Ändert Facebook die Bezeichnung “Fan”?

Vor einiger Zeit habe ich hier einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel “Die Facebook Fan Falle“. Hintergrund war, dass ich mein Profil umstellen muss (das kommt auch bald, endlich) auf eine so genannte Page, der begrenzten Anzahl von Friends wegen. Menschen aber haben Friends auf Facebook, Pages haben Fans. Das zeigt nicht nur, auf welche lustig-verwirrende Weise sich im Internet die Sprachen vermischen, sondern hat mir auch Probleme bereitet, weil ich mit der Umwandlung über Nacht Friends in Fans verwandeln hätte müssen. Das möchte ja nicht jeder, der Begriff Fan geht zumindest im Deutschen mit einem etwas zu bedingungslos verehrenden Unterton einher. Ich hatte deshalb den Begriff Fan umdefiniert in “Friend auf Netzwerk”.

Scheinbar gab es bei Facebook ähnliche Gedanken, denn nun ist auf slideshare eine Kurzpräsentation aufgetaucht, die nahelegt, dass Facebook eine Umbenennung zumindest auf Wunsch möglich macht. Statt “Fans” wird dort “Connections on Facebook” vorgeschlagen, statt “become a fan” wird der entsprechende Button wohl einfach “like” heissen. Obwohl die Präsentation sehr überzeugend (inklusive des schönen Stempels “CONFIDENTIAL”) daherkommt, möchte ich betonen, dass es sich um eine anonym aufgetauchte Präsentation im Netz handelt. Ob sie echt sein könnte, soll jeder selbst beurteilen.

via @chrmar via @guenterexel

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This Post Has 27 Comments

  1. Thomas says:

    Wie kann man denn sein Profil umstellen? Ich habe eine Facebook-Freundin, die jeden Tag zig Freundeanfragen bekommt und daher ziemlich schnell die Grenze von 5000 Freunden erreicht hat, aber sie hat nirgendwo eine Option für die Umstellung von Profil auf Page gefunden und mußte daher viele Freunde löschen. Bekommt man die Option nur, wenn man sein Profil per Handy “verifiziert” hat?

  2. Sascha Lobo says:

    Das kann man nirgends allein umstellen, Thomas, da muss man wohl Kontakt aufnehmen mit Facebook, so habe ich es jedenfalls getan.

  3. Thomas B says:

    Und wenn sie mir dann noch die Möglichkeit geben würden zwischen Contact und Friend zu unterscheiden und dann auch noch mal akzeptieren würden, dass meine Daten mir gehören, wäre ich schon fast zufrieden.

  4. moerzarr says:

    habe mitbekommen, das einige special-Accounts die max. Anzahl der Freunde aufgestockt bekommen haben. Du, Sascha, könntest relevant genug sein, um das auch zu bekommen.

    -Wenn die ihre Politik diesbezüglich nicht geändert haben.

  5. Lothar L. Landersdorfer says:

    Der Tage, an dem Tageschau, Süddeutsche, FAZ und TAZ mit dem Aufmacher “Ändert Facebook die Bezeichnung “Fan”” die tumben Massen elektrisieren, genau dieser Tag wird irgendwie scheisse sein.

  6. Facebook sollte einfach die willkürliche 5000-Friends-Grenze niederreißen und jeden selbst entscheiden lassen, ob er Friends oder Fans haben will. Ist das denn so schwer?

  7. Peter Mattes says:

    Ich persönlich, bin über die Bezeichnungen auch nicht glücklich. Aber bei mir stellt sich schon die Frage bei “Friends”. Ich habe einige Bekannte bzw. Kontakte in Facebook, die ich kenne und schätze oder auch die nur gelistet sind um einen Kontaktbezug zu haben aber den Begriff “Friend” definiere ich persönlich anders. Ich bin mir aber sicher, dass ich für einige Kontakte auch nicht als Freund gelte und daher beide Seiten damit leben können.

  8. negroni says:

    Ein Bekannter von mir hat auch über 5.000 friends und einfach ein zweites Profil für die nächsten 5.000 angelegt.

  9. Roswitha Huntgeburth says:

    Klaus Kocks hat irgendwo recht. Relevanzgewichtung findet in diesem Blog teilweise überhaupt nicht statt. Ein Armutszeugnis, to put it mildly. Lobo ist der verlängerte Arm der Dienstleister- und Gadget-Industrie. Der Hinweis, es handele sich hier um eine private Veranstaltung, ist nun wirklich Volksverarsche zum Quadrat. Wenn es jemanden gibt, der Privates und Geschäftliches aber sowas von nicht zu trennen vermag, dann ist es der Irokäse, dessen Leben summasumarum eine einzige Farce… ich muss weg.

  10. w.kerschner says:

    Bezüglich dieses Streits um ” Fan” kann ich nur sagen Fan heißt im Deutschen Enthusiast. Ich bin froh das ich mit Facebook und ähnlichen nichts zu tun habe. Ich werde versuchen mich so lange wie möglich aus solchen Sachen raus zu halten. Es erfüllt einen mit eine bisschen Schadenfreude wenn man sieht was aus Eigentoren wird. Ich möchte keine Fans haben mir reichen meine Freunde.

  11. Otto B. Kilt says:

    w.kerschner, der Grund, warum Sie um 4 Uhr 16 hier vorbei schauten, ist wahrscheinlich, weil Sie Lobo beim Dilettieren zugeschaut haben (“Ich glaube, dass…” gefühlte 356 Male!), im Rahmen seines Auftritts im ZDF-”Nachtstudio”. Stimmts oder hab ich recht? Peter Kruse rettete die Sendung, ein blasierter, eitler Grufti, der Anselm Grün des Web 2.0. Sixtus, dem Prof. Hastig des Web 2.0, merkte man an, dass er Schwierigkeiten hat, deutsche Worte zu sprechen, zumal wenn er länger als 5 Minuten ohne Kippe auskommen muss. Übrigens: Er schuldet der Kampagne der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Karin Kortmann bis heute 50,- Euro, die er für die Finanzierung eines Werbeinserats in der “Rheinischen Post” schriftlich zusagte, dann aber nicht überwies. Ein übler Kerl, so viel steht fest. Noch dämlicher als er und Lobo stellte sich nur noch die Herbold an, eine Frau, der man wünscht, ein Bus möge sie über den Haufen fahren. Sascha, jetzt mal Klartext. Was war das, bitte, für ein Scheiß? Du warst grottenschlecht, das ist dir doch hoffentlich klar? Ein, zwei Arbeitshypothesen aus deinem Munde hätte ich mindestens erwartet. Stattdessen lieferte Kruse die Stichworte, die du lediglich aufnahmst, z.B. “kollektive Intelligenz”, die du dir “lieber als Schwarmintelligenz zu eigen” machtest. Dasselbe Spiel mit “Frustrationstoleranz”. Kruse droppte die Termini, vulgo: machte agenda setting, du sahst blöd aus der Wäsche und wurdest am Nasenring durch die Manege geführt. Hochtnotpeinlich, to say the least. Sixtus war eh alles egal in seinem Parallelkosmos, wo selbstgedrehte Filterlose an den Bäumen hängen und Helmut Körschgens Spruch “Solange man lebt, soll man rauchen” Staatsdoktrin ist. Summasumarum eine wider Erwarten ultraflache, enttäuschende Darbietung. Schäm dich.

  12. Otto B. Kilt says:

    Sorry für 2mal “schauen” im ersten Satz. Der Lecktor war noch am ratzen dran (es ist 5:30).

  13. Ray Rücken says:

    Im re:publica-Shop kann man T-Shirts bestellen mit dem Logo drauf. Aber auch andere Schriftzüge sind möglich, z.B. re:levant oder re:becca. Im Wissen um die Person des Veranstalters vermisse ich re:tarded.

  14. Martin Heyer says:

    “Fan” oder “Friend” ist dabei ganz egal, Facebook ist überflüssig und 99,99 Prozent der Anhänger sind noch nicht einmal entfernte Bekannte.

  15. Robert Tschernow says:

    Jetzt heisst “Like” statt “Become a Fan”.

  16. Erwin K. says:

    Da ich in Laufe meines lebens dahinter gekommen bin das ich immer mehr Definatzionen von den Wort Freund benuzen mus um zu identifizieren wie nahe oder ferne ich denjenigen Emozionel stehe Und das in gewisser weise auch auf so manche IN Seiten ferschidene definatzinen oft gans prktisch währen finde ich eine indeviduell einstelbare Freundes liste gar nicht so sinn los. das würde ich mir dan so forstellen wie eine Faforiten Liste nur benant nach Freundes Krad
    wär doch mal ne ide oda lg ErKa

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