Mailbeschwerden

Fast jeden Tag bekomme ich Mails von mir unbekannten Menschen, die reagieren auf irgendetwas, was ich irgendwo gesagt oder geschrieben habe. Das ist schön. Die meisten sind tatsächlich sehr freundlich formuliert, sogar, wenn sie Kritik enthalten und wenn ich es irgendwie einrichten kann, antworte ich freundlich zurück. Ab und zu kommen Beschimpfungsmails, auch das ist normal, da antworte ich seltener. Und dann bekomme ich Facepalm-Mails. Wenn ich gerade Lust habe, antworte ich darauf. So ist der folgende Maildialog entstanden, den ich hier anonymisiert veröffentliche, weil ich das will. Schwere Kost, aber durchaus von innerer Komik. Finde ich.

hallo Sascha Lobo, frustriert war ich, nachdem ich Dein Essay im Spiegel gelesen habe (…); frustriert auch, weil ich befürchten muss, dass auch Dir der Mut fehlt, dich einmal frei von bloßer Rhetorik mit mir auseinanderszusetzen, persönlich, unausweichlich, mitmenschlich und sinnlich erfahrbar, anstatt Dich hinter deinem Bildschirm zu verstecken oder hinter deiner Rolle als Medienstar auf Vorträgen.
Mehr als das aber hoffe ich, dass Du bereit bist zu einem physisch erlebten Austausch über so existentielle Themen, die Du in deinem Essay leider nur scharf anschneidest…., dass also nicht auch Du dich schon bequem eingerichtet hast auf den oberen Etagen einer zumeist nur Polemik und Selbstbeglaubigung (bzw. Rechtfertigungsideologie) betreibenden Intelligenzia und somit zu einem medial aufgeblasenen Geist wirst, dass anders Denkende, aber vor allem Verantwortung aufzeigende Menschen prominent ignoriert, um so einsam über den Dingen zu schweben.
Denn gegenwärtig geht es um weitaus mehr als um Diskurse, Anklage und andere kluge Worte, die in ihrer bloßen Begrifflichkeit der “Überforderung” dem Leben gegenüber, die ja aufs Engste mit der expansion des internets zu tun hat, nicht gewachsen sind. In Anbetracht des Zustandes unsere Planeten ist es sowas von zweitrangig, ob manche eher kulturpessimistisch sind oder aber optimistisch. Und wenn Du schon Sokrates und Platon interpretierst, so solltest Du – insofern Du mit deinem essay das wirkliche Leben meinst – einmal versuchen, die in diesen Schriften leider noch feststeckende Dialektik in ihrem lebendigen Sinn auch zu erkennen….
Denn hier, dort und jetzt geht es nicht ums Entweder-Oder, nicht ums Rechthaben oder um die sprachgewandte Flucht in die realen und virtuellen Türme des Wissens, sondern alleine um die Kraft und die Kreativität der gelebten Gemeinschaft, um die gemeinsamen lebensweltlichen Erfahrungen also, die in ihrer Vielfalt unsere Kultur wieder zu jenem Souverän machen, das eintritt in die offene Geschichte der Gestaltung unserer Wirklichkeit…
Unserer Kultur hingegen, weiterhin gefangen in bloß oberflächlich anregenden Polarisierungen und vielem mehr dergleichen (die Beschreibungen der Kulturindustrie sind die sicherlich geläufig), wird blutarm, seelenlos und muss endlich das Gemeinsame unserer Natur, ihre Einheit und evolutionäre Entwicklung unserer Spiritualität in der Einfachheit kulturellen Handelns (das unter anderem auch in einem ehrlichen, persönlichen Austausch zwischen uns gewährleistet wäre) entdecken.

Mit Grüßen eines [gestrichen] jährigen Schwulen, der in seinem Heimatdorf aufs mieseste denunziert wird, da sein Austausch mit Gleichgesinnten in die falschen Kanäle des Internets gelangte und der mit fünfzehn seine Fantasien im Wald hinter dem Dorf mit seinem damaligen Freund in aller Ruhe, ungestört und nicht aufgedeckt ausleben konnte… und mit dem Bewusstsein, dass ich Dir diese und gerne auch weitere Direktheiten über dein hohlen Worte nur deswegen mitteile, weil ich bereit bin, Dich in aller menschenfreundschaft auch persönlich zu treffen, um ausführlich zu diskutieren….vielleicht könnte ein so “zu ende” geführter Dialog, eine solche Dialektik ja auch für andere insofern bedeutsam sein, dass sich wirkliche “Synthesen” entwickeln.

lieber [gestrichen],
ich weiss nicht, wie du auf die idee kommst, mich mit beleidigendem unterton und einem mittelgrossen haufen von unterstellungen per mail anzugehen und zu glauben, dass ich deshalb mich mit dir treffen wollen würde. du möchtest mir erzählen, was alles falsch läuft auf der welt, falsch läuft mit mir, was ich alles für “hohle worte” sage, dass mir “der mut fehlt” usw.?
das möchte ich alles nicht hören. nicht, weil ich keine kritik hören will. sondern weil ich mir einen kennenlernprozess grundsätzlich anders vorstelle. jedenfalls nicht vorwurfsgetrieben.
mit lieben grüssen und viel glück,
sascha lobo

Hallo Sascha Lobo, ich bin sehr überrascht und es tur mir leid, dass Du vor aller Hoffnung, vor aller Ehrlichkeit und vor allen Inhalten, die aus meiner E-Mail sprechen einzig und alleine Negatives, Unterstellungen und Beleidigungen heraus liest. Wie schade, dass Du eine solche (und wenn ich jetzt sage von Eitelkeit getriebene Lesart bevorzugst, so meine ich das nicht etwa als Beleidigung, was es ja wirklich nur wäre, wenn dies zuträfe, sondern einzig und alleine um die Notwendigkeit für unsere Kultur zu einem ehrlichen, in die tiefe gehenden Dialog deutlich zu machen, der jedoch ohne sprachliche Instrumentalisierungen nur im direkten Kontakt wirklich fruchtbar sein kann (…)) Lesart als Grund für deinen Unwillen die Inhalte aufzunehmen und für deinen Unwillen, mich persönlich zu treffen vorschiebst. Ich sprach alleine nur über Meinungen, die du von dir gegeben hast und nicht über deine Person, und wenn ich von Mutlosigkeit sprach, dann war dies alleine eine auf Erfahrung basierende Befürchtung, mit der ich nur allzu gerne falsch liege. Es sprach hier kein Unterton zu Dir, und falls es vielleicht doch ein wenig zu direkt war, so tut es mir leid; Du als Person warst damit nicht gemeint; und hätte ich nicht -auch weiterhin- den Wunsch, mit Dir persönlich zu sprechen, so hätte die E- Mail bestimmt auch freundlicher (geheuchelter?) verpackt…. Bitte gebe Dir einen kleinen Ruck, Du hast nichts zu verlieren aber wir haben gemeinsam so viel zu gewinnen. Mit Grüßen

lieber [gestrichen],
ich will so deutlich wie möglich sein, ohne dich zu verletzen:
ich möchte mich nicht mit dir treffen.
mit lieben grüssen,
sascha lobo

Hallo Sascha, Schade, sehr schade: wie gerne würde ich einmal erfahren, dass Erfolg im Kulturbetrieb nicht bloß von Eitelkeit und Ignoranz begleitet wird und von der Angst, das eigene Weltbild zu überdenken. Vor allem für unsere und meine beiden Kinder tut es mir leid, die Hoffnung schwinden zu sehen, dass eine emphatische, offene und solidarische Kultur dem bestehenden Betrieb und dieser eitlen, verlogenen, zerstörerischen und von dem Streben nach Erfolg und Macht getriebenen Welt etwas Gemeinsames und Schöpferisches als wirkliche Alternative bietet…Und noch ein Tip für dein Karma: die pseudo-aggressive Heuchelei deiner zweiten Mail wird deinen schönen Hahnenkamm auf Dauer zur Seite legen und das meine ich jetzt ehrlich angepisst von einem so hohlen Typen, der nicht mal den Mut aufbringt, auch nur auf einen Inhalt meiner Mails einzugehen, sich aber gleichzeitig Diskurse liefert mit so von Macht, Luxus und Eitelkeit verblendeten Menschen wie einem Schirrmacher. Schäm dich was. und falls diese mails auf deinem öffentlichen Lobo Blog landen, vergiss nicht sie schnell zu löschen, und falls Du doch den Mut hast, um mit mir wenigstens via mail zu kommunizieren, ich lasse mich immer wieder gerne eines besseren belehren… Grüsse

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This Post Has 87 Comments

  1. Ivy says:

    Okay. Ich verstehe es, dass du dich nicht mit wildfremden Leuten treffen willst, die dir irgendwelche Mails oder Kritikmails schreiben. Was an diesen Mails allerdings beleidigend sein soll, verstehe ich noch nicht.

  2. Sascha says:

    Ich würde mich auch nicht mit jemanden treffen bei dem man beim lesen Kopfschmerzen zu bekommen.

  3. berlinnow says:

    Ich hätte mich ja mit [gestrichen] getroffen. Ist bestimmt anstrengend aber mit ein wenig Alkohol kann so was sehr lustig werden. Nichts desto trotz: Wall of text in der ersten Mail kommt nie gut.

  4. Maddy2101 says:

    Das ist glaube ich genau das, was mein Deutsch-Lehrer “Spaghetti-Sätze” nannte. Er meinte in diesem Zusammenhang auch immer: “Wenn Du jemanden beeindrucken willst beim reden, dann mach Deine Sätze so lang und verwickelt wie möglich. Wenn Dein Gegenüber am Ende eines Satzes nicht mehr weiss, worum es am Anfang ging, wirst Du einen wahrhaft bleibenden Eindruck hinterlassen.”

    Dann hebe man das Ganze noch auf ein philosophisch angehauchtes Niveau und am Ende versteht es wirklich keiner mehr. Glorreiche Lektüre :)

    Was haben seine beiden Kinder mit Deiner Nicht-Bereitschaft zu tun, ihn zu treffen? Oder mit seiner sexuellen Orientierung? Ich hab was zu denken heute abend. Vielen lieben Dank.

  5. natascha says:

    ist ja schrecklich…wie einige leute drauf sind. mein beileid…bin schon beim lesen der ersten mail fast eingeschlafen…lol

  6. icke says:

    keiner der punkte aus der mail ist unnachvollziehbar. zieht man die geschwollene ausdrucksweise und die zwanghafte schuldzuweisende kontaktaufnahme ab, bleiben schon ein paar sinnvolle gedanken übrig. kein grund zum bashing liebe lobotiker.

  7. Ich bewundere dich für soviel Geduld. Ich habe schon (wirklich enorm) viel, aber eine erste Antwort hätte es bei mir nicht mal gegeben.

  8. Jörg says:

    Oh oh oh.
    Da ist wohl in jemandes Leben einiges schiefgelaufen.

    Einerseits tut es für Dich, Sascha, leid, dass Du Dich damit auseinander setzen musst. Andererseits tut mir auch die Gegenseite leid. Die Hintergründe, die zu solchen E-Mails anregen mögen, sind bestimmt die gleichen Hintergründe, die auch von schöneren Zeitvertreiben abhalten. Lieber Schreiber, versuch es doch einmal mit Seidenmalerei ;-)

  9. Lars says:

    Meine Güte, geschwollener kann man es aber auch nicht ausdrücken, oder?!
    Ich hab maximal die Hälfte von dem verstanden, was er sage wollte, was nicht unbedingt an meiner mangelnden Intelligenz liegt. Aber so ein Geschachtel ist doch unausstehlich.
    Und warum will er sich unbedingt treffen? Um sich dann zu blamieren, weil er plötzlich nicht mehr seine ellenlangen Sätzen um die Ohren hauen kann, an denen er sicher einige Stunden gesessen hat?(wobei das jetzt auch einer war)
    Wenn er mit der Welt und allem was passiert nicht zufrieden ist, sollte man ihm doch einfach mal die Telefon-Seelsorge oder ähnliches empfehlen.

  10. inka says:

    Die provokante Egozentrik von Herrn [gestrichen] empfinde ich als durchaus interessant, um einen philosophischen Dialog zu eröffnen.

    Jedenfalls der erste Text heute den ich aufmerksam und zu Ende gelesen habe.

  11. MS says:

    Was bringt einen Menschen bitte dazu sowas/-viel zu schreiben UND zu erwarten, dass es jemand liest (habe einen Teil selbst nur überflogen)? Mir unbegreiflich…

  12. Icke says:

    Auweia – als Gott das Hirn verteilt hat, war der gerade aufm Klo… Sascha, Du hast recht: nicht mit ihm treffen. Wir brauchen Dich noch!

  13. Iris says:

    Die innere Komik konnte ich nicht erkennen – ich finde es eher spooky / psycho. Um solche Leute sollte man einen Bogen machen – weil sie in der Auseinandersetzung (egal ob per Mail oder live) ‘gewinnen’ wollen, weil sie eine Kontroverse inszenieren und eine Absicht verfolgen (in der Regel die Selbsterhöhung auf Kosten anderer). Unabhängig von dem vorhandenen philosophischen Niveaus, hinter dem sicherlich ein bedingt intelligenter Geist steckt, entbehrt dieser Form des In-Kontakt-Tretens jeglicher sozialen Intelligenz. Gut, dass Du so einer Annäherung Komik abgewinnen kannst – mir würde es nachhaltig schlechte Laune machen.

  14. Falko says:

    Himmelherrgott… das sind weit mehr als 140 Zeichen. Wie hälst Du aus!?
    Aber mal ohne Käse… ich habe auch so jemanden. Der schreibt fast genauso… dit kann schon mal anstrengend sein ;-)

  15. Vielleicht ist es ja auch ein Beweis für die Bildungsmisere, dass hier von “viel”, “lang”, “geschwollen”, “gequält” geredet wird? Lest Ihr alle nur die “Apotheken-Umschau” oder “Bäckerblume”? Wie wäre es mal wieder mit was von Thomas Mann, Franz Kafka, Hesse statt Mario Barth und Hirschhausen?

    Ich finde die Mails verständlich, aber stellenweise nicht nachvollziehbar. Und ja: nervig.

    Macht was Ihr wollt, der Mensch hatte ein Anliegen. Und er hat Antworten bekommen. Sein Problem ist lediglich, dass sie ihm nicht gefallen haben.

    @Sascha Lobo: Weißt Du, warum ich immer ein ungutes Gefühl habe, wenn man Mails, wenn auch anonymisiert, einfach so veröffentlicht? Ich kann mir da einfach nicht helfen.

  16. balticm says:

    …frage mich immer bei solchen Leuten, was die einen verkaufen wollen? Wieso man eine fremde Person treffen möchte und ein NEIN als mutlos bezeichnet…
    Frage mich was in solchen Köpfen vorgeht..einerseits dem Empfänger der Mail Eitelkeit vorwerfen, anderseits aber so eitel sein und nicht “verstehen” das es Leute gibt die KEINEN Bedarf haben einen kennen zu lernen :-)

    Na solange du da eine Komik drin siehst hat es ja wenigstens zur Unterhaltung beigetragen, oder ?

  17. Tim says:

    Ich muss zugeben, ich habe mich beim Lesen dieser Mail ein wenig fremd geschämt. Trotzdem finde ich sie zutiefst menschlich. Ich frage mich nur, warum es nötig war, diese zur Schau zu stellen?!

  18. mp3 says:

    da wäre allerdings mal eine stellungnahme von herrn lobo gefordert.

    deine reaktionen mag genauso menschlich sein wie sein ansatz, aber das hier auf diese unterstellende und bewertende art zu veröffentlichen ist definitv zwei schritte zu weit und du hast auch nicht das recht dazu.

    und sein kernanliegen ist definitiv ebenfalls interessant. kompetenz hättest du bewiesen, wenn du diesen beitrag mit einer echten inhaltlichen reaktion verwurstet hättest.

  19. tengo frío says:

    Ich finde es nicht richtig, einen persönlichen Dialog zu veröffentlichen. Dieser Mann hat dir geschrieben, dir als Einzelperson. Ich weiß nicht, ob es da rechtens ist, eine Veröffentlichung vorzunehmen, aber dazu hat jeder seine eigene Meinung.

    Ich finde einige der dargestellten Zusammenhänge in seinen Mails auch nicht logisch und einige Formulierungen tatsächlich ziemlich angriffslustig, genauso erscheint mir die sofortige Forderung eines Treffens-gleich im ersten Brief-etwas absurd. ABER trotzdem finde ich die Kommentare einiger unangebracht. Die einzige Aussage der meisten-jetzt mal vereinfacht ausgedrückt, was nicht die Bedeutung ihrer Aussagen verändert, sie haben das folgende nur anders verpackt-, die einzige scheint zu sein ‘Der Typ ist verrückt, der Typ spinnt, der Typ hätte einfach mal die Fresse halten können, armer Sascha Lobo.’
    Und was ist an der Sprache falsch? Sie ist untypisch für Kommunikation über Internet, na und?
    Denkt lieber paar Minuten länger nach, bevor ihr jemanden verurteilt, nur weil es ein anderer ebenfalls tut.

  20. Tim says:

    Aussagen öffentlicher Persönlichkeiten, Aussagen von Leuten die manchmal durch famose Statements Aufmerksamkeit erregen, sich mehr oder weniger freiwillig zum Beispiel durch ein öffentiches Amt, einen Blog, oder einen Post der Allgemeinheit preisgeben, sind es Wert veröffentlicht, um diskutiert zu werden.

    Herr Oettinger zum Beispiel, oder Sie Herr Lobo, oder ich, der hier dies schreibt.

    Eine Mail, wenn auch anonymisiert zu veröffentlichen, zugegeben, wie daneben diese auch sein mag ist meiner Ansicht nach entsprechend zu bewerten.

    Zitat [gestrichen] @ Sascha Lobo: “Schäm dich was. und falls diese mails auf deinem öffentlichen Lobo Blog landen, vergiss nicht sie schnell zu löschen”

    Eine Entschuldigung wäre angebracht!

  21. Maike says:

    Na toll, einer der meint er wäre der König des Internets und einer der nen Kurs für “wie verpacke ich warme Luft in deutsche Sätze”-Kurs teilgenommen hat.
    Sascha Lobo – Du bist und bleibst für mich bewundernswert, wie Du dich in der Öffentlichkeit darstellen kannst. So oder so ähnlich wie der Österreicher von damals. Aber ganz so schlimm bist ja nicht…

  22. jabka says:

    Ich verstehe nicht, warum sich einige über die Veröffentlichung so aufregen. Es ist ja nicht gerade ein Staatsgeheimnis, dass Herr Lobo vieles mit der Öffentlichkeit teilt, Troll-Attacken eingeschlossen. Das Risiko ist also gemeinhin bekannt und ich fürchte es steigt mit der Dreistigkeit eines angetragenen Anliegens. Dreist finde ich die Mails definitiv. Denn die Abschätzigkeit, die zwischen den (pseudo-)intellektuellen Zeilen steckt, entbehrt jedem Anstand.

    Das Pendeln zwischen Glorifizierung und massiver Abwertung in den Mails erinnert mich stark an das hier: http://bit.ly/NG0kJ Verdammt weit verbreitet! Sich unter diesen Umständen auf eine Diskussion einzulassen, wäre der Anfang eines elenden emotionalen Spießrutenlaufens, bei dem es nur Verlierer geben kann.

  23. Marcel Davis 2 says:

    @Sascha Lobo: Ob dies juristisch legal ist private Emails anonymisiert zu veröffentlichen? Ich muss mal einen Juristen fragen, aber dies führt mir zu einem unguten Gefühl.

    @Alle: Kurzer Kommentar zu kurzen eMails ;) *Ironie*: Dieser Typ glaubt bestimmt ganz fest an oder ist überzeugt von einem Geist in jedem Menschen. (Damit übertragen sind wir dann angeblich etwas Spezielles und vollkommen losgelöst von anderen Lebewesen wie Pflanzen, Tiere usw..)
    Zudem hat er philosophische Themen nur angeschnitten und behauptet von sich selbst hochtrabend darüber diskutieren zu können. Warum hat er dies nicht in der ersten eMail gemacht??? Stattdessen schneidet er Themen nur an und bläht den recht kurzen Inhalt sehr sehr sehr groß auf für den sogar extrem kurzen Inhalt.

  24. mp3 says:

    @jabka

    trollen ist eine off/undertopic-einmischung in eine öffentliche diskussion. das war eine (ziemlich emotionale,) one-to-one mail, quasi persönlicher briefverkehr. egal wie sinnig oder unsinnig das anliegen, solange es kein spam oder hoax ist…

  25. Tim says:

    Also ich kann gar nicht nachvollziehen, wieso diese Veröffeltichung allein durch die Tatsache, dass es scheinbar kein Staatsgeheimnis ist, dass Herr Lobo auch zu meiner Schaulust, privaten E-Mail Austausch veröffentlicht, auch noch gerechtfertigt werden sollte. Wenn ich jemandem eine E-Mail schreibe, gehe ich selbstverständlich davon aus, dass diese diskret und nur für den Adressaten bestimmt ist. Im Gegensatz zum Selbstverständnis eines anderen Mediums (Twitter, Facebook, etc.); obgleich ich diese Diskussion für fast schon zu interessant halte, als dass uns der Stoff dazu vorenthalten bliebe ;) .

  26. Passt mal auf, Sascha hat das alles selbst geschrieben und will damit beweisen, dass sich die sogenannte Community selbst korrigiert. Er benutzt uns doch nur. Ich sag’s Euch!
    Und ich beweise hiermit: In den ersten 40 Kommentaren findet sich immer mindestens eine Verschwörungstheorie.

  27. Tim says:

    Klingt plausibel, wenn man sich den vorletzten und den letzten Artikel, bezüglich Günther Oettinger nochmal in Erinnerung ruft. Ich hoffe er lässt die Bombe bald platzen :). Zumindest wäre deine oder evtl. Sascha Lobos These hiermit bewiesen.

  28. Balduin says:

    Ach, ein Krimskrams-Dialog, die Beschäftigung damit alleine zeugt schon von zu viel freier Zeit. Viel unredlicher finde ich es jedoch, hier mit Mails von offenbar nicht ganz bei sich Seienden Werbung für sich selbst zu machen. Aber gut, jeder, wie er mag.

  29. Tim says:

    Wobei richtige Reaktion auf Oetingers “Shitstorms” noch auf sich warten lässt. Im Falle eines gefakten Beitrages, würde ich mir wünschen Opfer gewesen zu seingerne als Opfer sehen ;).

  30. Jörg II says:

    ach – wie schade, dass wir nicht mit derart aus dem backoffice veröffentlichter, verbriefter aber durchaus niveauhafter angrifflustigkeit umgehen können; @sascha: vielen dank für die teilhabe! ich kann verstehen, wenn man etwas gereitzt auf gefühlte physische annäherung reagiert. die ‘innere komik’ kommt aber nicht zuletzt durch das durchaus tragfähige niveau zustande: danke an beide für die zeit und mehr davon! (trotz vorhandener friends/followers/stalker-hybris) – dennoch, das nenne ich 1:1 kommunikation, die num einmal nicht in 140 zeichen funktionieren kann – daher vielleicht auch die notwendige anstrengung beim konsum des email/blog-formats. tengo frío hat in meiner wahrnehmung die sache auch den punkt gebracht: ruhig, gaaaanz ruhig… es ist doch nur eine private kommunikation. aber – mit neuem kontext ergibt sich eine neue interpretation. erleben wir am ende so etwas wie den beginn des lobo-2.0-Feuilletons? scön wäre es – wenn es doch nicht immer nur um die suche nach nähe ginge…

  31. Tim says:

    Ich möchte mich gerne korrigieren. Die Verschwörungstheorie klingt zwar plausibel, ich möchte aber keinen Falls den Eindruck erwecken, dass ich dieser Glauben schenke oder ablenken (Ist jetzt halt scho sehr spät geworden XD).
    Deswegen nicht, weil ich ich die Glaubwürdigkeit von Herrn Lobo nicht in Frage stellen möchte – obwohl ich mir nicht sicher bin, ob “Sascha Lobo” nicht nur eine eigens erschaffene Kunstfigur ist, um die Marke “Ich” zu kreiren.
    Authentisch finde Ich Sie ohnehin nicht (matter of fact) … tut mit leid ;) … in so fern kann ich verstehen, warum man Sie gerne einmal persönlich kennen lernen würde.
    Egal ob die Mail (in Zusammenhang mit der Ankündigung des Vortrags auf der Ce-Bit und dem Beitrag zu Oettingers “Shitstorm” ) nun ein genialer Markteinggag ist, der seinen Gipfel in der Auflösung auf der Ce-Bit hat (was ich nicht glaube), oder nicht, finde ich trotzdem, dass man klar Stellung beziehen sollte; Einfach auch deswegen, weil sich hier einmal die Chance dazu ergibt (nicht umsonst ist der Artikel hier wohl in der Kathegorie interaktiv). Mir wird wieder mal bewusst welche gesellschaftlich relevanten Chancen sich aus einer Diskussion in einer offenen Plattform im WWW ergeben. Meine Meinung als Individuum im Melting Pod des Web 2.0 zu dem Thema habe ich ja schon geäußert. Genial wäre es, wenn diese Disskusion in einem dynamischen Fortlauf weitergeführt werden würde und nicht wie so oft einfach verpufft. Ich finde dass es wert ist, diese Diskussion die sich aus Herrn Lobos Artikel ergeben hat, weiterzuführen.

  32. David says:

    Es tut mir leid aber das ist doch alles heiße Luft. Egal ob es sich dabei nun um echte Mails handelt oder einen geschickten Versuch von Sascha Lobo irgendetwas zu beweisen. Der oben erwähnte Kafka ist sicherlich keine Entschuldigung für so ein Ich-Wäre-Gern-Ein-Philosoph-Geschwafel und Kafka wäre sicher nicht glücklich über diesen Vergleich. Mal ganz abgesehen von dem absolut unangebrachten Unterton von Herr Gestrichen.

  33. Marcus says:

    Gib Dir einen Ruck. Nimm Dir ein halbes Jahr frei für ein erstes Kennenlernen. Vielleicht kommst Du sogar zu Wort. ;-)

  34. IchBinGeschockt says:

    Who cares? Ist das hier etwa web 2.0? Social Media/Networking? Habt ihr nix besseres zu tun?

  35. ppdc says:

    Also: [Gestrichen] ist verknallt in Lobo und so verkorkst-verkopft dass er glaubt, mit der gleiche Mischung aus Philosphiediskurs & Schuldgefühlen die er in sich trägt, würde bei Herrn Lobo eine Erwiederung seiner Gefühle auslösen.
    Durchaus plausibel, aber egoman und falsch. Trotzdem interessant.

  36. tom says:

    Ich bin für Treffen … UND ALLE KOMMEN MIT (yeah, Party, wuhu)

  37. Ich glaube auch, dass [gestrichen] wohl etwas zu viel von Sascha Lobo “konsumiert” hat, sprich gelesen, gehört oder sonstwas. Deshalb meint er wahrscheinlich ihn zu “kennen” und fragt deshalb nach einem persönlichen Treffen. Dass es umgekehrt garnicht so ist, SL kennt nunmal mal wahrscheinlich fast niemanden seiner Leser, bemerkt [gestrichen] nicht.
    Zu der Verschwörungstheorie: Manchmal gibt es soviel Unsinn auf einem Haufen, das kann man sich garnicht ausdenken…

  38. polypepper says:

    in der auseinandersetzung mit dem web 2.0 und allen implikationen, die es für menschliche kommunikation und interaktion mit sich bringt, ist es legitim, mails (anonymisiert!) zu veröffentlichen und zur diskussion zu stellen. und immerhin hat sascha lobo dem schreiber gegenüber ganz sachlich klargestellt, dass er an einem treffen nicht interessiert ist. hat [gestrichen] mit seiner trotzigen reaktion darauf nicht bereits grenzen überschritten? die möglichkeit der anonymität im netz verleitet ja geradezu zu einem ton (ob nun ober- oder unterton), der einen manchmal gruseln lässt.

    auch mein eindruck war, dass die beweggründe von [gestrichen] im amourösen/erotischen bereich lagen, warum sonst hätte er seine sexuelle neigung einflechten sollen? und gehört zur verliebtheit nicht immer auch eine gewisse aggression?

    mir jedenfalls tun die denkanstöße von sascha lobo gut. neue medien prägen und formen eine gesellschaft. die auseinandersetzung damit ist unumgänglich. als zum ersten mal die heilige messe aus dem petersdom im radio übertragen wurde, wussten die leute nicht, ob sie sich nun hinknien sollten. die möglichkeiten des world wide web sind weitaus vielfältiger und wir müssen uns darüber klar werden, wie weit wir uns als gesellschaft, aber auch als individuum davor verneigen wollen.

  39. IchBinGeschockt says:

    @polypepper:
    Die Zeit, die Du beim Vermeiden von Großbuchstaben sparst, solltest Du in weitere weiße Sätze investieren.

    Auch ein Denkanstoß????

  40. Derzeitiger Aufenthaltsort (Google Latitude)

    irgendwann kriegst du ma besuch bei deiner bekanntheit würd ich mir meine transparenz allmählich zweima überlegen. diese mails würden mich nicht belustigen,sondern eher ängstigen. paar trolle, die ma im suff klingeln sind ne andere kategorie, als menschen, die so offensichtlich von “höheren Zielen” angetriebene Mails schreiben. *GRUSEL*

  41. Tim says:

    Persönlicher Briefaustausch sollte persönlich bleiben, es sei denn dieser hat irgendeine gesellschaftliche Relevanz, die zur Bildung einer öffentlichen Meinung beiträgt. Entweder teilt Herr Lobo diesen Grundsatz und hält diesen Briefaustausch zwischen seiner Person und eines Unbekannten tatsächlich für gesellschaftlich relevant oder er glaubt wir hätten einen Anspruch auf jede mögliche, schon fast an Exhibitionismus gerenzende persönliche Information.

    Ich kann leider nur über die Beweggründe mutmaßen. Sollte dies einfach aus einer Laune oder “weil ich (Herr Lobo) das so will” (s.o.), verstehe ich die Intention des ganzen leider nicht.

    Ich selbst gehe zwar auch nicht sparsam mit persönlichen Informationen um, hätte ich jedoch eine solche mediale Aufmerksamkeit, wäre ich mir mit der damit verbundenen Verantwortung bewusst.

  42. traumtheater says:

    Da ward wohl ein neuer Kant geboren. Zumindest wenn man sich den Schreibstil anschaut. Seltsame Menschen gibt’s…

  43. Martin says:

    Ich finde es auch eher etwas gruselig. Bei solchen Sachen würde ich aufpassen.

  44. Leif Czerny says:

    Sein Punkt ist doch valide:
    Es ist ganz egal, ob wir für oder gegen soziale netzwerke im internet sind, solange draußen noch unbekümmert Leute verprügelt werden, weil sie nict ins lokale schema der wohlanständigkeit passen.

  45. Tim says:

    Führ das bitte nochmal aus … ich glaub zu wissen was du meinst. Bin mir aber nicht sicher.

  46. annemarie says:

    LOL

    … Wehe, Du böser Veröffentlicher, wenn Du alles veröffentlichst, dann veröffentliche ich, dass Du Sachen veröffentlichst…

  47. Tim says:

    @alle: Findet ihr meine Argumentation so abwegig? Ich poste hier zum ersten mal und bin etwas enttäuscht, dass sich scheinbar keine Diskussion entwickelt. Jeder packt nur irgendwelche Statements in die Comments. Ob Herr Lobo sich beteilligt ist mir eigentlich egal. Seinen Standpunkt meine ich schon zu kennen. Verwunderlich finde ich es trotzdem.

  48. Wie ist das mit den Polaritäten? Plus – Minus — Schwarz – Weiß — Groß – Klein — Alt – Jung — Dick – Dünn — Nett – Ekelhaft — Spritzig – Langweilig — Schlau – Doof —

    Und so könnte man die Unterschiedlichkeiten des Lebens und der dranhängenden Menschen beliebig oft gegenüberstellen.Manche finden es toll lange geradezu vor Selbstverachtung und dann wieder vor Selbstverliebtheit,solche Romanmäßigen Mails zuschreiben.

    Auf der anderen Seite, bist Du Sascha und gibtst ” die Kürze der Würze” wieder. Mit Hang zur Turbopunktlandung. Das unerscheidet sich massiv von Deinen Schreibern. Aber warte nur, bis ich Dir eines Tages schreibe. Wieviel Worte darf ich schreiben? Frage ja nur aus lauter Respekt so. Schliesslich ist man ja nicht nur Sascha Lobo. Dann ist man auch eine Amtsausübung.Stimmts? ;-)

    So ich muss jetzt auf meinen güldenen Thron zurück.Mein Volk wartet auf mich. Ciao, war wieder unterhaltsam bei Dir ^^

  49. Jaybe says:

    Gerne wäre ich auch eines solchen Kommentares würdig, denn schliesslich mache auch ich mir über viele unsere gesamte Gesellschaft betreffende, ja teilweise gar bedrohende Vorgänge, Gedanken, um hier, und im Austausch mit dem, notfalls virtuellen, Gegenüber, einer Lösung näherzukommen, die sowohl mein Inneres in ein neues Gleichgewicht bringt, den Mitmenschen, am meisten meiner direkten Umgebung, wobei “Direkt” sehr physisch meint, respektvoller weil selbstbewusster macht, als auch darauf hinwirkt, einen gesellschaftlichen Prozess zu initiieren, der als quasi Katalysator eine neue Ära des menschlichen Miteinanders, off- wie online, einleitet.
    Und Nutella muss ich auch noch einkaufen.

  50. Sascha Lobo says:

    Ich habe mehrere Gründe, diesen kurzen Mailwechsel zu veröffentlichen. Einer ist, dass es seit einiger Zeit eine neue Qualität gibt, wie Menschen mir gegenüber auftreten. Mir fällt keine 100%ig treffende Wendung dafür ein, aber es geht in die Richtung einer Anspruchshaltung, ich müsse ihnen gefälligst Aufmerksamkeit schenken. Schließlich schenken sie mir ja auch Aufmerksamkeit.

    Diese Anspruchshaltung drückt sich in den Mails da oben ebenso aus wie in der Tatsache, dass Menschen nachts um eins vor meiner Tür stehen und sturmklingeln (bei mir und meinen Nachbarn). Die Anspruchshaltung tendiert nach meinem Empfinden (und darum geht es in diesem Fall) leicht ins Aggressive. Dieser Aggression möchte ich entgegenstehen. Sie ist etwas Anderes als Kritik oder Beschimpfung im Internet. Damit habe ich keinerlei Probleme, das muss jeder selbst verantworten. Im direkten, nichtöffentlichen Kontakt, live oder elektronisch, ist das etwas anders. Beispiel: Jemand schreibt irgendwo auf sein Blog “Sascha Lobo ist ein Arsch”. Super, kein Problem, gerne wieder. Jemand mailt mir “Du bist ein Arsch” – vollkommen andere Liga. Das muss ich mir nicht gefallen lassen, die öffentliche Äuserung aber schon, nach meiner Einschätzung jedenfalls.

    Die unverschämte Weise des Mailenden, Unterstellungen und Beleidigungen als probates Mittel einer Kontaktaufnahme zu sehen und sogar einen Anspruch auf meine Aufmerksamkeit zu formulieren, bereitet mir Sorgen. Diesen Sorgen wirke ich entgegen. Nicht, indem ich die Person bloßstelle, das ist meiner Meinung nach nicht geschehen, weil außer der Person selbst (und mir) niemand weiss, wer das geschrieben hat. Sondern, indem ich zeige, dass Menschen, die mich nichtöffentlich (!) aggressiv angehen, mit massiver Gegenwehr rechnen müssen. Und eine meiner stärksten Waffen in diesem Bereich ist die Öffentlichkeit.

  51. m_max says:

    ok, diese konversation würde mich auch irritieren, vielleicht sogar verärgern

    aber private konversationen (und das sind auch unerwünschte mails) veröffentlicht man nicht, punkt
    das eine empfinde ich eher als nervig, das andere als schäbig

  52. Tim says:

    Hat etwas gedauert, ich kann Ihre Reaktion jetzt zumindest aber nachvollziehen, wenngleich ich diese nach wie vor für unangebraucht halte.

    Mich wundert es jedoch, dass Sie scheinbar, trotz des massiven Terrors, immernoch nicht begriffen haben, dass Sie im Austausch für Ihre persönlichen Informationen, auch dem ein oder anderen Wirrkopf Anlass geben, Sie in (fast schon) beängstiger Art und Weise sehr direkt zu kontaktieren.

    Mir ist aufgefallen, dass Sie in den Kommentaren oft einfach geduzt werden. Ich benutze kein Twitter und verfolge Ihre Aktivitäten sonst auch nur auf Ihrem Blog oder im Fernsehen. Selbst ich habe aber das Gefühl, dass auf Grund von Google Latitude und der Tatsache, dass Sie Ihre private (?!) Telefonnummer im Impressum veröffentlichen, eine andere persönliche Ebene mit Ihren Bloglesern, etc. eingehen.

    Es sollte denke ich klar sein, dass dies kein Ausdruck nach der permanenten Suche nach Gesellschaft darstellt. Oder Sie daduch veranlassen wollen, dass man Sie rein persönlich kontaktieren soll. Ihr Bild das Sie damit nach außen tragen, wird von einigen nur falsch interpretiert. Das sollte Ihen dann aber auch bewusst sein.

  53. Syd says:

    Ich kann durchaus verstehen, dass Du dem Bedürfnis des Schreibers, dich aus nicht ganz so nachvollziehbaren Gründen zu treffen nicht nachkommen magst. Einen beleidigenden Unterton vermisse ich allerdings. Desweiteren beschleicht mich ein schlechtes Gefühl dabei, dass Du diese Mails veröffentlichst. Auch eine email ist ein Brief, der einen Empfänger hat und dieser Empfänger bin nicht ich. Wenn ich mir nicht sicher sein kann, das ein privates Schreiben nachher zum Abschuss öffentlich freigegeben wird, bestürzt mich das. Der Schreiber hat Dich nicht beleidigt, bedroht oder anderes, was das rechtfertigen würde. Er wollte dich treffen, du hast abgelehnt und gut wars. Manchmal stellt man durch die Freigabe von Adressen und Telefonnummern auch eine Nähe dar, die man eigentlich nicht will. Niemand möchte nachts von fremden herausgeklingelt werden. Ein simpler Artikel dazu hätte gereicht.

  54. annemarie says:

    es gab mal ein Lied… “Joachim muss härter werden” – ich hab vergessen, von wem das ist…
    aber ich musste gerade daran denken.

    zudem darf man nie vergessen, dass es einsam an der Spitze ist ;o) und es führt immer derjenige, der sein eigenes Ding macht…

    Du schaffst das, Sascha *gg

  55. Alex_Mammut says:

    Sowas ist wirklich… unverfroren.
    Da will dich jemand in irgendwelche Probleme einweihen, hineinziehen, Mitleid oder Schuldgefühle wecken…
    Ich kann es nicht ganz deuten, was der Mailschreiber bezwecken wollte.

    Bei einem Treffen hätte er dir womöglich seine Liebe gestanden. (Entschuldige, aber das klingt wirklich nicht nach einem psychisch stabilen Menschen, ich traue (gestrichen) wirklich einiges zu.)

    Mein Tipp: Wenn es wirklich solche Dimensionen annimmt, gibt es einen Spamordner. Zu nichts Anderem kann man manuell Mails hineinschubsen.
    Sowas muss sich keiner bieten lassen, weder Politiker, noch Ultracoole Internet-People, noch der Papst, noch Herr Maier von nebenan.

  56. Patrick says:

    Es heißt “Grüße”, nicht “Grüsse”…. Boah wie mich das ankotzt…..

  57. Ich verstehe deine Beweggründe. Und auch den Weg, den du da gehst. Ich halte ihn nur nicht für – sagen wir mal – clever. Offensichtlich hast du es hier mit Stalking (also “Nachstellen”) zu tun. Das wirksamste Mittel scheint mir hier (auch aus eigener Erfahrung) komplette Ignoranz zu sein. Ignoranz entzieht dem Nachsteller die Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu bekommen und somit Energie aufzunehmen, die ja eigentlich deine ist. Und auch bleiben soll.

    Mit jeder Reaktion, egal in welcher Form, pustest du den Energie-Ballon nur weiter auf, der Nachsteller hat sein Ziel erreicht, zumindest einen grossen Teil davon.

  58. enjou says:

    Genau, so ist es, und deshalb sollten wir alle Spass miteinander haben und dieses tolle erregende Video anschauen :

  59. vee says:

    Ich finde, der Email-Schreiber hat im Grunde Recht und die unreflektierte, arrogante Reaktion darauf bestätigt die Kritik zusätzlich. Die Sascha Lobo in den Arsch kriechenden Kommentare, denen jede Form eigenständigen Denkens fehlt, beunruhigen mich allerdings am meisten. Oh man, dieser Guru-Glaube ist echt erschreckend.

  60. Andreas says:

    Ich kann den E-Mailer schon verstehen. Viele Leute sind heute hip, weil sie irgendwie Sinnbild des Zeitgeistes zu sein scheinen. Außerhalb ihrer Meinung (und unterhalb der Oberfläche) haben sie aber sehr selten wirklich Wichtiges zu erzählen. Und dass zu einer Zeit in der Geschichte der Menschheit, in der gute, lösungsorientierte Ideen eigentlich sehr wichtig wären.

    Man sollte sich aber nicht zu sehr darüber aufregen. Es bringt einfach nichts. Was Lobo glaube ich nicht versteht ist: Er könnte Sprachroh sein für eine Generation, will es aber nicht. Dazu sind ihm andere Meinungen (mein Eindruck) nicht wichtig genug. Dazu ist er zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Genau darüber, denke ich, würde der E-Mailer gerne reden.

    Ich sage nur: Auch ein Lobo geht wieder vorbei…

  61. TWX says:

    Glaub ich nicht.

    Ich glaub es gehört durchaus auch zur Web 2.0 Kultur die Verantwortung für irgendwas nicht immer nur auf einzelne Peer-Personen abzuwälzen. Auf die Art und Weise kriegt man nämlich jeden Kreativen tot gemacht.

    Wenn jemand sich gerne mal mit jemand anders philosophisch unterhalten möchte in einer RTL Kultur bei der man von permanenter Verblödung bedroht wird und das auf eine Peer-Person projeziert, der das aber im gleichen Atemzug zu viel ist, gibt es auf diesem Blog vielleicht zwei Leute die das gleiche Bedürfnis haben.

    Wenn die zwei sich dann finden – prima. Es braucht nicht mehr den großen, allmächtigen Koordinator.

    Zur Übung mit der Selbstverantwortung einfach mal die Vollkaskoversicherung vom Auto abmelden.

  62. Antworteinfach says:

    …der ist halt spitz auf hr. lobo und dachte, dass er mit blöden phrasen evtl. mehr erreichen kann…aber nachdem er eindeutig erfahren hat, dass der lobo nich will, hatte er, um seinen eigtl. vorwand zu vertuschen, die blagen erwähnt…man bin ich gut :)

  63. FrauvonWelt says:

    Danke, Herr/Frau Antworteinfach, das war auch meine erste Erklärung. Anmache auf vermeintlich intellektuell-herausforderndem Niveau. So kriegt man doch einen Lobo nicht in den Wald.

    Herzlich und sehr gelacht
    Ihre FrauvonWelt

  64. mars says:

    ich versteh ehrlich gesagt gar nicht, was das problem des emailers ist. pseudo intellektuelles gebrabbel ohne stringenz mit wirren vorwürfen. klingt fast nach nem xavier naidoo song :p

    ich hätte mich auch nicht mit dem getroffen.

  65. scheinriese says:

    alle kommentare gelesen. das schlimme: er ist nicht allein. wie man sieht.

  66. Autoschieber says:

    Boah Hey man kann es auch richtig kompliziert machen.
    Wahrscheinlich wollte er deine Meinungen zu irgendeiner Web 2.0 Idee und sich deshalb mit dir treffen, konnte oder wollte diese aber nicht in der Mail formulieren.
    Sturm im Wasserglas….

  67. wmf says:

    Ich weiss nicht, was ich lächerlicher finden soll: das beleidigte Gehabe des Mailschreibers oder die Veröffentlichung durch Lobo. In Sachen diffuse Außerungen schenken sich beide nichts, das ist mir gerade erst wieder im Nachtstudio aufgefallen, als Lobo eine Behauptung aufstellte, diese vom Gegenüber konkretisiert wurde und Lobo ein ums andere Mal meinte: “Das hab ich ja gemeint, ich hab es nur XYZ genannt.”. Sascha Lobos Stil erinnert mich mittlerweile an die hohlen Phrasen so mancher Politiker. Vielleicht sollte er sich mit bestimmten technischen Hintergründen mehr befassen, dann könnte er vielleicht auch direkt benennen, was er denn meint.

  68. Mario says:

    Auch ich vorgestern erstmals das “Vergnügen”, Herrn Lobo im Nachtstudio live zu erleben. Ich hatte bisher nur von ihm gehört, jedoch nie etwas gelesen und wurde neugierig: Vielleicht sind seine schriftlichen Äußerungen etwas gehaltvoller als seine mündlichen?

    Aber gerade eben wurde ich eines Besseren belehrt. Es steckt wirklich nicht viel mehr dahinter. Das allein wäre ja auch nicht so tragisch, würde es sich nicht mit dieser unterschwelligen Arroganz und dieser völlig überzogenen Selbstüberzeugung paaren. Aber wahrscheinlich kann er gar nicht anders weil er einfach so ist.

    Zugegeben, die erste Mail liest sich nicht unbedingt einfach. Aber ich suche vergebens nach dem beleidigenden Unterton. Der findet sich allerdings in der Antwort von Herrn Lobo. Diese triefen nur so von Arroganz und Selbstgefälligkeit. Und weil sich die ganzen Lobo-Fanboys und -girls hier über die geschachtelten Sätze aufregen: Das ist im Gegensatz zu Herrn Lobos Antworten wenigstens korrektes Deutsch – kein klares – aber korrekt. Der Schreibende denkt wenigstens noch nach beim Schreiben und lässt nicht einfach alles, was sein sein Geist da produziert, ungefiltert nach draussen. Außerdem macht er sich wenigstens noch die Mühe und achtet auf Groß- und Kleinschreibung.

    Aber was will man von jemandem erwarten der öffentlich (und scheinbar auch noch stolz) von sich behauptet er habe ADS. Herr Lobo, ADS ist keine hinreichende Begründung für Inkompetenz oder mangelnde Intelligenz! Mit dieser Aussage haben Sie sich vollends für jedwede Art von Respekt disqualifiziert.

    Vor kurzem bin ich über einen Spruch gestolpert, der auf Sie besser nicht zutreffen könnte:

    Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde.

    In diesem Sinne …

  69. chris says:

    Manipulativer, fremdaggressiver Unterton (“frustriert auch, weil ich befürchten muss, dass auch Dir der Mut fehlt”) … Liest sich, als “wirkten da noch andere Kräfte”, als bei einem gesunden Menschen.

    Ich glaube, wenn man viele (ja ernst gemeinte!) Mails von wildfremden Leuten bekommt, ist es gar nicht so schlecht, sich auch mal mit Symptomen von Persönlichkeitsstörungen zu beschäftigten. ^^ …

  70. Peter says:

    Man du hast voll den Dachsenschaden, mann kann nicht auf alles aufpassen das ist klar aber gib den Eltern nicht die Schuld! Man sollte Pornoseiten etc. schon so machen das keine Kinder auf sie zugreifen können… Du bist so ein Spinner und wenn man sich die Sendung anschaut kriegt man das kotzen ! Sie sagen man kann das alles nicht für die Allgmeinheit sperren sind sie doof? -.-
    Sie wollen sich die Pornos bestimmt selber anschaun weil sie sich es noch selbst machen müssen weil sie noch nie ne Freundin gehabt haben … ! :D
    Wissen sie Cyber Mobbing ist schlimm aber sie würde ich gerne mal Privat kennen lern sie haben doch keine Ahnung von Kindern !
    und mit freundlichen grüßen ich bin auch noch nicht volljährig und habe mehr als sie im Kopf!
    Naja sowas im Fernseh zu sagen ich würde mich schämen !!!
    Sie voll der Lappen, echt keine ahnung Kinder nehmen sich wegen sowas das Leben machen schlimme Sachen und sie sagen das ist ok! Bestimmt finden sie das man da nichts gegen machen muss weil sie selbst immer gemobbt wurden sind !

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