Beipackzettel zum neuen Buch “Internet – Segen oder Fluch”

Es gibt ein brandneues Buch von Kathrin Passig und mir: “Internet – Segen oder Fluch“. Das Buch ist eine Anleitung zum doppelten Verständnis: Verständnis des Internet – und Verständnis für die Diskussionsgegner.

Wir haben es geschrieben, weil wir bei der Debatte um das Netz mit fast jedem neuen Artikel, jeder Talkshow und jedem Shitstorm das Gefühl hatten, dass etwas schief läuft. Schlimmer noch: dass etwas schief läuft und wir irgendwie Teil davon sind.

Ich kann nicht genau sagen, wann bei mir ein gewisses Unwohlsein begonnen hat, vermutlich Ende 2009, Anfang 2010. Es gibt eine Metapher von Thomas Mann, das ungefähr so lautet: Wenn der Kahn sich zu weit nach links neigt, dann beugt sich der Schiffer zum Ausgleich weit nach rechts. Mit der Binnenschifffahrt mag sich Thomas Mann ausgekannt haben. Mit der Diskussion um das Internet vermutlich nicht.

Irgendwann habe ich mich dabei ertappt, wie ich – als Reaktion auf mir widersinnig erscheinende Argumente von Netzkritikern – meine Statements immer plakativer dargestellt habe, weniger differenziert. Um mehr Wirkung zu erzielen, den Kahn auszugleichen. Außerdem fühlt sich “Ich glaube eher nicht, aber” im Nahkampf viel schwächer an als “NJET, SCHTONK!”

Zwischentöne, Graustufen, Ambivalenzen, schon immer bei mir vorhanden (wie bei den meisten anderen), habe ich ausgeblendet. Ich habe mir die Welt absichtlich einfacher gemacht, als sie ist. Weil ich mich nach Klarheit gesehnt habe, weil ich davon profitiert habe, weil ich Recht haben wollte, weil ich es nicht besser wusste. Bei der Recherche hat sich herausgestellt, dass dieses Pippi-Langstrumpf-Prinzip – ich mache mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt – nicht nur mein Problem war (und ist). Es handelt sich vielmehr um den weitverbreitenden Standard in der Internet-Diskussion. Und zwar auf allen Seiten.

Auch wenn in diesem Artikel eingangs eine Art Bekenntnis meine persönliche Motivation verdeutlichen soll, “Internet – Segen oder Fluch” ist kein Buch der Reue, sondern ein Buch der Erkenntnis, dass Weiterentwicklung notwendig ist, persönlich, inhaltlich, gesellschaftlich. Es ist deshalb ein Plädoyer für das Erwachsenwerden im Umgang mit Netz, Technologie, Gesellschaft. In den 1980er Jahren wurde in Deutschland der Begriff “Technikfolgenabschätzung” hip. Eigentlich bräuchte man soetwas heute auch für das Internet, und das Buch soll den Weg dafür bereiten. Denn der kann nur über Diskussionen führen, je ergiebiger, desto besser.

Über das Internet wird sehr viel geredet und sehr wenig miteinander gesprochen. Die mit Sven Regeners Schimpfkanonade Anfang 2012 gezündete, aber schon länger schwelende Urheberrechtskonfrontation ist ein typisches Beispiel. Frontenbildung auf beiden Seiten, Simplifizierung um der vermeintlichen Wirkung willen, Abtun der Gefühle und Argumente der jeweils anderen Seite als egal oder zumindest weniger wichtig. Die Leute auf der anderen Seite müssen dumm oder moralisch verdorben oder beides sein, sonst wären sie ja meiner Meinung – diese Haltung findet sich viel zu oft auf beiden Seiten. Das ist das vergammelte Herz der derzeitigen Netzdebatte: kaum jemand akzeptiert andere Prioritäten als die eigenen.

Freiheit und Sicherheit zum Beispiel sind fast immer Gegenspieler, und es ist legitim, eher der einen oder der anderen Seite zuzuneigen, auch in der Geschmacksrichtung Internet in dieser uralten Diskussion. Weder die eine noch die andere Position ist falsch, sie sind bloß unterschiedlich. Und zwar so unterschiedlich, dass sie dem jeweils anderen als vollkommen verantwortungslos erscheinen. Es gibt dabei keine naturgegebene Normalposition, alles ist Verhandlung.

Die Debatte um das Netz, das mag sich für manche nach einem Randthema anhören, aber sie ist weitreichender als selbst viele Experten glauben. Das Internet beeinflusst inzwischen auch Leute entscheidend, die gar nicht drin sind. Mit der Piratenpartei hat die Diskussion im Internet und um das Internet sogar einen Drall in Richtung “Veränderung der Demokratie” bekommen. In Island entsteht gerade eine im Netz zusammendiskutierte Verfassung, größer geht es ja kaum noch. Wir haben das Buch geschrieben, damit wenigstens ein paar Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden können, bevor alle Beteiligten versterben.

Das Buch ist gut geeignet, wenn

  • man besser verstehen möchte, wie das Internet funktioniert und was es mit der Welt macht
  • man die Schnauze voll hat von ermüdenden Diskussionen über das Netz
  • man technische und gesellschaftliche Hintergründe erfahren möchte zu den meistdiskutierten Netzthemen
  • man wissen will, wo welche Argumente vermieden werden sollten und warum
  • man ernüchtert werden möchte, weil hinter manchen Bereichen der Debatte schlicht unauflösbare Gegensätze stehen (Spoiler: zum Glück nicht hinter allen)
  • man manchmal nachts unter der Bettdecke heimlich daran zweifelt, ob man wirklich überall immer richtig liegt
  • man andere Positionen und ihre Geschichte verstehen möchte
  • kurz: wenn man Teil der Lösung sein möchte und nicht Teil des Problems

Das Buch ist nicht gut geeignet, wenn

  • man von Frontenbildung und Status Quo stark profitiert
  • man sich aus persönlichen Gründen radikalisieren möchte
  • man eine Allergie gegen Irokesenschnitte hat
  • oder wenn man generell keine Argumente mag, die mehr als 140 Zeichen brauchen.
In den letzten Monaten habe ich an mir gespürt, wie schwer es ist, nicht in die vielen Fallen zu tappen, die wir im Buch beschreiben. Immer wieder bin ich in holzweghafte Gesprächssituationen geraten und konnte mir gut bekannte Fehler nicht gleich vermeiden. Das wird vermutlich noch eine Weile so bleiben – aber ich glaube, dass der ständige, durchaus anstrengende Versuch einer redlichen Diskussion sich lohnt. Für das Internet und erst recht für die Menschen, die es benutzen.

Das Buch erscheint bei Rowohlt Berlin und kostet 19,99€ (Hardcover) bzw. 12,99€ (Ebook). Wenn man das Papierbuch kauft, bekommt man automatisch das Ebook mit dazu – und das hat keinen klassischen Kopierschutz (sondern nur ein sog. Wasserzeichen), übrigens alles andere als eine Selbstverständlichkeit bei einem großen Publikumsverlag. Hier auf Amazon kaufen (kein Werbelink).

tl;dr – Manchmal würde tl;dr mehr schaden als nutzen. Hier zum Beispiel.

Aktuelle Anmerkung
Die Diskussion einigermaßen redlich zu führen und Verständnis für das Gegenüber zu entwickeln, bedeutet nicht, positionslos zu sein. Blogleser werden bemerkt haben, dass ich mich gegen das Leistungsschutzrecht engagiere. Die Lehren aus unserem Buch in diesem konkreten Fall bedeuten aber, dass man die Sorgen der Presseverlage ernst nimmt, sie basieren auf echten Problemen. Ich glaube nur, dass diese Probleme samt Abhängigkeit von Google mit dem Leistungsschutzrecht schlimmer werden – andere Lösungen müssen gefunden werden, und zwar zur Refinanzierung von professionellem Journalismus im Netz. Die Verlage als verdammenswerte, gar überflüssige Feinde zu sehen, ist deshalb totaler Quark. Und natürlich kann man gleichzeitig sehen, dass Google ein problematischer Konzern ist UND gegen das Leistungsschutzrecht sein.

Categorized: Blog , Bücher , Internet

This Post Has 37 Comments

  1. mahrko says:

    Kleine Frage:
    kann man das eBook vorher lesen oder muss man warten bis das gedruckte Buch mit der Post ankommt und findet in jenem dann ein Gutschein? Gekauft hab ich’s über Amazon.

  2. Carol aus Karlsruhe says:

    Schon bestellt. Ich brings am 22. zum Signieren mit ;-)

  3. [...] Einen “Beipackzettel” für das Buch von Passig und Lobo hat Sascha Lobo in seinem Blog g… 50.732704 7.096311 Teilen Sie dies mit:FacebookTwitterTumblrPinterestDiggRedditStumbleUponLinkedInDruckenE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in "Apple", "iPhone", "Technik", "Web 2.0", Forschung, Hochschule, Informationstechnik, Internet, Lobo, Management, Medien, Social Web, Steve Jobs, USA, Wirtschaft, Wissenschaft und verschlagwortet mit "Media", "Nachrichten", "News", Allgemein, Allgemeines, Blog, Blogger, Blogger Camp, Bonn, Deutschland, Disruption, Heinrich von Stephan, Innovationen, Joseph A. Schumpeter, Karthin Passig, Sascha Lobo, Schöpferische Zerstörung, Virtuelles Blogger Camp von gsohn. Permanenter Link zum Eintrag. [...]

  4. OliverG says:

    Ha, endlich das, was ich seit 10 Jahren vorhersage: man kauft das Papierbuch und kriegt “alle” anderen Medienformen mit.

    Danke ;)

  5. vera says:

    Ja, richtich wichtig; Technikfolgenabschätzung wäre der richtige Weg. Gleichzeitig fallen mir alle meine Sünden ein, ich müsste auch viel mehr machen. Nehme das mal als freundliche Ermahnung.

  6. [...] im Journalisten-Gespräch. Sascha Lobo und Kathrin Passig stellen am ZEIT-Stand ihren Neuling “Internet – Segen oder Fluch?” vor. Ein kurzberockter Tross um die Rapperin Lady Bitch Ray zieht durch die schmalen [...]

  7. Herr Lehmann says:

    Sehr guter Einleitungstext zum Buch – klingt interessant und werde ich lesen (nach meinem PhD :)

    Bzgl. dem Kleingedrucken: Bist du nun prinzipiell fuer ein Urhebergesetz/Leistungsschutzrecht oder dagegen? Viele wuergen sich um diese Frage immer herum. Sie wollen sich bei der Netzgemeinde nicht unbeliebt machen. Da wird dann gesagt, ja man kann die Verlage schon verstehen, aber es muessen halt andere Loesungen her. Dann wird gesagt, anti-piracy Massnahmen sind sinnlos und die armen Lete die verklagt werden… Was nun? Entweder man ist gegen illegales Kopieren, dann muss man konsequent auch fuer anti-piracy Massnahmen sein. Oder man ist nicht gegen piracy, dann muss man auch gegen ein Urhebergesetz sein und alle seine Inhalte umsonst anbieten.

    Das Argument der alternativen Loesungen steht und faellt mit anti-piracy Massnahmen. Oft wird argumentiert, dass wenn user nur attraktive Alternativen haetten, wuerden sie piracy nicht mehr verwenden. Was heisst nun “attraktiver als piracy”? Es impliziert, piracy hat auch Kosten fuer user. Diese Kosten sind genau die anti-piracy Massnahmen (Gefahr der rechtlichen Konsequenzen, hohe Suchkosten, falsche Dateien etc.). Sprich, wenn es diese Kosten nicht mehr gibt (als folge der Einstellung von anti-piracy Massnahmen), dann waere es noch viel viel schwieriger (unmoeglich) Alternativen zu entwickeln die attraktiver sind.

    Anders gesagt: Alternative Loesungen entwickeln ist nur ein Teil der Loesung. Wenn ich piracy legalisiere, gibt es kein “attraktiver” mehr…

    Ich wuerde mir nur wuenschen, dass Leute mit Rueckrat aus der Netzgemeinde mal klar Stellung zu piracy beziehen mit allen Konsequenzen. Sympathiepunkte mit anti copyright floskeln zu sammeln ist pupertaer.

  8. Steffen says:

    Hai Sascha, hab mich schon länger nach geschriebenem Wort von dir verzehrt, hab immer die news übers fratzenbuch, aber die waren sehr rar in letzter zeit. um so schöner, endlich wieder ein tief gedachtes vom geübten zweifler und scheiterer zu lesen…

  9. [...] Fluch oder Segen Das Wetter war schlechter, die Messe voller, die Promidichte stieg. Susanne Schmidt spazierte auch heute noch durch die Gänge, ebenso Sascha Lobo. Ich versuchte mich als Paparazzi, aber mit meiner kleinen Kamera ist kein Blumentopf zu gewinnen, geschweige denn ein ordentliches Konterfei des roten Irokesen-Trägers zu bekommen. Der Mann ist einfach zu bewegt. Immerhin hat er mich kurz angeschaut, wie ich mir vorstelle, dass berühmte Schauspielerinnen und Schauspieler, die auf Schritt und Tritt verfolgt werden, Paparazzi anschauen. Ich fühlte mich ertappt mit meiner kleiner pinkfarbenen Digitalen. Es sah beinahe so aus, als wollte er sich in der Schlange derjenigen anstellen, die ein Autogramm von Edmund Stoiber wollten. Wenn er jemals daran gedacht haben sollte, verwarf er diesen Plan offenbar wieder. Weg war er, zwischen den Ständen irgendwo abgetaucht. Es bleibt, zumindest noch bis Sonntag auf dem Rowohlt-Stand, sein neues Buch mit dem wenig originellen Titel „Internet – Segen oder Fluch“, Co-Autorin ist Kathrin Passig. Weil der Mit-Autor selbst am besten sagen kann, worum es in dem Buch geht und weil ich ihn auf der Buchmesse als Zuhörerin seiner Reden verpasst habe, verweise ich auf den Buch-Beipackzettel in seinem Blog. [...]

  10. Stefan L. says:

    Hallo Sascha,

    habe Deine Anmerkung zu DRM so verstanden, dass das Ebook generell kein DRM hat. Leider trifft das auf die Version, die ich auf der Seite des Verlags gekauft habe nicht zu.
    Schade!

  11. Ruth says:

    Das Buch ist herrlich. Ich habe selten so gelacht. Es ist eigentlich kein Buch über Technik, sondern die Einstellung der Menschen zur Technik. Die psychologische Aufbereitung in dieser süffisant-ironischen Weise mit all den Gedankensprüngen, die viel Wissen voraussetzen, kann für nicht so bewegliche Geister unverständlich sein oder gar zum Ärgernis führen, wenn sich Leser allein durch die Wortwahl in der Beschreibung ihres Standpunktes herabgesetzt fühlen. Aber damit ist immer zu rechnen. Es wird keine Weltformel für das Internet und keinen Weltuntergang wegen des Internets geben. Ich jedenfalls habe dieses Buch genossen .

  12. Michael W. says:

    Zur Klarstellung: wenn man nur die Epub-version kauft, ist diese durchaus durch das unsägliche Adobe DRM verunstaltet!

  13. Kai says:

    Gute Statements von Dir heute in der Sendung im HR. Die wohl wahre Äusserung, dass Social Media die Privatsphäre ändert, macht nachdenklich. Mit dem Titel “Internet – Fluch oder Segen” triffst Du den Nagel auf dem Kopf. Ich werde mir das Buch mal zu Gemüte führen ;)

  14. wolf says:

    Gibt es in Deinem Buch einen Hinweis darauf, dass Staat und Konzerne mit dem Internet ihr Meinungsmonopol verloren haben? Und damit der Anarchie Tür und Tor geöffnet wurden? “Anarchie ist Freiheit und Gesetz ohne Gewalt” (Immanuel Kant); “Anarchie ist die höchste Form der Ordnung” (Elisée Reclus)

  15. Hallo Sascha,

    der Beipackzettel macht Lust auf mehr … mehr von Dir … und auch von Kathrin.
    Gerade das Buch bestellt.

    Danke für die Inspirationen, die Du uns immer wieder gibst.

  16. Andreas Kolb says:

    Vor allem Pumkt 3 und 4 deiner “nicht geeignet”-Liste führten zu einem recht heftigen Schmunzelausbruch. Zum Thema selbst bleibt mir nur zu sagen, das ich es mit dem Internet wie mit allen Dingen im Leben halte:
    Es ist entscheidend, alles mit Maß und Ziel zu genießen. Schränke niemand in seiner Freiheit ein, den Du selbst möchtest auch nicht eingeschränkt sein. Kurz: Leben und leben lassen.

    Was allerdings die Urheberrechtsfrage angeht und die mittlerweile durch YT ausgeübte “Lösung” des Problems möchte ich mich lieber in Schweigen hüllen. Nicht, weil es einfach ist diese lächerliche Sperre zu umgehen. Nicht, weil es einfach ist sich Musik, Software oder Bücher aus dem Netz zu “saugen”. Vielmehr weil ich genau an diesem Punkt stellenweise mit Sven Regener konform gehe- auch Künstler/Programmierer/Grafiker/whatever müssen leben.

  17. Buckliger Chef says:

    Habe gerade deinen Trollvortrag auf der re:publica gesehen und die Sache mit dem Fake-Friedrich(en) fand ich super. Weil ich das selbst schon öfter ausprobiert habe. Hat auch etwas sehr kreatives und beruhigendes, einem Troll das simuliertes Spiegelbild leicht verändert vorzuspielen. Und das Spiegelbild vom anonymen Spiegelbild. Ein bißchen wie virtuelles Schauspielern.

    gruß der Bucklige Chef

  18. Weyershausen says:

    Hallo,

    wird es das Buch in absehbarer Zeit auch als Hörbuch geben?

    Gruß
    Gerald

  19. [...] Beipackzettel zum neuen Buch “Internet – Segen oder Fluch”: Es gibt ein brandneues Buch von Kathrin Passig und mir: “Internet – Segen oder Fluch“. Das Buch ist eine Anleitung zum doppelten Verständnis: Verständnis des Internet – und Verständnis für die Diskussionsgegner. Wir haben es geschrieben, weil wir bei der – http://saschalobo.com/2012/10/10/beipackzettel-zum-neuen-buch-internet-segen-oder-fluch/ [...]

  20. Glenda says:

    Entire churches have been rent asunder by one such
    person taking control from a leadership standpoint and ousting a pastor and other members who won’t
    toe the line and follow marching orders. ‘ Short, intense and
    conflict-based relationships. Another child would be sexually assaulted by an offender that the people thought was
    under state surveillance.

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