class="aligncenter size-full wp-image-1725" /><br />
DER SPIEGEL bringt es mit seinem Titel diese Woche wieder mal auf den Punkt. </p>
<p>Nachtrag: die Surfpoeten haben einen <a href="http://www.surfpoeten.de/tube/vuvuzela_filter" title="zum Vuvuzela-Filter">sensationellen Vuvuzela-Filter gebastelt</a>, bzw. eine Anleitung dazu online gestellt. (via <a href="http://twitter.com/bov">@bov</a>)</p>
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		<title>Facebook Privacy Settings</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 13:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[social networks]]></category>

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		<description><![CDATA[Gekl Inspiriert von einem amerikanischen Blog, das ich leider nicht mehr finde. Anyone?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/facebook_settings.jpg" alt="" title="facebook_settings" width="536" height="580" class="aligncenter size-full wp-image-1653" /></p>
<p style="font-size:11px;"><strike>Gekl</strike> Inspiriert von einem amerikanischen Blog, das ich leider nicht mehr finde. Anyone?</p>
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		<title>Jürgen Rüttgers</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/ruettgers_klebt.jpg" alt="" title="ruettgers_spezialkleber_sessel" width="536" height="869" class="aligncenter size-full wp-image-1647" /></p>
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		<item>
		<title>Der unaufhaltsame Aufstieg des Social Networks FORMsquare</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 11:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[FORMsquare]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wird ein Social Network eigentlich groß im deutschen Sprachraum? Hier sind die Eckpunkte eines solchen Siegeszuges anhand des bekannten Beispiels FORMsquare.pro aufgezeichnet. 0 Kosmar findet einen Hinweis auf FORMsquare in einem amerikanischen Blog, das ausser ihm und dem Autor niemand liest. Er twittert den Link, allerdings mit seinem geheimen Drittaccount, dem er nicht einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wie wird ein Social Network eigentlich groß im deutschen Sprachraum? Hier sind die Eckpunkte eines solchen Siegeszuges anhand des bekannten Beispiels FORMsquare.pro aufgezeichnet.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1598" title="formsquare_logo" src="http://saschalobo.com/wp-content/uploads/2010/05/formsquare_logo.jpg" alt="" width="536" height="207" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>0</strong></p>
<p><a href="http://kosmar.de">Kosmar</a> findet einen Hinweis auf FORMsquare in einem amerikanischen Blog, das ausser ihm und dem Autor niemand liest. Er twittert den Link, allerdings mit seinem geheimen Drittaccount, dem er nicht einmal selbst folgt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>1</strong></p>
<p><a href="http://wirres.net">Felix Schwenzel</a> greift FORMsquare auf, versteht die Plattform aber völlig falsch und distanziert sich deshalb halbironisch davon. &#8220;Das funktioniert auf dem neuen PaInTheS© nur unter Flingo 4.7&#8243;, so sein vernichtendes Urteil. Als Symbolbild wählt er einen Uhu, niemand weiss warum, er selbst auch nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>2</strong></p>
<p>Kosmar legt seinen FORMsquare-Account still, die Plattform habe ihre besten Zeiten hinter sich.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>3</strong></p>
<p>Als dritter Mensch in Deutschland erfährt <a href="http://spreeblick.com">Johnny Haeusler</a> von FORMsquare durch eine SMS von Felix Schwenzel. Am nächsten Tag schreibt er einen langen Artikel darüber, weshalb das Social Network zwar gut ist, aber nicht den Kern trifft. Trotzdem glaubt er, dass mit FORMsquare der endgültige Durchbruch der Blogs in Deutschland erreicht wird. Im Schlussabsatz entschuldigt er sich dafür, dass er sich aus Zeitgründen erst als einer der letzten über FORMsquare Gedanken machen konnte und für den Vulkanausbruch in Island. In den Kommentaren wird ihm der endgültige Ausverkauf der FORMsquarosphäre vorgeworfen, elf verbitterte Leser schicken ihre Spreeblick-Mützen zurück.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>4</strong></p>
<p>Die Seite FORMsquare.de wird von einem FORMsquare-Coach registriert. Auf der Seite spricht der Coach von mehrjähriger Erfahrung und Personalverantwortung bei einem Großkonzern in der FORMsquare–Abteilung.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>5</strong></p>
<p><a href="http://indiskretionehrensache.de">Thomas Knüwer</a> schreibt, weshalb FORMsquare nichts taugt. Eine Woche später trägt er den Artikel live auf <a href="http://mspr0.de">Michael Seemann</a>s mittlerweile zweiter FORMsquare-Lesung vor.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>6</strong></p>
<p>Auf Peter Hogenkamps <a href="http://netzwertig.com">Netzwertig.com</a> erscheint der Beitrag &#8220;Verändert FORMsquare das Antlitz des Internet für immer?&#8221; Zehn Goldmitgliedschaften sollen verlost werden, es finden sich allerdings nur sieben Teilnehmer. Einer davon ist <a href="http://robertbasic.de">Robert Basic</a>, der seinen Account im Anschluss gegen einen iTunes-Gutschein (15€) eintauscht. Vom Erlös will er die Entwicklung einer hypersozialen Suchmaschine finanzieren, die &#8220;Google und Facebook vom Thron stossen wird&#8221; und eine &#8220;Monatsmarke für die Frankfurter U-Bahn&#8221; kaufen, so Basic.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>7</strong></p>
<p>Die <a href="http://piratenpartei.de">Piratenpartei</a> kündigt eine eigene Plattform an, &#8220;wie FORMsquare, aber Open Source&#8221;. Sie soll im dritten Quartal 2017 online gehen, rechtzeitig zum Bundestagswahlkampf. Ob der Plan für die Umsetzung der Plattform in einem Wiki erarbeitet werden soll, soll zunächst in einem Wiki erarbeitet werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>8</strong></p>
<p>Auf <a href="http://carta.info">Carta</a> erscheint zweitverwertet ein Artikel aus einem sorbischen Medienmagazin, in dem die gesellschaftlichen Auswirkungen von FORMsquare anhand der Systemtheorie besprochen werden. In einer aufwändigen Umfrage findet Robin Meyer-Lucht heraus, dass von 622 Bundestagsabgeordneten keiner bei FORMsquare ist – und stellt betroffen die Frage: &#8220;Ist Deutschland noch zu retten oder muss die GEZ abgeschafft werden?&#8221; <a href="http://sixtus.cc">Mario Sixtus</a> fordert daraufhin aus Protest seinen Flattr-Anteil in Höhe von 7 Eurocent von Carta zurück.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>9</strong></p>
<p>Thomas Knüwer schreibt, weshalb FORMsquare auch nach dem Relaunch nichts taugt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>10</strong></p>
<p><a href="http://klauseck.typepad.com">Klaus Eck</a> kündigt das Buch &#8220;FORMsquare zur Unternehmenskommunikation – was meinen Sie so?&#8221; an. Dort beschreibt er, wie in Kanada ein Praktikant in einer Eisdiele seinen Job wegen eines FORMsqueets (so die Bezeichnung für die Beiträge auf FORMsquare) bekam.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>11</strong></p>
<p>&#8220;Karriere &#8211; Die FORMsquare-Bibel!&#8221; von <a href="http://karrierebibel.de">Jochen Mai</a> erscheint als Hörbuch auf Rätoromanisch im praktischen Pappschuber.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>12</strong></p>
<p><a href="http://netzpolitik.org">Netzpolitik</a> wird ein Datenleck von FORMsquare zugespielt. Markus Beckedahl überlegt deshalb, für das Europaparlament zu kandidieren und teilt diese Entscheidung in einem vierzigseitigen Interview mit der zweitgrößten hessischen Schülerzeitung der Öffentlichkeit mit.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>13</strong></p>
<p>Thomas Knüwer schreibt, warum FORMsquare nichts taugt, obwohl er zugeben müsse, dass ein gewisser Charme vorhanden sei und er im Übrigen zu Testzwecken von Beginn an FORMsquaren würde, aber taugen würde FORMsquare eben nichts und Charme zahle schließlich keine Miete. Zudem sei die Rechtslage in Deutschland völlig unklar, wie ein von <a href="http://www.miriammeckel.de/">Miriam Meckel</a> retweeteter Tweet von <a href="http://lawblog.de">Udo Vetter</a> eindeutig beweise.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>14</strong></p>
<p><a href="http://turi2.de">Turi2</a> und <a href="http://meedia.de">Meedia</a> interviewen sich gegenseitig auf FORMsquare über den nicht vorhandenen Sinn von FORMsquare; und auch wie es sich jemals refinanzieren solle – unklar. Die beiden erscheinenden Interviews unterscheiden sich vollständig, sind aber so oft gegenseitig miteinander verlinkt, dass Google Deutschland vier Stunden down ist.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>15</strong></p>
<p><a href="http://saschalobo.com">Sascha Lobo</a> meldet sich bei FORMsquare an und gibt fünfundzwanzig Minuten später RTL und der Süddeutschen Zeitung als FORMsquare-Experte ein Doppelinterview, in dem erklärt, weshalb gerade Journalisten, Politiker, Werber und Europäer zwischen fünf und neunzig Jahren um jeden Preis FORMsquaren müssen, unbedingt notwendig sei das aber nicht. Das Interview schließt mit den Worten &#8220;Formsquare ist völlig irrelevant, aber die wichtigste Plattform weltweit.&#8221; Meedia wirft Sascha Lobo daraufhin den mangelnden Ausverkauf der FORMsquarosphäre vor.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>16</strong></p>
<p><a href="http://stefan-niggemeier.de/blog">Stefan Niggemeier</a> schreibt einen langen Artikel über die Zukunft des Journalismus auf FORMsquare und wird dafür wegen eines missverständlichen und ehrabschneidenden Kommafehlers von sechzehn verschiedenen Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen abgemahnt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>17</strong></p>
<p>Alle bisher erwähnten Personen veröffentlichen zusammen auf dem <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/default.aspx">FAZ-Blog Netzökonom</a> das FORMsquare-Manifest. Daraufhin wird <a href="http://mercedes-bunz.de">Mercedes Bunz</a> die weltweit erste Formsquare-Redakteurin für die New York Times.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>18</strong></p>
<p>In der <a href="http://zeit.de">ZEIT</a> schreiben Susanne Gaschke und Wolf Schneider einen Artikel darüber, wie FORMsquare das Gehirn verkleinere, das Erbgut verändere und die Kultur von innen heraus zersetze. FORMsquare wird als &#8220;für die deutsche Sprache wie Bhopal und Tschernobyl an einem Tag&#8221; bezeichnet. Im Text wird Bazon Brock zitiert mit der Aussage, &#8220;FORMsquare hat mehr Tote auf dem Gewissen als die Inquisition&#8221;. Die ZEIT fügt in das Zitat später das Wort &#8220;indirekt&#8221; ein.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>19</strong></p>
<p>Thomas Knüwer verkündet, dass er fortan als FORMsquare-Consultant arbeiten werde, FORMsquare sei die großartigste Errungenschaft der westlichen Zivilisation. Das würde nur noch kein Unternehmen verstehen (ausser den Unternehmen, die ihn beauftragten). Knüwer zufolge würden von 30 DAX-Unternehmen nur zwölf FORMsquaren, die anderen wären spätestens binnen einen halben Jahres insolvent (ausser sie beauftragen ihn).</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>20</strong></p>
<p>Frank Schirrmacher veröffentlicht ein Buch namens &#8220;Der FORMsquare-Komplex&#8221;, das nur leere Seiten enthält. Die deutsche Bloglandschaft fühlt sich und das Internet ungerecht dargestellt und verreisst das Buch empört. Der fehlende Inhalt fällt erst bei der von Anne Will moderierten Buchvorstellung im Bundestag auf (live übertragen von <a href="http://spiegel.de">Spiegel Online</a>).</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>21</strong></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.wir-in-nrw-blog.de/">Wir in NRW</a>&#8221; deckt auf, dass Jürgen Rüttgers Geld für positive FORMsquare-Beiträge bezahlt hat – und zwar weit unter Tarif. Rüttgers lässt seinen Sprecher verkünden, es habe sich um einen ganz anderen Jürgen Rüttgers gehandelt, allein in Düsseldorf gäbe es fünf Jürgen Rüttgerse und in Bochum noch zwei sowie eine Jürgine Rüttgers in Bottrop. Trotzdem handelt Rüttgers entschlossen, um sein gutes Krisenmanagement zu beweisen: seine Büroleiterin und der Chef des Katasteramts müssen zurücktreten.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>22</strong></p>
<p>Burda kauft ein Prozent an FORMsquare; das Unternehmen würde &#8220;perfekt in die Portfolio-Strategie der Burda-Group&#8221; passen, weil es sich um &#8220;ein Geschäftsmodell im Internet&#8221; handele. Der tatsächliche Grund für den Kauf: in einem Interview hatte der neunjährige Bruder von Mark Zuckerberg betrunken erwähnt, dass er nur zwei ernsthafte Konkurrenten im Kampf um die Eroberung des Universums sehen würde, nämlich Google und FORMsquare.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>➼</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>23</strong></p>
<p>Bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Formsquare">Wikipedia</a> wird der Artikel zu FORMsquare wegen fehlender Relevanz gelöscht. Nachdem Bill Gates ankündigt, die Geschäftsberichte von Microsoft nur noch auf Formsquare zu veröffentlichen, soll über die Löschung 2011 erneut abgestimmt werden.</p>
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		<title>Das Geheimnis des Erfolges</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 17:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Lobo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(via @tim_bec)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><object width="542" height="329"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8UG7HhuJWGM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/8UG7HhuJWGM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="542" height="329"></embed></object></p>
<p>(via <a href="http://twitter.com/tim_bec">@tim_bec</a>)</p>
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