Quoten sind immer die Quoten der anderen – eine Frauenquote für die Blogroll

Heute ist Weltfrauentag, und ich bin als Freund der Kommunikation nicht nur symbolfixiert, sondern empfinde mich auch als feministisch orientiert. Jawohl. Gockelfrisur, Halbargentinier, Feminist, für mich völlig selbstverständlich und logisch. Ehrlich gesagt verstehe ich kaum, wie man gleichzeitig das Grundgesetz für das Maß aller rechtsstaatlichen und gesellschaftlichen Dinge halten kann und nicht wenigstens ansatzweise feministisch orientiert sein kann. Natürlich auch als Mann, gerade als Mann. Antirassismus ist ja auch nichts, was nur Farbige Schwarze angeht. An dieser Stelle vielleicht nochmal die Definition des Feminismus: es handelt sich um den Glauben an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter (Encyclopedia Britannica via Mädchenmannschaft).

Bezeichnenderweise kommen die heftigsten antifeministischen Argumente in meinem weiteren Umfeld von Männern, die mit Frauen wenig bis nichts am Hut und anderen Körperteilen haben, sogar Extremfälle misogyner Jungfräulichkeit sind vorhanden. Das ist natürlich nur eine anekdotische Beobachtung, die wenig beweist. Aber dafür interessant ist. Sex scheint mir bei antifeministischer Verwirrung ein hochwirksames Mittel gegen Frauenfeindlichkeit, vielleicht finden sich ja hier wie dort Freiwillige für Feldstudien, “Fuck for Feminism” oder so.

Dass unter der Flagge des Feminismus auch viel Quatsch passiert ist, ist vollkommen klar, die meisten -ismen hatten und haben problematische Fans, die die Sache veralbern bis pervertieren. Dass ich mit den durchaus vorhandenen antimännlichen Tendenzen wenig anfangen kann, sollte auch nachvollziehbar sein – aber das ändert nichts an der Substanz des gesellschaftlichen Ziels der Gleichheit. Und Gleichheit heisst nicht Gleichbehandlung, um nach langem Rechtfertigungsgelaber endlich zum Thema der Überschrift zu kommen. Deshalb halte ich auch etwa eine Frauenquote für gut und richtig (in den meisten Fällen), nicht, weil sie kurzfristig immer zu tolleren Ergebnissen führt, sondern weil sie gesellschaftlich notwendig ist. Und damit mittel- und langfristig zu einer für alle tolleren Gesellschaft führt. Mit der Frauenquote ist es meiner Meinung nach ein bisschen wie mit der Demokratie, um ein bekanntes Zitat von Churchill abgewandelt zu paraphrasieren: Die Frauenquote mag eine schlechte Methode der Gleichberechtigung sein, aber die beste, die wir haben.

Nur sind die Quoten immer die Quoten der anderen, oft wohlfeile Handlungsaufforderungen, ohne dass man selbst dahinterstünde. Deshalb habe ich beschlossen, eine Frauenquote für meine Blogroll einzuführen, und zwar eine 50%-Quote. Im Moment stehen dort 54 verlinkte Blogs, davon sind beschämende 15 (also 27,7%) weiblich dominierte Blogs. Daraus folgt, dass ich weitere 24 Blogs von Frauen zur Blogroll hinzufügen werde, um mit 39 zu 39 Blogs einen Gleichstand zu erreichen. An dieser Stelle kommt Ihr ins Spiel, die Leserinnen und Leser dieses Blogs. Ich bitte recht herzlich um Vorschläge für die Ergänzung meiner Blogroll, wenn möglich auch mit kurzer Erklärung. Der famose Nebeneffekt ist vielleicht, dass auch Dritte neue, gute, interessante Blogs von Frauen entdecken. Angesichts der ebenfalls beschämenden grob überschlagen 5% Blogs von Frauen in den Top 100 der Deutschen Blogcharts kann das definitiv nicht schaden – genausowenig, wie das flächendeckende Aufgreifen der Frauenquote für die Blogroll.

Update
Vielen Dank für die vielen Anregungen, nach und nach werde ich in den nächsten Tagen meine Blogroll entsprechend auffüllen und zur re:publica aller Voraussicht nach nochmal etwas dazu schreiben.

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This Post Has 136 Comments

  1. Kiki says:

    Tja, dann bringe ich mich mal selbst ins Spiel, mit breiter Bru … äh, also …

    Mist.

  2. GIRLS CAN BLOG (http://girlsblogtoo.blogspot.com/) könntest Du aufnehmen: Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Frauen im Netz sichtbarer zu machen und stelle sie daher regelmäßig mit ihren Blogs auf meinem eigenen vor. Insofern wohl auch keine schlechte Inspirationsquelle für Dein Vorhaben, die Auswahl ist groß. Tolle Idee! LG Annina

  3. Schade, du bist ein Jahr zu spät dran, wir haben die Arbeit an unserem Blog mittlerweile eingestellt.
    Trotzdem: gute Idee!
    Viele Grüße,
    Christine

  4. Und natürlich natürlich http://blog.franziskript.de Im Moment geht es da vor allem um gestrickte XXS-Söckchen, Elefanten und Häschen, aber das sollte man ihr nachsehen. Ist ja nicht mehr lange, und außerdem strickt sie wirklich gut. Ansonsten macht sie mit Daniel Fiene jeden Montag “Die Sendung mit dem Internet”.

  5. Das man mal Blogs von Frauen vorstellt ist bestimmt mal der richtige Weg, da es so scheint das Männer im Netz zu laut sind und man daher die ein oder andere Interessante Frau übersieht bei der Menge an Blogs.

    Aber durch eine Quote, auch wenn sie noch so gut gemeint ist, wird man das ein oder andere Blog doch nicht gelesen von dem Nutzern, wenn sie das Thema oder die Aufbereitung von dem Thema nicht gefällt. Weil wenn ich mir so die Kommentar bei einigen Blogs anschaue, kommentieren Frauen auch weniger, was sicher nicht immer gut ist. Da sollte man ansetzen, wie Schaft man es das Frauen mehr Kommentar schreiben und wenn was gelöst werden würde, dann denke ich auch das Blogs von Frauen bekannter würden.

    Also mal zuhören was Frauen zusagen haben, warum sie wenig kommentieren und dann mal eine Strategie die das ändern würde einführen. Wäre der richtige Weg, nach meiner Meinung.

  6. poetin says:

    frau bin ich, wenn auch nicht nur. http://poetin.be

    ich freue mich übrigens darüber, dass männliche feministen wie du, sascha, frauen im netz dabei unterstützen, sichtbarer zu werden.

  7. Sven says:

    Gute Idee. Mir gefällt Ginas Blog (www.latrinum.wordpress.com). Sehr klug, eigentlich immer amüsant und auch gut gemischt in Sachen Thematik (von Politik bis Fußball). Immer mit Hang zur Polemik und Satire. Sie macht halt zu wenig Werbung für sich. Was ich hiermit für sie übernehme. (Und tatsächlich mal einen Kommentar woanders schreibe. Wow!!)

    Sven

  8. Ich habe (aktuell) kein Blog, würde mich aber von einer Aufnahme in deine Blogroll empowern lassen, wieder eines zu eröffnen.

  9. dasfotobus says:

    Alltagsgeschichten über das Leben mit dem Asperger-Syndrom und andere Kurzgeschichten geschrieben von einem weiblichen Asperger-Autisten.

    Mein Blog ist noch neu und jung und frisch – und wo genau es mich im Endeffekt hin verschlägt, wird die Zeit zeigen.

    So würde nicht nur die Frauenquote angehoben, sondern auch die der schreibenden Autisten überhaupt mal eingeführt. :-D

  10. Hannes says:

    Herr Lobo, da Sie Frau Rank noch immer nicht aufgenommen haben, machen Sie sich langsam aber sicher der Diskriminierung verdächtig…

  11. tagedieb_ says:

    Wünderschön formulierte Geschichten aus dem Alltag einer Lehrerin* gibt’s bei „Frl. Krise interveniert“. Sehr authentische und zuweilen komische Berichte aus dem ganz normalen Schulwahnsinn.

    http://frlkrise.wordpress.com/

    *mutmaßlich ist der_die Autor_in weiblich, genaue Infos sind aber keine zu finden, die Figuren in den Texten stimmen wahrscheinlich so nicht mit der Realität überein

  12. Ludwig says:

    Mir gefällt der “Fontastic Friday” auf filmisfashion.com

  13. bugsierer says:

    ich habe jetzt mal alle hier empfohlenen frauenblogs durchgecheckt, wie ich das mit allen blogs mache, die mir irgendwo als prüfenswert auffallen. ausser der frau passig würde ich jetzt spontan keinen abonnieren, geschweige denn in meine blogroll aufnehmen. blogs, deren posts mit sätzen anfangen wie “vorletztes wochenende waren wir in villach…” oder “Es gibt nur einen Weg, meine derzeitige Schreibbequemlichkeit zu überwinden: …” interessieren mich nun mal nicht.

  14. Martin says:

    Ich fand das Blog grossartig von der Dame, die damals während der vodafone-Kampagne hingeschmissen hat. Die hatte Humor und Feinsinn und sie war sehr feminin. Ihren Blog fand ich wirklich toll.

    Ich nehme Dir Deine guten Absichten ab, Sascha. Aber Du bist doch jemand der diese Mechanismen unter den Frauen leiden mit Verve selbst lebt. Oder täusche ich mich da völlig?

    Ich finde wir sollten dafür sorgen, dass weibliche Eigenschaften verstärkt Eingang finden in einen gesellschaftlichen Wertekonsens finden.

  15. Da schlage ich doch dreist mal gleich mein eignes Blog vor: http://www.gleisbauarbeiten.blogspot.com

    Warum? Weil es total geschlechtergerecht ist (eine Bloggerin und zwei männliche Beiträger), weil es multimedial ist (Bild, Text, Ton), weil es voll politisch-philosophisch-wissenschaftlich ist (Guttenberg wurde mit Hilfe der Physiognomik schon Ende Januar enttarnt), weil es in der Tradition der Aufklärung steht und zugleich den krypto-poetischen Realismus pflegt, weil es die autonome Autorschaft zugunsten von Logik.Lüge.Libido (sex sells!) aussetzt. Genau deshalb. Und außerdem: Weil alle, die dort kommentieren, vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach archiviert werden. Das ist doch was. Für die Ewigkeit.

  16. Leena says:

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Du fasst es sehr gut zusammen und es ist wichtig, dass solche Beiträge gerade auch von Männern kommen.
    Die Idee mit der Quote im Blogroll ist super.

    Ich blogge zwar nur bedingt regelmäßig, dann aber bemühe ich mich um Substanz. Wenn ich deine Aktion damit unterstützen kann, freue ich mich, von dir verlinkt zu werden.

    Liebe Grüße, Leena

  17. lantzschi says:

    Lieber Sascha,

    ich finde deine Idee ja nett, auch wenn ich sie für paternalistisch und substanzlos halte. Frauen in der Blogroll oder eine neuerliche Blogparade wie diese hier ist in etwa so gehaltvoll wie die Quotendiskussion für Aufsichtsräte. Aber als Feminist dürftest du das ja wissen.

    Was mich viel mehr ärgert ist die Tatsache, dass du offenbar nicht weißt, wovon du sprichst und ich aus diesem Text nicht viel mehr als Lippenbekenntnisse mitnehme. Ein paar herrschaftskritische Buzzwords machen noch keinen Herrschaftskritiker aus dir, auch wenn das deine Leser_innen hier vielleicht sexy finden mögen und gleich ein paar Blogs in die Runde schmeißen, obwohl die Aktion nach ein paar Tagen sowieso wieder nicht mehr als heiße Luft gewesen sein wird.

    Ich würde mich über zwei Dinge sehr freuen, weil ich dich schätze: Darüber, dass du dich zunächst mal beliest, was das Wort Antirassismus bedeutet. Nämlich bspw. keine rassistische Sprache wie “Farbige_r”(http://www.derbraunemob.de/deutsch/content/content_fragen.htm) zu benutzen. Und, wenn du wirklich daran interessiert sein solltest, dass sich Machtverhältnisse im Netz nicht weiter fortführen, die Kämpfe von Blogger_innen zu diesem Thema unterstützt statt in unregelmäßigen Abständen das Wort Feminist fallen zu lassen. Es ist schließlich nicht so, als würdest du irgendwem hier etwas neues erzählen, wenn du diesen Aufruf startest, als müssten die Frauen/Feminist_innen erst noch gefunden werden, als müssten ein paar Männer hier mal bitte “Frauenblogs” abonnieren. Als würde das Problem darin bestehen. Von ein paar Privilegienpenissen abgesegnet und hofiert zu werden, ist nicht das, worum es geht und worum es denen geht, die diese konstruierte weiße und männlich-dominierte Suppe anprangern, an der wir alle mitlöffeln. Aber auch dazu gibt es hinreichend Blogs und Texte, die sich leicht ergooglen lassen.

    Liebe Grüße,
    lantzschi

    PS: Ich erwarte schon mit Spannung das feministische Pamphlet, dass du mir mal so großspurig angekündigt hast. Ich freue mich nämlich über jede_n ernsthafte_n Mitstreiter_in für die herrschaftskritische Sache.

  18. CaeVye says:

    Falls du auch englischsprachige Blogs nimmst:
    Lisa Lynch (@LisaLynch – früher: @alrighttit) – http://www.alrighttit.com/

    Hat ein loses Mundwerk und eine lockere Schreibe – und bloggt so unterhaltsam über “Brustkrebs mit 28″, dass aus dem Blog inzwischen ein Buch wurde (The C-Word).

  19. Elke says:

    lieber sascha, ich schlage beherzt meinen eigen blog zum thema armut aus kulturwissenschaftlicher sicht vor. herzliche grüße: elke

  20. Sascha Lobo says:

    Liebe lantzschi.

    Deine Attacke, oder wie auf Twitter von Dir retweetet wurde, “rant”, beantworte ich gern, dazu splitte ich die einzelnen Argumente einfach mal auf und sortiere sie etwas.

    > keine rassistische Sprache wie “Farbige_r”

    Gotcha. Fehler von mir, akzeptiert, geändert, weil ich das nicht überblickt habe. Während ich mich im Feminismus doch auch theoretisch einigermaßen trittsicher fühle, habe ich zum Antirassimus, den ich hier als Beispiel angeführt habe, verhältnismäßig wenig gelesen. Unabhängig vom Rassismusbeispiel, wo wir gerade bei Begriffen sind, gehe ich den poststrukturalistischen Weg nicht ganz bis zu Ende mit. Nicht, dass ich die Erkenntnisse zum Beispiel der sprachlichen Verankerung von Herrschaftsverhältnissen nicht auch sehe. Ich kann nur mit vielen, in meinen Augen recht radikalen Schlussfolgerungen etwa der feministischen Linguistik nicht so viel anfangen (und lasse sie deshalb auch nur begrenzt in meine Sprache einfliessen, anders als Du mit “Mitstreiter_in”).

    >paternalistisch und substanzlos
    >nicht viel mehr als Lippenbekenntnisse
    > obwohl die Aktion nach ein paar Tagen sowieso wieder nicht mehr als heiße Luft gewesen sein wird

    Dass wir unterschiedliche Interpretationen von Feminismus haben, ist ziemlich deutlich und nicht nur der Tatsache geschuldet, dass unsere gesellschaftliche Verortung sich offensichtlich unterscheidet. Dass Du aber in einem Handstreich ein Bekenntnis als paternalistisch und substanzlos, als Lippenbekenntnis abtust, empfinde ich als sehr unklug, aus zwei Gründen.
    1) Ich kenne die Diskussion um Sinn und Unsinn von Symbolen und damit Symbolpolitik, deshalb habe ich in die erste Zeile des Artikels geschrieben, dass ich “als Freund der Kommunikation […] symbolfixiert” bin. Damit schlage ich mich klar auf die Seite derjenigen, die das Symbolische als wichtiges sprach- und damit gesellschaftsordnendes Element betrachten (auch, wenn das hier die Thematik nur streift), Lacan wirst Du kennen – oder um es weniger gestelzt auszudrücken: ich glaube an die Macht des Symbols und möchte sie hier nutzen. Die Idee, durch das Symbol transportiert, spielt zusammen mit Dawkins’ Mem-Theorie, denn ja: 50%-Quote für die Blogroll, das ist ein Mem. So what? Das Netz, keine neue Erkenntnis, funktioniert mit und über Meme, einfach reproduzierbare, oft kreativ abwandelbare Gedanken, die die Aufforderung der Selbstverbreitung in sich tragen. Die implizite Vereinfachung, die dem Memkonzept gegeben ist, nehme ich hier in Kauf – ich bin, wie ich in meinem vorletzten Buch länger erklärt habe, in keinem Bereich der Meinung, dass ausschließlich Hundertprozentlösungen akzeptabel sind, sondern freue mich über jedes Stückchen Verbesserung. Finden nicht alle, kann man aber finden.
    2) Ist Deine apodiktische Herablassung auch ein Affront gegenüber allen, die bis zu Deinem Kommentar positiv darüber geschrieben und gedacht haben; eine rotzige Unterstellung, dass die, die Idee gut fanden, offensichtlich auf einen paternalistischen, substanzlosen Scheißdreck hereingefallen sind, der – aus Deiner Sicht ja offenbar zum Glück – nach ein paar Tagen vergessen sein wird. So wirkt es, und das ist die pauschalisierende Abschätzigkeit der Trolle allen anwesenden gegenüber; diese Abschätzigkeit kenne ich sehr gut, in allen Dimensionen.

    > Als würde das Problem darin bestehen. [bezogen auf die geringe Sichtbarkeit von Frauenblogs]
    Ja, genau darin besteht das Problem. Dass viele nicht einmal auf den Gedanken kommen, dass die Microöffentlichkeit, in der sie sich bewegen, die Blogs, die sie lesen, eben nicht ein gesellschaftlicher Querschnitt sind, sondern eine ultrasubjektive Vorauswahl, vorausgewählt auch durch die neuen alten Kommunikationsstrukturen. Die auch noch selbstverstärkend wirken – aus diesem Grund sind etwa fünf der 100 meistverlinkten Blogs in deutscher Sprache weiblich dominiert, deshalb werden in dieser Szene, die sich für die Netzöffentlichkeit hält, die Stimmen der Frauen so wenig gehört, obwohl sie da sind, und deshalb finden sie wesentlich schwerer den Weg in die professionelle Medienlandschaft. Ist das ein Missstand? Ja. Kann man ihn ändern? Hoffentlich, zum Beispiel in dem mehr Blogger mehr auf weibliche Blogs achten, die deshalb besser verlinkt werden, was ich mit meiner Aktion versucht habe.

    > Privilegienpenissen abgesegnet und hofiert
    Mein Wunsch, irgendjemanden zu hofieren, ist nicht besonders ausgeprägt. Die Beleidigung, die Du ohne Grund rausschleuderst, vertieft den Trolleindruck, den ich oben angedeutet habe.

    > du offenbar nicht weißt, wovon du sprichst
    Der Vorwurf, jemand wisse nicht, von er spricht, ist relativ beliebig. Natürlich bin ich sehr, sehr weit davon entfernt, alles zu wissen oder auch nur viel. Die Tatsache, dass ich mich für bestimmte Gesellschaftsbeschreibungen und -theorien interessiere, dazu gelesen und diskutiert habe, dass zu diesem Interessenfeld Feminismus zählt, aus ganz verschiedenen, auch persönlichen Gründen – das macht mich nicht zu einem Experten. Die Herablassung, die du aus Deinem Urteil herausziehst, meine durchaus symbolische Aktion sei “heisse Luft” und ich hätte keine Ahnung – genau diese Herablassung macht Deinen Anwurf unendlich viel schwächer und Deine Argumentation angreifbar – auch, weil du sie einfach nicht begründest (für den feministischen Teil), sondern nur sagst “Frauenquotendiskussion, Schtonk, hättest Du wissen müssen”. Was für ein Nichtargument, vor allem, weil es – wie Du genau weisst – auch in der feministischen Diskussion alles andere als unumstritten ist, ob eine Frauenquote gut, schlecht oder irgendwas dazwischen ist. Gerade hier hättest Du ausführen müssen, warum. Dass Du das an anderer Stelle vor anderem Publikum vermutlich schon 152 mal getan hast, ist Dein Problem, nicht meins.

    > Es ist schließlich nicht so, als würdest du irgendwem hier etwas neues erzählen, wenn du diesen Aufruf startest
    Groteske Fehleinschätzung. Mit “hier” kannst Du eindeutig nur mein Blog meinen, von dem Du nicht die geringste Ahnung hast, wer es liest. Dass ich neulich in einem feministischen Blog zum Teil mit ähnlichen Formulierungen meine feministische Orientierung offenbart habe, hat wenig mit dem Publikum hier zu tun. Und schon gar nicht mit dem Mem, mit der Idee der Blogroll-Quote. Die für sich genommen schon etwas neues ist, jedenfalls im deutschen Sprachraum. Du verwechselst offenbar die feministisch geprägten Microöffentlichkeiten, in denen Du unterwegs bist, mit meinem Blog. Die Leser hier sind zu etwa 80% männlich und zwischen 19 und 25 Jahren alt und extrem technikaffin, wenn ich den Statistiken glauben darf, das ist jetzt nicht so die klassische Leserschaft von Antje Schrupp. Insofern: falsch, für mein Publikum ist das hier neu, mein Bekenntnis, die Aktion und die Idee.

    > herrschaftskritische Buzzwords machen noch keinen Herrschaftskritiker aus dir
    > Ich freue mich nämlich über jede_n ernsthafte_n Mitstreiter_in für die herrschaftskritische Sache.
    Bisschen steil geschossen, dass Du mich für den gesamten, herrschaftskritischen Topf vereinnahmen möchtest, der dazunoch gefälligst nach Deinen Vorstellungen zu kombinieren sei. Ich habe hier zunächst mal meine feministischen Ansichten skizziert und dazu eine Aktion vorgeschlagen. Als umfassender “Herrschaftskritiker” fühle ich mich deshalb nicht. Ernsthafter Mitstreiter? Meinen Feminismus lasse ich mir weder von Dir noch von irgendwem anders madig reden, und da gibt es einige. Ich habe keinerlei Angst vor Lächerlichkeit, wie Dir vielleicht nicht entgangen ist, aber verkehre viel in Kreisen (wie im Ursprungstext angedeutet), die Feminismus für dämlichen Mädchenquatsch halten. Auch für die habe ich diese Idee vorgeschlagen. Ich strebe übrigens auch nicht an, den offiziell lantzschi-approved Feminismus ausüben zu dürfen, insofern bitte ich doch arg darum, eine normale Diskussion zu führen, gern über Sinn und Unsinn der Idee – aber nicht aus dem Nichts trollartig beleidigend und herabwürdigend (“heisse Luft”, “Privilegienpenis”) zu kommentieren.

    > Ich erwarte schon mit Spannung das feministische Pamphlet, dass du mir mal so großspurig angekündigt hast.
    Das ist zweifellos die größte Unverschämtheit. Du zitierst öffentlich aus einem privaten Mailverkehr zwischen uns beiden? Wie scheisse ist das eigentlich? Private Kommunikation ohne Rückfrage ans Tageslicht zu ziehen, das verdient zweifellos das Trollkrönchen März 2011.

  21. Salvatore says:

    “Bezeichnenderweise kommen die heftigsten antifeministischen Argumente in meinem weiteren Umfeld von Männern, die mit Frauen wenig bis nichts am Hut und anderen Körperteilen haben, sogar Extremfälle misogyner Jungfräulichkeit sind vorhanden. Das ist natürlich nur eine anekdotische Beobachtung, die wenig beweist. Aber dafür interessant ist. Sex scheint mir bei antifeministischer Verwirrung ein hochwirksames Mittel gegen Frauenfeindlichkeit, vielleicht finden sich ja hier wie dort Freiwillige für Feldstudien, “Fuck for Feminism” oder so.”

    Muss wohl an deinem Umfeld liegen. Es heisst auch nicht “antifeministische Verwirrung” sondern feministische Verwirrung. Ansonsten kennst du dich mit Verwirrung doch ganz gut aus.

  22. Nansen says:

    Mit einer selbst verordneten Quote – was sehr lobenswert ist – zeigst du ja schon Einsicht. Die Bereitschaft und die Anerkennung, dass etwas getan werden muss und dass es uns alle betrifft. Wir müssen aber festhalten: wir reden hier von Freiwilligkeit.

    Aber würdest du auch eine von oben oktroyierte Blogroll-Quote akzeptieren? Sowas wie ein politisch festgelegtes “so-muss-jetzt Sascha-Lobos-blog-aussehen” – Gesetz?
    Ich stelle mir da all die Blogger vor, die sich auf einmal in ihren Rechten und ihrer Freiheit eingeschränkt sehen und lauthals aufschreien, weil die Politik ihre Meinungsfreiheit wieder einmal außer kraft setzen möchte.

  23. Goofos says:

    Schlussfolgerung in einfacher Sprache:

    - Ich ficke Frauen, also bin ich Feminist.
    - Um Frauen ficken zu können, braucht es eine Frauenquote.
    - Weil ich Feminist bin, habe ich Selbstwertgefühl.

    Sascha Lobo erklärt uns die Welt.

  24. Salvatore says:

    @Goofos

    Stimmt, in der Tat eine bestechende Logik.
    Bisher hatte ich ihn für intelligent gehalten.

  25. lantzschi says:

    Lieber Sascha,

    danke für deine ausführliche Antwort.

    Zunächst, wir reden hier noch gar nicht von Poststrukturalismus, sondern von Respekt vor Selbstbenennung. Ob du inklusive Sprache für dich philosophisch begründen musst oder einfach versuchst nach Möglichkeit niemanden auszuschließen, ist deine Sache, dazu musst du dich nicht rechtfertigen.

    Danke für die Erläuterungen, aber ich benötige keine Aufklärung über die soziostrukturelle Zusammensetzung der Blogosphäre. Ich setze mich täglich mit dem ganzen Scheißdreck auseinander, den du meinst, mit einer Blogrollaktion etwas weniger scheiße aussehen zu lassen und bin mitnichten nur in “feministischen Microszenen” unterwegs, sonst würde ich wohl kaum dein Blog lesen. Ja, ich weiß, dass auch Symbole und Repräsentationen eine Gesellschaft konstituieren, aber deswegen ist Kritik an gewisser Symbolpolitik nicht ungerechtfertigt.
    Das Problem besteht eben nicht nur in der Sichtbarkeit, sondern, in den Ermöglichungsbedingungen der Unsichtbarkeit. Nicht nur von bestimmten Gruppen, sondern auch von Themen. Ob da nun die ein oder andere Frau mehr in der Blogroll rumgammelt, ändert noch nichts daran, dass sie auf ihrem Blog mit Sexismus umgehen muss, der ihr entgegenschlägt oder dass Feminist_innen bspw. mit Morddrohungen konfrontiert werden, versucht wird, die Stimmen und Inhalte zu unterbinden, die marginalisierte Gruppen haben und äußern. Oder wer_welche überhaupt Zugang zum Netz hat, welche Diskurse dominant sind oder hegemonial abgesichert werden oder nicht, oder oder oder oder. Insofern ja, diese Aktion ist reine Augenwischerei. Nett gemeint, aber mehr eben auch nicht.

    Andere Kommentierende hier für deine Argumentation vereinnahmen zu wollen, ist unfein. So ein Spaltereikram ist mir zuwider, zumal ich einige davon gut und persönlich kenne und ich nicht erwarte, dass alle bloggenden Frauen und Feminist_innen unter gleicher Flagge durchs Netz ziehen. Das darf doch dann bitte jede_r für sich selbst entscheiden.

    Deinen Ton finde ich darüber hinaus absolut unangemessen und die Reaktion teilweise doch sehr unsachlich, was ich schade finde und nicht erwartet hätte.

  26. lantzschi says:

    Ergänzend: Sich über meinen Tonfall und das Wort “Privilegienpenis” zu beschweren, naaajjaaaaa. Als ob du meinen Duktus das erste Mal erlebt hättest und nicht eigentlich wüsstet, wie ich im Netz unterwegs bin… Aber ein bisschen gespielte Empörung steht jeder_jedem gut, nicht wahr? Kenn’ ich von mir selbst ;)

    Liebe Grüße,
    Lantzschi

  27. Bascha says:

    “Dass ich mit den durchaus vorhandenen antimännlichen Tendenzen wenig anfangen kann, sollte auch nachvollziehbar sein…”

    Waaaas ? Was ist das denn für ein unverschämtes antifeministisches Gerede ? Es gibt keine “antimännlichen” Tendenzen im Feminismus !! Das sollen diese genetisch minderwertigen, gesellschaftlichen Auslaufmodelle endlich kapieren !!

  28. Goofos says:

    Du meintest wohl lach-mal-wieder-maskulist.de “Die Seite für Maskulisten und Antifeministen mit Humor”.

  29. Goofos says:

    “… Ob da nun die ein oder andere Frau mehr in der Blogroll rumgammelt, ändert noch nichts daran, dass sie auf ihrem Blog mit Sexismus umgehen muss, der ihr entgegenschlägt oder dass Feminist_innen bspw. mit Morddrohungen konfrontiert werden, versucht wird, die Stimmen und Inhalte zu unterbinden, die marginalisierte Gruppen haben und äußern. …”

    Frei aus dem feministischen übersetzt: Jemand hat den Beitrag der Bloggerin scharf kritisiert.

  30. tessa says:

    Sehr schön, denn hier wird genau mein Wunsch zum Frauentag erfüllt: Männer reden mit anderen Männern über Feminismus (was in Bezug auf Saschas Äußerungen zu seiner typischen Leserschaft passen würde). Denn, wenn nur Frauen Männer zu feministischen Gedanken anregen, dauert ein “Change of Mind” einfach zu lange. Was ich immer wieder beobachte und erfahre ist, dass viele Männer verstehen und erleben, wie dürftig es immer noch um Gleichstellung bestellt, wie ihre weiblichen Bekannten, ihre Freundinnen unter struktureller oder sehr offener Diskriminierung im Berufsleben leiden, wie sinnvoll Quoten sein könnten. Reden Männer in Abwesenheit von Frauen über diese Themen? Haben wir schon Panels auf Konferenzen erlebt, auf denen Männer bemängeln, es seien zu wenig weibliche Speaker vor Ort?
    Die typische Reaktion, wenn man geringe Frauenquoten (oder Gruppen jenseits der straight white males) moniert, ist die Unwissenheit, eine unschuldige Ignoranz: “Oh, ist uns gar nicht aufgefallen.”
    Ein selbstkritischer Blick auf die Blogroll ist also schon mal ein Anfang – doch welchen Wert hat die Blogroll eigentlich noch, außer eines dekorativen?
    Was ich mir zum Frauentag noch erhoffe – außer, dass Männer sich trauen, oder es als wichtig erachten, mit anderen Männern Femistisches zu diskutieren – ist, dass der Einbezug kontroverser Stimmen sich für alle Debatten erweitert, dieser Hinweis einmal besonders an alle Medien- und Tech-Blogs, denen es offenkundig zu mühsam scheint, neue Blogs zu recherchieren. Die vermeintlich relevanten Diskussionen in diesen Blogs, weitergespielt über soziale Netzwerke, bleiben furchtbar eng gesteckt, wiederholen sich, erreichen kein neues Publikum. Und in dieser Hinsicht, so überraschend es sein mag, holt gerade tatsächlich der Journalismus auf und zeigt sich wesentlich fortschrittlicher als das Verbreitungsgebiet, das sich als deutschsprachige Blogosphäre versteht. Die Einsicht, dass Journalismus nicht ausschließlich über männliche Akademiker funktioniert kommt spät, aber sie ist definitiv vorhanden und zeigt erste Wirkungen in der Personalpolitik. Vielleicht mag das ein Anreiz sein, noch ein wenig weiter zu denken als hinsichtlich der Quotierung von Blogrolls. Die Quote ist ein verdammt schwaches Argument; wollen “Wir im Web” nicht zu mehr in der Lage sein?

  31. Susanne says:

    Ich schreibe immer wieder kurz zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen.
    Liebe Grüße, Susanne

  32. “Bezeichnenderweise kommen die heftigsten antifeministischen Argumente in meinem weiteren Umfeld von Männern, die mit Frauen wenig bis nichts am Hut und anderen Körperteilen haben, sogar Extremfälle misogyner Jungfräulichkeit sind vorhanden. Das ist natürlich nur eine anekdotische Beobachtung, die wenig beweist. Aber dafür interessant ist. Sex scheint mir bei antifeministischer Verwirrung ein hochwirksames Mittel gegen Frauenfeindlichkeit, vielleicht finden sich ja hier wie dort Freiwillige für Feldstudien, “Fuck for Feminism” oder so.”

    Au weia. Mit wie vielen Frauen muss Mann denn geschlafen haben um nicht in Verdacht zu geraten? Und zählen da auch prostituierte?

    Ich versteh ehrlich gesagt überhaupt nicht, was dieser Absatz aussagen soll. Im schlimmsten Fall soll eine neue Gruppe von Personen eingegrenzt werden, die man dann für Sexismus verantwortlich machen kann. Im besten Fall… ja, was sit hier der beste Fall.

    Ratlos,
    The Gurke.

  33. Ergänzung: ich gebe zu bedenken, dass sehr wesentliche mechanismen der Frauendiskriminierung mit heterosexuellen Partnerschaften zu tun haben oder in ihnen stattfinden.

  34. Khaos.Kind says:

    Nur so nebenbei mach ich mal Werbung für mein eigenes Blog über Geschlechterfragen, Feminismus und Neuem aus den Gender Studies ;)

    @Sasha
    Ich denke, die Frage ist, ob es dir wirklich reicht, einfach mehr Blogs von “Frauen” in deiner Blogroll anzuführen.
    Alle gehen sowieso nicht, dann würdest du wohl nie mehr fertig. Oder es rutschen Blogs wie Tussisontour mit rein. Und ob du sowas als selbstbezeichnender Feminist unterstützen willst, wage ich mal zu bezweifeln. ich hab dein Blog aber auch grad erst entdeckt und kann das nicht wirklich abschätzen.

    Eine Blogroll unterliegt IMMER einer subjektiven Vorauswahl. Wonach wählst du also aus, welche von Frauen geführten Blogs du verlinkst? Tendenziell wohl nach Themen, die auch dich interessieren. Und da spielt eben mit rein, dass manche Menschen über Themen schreiben, die nur eine geringe Anzahl anderer Menschen anspricht. Ob das mehrheitlich Frauen sind, kann ich nicht sagen. In meiner Blogroll kommt glaub nur ein einziger Mann vor ;)
    Es ist eine super Idee, auf gute andere Blogs aufmerksam zu machen. Aber ich würde das unabhängig vom Geschlecht tun.
    Erzähl doch mal, warum du so wenig Frauen in deiner Blogroll hast :) Du wirst es nicht beabsichtigt haben, nehm ich an.

    Sich nur auf jemanden qua Geschlecht zu beziehen, finde ich immer sehr fragwürdig. Sei es in Aufsichtsräten/Vorständen oder Blogs.

  35. Sascha Lobo says:

    The Gurkenkaiser, ich möchte lösen: der Absatz ist meiner Lust an der Provokation der maskulistischen Volksfront von Hodea geschuldet und eigentlich zu keinem anderen Zweck da. Hat auch super geklappt (s.o.), baue ich nahtlos in meinen Trollvortrag zur re:publica ein.

    Khaos.Kind, gute Frage, die Blogroll ist organisch gewachsen und folgte damit gar keinem anderen Aufbauprinzip ausser der Sichtbarkeit in meinem subjektiven Blogleseumfeld. Warum da sowenig Frauen dabei sind, hängt bei meinem fast zufällig zu nennenden Blogleseverhalten eben auch mit der geringen Sichtbarkeit in der Bloglandschaft zusammen, die ich mit dieser Aktion ändern möchte.

  36. daggi bodenbelag says:

    Der Slip vom Nr. 3. wirkt wie ein Hakenkreuzarmband.

  37. Khaos.Kind says:

    @Sasha
    Da möchte ich dich korrigieren: DU siehst zuwenig Frauen in der Blogwelt ;)
    (mir gehts themenbedingt irgendwie andersrum)

    Aber viel Erfolg beim Gegenwirken.

  38. Hallo Sascha,

    interessantes Statement und lustige Idee. Nur ich finde Du hast einen Denkfehler:
    Du solltest die Anzahl Deiner verlinkten Blogs nicht um weibliche erhöhen sondern um männliche reduzieren. Um genau 24 auf 30. Dann liegt die Frauenquote bei 50%. :-)
    Denke das ist realistisch. Denn wenn wir von Frauenquoten in z.B. Führungspositionen sprechen so bedeutet dass ja nicht, dass mehr Führungspositionen geschaffen sondern die bestehenden durch Frauen ersetzt werden. Deswegen tut sich die männerdominierte Gesellschaft ja auch schwer damit, denn kein Mann schafft sich freiwillig selber ab. Auch nicht wenn er eine Feministin ist. :-)

  39. tessa says:

    Kleine Korrektur meines letzten Satzes. Es sollte heißen: Die Quote ist ein verdammt schwaches Instrument (nicht Argument).
    Die liebe Zeitverschiebung. Grüße aus Texas, *t

  40. Isi says:

    Ich mache das einzig Sinnvolle: Ich verlinke Sie und wir posten von Stund an beide auf verlorenem Posten.

  41. Goofos says:

    @Lobo
    >The Gurkenkaiser, ich möchte lösen: der Absatz ist meiner Lust an der Provokation der maskulistischen Volksfront von Hodea geschuldet und eigentlich zu keinem anderen Zweck da. Hat auch super geklappt (s.o.), baue ich nahtlos in meinen Trollvortrag zur re:publica ein.<

    Wow, ein voller Erfolg, ganze 1 Masukulist/en konntest du mobilisieren.
    Außer ich bin neuerdings viele alá "Wir sind Goofos!".

    Wir Goofos fühlen uns aber irgendwie gar nicht provoziert. Wir Goofos sind sogar so freundlich und schlagen einen überaus weiblichen Blog vor: http://isis-welt.blog.de/

  42. Martin says:

    Na gut, dann will ich mal auch nicht so sein und möchte noch einen Schritt weitergehen. Diskrimniert wird in unserer Gesellschaft u.a. bzw. insbesondere das dritte Geschlecht. Damit meine ich keine intersexuellen Menschen, sondern Menschen die eine andere sexuelle Identität entwickeln als ihr biologisches Geschlecht vermeintlich vorgegeben hat.
    Ich selbst habe mal darüber geschrieben unter “Aus dem Leben einer Ekeltranse” :
    http://ekeltranse.blogspot.com/
    Es gibt aber sich viele gute andere queer-Blogs. Über sowas würde ich mich freuen.

  43. creezy says:

    Sascha, ich mag Dich. Die Aktion hier ehrt Dich auch irgendwie. Den Sinn dahinter, habe ich begriffen. Aber, warum kommste nicht von alleine auf tolle Frauenblogs? So wird hier das Thema letztendlich nur ad absurda gesetzt. Wozu? Um einmal am am Weltfrauentag den coolen Hengst gegeben zu haben? (Nein, das unterstelle ich Dir nicht wirklich!)

    Wenn Du 50% mehr Frauenblogs in Deiner Roll haben willst, dann gehe sie suchen. Lasse sie Dir nicht bequem auf dem Tablett servieren. Soweit waren die Machso vor Dir nämlich längst. ,-(

  44. Sascha Lobo says:

    Das ist jetzt nicht Dein Ernst, creezy, dass Du von mir den Unterschied zwischen “Leute fragen” und “Google fragen” erklärt haben möchtest.

  45. Isi says:

    Ne Frauenquote reicht nicht:

    Linke und antifaschistische Gruppen rufen heute zu einer Demonstration anlässlich des 100sten Jubiläums des internationalen Frauentages auf. Unter dem Motto „Zusammen Kämpfen gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung“ wollen sie sich um 16 UHR am U-BHF Rathaus Neukölln treffen und dann durch den Neuköllner Kiez demonstrieren. Der Protest richtet sich in erster Linie gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und patriarchale Gewalt.

    Hier letzte Infos zur Demo und zum Ablauf.

  46. Al says:

    Interessant finde ich, wie Frau Lantzschi Herrn Sascha vorwirft, “unsachlich” und “in unangemessenem Ton” auf ihre, wie ich finde, unsachliche und in unangemessenem Ton vorgetragene Kritik reagiert zu haben. Wenn mein Fünfjähriger einen Streitversuch auf diese Art einleitet, empfehle ich ihm sehr streng, beim nächsten Mal etwas trickreicher vorzugehen.

  47. Sascha, wenn Du noch nach einem “Nicht-Tussi”-Blog suchst, ohne Schminktipps, was sich NICHT mit Gleichstellung beschäftigt, sondern gleichgestellt ist mit den Themen Autos, E-Autos, Probefahrten und E-Auto Rallyes sowie sich noch mit dem beliebten Social Web Bla (Facebook, twitter, Blogging, Webmontag) beschäftigt: take me! :-)
    0511web.de

  48. Al says:

    Ich schlage das Blog einer Frau vor, die mit Frauenquoten fremdelt und sich deswegen gut als Quotenfrau machen würde. Auch ansonsten ist sie nicht immer Ihrer/ihrer Meinung. Es ist: Cora Stephan.

  49. Herr Lobo,

    Sie haben offensichtlich noch nicht verstanden, daß Feminismus und Gleichberechtigung zwei verschiedene Dinge sind. Ich finde es traurig, daß Sie hier so wenig zu differenzieren in der Lage sind.

    Hier noch mal die richtige Definition für Sie:
    Feminismus ist der Glaube an die prinzipielle Benachteiligung der Frau unabhängig von jedweder Faktenlage, also eine reale und implizite Benachteiligung und Geringschätzung von Männern.

    Ebenso bedeutet Feminismus die Behauptung der prinzipiellen Gleichartigkeit von Mann und Frau in der Art, daß eine wie auch immer geartete Ungleichheit ebenfalls unabhängig von jedweder Faktenlage prinzipiell und per se ausgeschlossen wird. Die Bezeichnungen Mann und Frau werden dennoch beibehalten. Dies ist eines der vielen Geheimnisse des Feminismus.

    Die offen faschistoiden Tendenzen des Feminismus sind hier außen vor gelassen.

    Empfehlenswerte Bildungsquellen:
    MANNdat, genderama, antife, hinter meinem schreibtisch

    Schauen Sie sich doch mal diesen Artikel auf dem Blog Maskunaut an. Hier finden Sie viele differenzierende Beiträge. Bei Manndat und den anderen Quellen finden Sie auch zahlreiche Infos zur Lohndifferenzpropaganda.

    “Bezeichnenderweise kommen die heftigsten antifeministischen Argumente in meinem weiteren Umfeld von Männern, die mit Frauen wenig bis nichts am Hut und anderen Körperteilen haben, sogar Extremfälle misogyner Jungfräulichkeit sind vorhanden. Das ist natürlich nur eine anekdotische Beobachtung, die wenig beweist. Aber dafür interessant ist.”

    Interessante Beobachtung, suggeriert irgendwie, daß Feminismuskritik pathologische Ursachen hat und daher illegitim ist. Hilfreiche Argumentation, um von der Sachebene runterzukommen.

    (Aus dem kleinen Abc des Ideologen.)

    Ich kann Sie übrigens beruhigen. Ich bin weder Maskulist noch Antifeminist noch Männerrechtler noch Troll oder sonst etwas Bösartiges, wobei Troll natürlich jeder sein kann, dessen Aussagen man nicht beachten möchte.

    Hier können Sie auch noch studieren, was Feminismus bedeutet.

    Da ich an das Gute im Menschen glaube, möchte ich Ihnen empfehlen, eine Quote für Intelligenz und Glaubwürdigkeit in Ihrer Blogroll einzuführen. Das wäre doch ein toller Maßstab. Und noch dazu kein sexistischer wie Ihre Frauenquote. Das müßte Ihnen als Feminist doch am Herzen liegen. Wenn Sie hier Blogs wie die Mädchenmannschaft einfach herausnehmen, erhöht sich automatisch die Intelligenz- und Glaubwürdigkeitsquote.

    Apropos Intelligenz. Dieser Beitrag dürfte Ihnen auch einige neue Einsichten erschließen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr James T. Kirk

  50. Frank Kemper says:

    Ich halte nichts von der Frauenquote, denn mir hat noch niemand erklären können, warum von allen Ungleichheitsmerkmalen, die laut UNO-Menschenrechtscharta nicht zu einer Ungleichbehandlung führen sollen, ausgerechnet das Geschlecht eine priorisierte Rolle spielen soll, aber okay, vielleicht bin ich auch nur zu dumm dazu. Aber ein gutes, von einer Frau geschriebenes Blog wüsste ich schon:

    http://www.marketing-kitchen.de

  51. Katrin says:

    Ich bin zwar keine Freundin der Frauenquote, aber zwei tolle Blogs möchte ich trotzdem empfehlen: frlkrise.wordpress.com und fraufreitag.wordpress.com

    Zwei Brennpunktschulen-Lehrerinnen bloggen durchaus sozialkritisch und dabei witzig über ihren Schulalltag.

  52. Benno says:

    Als betroffene männliche Jungfrau fühle ich mich aber ziemlich vor den Kopf gestoßen, wenn du mir zusätzlich zu meinem persönlichen Kummer auch noch in die antifeministische Ecke abschieben willst. Die Lust an der Provokation sei dir ja gegönnt, aber selbst wenn es eine nachweisliche Korrelation zwischen Jungfräulichkeit und Frauenfeindlichkeit geben sollte, was ich auch nicht unbedingt von der Hand weisen will, betrifft es mit Sicherheit nicht alle von uns.

    Dabei finde ich deine Idee, sich selbst im Kleinen eine Quote aufzuerlegen sehr gelungen. Ebenso sinnvoll fände ich eine entsprechende Diversifizierung der RSS-Reader Abos und sich des eigenen Leseverhaltens bewusst zu werden. Aber dann direkt zur Stärkung deines Arguments die durchaus vorhandende Gruppe der feministischen Jungfrauen als polemischen Kollateralschaden zu opfern, finde ich dann doch etwas mies. Naja.

  53. Michaela says:

    Bitte vergesst nicht die Quoten für jüdische Blogs, Blogs von Behinderten und von Personen mit Migrationshintergrund.

  54. Twix Raider says:

    Reden wir von Frauen oder Tussen? Top-Blog auf WordPress ist z.Zt. “Mangoblüte”, Fashion, Beauty, Stars ect., ganz stumpfer Mädchenkram ala “Sex in the City”. Die Plätze 2 bis 4 belegt mehr oder weniger getarnter Rechtspopulismus… der Teufel scheisst auf den dümmsten Haufen!

  55. Nansen says:

    @James T. Kirk

    Dass Frauen statistisch eine höhere Lebenserwartung besitzen und seltener Suizid verüben, heißt nicht, dass sie deswegen in anderen Bereichen der Diskriminierung gelassener gegenüberstehen sollten. Unrecht ist Unrecht und kann nicht durch andere vermeintliche “Vorteile” ausgeglichen werden.

    Ich höre sie schon rufen: ‘Aber was ist mit den Männern? Was ist mit den Problemen und den Ungerechtigkeiten, denen sie ausgesetzt sind?’
    Tja, was ist mit ihnen? Mit all den hart arbeitenden, Herzinfarkt bekommenden und von Brücken springenden Männern? Ich kanns dir sagen: Nichts ist mit ihnen.
    Sie sind auf keinerlei Verbesserungen aus, sonst würden sie ja handeln und veruschen, Missstände zu beseitigen. Nein, sie gefallen sich in ihrer Rolle, bleiben ihr treu und leiden weiter. (Was sie zum Erhalt des status quo ja auch müssen).

    Ja, Frauen klagen mehr an und ihre Probleme werden deutlicher angesprochen. Aber – ganz im Gegensatz zu dem oben beschriebenen männlichen Verhalten – thematisieren sie auch ihre Probleme und gehen sie an. Auch wenn die Lösungen nicht immer ideal oder 100% sicher sein mögen.

    Wie auch immer man Feminismus nun definieren mag. Er ist zumindest eines:
    Er ist Bewegung, eine aktive Bereitschaft etwas zu tun.
    Und diese Kultur, Verbesserungen anzustreben, gibt es bei uns Männern nicht..

  56. Thomas Euler says:

    Ich empfehle das zwar erst an diesem Wochenende von meiner Kollegin @anikageisel lancierte neue Blog zur Formel1 aus Frauensicht: http://formeleins.posterous.com/

    Ist sicherlich doppelt spannend weil es nicht nur eine Frau betreibt sondern das Thema obendrein noch eine klassische Männerdomäne ist ;)

    Grüße,
    Thomas

  57. qed says:

    Was für eine Schleimspur! Was für eine niederträchtige Denunziation alles männlichen!

    Tötet Onkel Lobo!

  58. Andrea Back says:

    Habe den Beitrag entdeckt, weil ich über den Blogpost “E-Mail Minimierung – Hermetisches Schreiben” am Bloggen bin (auf einem Dozentinnen-Blog, für meine Studierenden). Find ich gut, dass ich hier Gleichgesinnten für die Quote (weils nicht anders geht) antreffe.
    Wo steht denn die Blogroll-Frauenquote jetzt?

    Bei uns an der Uni St. Gallen gibt es drei bloggende Professorinnen, vielleicht sogar mehr:
    - Miriam Meckel (http://www.miriammeckel.de/)
    - Monika Bütler (http://www.batz.ch/)
    - und mich, Andrea Back (www.business20.ch, http://www.learningwaves.unisg.ch und http://www.wissenscarnival.org)

  59. Aléa Torik says:

    Guten Tag,
    ich würde mein eigenes Blog vorschlagen, allerdings mache ich fast nur Literatur. Da wissen ja schon 95 % der Männer nicht genau, was ich da tue. Vielleicht sogar die in den Top 100?
    Ich nehme auch nicht diese Stromlinienform an, die die Frauen dort oben auf dem Bild zeigen. Ich habe in der Regel auch mehr an. Aber das, das eine wie das andere, sieht man auf meinem Blog nicht: http://www.aleatorik.eu
    Aléa Torik

  60. Frau Wunderlich says:

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, den ich erst heute gesehen habe. Aus meiner Sicht auch bewundernswert ist ebenfalls die konsequente Umsetzung (nur sind die Quoten immer die Quoten der anderen) der Schlussfolgerung.

    Und einen blog-Vorschlag sende ich auch:
    http://www.chiclette.de/ – der blog einer jungen Frau, die die LeserInnen auf ihrem beruflichen Weg begleiten können.

  61. [...] Mehr erfahren: Die Girls On Web Society Die Interviewserie “Girls Can Blog” Speakerinnen der re:publica 2011 im Kurzinterview Der Medienkongress von Taz und Freitag Wikimedia-Chefin Sue Gardner über Frauen in der Wikipedia Was wir verpassen, wenn wir nur Blogs von weißen Jungs lesen Sascha Lobo verpasst seiner Blogroll eine Quote [...]

  62. Wem wunderts das es sowenig Blogs – weibliche Blogs gibt, es stellt sich die Frage, können Frauen überhaupt schreiben… ;-)

  63. herr schmidt says:

    dass man ein sexuelles Problem mit Frauen hat, nur weil man gegen die Frauenquote ist, habe ich nicht ganz verstanden. Und dass die Frauenquote gesellschaftlich notwenig ist, auch nicht – warum denn? Frauen sind doch schon gleichberechtigt. In einigen Bereichen, z.B. Sorgerecht, werden eher Männer ungleich behandelt. Das Thema hat irgenwie an Aktualität verloren.

  64. [...] Blog Frauen in der Blogosphäre, sowie ihre Websites + Magazine vor, ganz gemäß Sascha Lobos Quoten sind immer die Quoten der anderen – eine Frauenquote für die Blogroll. Lucias Blog enthält kaum persönlichen Text, sondern setzt Links zu Frauenblogs und zeigt so [...]

  65. Margalit says:

    Lieber Sascha,
    super Beitrag – super Sache! An deiner Konsequenz sollten sich mal die meisten Redner_innen für diese oder jene gute Sache ein Scheibchen abschneiden! Ich empfehle: http://drueberleben.wordpress.com/about/ Tolle Frau, tolle Schreibe.
    Viele Grüße
    Margalit

  66. [...] hinreißen lassen. Deshalb möchte ich die Angelegenheit wiedergutmachen. Ich werde mich Sascha Loboanschließen und eine verbindliche Frauenquote von 50% für meine Blogroll einführen. Mangels [...]

  67. Inna Ligum says:

    In Deutschland hat Feminismus eine seltsame Stellung. Viele Frauen (besonders die, die noch keine gläserne Decke entdeckt haben) sagen stolz: “Ich bin natürlich keine Feministin!” um ein Paar Jahre später verwunderich zu entdecken, dass die feministische Thesen so aktuell wie nie sind.
    Aber daran sind wohl auch die Feministinen zum Teil Schuld. Das ist toll, dass man in Deutschland StudentInen hat, aber dass die Studentinen nach dem Studiim oft alleine den Spagat zwischen Beruf und Familie gar nicht wagen, hat viele Feministinen wenig interessiert.
    Für mich ist Feminismus auf jeden Fall eine Angelegenheit der GLEICHEIT der beiden Geschlechter und der inneren Freiheit.
    in meinem Blog http://innaligum.wordpress.com/ geht es um mein Leben als schreibende Sängerin mit “Migrationshintergrund”. :-)

  68. [...] Aber die Frage wird ja nicht nur von mir gestellt – Alphablogger wie Sascha Lobo haben erkannt, dass es neben den Y-chromosomalen Bloggern noch die anderen gibt, die durchaus gut schreiben und [...]

  69. Markus (Oberbayern) says:

    Du bist doch nur deswegen Feminist weil du keine abkriegst und so denkst die Frauen um den Finger wickeln zu können. Aber auf solche Tricks fallen die Weiber nicht rein. Selbst das primitivste Weib will nicht mit einem Hahn is Bett. Doohk doohk dock bagg bagg bagg kickericki!!!!

  70. KissfishSue says:

    Schade, dass ich erst jetzt auf den Eintrag stosse, aber ich finde ihn als Frau wichtig. Ich werde trotzdem mal noch meinen Senf dazu abgeben.
    Fakt ist nun mal, dass Frauen immer noch diskriminiert werden, auch wenn es uns besser geht, als Frauen in anderen Ländern – was man uns dann auch ab und an mal aufs Brot schmiert.
    Manchmal gewinnt man als Frau einfach den Eindruck, dass es so gewollt ist, dass wir nicht “hochkommen”. Schliesslich sind wir da, wo wir sind, praktisch und preiswert.
    Ein Grossteil der Frauen hat die bessere Ausbildung, und macht auch an den Universitäten die besseren Abschlüsse.
    Für mich bedeutet Frau zu sein, und eine emanzipierte Frau zu sein, mich nicht in Sack und Asche zu hüllen; heut zu Tage kann Frau ruhig attraktiv und intelligent sein, und trotzdem ernst genommen werden. Das sagen ja die meisten Widersacher der Emanzipationswelle, dass die Frauen nicht die anderen Frauen repräsentieren. Ich repräsentiere mich – als Frau, als Mensch, und niemand sollte mich geringer schätzen, wegen meines Geschlechts.
    Aber es liegt an den Männern umzudenken. Ich habe schon in den 90ern in der IT-Branche gearbeitet, als einzige Frau, und mir wurde da als übel mitgespielt, und nicht die geringste Chance, mich da zu behaupten.
    Ich weiss also, wovon ich rede.

  71. maSu says:

    Sehr geehrter Herr Lobo …
    Ihr Humor ist ja nicht so ganz einfach, aber Quoten sind der letzte Dreck. Nehmen wir mal das Internet: Wir wollen mehr Frauenblogs verlinken. Schön. Wenn aber die Mehrheit der Blogger im netz Männer sind, dann ist es unmöglich, Gleichberechtigung zu erreichen, indem man verlangt, genausoviele weibliche, wie männliche Angebote zu verlinken, da dies zu einer Überbewertung der weiblichen Angebote führt.
    Anders ausgedrückt: Wir nehmen ein fiktives Berufsfeld. Dort sind 99% Männer und 1% Frauen zu finden, die geeignete Abschlüsse haben, dort zu arbeiten. Jetzt kommt jemand daher, der, wenn ich ihrer Ausführung folgen darf, wohl zuviel Sex hatte und verlangt, dass genausoviele Männer wie auch Frauen in dem Bereich arbeiten.
    Das würde dafür sorgen, dass ungeeignete Kräfte eingestellt werden müssten, oder die Männer fast alle entlassen werden müssen und der Industriezweig dicht gemacht werden kann.
    Ich nenne den Industriezweig mal einfach “IT”. Und so ist es mit allen technikbezogenen Themen. Dazu zählen auch Blogs.

    Quoten sind eifnach nur schlecht, da sie die individualität des Menschen völlig ignorieren. Und wenn ich nun einen Minirock anziehen muss, um noch einen Job zu finden, dann frage ich mich, ob zuviel oder zuwenig Sex an der Situation schuld ist, aber Fakt ist und bleibt: Wenn ich eienen Minirock anziehe, dann habe ich gar keinen Sex ;)

    …evt. sollten die Quotenbeführworte mal einen solchen Minirock tragen, damit neben der Hormone noch der Sachverstand geringe Chancen auf Durchsetzung hat.

  72. twister13 says:

    Jesus, noch einer.

    Die Quote… Ja, ja….. Erinnert mich immer an Australien. Da hat man bei der Kolonialisierung Ratten eingeschleppt. Die vermehrten sich mangels Feinde ganz prächtig. Also führte man massenhaft Katzen ein. Hatte nur den Hacken dsss den Katzen die örtlichen Vögel viel besser schmeckten als die Ratten. Also hatte man eine Rattenplage, eine Katzenplage und keine Vögel mehr. Dabei wollte man doch alles richtig machen.

    Der Gedanke der Quote ist, dass wir (egal ob im Berufsleben oder den Blogs) ein statisches System haben das “ungerecht” ist weil die Frauen nicht im gleichen Masse partizipieren wie Männer. Ungerechtigkeit wird pauschal unterstellt wenn die 50% nicht erfüllt sind. Ein beherzter Eingriff ins System rückt dann ales gerade und macht alles gut, so die kindlich- naive Vorstellung.

    Sinnvoll ist das in keiner Weise. Denn wir haben keine statischen sondern dynamische Systeme die sich ziemlich frei entwickeln. Gerade im Bereich der Blogs ist es je absurd anzunehmen dass eine Männerphalanx Front gegen Frauenblogs macht. Ein gern verwendetes Schlagtot-argument im Berufsbereich.

    Trotz Banken- und Eurokrise ist klar das ein offenes, dynamisches System wie der Kapitalismus einem statischen wie der DDR klar vorzuziehen ist. Häufig wird mittels Lobbygruppen versucht steuernd in das System einzugreifen und über Subventionen Vorteile für einzelne Gruppen herauszuschlagen. Gesamtwirtschaftlich sind Subventionen aber sinnlos und führen auf Dauer zu einer Abnahme des Erfolges des gesamten Systems. Oben erwähnte Bankenkrise ist ein gutes Beispiel für falsche Subventionen und schädliche Lobbyarbeit. Weniger tun und mehr bekommen ist die Devise.

    Frauengruppen haben dies auch schon lange erkannt und führen die ominösen Unterdrückungsargumente immer ins Feld wenn es darum geht Subventionen zu ergattern. Offensichtlich sehr erfolgreich.

    Argumente dagegen werden regelmässig mit der Unterstellung von Chauvinismus und Ewig-Gestrig sein beantwortet. Eher eine dümmliche Replik die zeigt auf welch dünnem argumentativem Eise diese Forderungen dahergeschwommen kommen.

    Die Frage die sich jeder Befürworter der Quote stellen muss ist, nach welcher Theorie glaube ich dass dann alles besser wird. Gibt es erfolgreiche Beispiele für ausgedehnte Subventionen und verwechselt man hier nicht das kapitulieren vor plärrenden Feministinnen vor vermeintlicher “nötiger und richtiger” Steuerung eines Systems das überhaupt nicht gesteuert werden kann und muss.

    Will man am Schluss jede Menge Ratten und Katzen und keine Vögel mehr haben, aber das gute Gefühl alles ” richtig” gemacht zu haben.
    Oder vertraut man dynamischen selbstregelnden Systemen mehr als lauten Feministinnen.

  73. Stefanie says:

    Ich bin gegen die Frauenquote.
    Du scheinst so ein schlauer Mensch zu sein, warum machst du dann sowas? Ich würde gerne herausfinden, wem von uns beiden ich eher recht geben würde.
    Theoretisch, wenn ich die Gesellschaft betrachte, finde ich deine Argumente schon richtig. Frauenquote mag die beste Vorgehensweise sein, die wir haben. Aber wenn ich es auf mich selbst beziehe, dann kann ich damit nicht leben. Wenn ich einen Job bekomme, dann will ich ihn, weil ich die Beste dafür bin. Ich will nicht, dass mein männlicher Mitbewerber den Job nur deshalb nicht bekommt, weil es schon zu viele andere Männer in der Firma gibt, obwohl er eigentlich besser gewesen wäre als ich. Ich will natürlich auch nicht, dass ich einen Job nicht bekomme, obwohl ich die Beste gewesen wäre, nur weil ich eine Frau bin. Aber ich denke mir, wenn ich gut genug bin, wirklich besser als alle anderen, dann werden sie mich auch ohne Frauenquote nehmen. Wenn es aber eine gibt, dann kann ich das gar nicht erst versuchen. Dass in den TOP 100 der Blogs weniger Frauen als Männer auftauchen, hat das wirklich etwas mit Antifeminismus zu tun? Wen interessiert denn bei einem Blog wie beispielsweise diesem hier, ob der Verfasser männlich oder weiblich ist? Interessiert das wirklich jemanden? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wenn dir jemand einen Blog empfiehlt, denn du richtig geil findest, dann verlinkst du ihn – spielt es etwa eine Rolle, welches Geschlecht der Blogger hat? Ist das nicht nur Zufall hier? Oder vielleicht die Tatsache, dass du mehr männliche als weibliche Freunde hast (könnte ja sein, hat nichts mit Feminismus zu tun) und die wiederum auch mehr männliche Freunde haben und du auf diese Weise einfach mehr Männer näher kennst als Frauen?

  74. Ein Mensch says:

    Im Prinzip stimme ich Stefanie zu. Das Problem ist die Bewertung. Wer definiert, wer oder was der/die Beste ist. Wenn der Bewerter vorwiegend männlich ist, dann kann es passieren, dass die Bewertung bzgl. des Geschlechtes nicht neutral ist. Das kann bedeuten, dass eine Frau bevorzugt wird, oder benachteiligt.

  75. Iris says:

    Hi Sascha,

    ich mag Dich (oder besser: die Werbe-Ikone Sascha Lobo) eigentlich tendenziell eher nicht. Trotzdem finde ich die Aktion hier gut – einfach nur, weil ich Dir abkaufe, dass Du ein überzeugter Feminist bist und damit vielleicht ein Vorbild für einige, die Dir überall hin folgen.
    Ich versteh aber auch teilweise die Kommentatorinnen, die sie als gönnerhaftes Ichtumalso wahrnehmen. Männer reißen gewohnheitsmäßig die Deutungshoheit über alles an sich. Und für einige Bloggerinnen mag das hier den Anschein haben, dass Du Dir die über den Blog-Feminismus gutschreiben willst.

  76. Stefanie says:

    Ich würde niemandem hier ein “Ichtumalso” unterstellen. Man kann auch eine aufrichtig nett gemeinte Frauenquote kritisch sehen.

  77. Iris says:

    @Stefanie:
    Aufgezwungene Frauenquoten sind mit Sicherheit nicht die Ideallösung, um Frauen geleichberechtigt an gesellschaftlichen Aufgaben zu beteiligen. Aber in vielen Bereichen geht’s leider noch nicht ohne. Vermutlich möchte jede Frau einen Job lieber aufgrund ihrer Fähigkeiten bekommen und nicht aufgrund ihres Geschlechts. Aber in vielen Bereichen hätten sie ohne Quote keine Chance, nur WEIL sie eine Frau sind, selbst wenn sie zehnmal so qualifiziert wären wie jeder männliche Mitbewerber.

    Im Zusammenhang mit Saschas Aktion nehme ich den Begriff allerdings mehr als griffigen Werbeslogan wahr. Denn aufgezwungen wird ja hier nix. Sascha versucht nur, die Werbetrommel zu rühren für die vielen sehr guten Blogs von Autorinnen, die es ja – auch ohne Quote – schon gibt. Und ja, ich meine schon, dass es sehr wohl für viele Medienmacher einen Unterschied macht, ob ein Blog von einer Frau oder einem Mann geschrieben wird (ob ihnen das immer bewusst ist, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit behaupten). Diese unterschiedliche Haltung habe ich selbst schon sehr oft in Foren- und Blog-Diskussionen festgestellt, in denen ich mich als Frau zu erkennen gab. Männer diskutieren anders mit mir als Frauen. Und ich muss anders mit ihnen diskutieren, damit sich mich als Diskutantin ernst nehmen.

  78. [...] den Netzpöbel und eine anregende Beschäftigung für Ulrich Wickert und ähnlich konfigurierte Typen, und feinsinnige Studenten, die ein blütenweißes nach Seife und Desinfektionsmittel duftendes [...]

  79. Frank W. says:

    Bitte teilt den Aufklärungslink gegen den ESM-Vertrag mit euren Freunden, Bekannten auf Facebook (an die Pinnwand des Freundes posten), per Mail und so weiter – die Zeit wird knapp, umso mehr sich darüber informieren, um was es sich bei diesem diktatorischen Ding handelt, umso besser!

    Hier der Link zu dem Video auf YouTube

  80. Hi! This is my 1st comment here so I just wanted to give a quick shout
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    Can you suggest any other blogs/websites/forums that cover the same topics?
    Thank you!

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