Die Facebook-Fan-Falle

Jetzt ist es passiert und ich habe ein Problem, bei deren Lösung nur Ihr mir helfen könnt. Mit “Ihr”, das ich des briefartigen Ansprachecharakters halber im Internet immer groß schreibe, meine ich diejenigen Menschen, die mit mir auf Facebook befriendet sind. Kein Verschreiber, ich unterscheide “Freunde” und “Friends”. Ich habe grundsätzlich wenig Probleme mit Anglizismen, die “Sprache reinhalten” zu wollen, ist in meinen Augen Unsinn mit der Tendenz zur kulturellen Möchtegernhegemonie, aber das nur am Rande.

Jedenfalls habe ich seit einiger Zeit 5000 Friends auf Facebook, das ist die von Facebook willkürlich eingezogene Obergrenze. Natürlich kenne ich von diesen 5000 allenfalls 1000 persönlich, wenn man “kennen” weitestmöglich fasst im Sinne von “schon mal persönlich gesehen oder online miteinander kommuniziert”. Das macht mir nichts aus, im Gegenteil. Bisher habe ich Friends übersetzt als “Interessierte Personen”. Als ich an der Friend-Grenze anlangte, habe ich facebookinterne Kreise kontaktiert und nachgefragt, was zu tun sei. Die Antwort hat mich indirekt vor das eingangs erwähnte, gemeinsam zu lösende Problem gestellt. Da die 5000-Friends-Grenze keinesfalls aufgehoben wird, bleibt als einzige Möglichkeit die Umstellung meines Profils auf eine so genannte Page. Damit kann man die meisten Funktionen normaler Profile auch nutzen und noch einige mehr. Gut und schön. Aber! Die eben noch Friends genannten Kontakte auf Facebook wandeln sich – in Fans. Uff. Fans. Eben waren wir noch Friends, jetzt schon muss ich den interessierten Personen zumuten, zu ver-fan-nen. Ich weiss um die Bedeutung von Namen und Bezeichnungen, und habe mir deshalb etwas ausgedacht, um meine Friends nicht zu Zwangsfans zu machen. Nicht, dass ich etwas gegen Fans oder Fantum habe – aber der unfreiwillige Bezeichnungswandel macht mir Sorgen. Mein Teil der erwähnten Problemlösung ist oben zu sehen. Mit der Macht der selbsterklärten Deutungshoheit ist bei mir auf der Facebook-Seite “Fan” ab sofort (bzw. ab der Umschaltung in ein paar Tagen) ein Akronym für “Friend Auf Netzwerk”. Da mag in Euren Profilen Fan stehen – und hier kommt Euer Teil der Problemlösung – aber wir alle wissen, dass es Friend auf Netzwerk heisst. Wir bleiben trotzdem ganz normal befriendet, es heisst nur umständehalber anders. Okay mit Euch?Damit erspart Ihr mir einige kleinere Problemchen, zum Beispiel auf Parties sagen zu müssen, “sorry, ich kann Dich nicht hinzufügen auf Facebook, sonst müsste ich jemand anderen entfrienden”. Oder Ausreden zu erfinden für die 500 freundlichen, interessierten Personen, die sozusagen auf der Warteliste der Befriendung stehen. Danke für Euer Verständnis.

Und bei der Gelegenheit kann ich gleich auch mal ein paar Dinge aufschreiben zu Friendschaft, Freundschaft und sozialen Netzwerken.

• Wer Friendschaften grundsätzlich ablehnt, hat ein in Zukunft größer werdendes Problem. Denn die so genannten “schwachen Bindungen” (vgl. Mark Granovetter, “The Strength of Weak Ties“) machen den persönlichen Wert (hier keinesfalls monetär gemeint) eines sozialen Netzwerkes aus. Das gilt nicht nur beruflich, wo über die “schwachen Bindungen” die wichtigsten Kontakte zustande kommen – sondern auch privat. Die meisten Lebenspartnerschaften ergeben sich per Vermittlung über schwache Bindungen.

• Wer auf der anderen Seite aber Friends mit Freunden verwechselt, wird vermutlich böse enttäuscht. Friends helfen eher nicht beim Umzug, Friends sind nur selten alarmiert, wenn man zwei Wochen verstummt, Friends können wesentlich schlechter zwischen den Zeilen lesen als Freunde. Friends sind eher digitale Nachbarn. Das macht weder Friends noch Nachbarn zu schlechten Menschen, es sind eben nur keine Freunde im klassischen Definitionssinn.

• Allgemein bitte ich darum, die penetrante Frage nach dem “Warum?” zu allen möglichen Sozialen Netzwerken und Plattformen nicht mehr zu stellen. Die einzige mir sinnvoll erscheinende Antwort darauf lautet “Weil Menschen es wollen”, was aber meistens nicht die Art von Antwort ist, die eine wertvolle Diskussion eröffnet.

• Und wo wir gerade dabei sind, bei der allgemeinen Diskussion um Daten in der Öffentlichkeit, kann ich ja auch mal am Rande erwähnen, dass ich eine der jüngsten Entwicklungen im Social-Network-Bereich gut finde und benutze: Blippy. Man veröffentlicht dort, was man gekauft hat, und zwar automatisiert mit Schnittstellen zu Services wie iTunes oder auch der Kreditkarte (was in Deutschland leider noch nicht geht). An anderer Stelle schreibe ich mal auf, weshalb das im Moment aussieht wie das schlimmste, was man überhaupt etc. usw. – warum es aber mittelfristig den Konsumenten Macht zurückgibt. Hint: es hat auch damit zu tun, dass ein bisher verborgener Mechanismus (siehe zum Beispiel Payback-Karte) ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, und zwar bewusst und vom Nutzer kontrolliert.

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This Post Has 80 Comments

  1. foulder says:

    mh… Schon komisch, dass man von einem Menschen mit vielen ‘friends’ zu einer Institution mit entsprechendem ‘fan’potential werden muss/kann.

  2. Mich überrascht die Tatsache, das Netzwerke immer wieder der Überzeugung sind, man müsse Dinge reglementieren und einen Deckel definieren. Auch, wenn 5000 Friends wirklich eine beachtliche Nummer sind, wer sagt denn, dass das das Maß der Dinge ist? Natürlich macht es qualitativ betrachtet durchaus Sinn, ein rein quantitatives Statusdenken einzuschränken, aber das könnte man ja auch geschickter lösen.

    Mir gefällt da zum Beispiel die Lösung von LinkedIn. Dort werden nur 500+ Kontakte als maximaler quantitativer Wert angezeigt. Dahinter können sich 502, aber auch 7894 Kontakte verbergen. Eine faire Lösung von der vielleicht ja auch Facebook lernen könnte.

    Eine ganz andere Frage ist, wie restriktiv geht jeder selbst mit eben diesen Friends um. Ist das jeder, der es sein möchte oder eben nur die richtigen Freunde? Ich habe zum Beispiel schon aus Gründen der Übersichtlichkeit bei Facebook (fast) nur Leute, die mir tatsächlich etwas im Sinne von Freundschaft bedeuten. Aber das ist mein Weg und der hat eben auch nicht den Anspruch für alle zu gelten.

    Schauen wir mal, ob die “Fan”-Lösung wirklich eine Lösung ist. Good luck.

  3. Berlinermax says:

    Hallo Sascha, ist schon ok. Erstens war ich schon ein Lobo-Fan, bevor ich zu FB-Freund wurde. Zweitens will ich Dir weder bei Umzug helfen noch mit Dir in die Sauna. Also kann ich genauso gut wieder zum Fan werden. Vielleicht ergibt es sich ja, dass wir mal “Freundschaft” trinken, nachdem wir wegen des “Netz Du” keine Brüderschaft mehr mit Flüssigkeit feiern können.

  4. Sascha Lobo says:

    Ich weiss selbst, dass das keine gute Lösung ist. Aber die einzige, die mir eingefallen ist unter den technischen Gegebenheiten. Den Vorschlag von Roland finde ich gut.
    Generell ist “Fan” ja ein problematischer Begriff im direkten sozialen Kontext, genau deshalb mein Versuch der Umdefintion. Und natürlich habe ich schon die ersten schnaubenden Rückmeldungen, man würde mich digital sofort verlassen, man wolle niemandes Fan sein usw. Nachvollziehbar, aber schade.

  5. Meiky says:

    Tja und keiner hat gesagt, die Welt wäre einfach. Und auch keiner hat gesagt ich/Du/er/Sie/es muß alles verstehen.
    Doch das hätten wir uns alles schon vor 2000 Jahren und noch länger zurück denken müssen.
    Es muß ja irgend einen Grund auch gehabt haben, warum der Schöpfer nach 7 Tagen nich mehr soviel von seinem Werk wissen wollte, oder? War wohl da schon zu kompliziert geworden…..*g*

  6. florian says:

    oooooh mann…frueher nannte man das “schwall im all”

  7. pell says:

    Blippy klingt wie die Liebeserklärung an den Kapitalismus. Ich finde, dass sich derzeit viele mit ihren Einkäufen dort profilieren. Aber es ist interessant, jedes Produkt dort diskutieren zu können. In den USA macht Blippy aber Dank der Kreditkartennutzung mehr Sinn. Ausgaben einer Corporate Card in relativer Echtzeit ansehen, ist beispielsweise sehr angenehm.

  8. triceratanktop says:

    dass facebook etwas tun könnte/müsste, ist klar. roland zeigt mit dem hinweis auf linkedin, wie das aussehen könnte.

    aber zu der frage, was du unter den momentan gegebenen voraussetzungen tun könntest, fällt mir leider auch nichts besseres ein. die umdeutung des begriffs “fan” ist gut gemeint, aber eben nicht weithin bekannt und greift damit ins leere.

    leider werden dich dadurch viele, darunter ich, “entfrienden” müssen. denn vor allem wenn man sehr sparsam mit dem fan-sein umgeht oder es bislang gar nicht nutzt und zudem darauf wert legt, wie das eigene facebook-profil in seiner gänze aussieht (und auf dritte wirkt), ist es nur schwer vorstellbar, das mitzumachen.

    tut mir leid.

  9. nilsn says:

    Finde ich alles so problematisch nicht. Letztlich trifft “Fan” es im gleichen Maße – ob gut oder schlecht – wie “Freund”. Man sollte diese Begriffe vielleicht nicht einer (emotionalen) höhe aussetzten, der sie nicht gerecht werden. Ich will sehen was du tust, um mehr geht es mir erstmal nicht…

  10. Cunnala says:

    “Fan” ist schon ok. Warum nicht. Titel sind doch eh Schall und Rauch, oder?
    Das Bild (aus “Brian”) find ich sehr genial gewählt. Selbstironie pur…

  11. Ich finde die Umdeutung von Fan lustig. Allerdings zeigt es doch: Selbst Facebook ist der Meinung, dass ein Mensch keine 5000 Leute kennen kann. Deshalb sind es wohl ab dieser Größe Fans, also keine Beziehung, die bidirektional gelagert ist. Kann natürlich auchsein, dass es technisch bedingt ist.

  12. Mir ist es vollkommen egal ob ich als Friend oder Fan geführt werde. Mich interessieren die Veröffentlichungen im Netzwerk. Und ich käme nicht auf die Idee jemanden, mit dem ich auf dieser Ebene verbunden bin, als Freund oder auch nur als Bekannten zu bezeichnen.

  13. Wolfgang Bauer says:

    Es ist schon amüsant, wie manche FB’ler mit der Klassifizierung “Freund” usw kockettieren. Mir geht es aber in erster Linie darum zuzuhören, was andere für eine Meinung haben, wie sie sich fühlen uws. Und bei Lobo sehe ich es sogar als eine Art Schulung an. Deshalb kann ich auch damit Leben “nur” ein Fan zu sein. Wichtig ist mir, im Lobo-Stream dabei zu sei.  

  14. Stephan Flegler says:

    Ich sehe das Fanwerden als völlig unproblematisch an. Seitens der “sozialen Wertigkeit” steht für mich der Fan deutlich unterhalb von Freund und auch unterhalb von Friend. Freund und/oder Friend sind Begrifflichkeiten, deren Gewichtung der Benutzer definiert. Aber einmal festgelegt umschreiben sie eine konkrete, aber individuelle, soziale Nähe. Ganz anders ist dies hingegen bei Fan. Ein “bisschen Freund” sein geht meines Erachtens nicht, wogegen ein “bisschen Fan” sein gut vermittelbar ist. Ich bin mit Sascha nicht befriendet, weil ich für mich diesen Begriff bisher so definiert habe, dass mir dies nicht sinnvoll erschien. Aber ein Fan zu werden, da bin ich sofort dabei und reihe ihn ein zwischen Pickeldy & Frederick bzw. Ernie & Bert. Da, wo er hingehört! ;P

  15. Fan, Friend, Freund – die Qualität einer Beziehung entscheide ich nicht an der Benamsung in einem Online-Netzwerk. Denn das wechselt. Bei Twitter etwa heißen meine Freunde Follower – und ob mir der Großteil wirklich irgendwo hin folgt, wage ich zu bezweifeln. Viel schwieriger finde ich daher die Entscheidung: Was macht man mit so vielen “Fans”? Wie wird man ihnen gerecht und geht mit ihnen um? Schließlich geht man – meine ich – selbst mit so lockeren Verbindungen zumindest eine kommunikative Verpflichtung ein. Und ab 5000 Fans ist die enorm.

  16. Zachrid says:

    Die Probleme hätte ich gerne… ;)

    Aber im Ernst, ich verstehe nicht wirklich wo hierbei das Problem liegt, ist doch nur ein anderer Name für die selbe Sache. Ist ja nicht so als würde man in diesem Fall von Postkasten zu Postkasten gehen und dabei den Leuten mit einem vorgedruckten Serienbrief die Freundschaft kündigen…

    …obwohl die Vorstellung verdammt cool ist.

  17. Martin says:

    Ich bin damit einverstanden. Ich bin selbst aber nicht bei facebook angemeldet.

  18. montegroovy says:

    “Wer Friendschaften grundsätzlich ablehnt, hat ein in Zukunft größer werdendes Problem.”

    Die Behauptung, so jemand habe ein in Zukunft größer werdendes Problem, wird von nichts gedeckt in dem, was Du sagst. Granovetters Paper über schwache Bindungen ist von 1973. Es gab immer Leute, die die schwache Bindung viel, viel stärker in ihrem Leben kultiviert haben als andere. Gladwell ist dem in “Tipping Point” ja auch gerecht worden, die “Connectors” bilden dort nur einen bestimmten Typus.

  19. Mic Zac says:

    Sachen gibts … ;-)
    Vor zwei Jahren kannte ich facebook nicht. Britische Freunde und Bekannte (merke die Differenzierung) brachten mich dazu (in aller Doppeldeutigkeit) auch einen Account anzulegen.
    Fan-Pages gabs auch noch nicht.
    Meine Policy ist Rolands ähnlich: Nur Leute, die ich aus dem ‘realen Leben’ (Definition?) “kenne” – also mit denen ich zumindest mal von Angesicht zu Angesicht kommuniziert habe und ich den dann doch auch manchmal eher losen Kontakt pflegen möchte – in meiner Friendsliste zu führen.
    Bei dir, Sascha, wars schon eher grenzwertig: die 3.75 Sätze, die wir in Wien mal plauderten, erfüllen diese Auflage, streng gesehen, aber angesichts des Ungleichgewichts (5000+ zu 100undeinbisserlwas), deiner Präsenz, Umtriebigkeit und der Situation i.a. würd ich eine FAN-Seite aus meiner bescheidenen Sicht als durchaus angemessen sehen.
    Soziale Netzwerke (neulich Twitter) sind für mich als an Kulturen und Sozialem Interessierten auch ein Experiment am eigenen Leib – Reflektionsvermögen vorausgesetzt. Und Networking ist über-lebenswichtig, trotz des negativen Beigeschmacks dem viele diesem Begriff (leider manchmal auch zurecht) verpassen!
    Ich harre gespannt der Dinge die da kommen und werde teilhaben!

    PS: zu deinen Ausführungen zu blippy bin ich sehr gespannt! Da wohnen dsbzgl. als Ex-ITler doch (mindestens) zwei Seelen in meiner Brust. ;-)

  20. Heiner says:

    Jedenfalls, die Einführung von Friend und Friendschaft in den deutschen Sprachgebrauch ist absolut treffend und sehr nützlich. Danke !

  21. montegroovy says:

    Heiner, ja, mit der Terminologie lässt sich leben, jedenfalls ist schon immer irgend so eine begriffliche Unterscheidung dringend nötig gewesen. Umso mehr für Leute, die einen engen Kreis um diejenigen ziehen, die sie als “Freunde” zu bezeichnen bereit sind.

    Dass Englischsprachige für die loseste Art der Bindung – eine, die noch jenseits der “Bekanntschaft” oder “acquaintance” steht – das Etikett “friend” einführten, ist schon mehr als bescheuert.

    Eigentlich hätte es das schlichte Wort “tie” von vornherein getan.

    Stattdessen müssen die Anglos jetzt untereinander immer distanzierende Anführungszeichen verwenden, wenn sie von ihren deppert so benannten “friends” in sozialen Netzwerken sprechen.

  22. Sascha Lobo says:

    Montegroovy, doch. Die schwachen Bindungen nach ihrer “Entdeckung” ungefähr 10.000 Mal im Zusammenhang mit Social Networks untersucht worden. Und zwar gerade in Hinblick auf ihre Funktion, was den Wert eines Netzwerkes angeht. Das größer werdende Problem bezieht sich auf eine zugegeben nicht ausdrücklich geschriebene Annahme, dass Soziale Netzwerke gesellschaftliche und soziale Relevanz hinzugewinnen. Nicht hingeschrieben habe ich das, weil ich davon ausgegangen bin, dass wenigstens das niemand in Frage stellt.

    Gladwell – dessen Fan ich bin, ich empfehle, ihn mal live anzuschauen – sagt und schreibt wie die meisten Autoren viel, wenn der Tag lang ist, siehe zum Beispiel “Outliers”, wo viel an den Haaren Herbeikonstruiertes (in meinen Augen) drin ist. Seine Typisierung in Tipping Point teile ich, sie ist geschickt und er hat sein zentrales Beispiel ja zu Recht vollkommen außerhalb des Internets angesiedelt ins Amerika der fünfziger Jahre, wenn ich mich richtig erinnere (googlefaul gerade). Aber: es geht nicht darum, dass alle schwache Bindungen en masse kultivieren müssen. Sondern darum, die digitale Form der schwachen Bindungen abzulehnen, also das Prinzip der Friends insgesamt. Und da sich ein wichtiger Teil der sozialen Interaktionen wie jetzt schon fünfmal behauptet ins Digitale verschiebt und das vor allem die schwachen Bindungen betrifft, bekommen diejenigen ein (soziales) Problem, die das prinzipiell ablehnen. Mach mal die Gegenprobe und hör’ Dir an, wie sich ein Schüler fühlt, dessen Eltern verbieten, ein schuelerVZ-Profil zu unterhalten.

  23. Mic Zac says:

    montegroovy, “tie” ist für mich mit mehr gefühlter Stärke verbunden als “friend” im Kontext sozialer Netzwerke.

  24. Arno.nyhm says:

    Die umbenennung von FAN zu etwas anderem ist eine gute idee :)

    nur die Bedeutung vom übersetzten FriendAufNetzwerk gefällt mir nicht so, da man dann

    A) ein sprachmix englisch deutsch entsteht der völlig ungewöhnlich ist. Auf netzwerk hoert sich schon komisch an

    B) man dann auch deine spezielle bedeutung von friend kennen muss (im vergleich zu freund)

    Daher meine vorschlaege:

    Follower At Network
    Friends At Network

  25. [...] erheben, weil man außer dem Anquatschen in der “Disse” sonst nichts kann, und wer 5000 Freunde bei Facebook hat ist deswegen noch lange kein Künstler, und wenn, möchte ich mich von [...]

  26. hoermalhoerbar says:

    Ich frage mich, warum nicht eine gesonderte Fanpage die Lösung wäre. Dann wandern von den 5000 bestimmt auch einige der schwachen Kontakte zur Fanpage über.

    Wobei ich zugebe, daß mir nicht klar ist, wo der Unterschied in der funktionalitäte der Kontakte wäre zwischen “privatem” Facebookprofil und Fanpage.

    Ich sehe das eher als Schall und Rauch an, wenn ich auch grundsätzlich nett und vorsorglich finde, daß und wie Du Deinen Friends vorab Deine Gesinnung mitteilst.

    Ich bleibe beim Twitterlesen und wünsche viel Spaß und Erfolg mit der Facebook Fanpage.

  27. Silent Rocco says:

    Ja, ich verstehe auch nicht, was gegen eine 2. Seite spricht?
    Darfst Du auch bei Facebook aufmachen und es sollte gerade Dir egal sein, ob Du noch ein weiteres Profil zu betreuen hast. Aber sei es drum. Ich kommentiere weitere, ob als Friend oder Fan.

  28. Hallo Sascha, danke für den Hinweis. Ohne Aufklärung wäre ich schon etwas überrascht gewesen, was evtl. bei einem gewissen %-Satz der unwillkürlich Nichtinformierten der Fall sein könnte.

    Aber das lässt sich wohl kaum verhindern, die kannst aber getrost hierherschicken, falls Fragen enstehen.

    Für mich persönlich ist das kein Problem, Fan von Dir zu sein, die kleine Bedeutungsverschieben sehe ich im Rahmen dessen, was uns “verbindet”.

    Wo es evtl. schwierig werden könnte, das sind evtl. die echten Freunde Deinerseits. Nichts destotrotz geht das Leben weiter und in ein paar Wochen wird niemand mehr darüber nachdenken.

    Achja, was mir da einfällt. “Fan” werden kann jeder, “Friend” nicht, weil Du die Friends bestätigen musst. Das hat den Vorteil, dass Dir Arbeit erspart wird, aber zieht auch ein paar nicht gewollte Friends in Dein Netzwerk. Vielleicht bleiben die auch von ganz alleine, schon wegen der Bezeichnung Fan draussen, ist nur ein Gedanke, den ich mal so habe…

    Würd schon – gutes Wochenende!

  29. fan says:

    ja. hallo. ich möchte es auch so tun. aber ich finde nicht wo man und wie man sein profil in eine fan-page umwandelt. da sgehört hier vllt nicht her. oder doch? eher in ein facebook-forum. aber ich finde da nix. lieber sascha. wie wandle ich denn das um dass ich dann fan von dir und du fan von mir sein kannst?

  30. neopugg says:

    Da wollte ich bei Blippy gerade den Kauf von fair gehandeltem Kaffee eintragen. Aber dort kennt man bisher nicht einmal Amazon.

  31. Raventhird says:

    Es gibt einen kleinen Punkt, der mich massiv an der Sache stört (und, Nein, das ist nicht die Bezeichnungsänderung, obwohl “Fan” schlicht und einfach schlechtes Wording ist, auch für andere Pages; heute ist niemand mehr Fan von etwas, sondern maximal Follower): Jeder kann jetzt mit einem Klick Dein “Fan” sein. Die Friends musstest hingegen Du vorher bestätigen.

    Es scheint fast so, als wäre das kein großer Unterschied, ist es aber im Verständnis desjenigen, der da klickt, dass er Dein Freund sein will, doch: Im Grunde bin ich nur einer von zig Spammern, Flachpfeifen und Idioten, die bei Dir auf “Fan sein” drücken. Das kann ja jeder direkt mit einem Fingerzucken so einrichten. Vorher war die Sache deutlich exklusiver. Konntest Du nicht mit 5000 Friends leben? Im Ernst jetzt: Mehr echte Beziehungen kann man nicht haben, notfalls hättest Du auch einfach immer wieder ein paar hundert löschen können. Ich fühle mich jedefalls irgendwie ver-fant und vor allem in einen Kreis von Leuten geworfen, in dem ich im Zweifel in ein paar Monaten (wenn zig “Social Media Experten” und eBook-Seller bei Dir eingelaufen sind, was ganz sicher passieren wird) nicht mehr wirklich sein will. Hm.

  32. Jette says:

    hmm und die neue Fan-Seite ist dann woran gedockt? Es gibt doch keine Fan-Seiten, die völlig autark sind, oder?

  33. tuco says:

    hey super! besucht meine website, ist echt interessant! ;)
    (einfach auf mein namen klicken)

  34. [...] als Guru des deutschen Web 2.0 präsentiert, als der nette Kerl, mit dem alle bei Facebook “befriendet” sind. Das Berliner Magazin “Tip” hat ganz richtig zusammengefasst: Sascha Lobo [...]

  35. Andreas says:

    Darf ich meinen Platz als Friend / Freund (Was sind wir eigentlich?) abgeben?

    Wer interesse hat, kann mir eine Gegenleistung anbieten und die beste Idee bekommt den heißumkäpmften, einen von 5000 Plätzen.

  36. [...] bei FaceBook, möchte ich zu meiner FaceBook-FAN-Seite einladen (Sasha Lobo interpretiert FAN als »Friend Auf Netzwerk«, was mir besser gefällt, als die etwas kindische Vorstellung, dass ich ein Fan anderer Leute [...]

  37. Inna says:

    Tja, war das eigentlich Info oder Promo? Jedenfalls, habe ich nichts dagegen, ein Fan von Sascha Lobo zu sein – bin eh einer.)))

  38. platform9800 says:

    Der Grund für die Obergrenze von 5000 bei Facebook ist wohl bei der Datenbankperformance zu suchen, die den Facebook-Machern schon seit geraumer Zeit graue Haare wachsen lässt. Vor einiger Zeit sind die im Testbetrieb von MySQL auf eine sog. NoSQL-Datenbank (ich glaube, InnoDB) umgestiegen, um die Riesen-Datenmengen in den Griff zu bekommen. Wenn die eine Lösung finden, die schnell genug ist, wird wohl auch die Friend-Obergrenze irgendwann wegfallen können.

  39. [...] bloggers im netz,  SASCHA LOBO, hinweisen. er hat sich ebenfalls zu diesem thema gedanken gemacht (sascha zu facebook) und mich zu diesem post „inspiriert“. das geniale wort „befriendet“ ist ebenfalls von ihm. [...]

  40. Zarkali says:

    Niemand hat 5000 Freunde, insofern finde ich die Grenze schon einen sinnvollen Spam-Schutz. Aber um befreundet zu sein müssen dies doch beide Seiten bestätigen, kannst doch einfach mal “entrümpeln”?

  41. Bernhard says:

    Klar kann man bei 5.000 Personen nicht mehr alle kennen. Aber die Grenze wurde aus Performance-Gründen nur willkürlich gesetzt. Schon die Idee Grenzen zu setzen ist für diese Plattform eine schlechte Reputation.

  42. bianca says:

    Mach ne seperate freunde und freiends seite, also eine seite fuer tatsaechliche bekannte und eine fuer fans.

  43. whatever says:

    WER braucht denn bitte schon mehr als 5000 freunde bei fb?

    wie du schon so schön sagtest kennst du allenfalls 1000 annähernd, vielleicht einfach dabei belassen?

    brauchst du soviele “FREUNDE” fürs ego?

    du hast bestimmt im wahren leben nicht mal einen.

    ganz schön traurig.

    schöne neue welt.

  44. Daniel says:

    In der Tat sollten sich mehr Menschen darüber gedanken machen an wen und viele ihrer Daten sie frei geben, das öffnet dann im endeffekt natürlich auch Tür und Tor ..

  45. Michi says:

    Ein wenig sollte man sich dann schon mit der Materie auseinandersetzen – gerade auch vom rechtlichen Aspekt her.

  46. Jessica says:

    Ich bin gespannt, wo die Facebook Entwicklung noch hinführen soll. Grad vor den ständigen Datenschutz Verletzungen sollten man sich gut überlegen, was man dort preisgibt und was nicht.

  47. BAKSB says:

    Vielleicht ist das “gefällt mir” ja keine Aussage immer zum Inhalt sondern, dass sich jemand überhaupt für etwas interessiert. Und die FB-friends – Ich verbinde mich nur mit Leuten, die mich wirklich interessieren oder denen ich etwas von mir vermitteln will. Aber ich kann auch gerne darauf verzichten. Von mir aus kann jeder mal persönlich bei mir vorbei kommen. Aber in Zeiten der Hektik ist das ja kein Thema mehr für Viele.

  48. [...] 20.000 Freunde zu haben ist nicht nur deswegen nicht möglich, weil es den Rahmen selbst bei den Menschen sprengen würde, die den Begriff des Freundes etwas ausgedehnter definieren. Man kann schlichtweg auch nur maximal 5.000 Freunde auf Facebook haben. Das musste 2010 auch Sprachgenie und social Network-Berühmtheit Sascha Lobo erfahren, als er diese Grenze erreichte und seine Freunde “ver-fan-nen” musste, wie er es nannte. [...]

  49. Clown Murphy says:

    Ich weiß ganz für das Problem liegt. Ich wird 4000 Freunde rausschmeißen und halt doch die 1000 die du kennst. Liebe Grüße

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