Interview mit Franziska Heine, Hauptpetentin der ePetition gegen Netzsperren

bundestag_nachts_by_rodrigoganlindezDie ePetition gegen die Netzsperren hat in den vergangenen 36 Stunden mehr als 20.000 Mitzeichner mobilisieren können. Ich habe an der Hauptpetentin Franziska Heine vier Fragen gestellt:

Warum hast Du die ePetition eröffnet?

Ich war am 17. April bei der Demonstration des CCC. Ich mag die Jungs und Mädels da sehr (wenn auch eher aus der Ferne) und bin froh, dass sie solche Dinge anregen, aber bei ihnen darf es nicht aufhören! Ich sehe sie als Beginn einer hoffentlich langen Kette, denn das, was da gerade passiert, betrifft uns alle!

Es geht nicht um merkwürde Nerds und Geeks, denen der Zugang zu ihrem Spielzeug verwehrt wird. Es werden Strukturen geschaffen, die dazu geeignet sind, elementarste Grundrechte zu beschneiden und das darf einfach nicht sein! Es darf nicht sein, dass Themen instrumentalisiert werden, aber das eigentliche Problem dabei unberührt bleibt.

In einer Gesellschaft, die einen immer größeren Teil ihrer Informationen aus dem Netz zieht, darf es keine Listen geben, von denen niemand weiß, welche Seiten darauf landen und warum sie darauf landen. Ganz normalen Menschen, die sich im Internet bewegen, darf nicht Angst und Bange werden, wenn sie über eine Seite mit Stoppschild stolpern.

Ich stehe zwar als Name hinter dieser Petition, aber sie ist ein Werk von vielen. Der Text ist in Zusammenarbeit mit zwei bezaubernden Damen aus der Twitterwelt entstanden (@zufall und @AF_Blog). Es ist nicht wichtig, wer den Stein ins Rollen gebracht hat – was wir jetzt alle gemeinsam daraus machen, darauf kommt es an!

Glaubst Du, dass das Erreichen von 50.000 Teilnehmern etwas ändern wird?

Ja! Unbedingt!

Du twitterst und blogst selbst – was hat aus Deiner Sicht eine solche ePetition mit Twitter / der Bloglandschaft zu tun?

Ich denke, sie kann ein wichtiges Werkzeug für uns sein, die etablierten Strukturen zu erreichen und unserer Stimme ein Gewicht zu geben. Auch darum ist es wichtig, damit durchzukommen. Gerade mit diesem Thema! Weil wir viele sind! Und weil wir immer mehr werden!

Im Grunde haben wir mehrere Möglichkeiten:
Wir machen mit den Dingen weiter wie bisher in unserer kleinen glücklichen Onlinewelt und warten ab – dann laufen wir Gefahr, dass es weiter geht wie bisher: dass nämlich Leute Entscheidungen über Dinge treffen, ohne sie zu kennen, die bestehenden Gräben [würden vertieft] und all das Gute, Schöne, Produktive, Kreative – all das, was diese Onlinewelt ausmacht, würde verschwinden.

Alternativ können wir versuchen, etwas zu ändern und zwar auf allen Kanälen, die uns zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch Instrumente wie die ePetition. Mit dem Zensurvorhaben werden Angst und Unsicherheit geschürt, wo Aufklärung notwendig wäre! Niemand weiß das besser als all die wunderbaren Menschen, denen ich in Blogs, bei Twitter und an anderen Stellen im Netz begegnet bin. Darum haben Twitter und die Bloglandschaft sehr viel mit der ePetition zu tun.


Hast Du Gegenvorschläge für Frau von der Leyen zur Bekämpfung von
illegalen Inhalten im Netz?

Ich habe zumindest einen guten Rat für sie: Lesen Sie, was die vielen Menschen da draußen zu sagen haben! Schauen Sie in die Diskussion, die sich aus der ePetition heraus entwickelt hat, und lernen, verstehen und handeln Sie!

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This Post Has 101 Comments

  1. Alex says:

    Hallo Sascha,

    kleiner Verbesserungsvorschlag wegen falscher URL:
    Der Twitterlink zu “Zufall” ist falsch, die URI lautet nicht “twitter.de”, sondern “http://twitter.com/zufall” – ansonsten landet mann/frau auf einer werbevorgeschalten Seite… :-/

    Ansonsten ein gutes Interview – und hoffentlich erreicht die “Webgemeinde” die Petition und Zensursula “hört” auf “uns” ;-)

    Viele Grüße aus dem Süden Deutschlands,
    Alex :)

  2. Matthias says:

    Mein Gegenvorschlag an die Ministerin:
    Die entsprechenden Seiten nicht verbieten sondern gut überwachen, Strukturen und Hintermänner ermitteln, mit Recherchen in der realen Welt ergänzen und dann immer wieder zuschlagen, festnehmen, veruteilen.

    Es ist doch super, wenn sich die Szene im Netz tummelt.
    Der Staat sollte doch eigentlich vorschreiben das jeder Verbrecher sich im Netz betätigt.

    Wir brauchen einfach genug Leute, die die Szene überwachen und genug Leute die dafür sorgen, dass die Überwacher die Datenschutzgesetze einhalten.

  3. Boris says:

    Mein Gegenvorschlag:
    - da ja offenbar doch einige deutsche Server auf der Liste stehen sollen: Warum diese Seiten nicht vom Provider entfernen lassen? abuse@[provider].de hilft. Bei der Denic steht, wem die Seite gehört. Also bitte bestehende Verfahren nutzen um diese Seiten zu schließen und die Verantwortlichen zu ermitteln.

    - Wenn es tatsächlich um KiPo gehen sollte (ganz bewusst im Konjunktiv), dann bitte die Vorsorge vorantreiben. Aufklärung in Familien und Schulen, reden über angebliche Tabu-Themen anstatt die Köpfe des Volkes einer freiwilligen Zensur zu unterwerfen. Man muss ja schon fast Angst haben mit seinen Kindern auf den Spielplatz zu gehen oder ihnen den Hintern abzuwischen – Wehe das hält jemand auf Foto fest und zeigt einen an… Es gab bereits Anzeigen gegen Eltern wg. angeblicher Kindesmisshandlung – von übereifrigen Nachbarn. Aufklärung tut Not!
    - Außerdem sollten die vorhandenen Anlaufstationen für Opfer nicht reduziert werden (wie es von der Leyen möchte!) sondern sie sollten ausgebaut werden! Seelische wie körperliche Schäden benötigen der Pflege und Zuwendung. Ein Stoppschild hilft nicht einem Kind!

    Warum sollte jeder gegen diese Sperrliste sein?
    Weil sie nur den ersten Schritt darstellt! Es wird ein Instrument geschaffen, um ohne Kontrolle eine Liste aufbauen zu können. Klar kann die DNS-Sperre leicht umgangen werden.
    Der zweite Schritt ist aber die IP-Sperre. Das wird schon kniffliger.
    Der dritte Schritt ist der Zwangs-Proxy der nur noch zeigt, was eine nicht kontrollierbare Stelle genehmigt!

    Das ist keine Fantasterei sondern wird durch den eilig vorbereiteten Gesetzentwurf zum Telemediengesetz ermöglicht. Man höre dazu Folge #166 des CC2 wo dies von Peter Welchering im Interview genau erläutert wird.

    Wehret den Anfängen – solange es noch geht!

  4. Von mir aus können die Provider den Zugriff auf solche Seiten gerne sperren. Und das solche Sperrungen auf Basis einer Negativliste vorgenommen werden, ist an sich auch nichts Böses, aber:

    Zugriffe dürfen nicht protokolliert werden und diese Liste muss transparent sein, damit eine unabhängige Kontrolle möglich ist.

    Und am Wichtigsten: Die primäre Aufgabe der Strafverfolgung muss es sein, eindeutig kinderpornographische Inhalte aus dem Netz zu entfernen um somit die Quelle des ganzen trocken zu legen……

  5. bloggaöttin says:

    Na endlich mal was aufschlussreiches zu dieser Petition!Danke Sascha und natürlich an Franziska!

    Der Zuspruch ist ja überaus enorm.Und sprengt die Unterschriftenzahl der anderen nicht minder wichtigen Petitionen!

    Tolles Beispiel von Demokratiewahrnehmung ist das somit geworden!

    Was sagt uns das? Initiative zur rechten Zeit ist alls.Und in diesem Punkt vom gemeinsamen Erfolg getragen!

    Sage da nur: “Netzsolidarität!!!”

    Best regrads

  6. Graubrot says:

    [...] nicht überzeugt? Eine kleine (ok, nicht ganz so kleine) Argumentationshilfe Interview mit der ePetitions-Initiatorin Franziska Warum es um Zensur geht Und letztlich ist vielleicht der [...]

  7. [...] unterzeichnet wurde. Bis zum 16.06.2009 müssen 50.000 Mitzeichner zusammengekommen sein, damit die Petentin Franziska Heine mit ihrem Antrag in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses gehört werden kann. Es [...]

  8. Matthias says:

    Hallo. Ich finde es sehr gut, dass sich noch ein paar Leute Gedanken über die Konsequenzen neuer Gesetzesvorhaben machen. Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die politisch in diesem Maße interessiert sind, das muss ich zu meiner Schande eingestehen.

    Ich finde es gut (und unabdingbar), dass die Petition von einer Frau eröffnet wurde. Wer würde bei einem Mann, der hinter der Initiative steht, nicht gleich an einen zielgerichteten Eigennutz denken?

    Leider ist es einfacher, Behauptungen aufzustellen anstatt diese zu hinterlegen. Bis die Pläne und Konsequenzen der “Stopp!”-Kampagne als das entlarvt werden, was sie sind, ist es entweder nicht mehr interessant oder schon zu spät. Vielleicht kann man einigen Menschen im Netz die Sache folgendermaßen etwas leichter mitteilen:

    Auf http://crisisofcredit.com/ wird die Finanzkrise, auch ein hochkomplexes Thema, in einem schön gemachten Flash-Film erklärt. Ist sowas nicht auch in diesem Zusammenhang möglich? Letztlich ließe sich die Unwirksamkeit von DNS-Sperren auf diese Weise einfach visualisieren, und auch die möglichen Folgen des neuen Gesetzes. Ein fixer Flash-Künstler (der ich leider gar nicht bin) müsste das hinbekommen, oder?

    just my 2 cents

    Matthias

  9. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Trotz der Umstände der vorherigen Anmeldung halte ich es für sinnvoll, die Petition zu unterschreiben.

    Dabei kann man sich dann gleich sämtliche Namen der Unterzeichner als csv-Datei herunter laden und in Excel öffnen, damit man weiß, wie einfach die Arbeit für den Verfassungs»schutz« geworden ist.

  10. Tom vom Berg says:

    man könnte es Leuten, die ein Hosting oder ähnliches bei den Firmen, die den Vertrag zur Gründung dieser kriminellen Vereinigung unterschrieben haben, nicht übel nehmen, wenn sie ihre Verträge bei denen fristlos kündigen.

    Schließlich stellt ein gesetzwidriger Eingriff in die Informationsfreiheit in diesem Fall einen schweren Vertrauensbruch dar.

  11. reydt.net says:

    Online Petition gegen Internetsperren…

    Auf den Seiten des deutschen Bundestags ist am Montag eine sogenannte ePetition gegen die von Ursula von der Leyen durchgesetzten Internetsperren online gegangen. Innerhalb kürzester Zeit konnte die digitale Unterschriftenaktion schon eine fünfstelli…

  12. Amie says:

    wenn es euch wirklich darum geht,Kinderpornographie einzudämmen,dann könntet ihr ja auch vielen Missbrauchten helfen,die Beschwerde beim Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte für die Abschaffung der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht mit zu unterstützen.Das wäre schon mit ein Anfang vielen Betroffenen mit zu helfen. http://www.norbert.denef.com

  13. Superadmin says:

    Natürlich ist KiPo verabscheuungswürdig und sollte mit der härtesten Strafe belegt werden, aber was in dem Gesetzesentwurf steht hilft nicht einem Kind! Das einzige was dadurch erreicht wird, ist die totale Kontrolle des Internet’s durch den Staat! Deshalb habe ich natürlich die Petition unterstützt! Übrigens habe ich in den ganzen Jahren, in denen ich einen Internetanschluss habe, nicht eine einzige KiPo-Seite gesehen! Diese Dinge sind im Netz nicht offen erhältlich oder zu sehen. So etwas ekelhaftes bekommt man nur über Mailinglisten oder P2P, wofür man allerdings in diesen “Kreisen” verkehren muss! Und wer die Auftraggeber für solche abscheulichen Sachen sind muss ich doch wohl jetzt nicht erklären?! Das ging schon des öfteren durch die Presse. Also, unterstützt die ePetition! Wehrt euch gegen die totale Netzkontrolle! Für ein freies Internet und eine freie Meinungsäußerung!

  14. Was jetzt zählt…
    ist die Verbreitung der Nachricht.

    Wir haben eine einmalige Chance, der zunehmenden Zerstörung des Internet durch Überregulierung Einhalt zu gebieten. Es ist Wahljahr. Es ist ein emotionalisiertes Thema. Es ist ein guter Start geworden mit der ePetition.

    Wir sollten jetzt nicht zu früh nachlassen. Wir haben die Chance, ein deutliches Zeichen zu setzen. Das erfodert nun Öffentlichkeitsarbeit: Leute aufmerksam machen. Die Information verbreiten.

    1. Bloggen
    2. Kommentare in Online Zeitungen schreiben
    3. Twittern
    4. eMail Signaturen mit Hinweisen versehen
    5. Mails versenden
    6. Foren benutzen
    7. Signature Lines in Foren mit Hinweisen versehen

    Egal wo man im Netz hinblickt: Man muß auf dieses Thema stoßen.

    Denn: Bei 50.000 sollte nicht Schluß sein. Jede Stimme mehr gibt der Sache mehr Gewicht.

  15. [...] Petition gegen Internetzensur Posted 7. Mai 2009 Filed under: ärgern und aufregen | Tags: Internetsperre, Petition, Zensur, Zensursula | Die Webseiten des Bundestags bieten seit September 2005 die Möglichkeit zum Einreichen und Unterstützen von öffentlichen Petitionen über das Internet. Am 22.4.2009 hat die Berlinerin Franziska Heine  eine Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten eingereicht, die am 4.5. veröffentlicht wurde. Innerhalb von drei Wochen nach Veröffentlichung, also bis zum 18.5.2009, wird ein Quorum von 50.000 Mitzeichnern benötigt. Das Erreichen des Quorums ist insofern bedeutsam, dass die Petition dann im Petitionsausschuss i.d.R. öffentlich beraten wird, und die Petentin zu dieser Beratung eingeladen wird und das Rederecht erhält. Bei Sascha Lobo gibt es ein Interview mit Franziska. [...]

  16. David says:

    Zwei Themen werden immer “nett” vermischt: Zensur und Pädophilie.
    Zensur ist ein Machtmittel … Pädophilie ist eine Krankheit.
    Kinderpornografie, egal welcher Ausprägung, ist nicht hinnehmbar.
    Der Schutz von Kindern hat den absoluten Vorrang. Aber … Pädophilie
    ist nicht “heilbar” durch ein Stoppschild auf Internetseiten. Zensur
    ist als Kinderschutz untauglich. Genauso gut könnte man einen Hotel-
    besitzer dafür Verantwortlich machen, was in seinen Zimmern passiert
    (er könnte natürlich Überwachungskameras in den Zimmern installieren)
    und es gäbe keine Straftaten mehr in den Hotelzimmern. Zensur zeigt
    nur die Ohnmacht unserer Gesellschaft (vertreten durch unsere
    Politiker)gegenüber der Dimension, die Kinderpornografie hat.
    Wir können/wollen uns in unseren “Normal-Gehirnen” nicht vorstellen
    was in Menschen vorgeht, die Kinder missbrauchen. Diese Ohnmacht
    “schreit” nach einer schnellen Lösung (Zensur), die es aber bei einen
    solch komplexen Thema nicht gibt. Pädophile haben auch in der
    “Vor-Internetzeit” genug Wege gefunden ihren “Neigungen” nachzu-
    gehen. Wer meint durch Zensur sei das Problem “eingedämmt”,handelt
    genauso kurzsichtig wie diejenigen, die andere Probleme auf die
    gleiche Weise behandeln: Verlagern, verdecken, totschweigen oder
    polemisieren. Frau von der Leyen zeigt ihre Ohnmacht nur öffentlich.
    Sie sitzt aber zufällig an einer “Schaltstelle” und fängt an
    (Verständlicherweise), reflexartig alle Knöpfe zu drücken. Der große
    Rote mit der Aufschrift “Zensur”, scheint ihr der Beste zu sein. Sie
    “macht was” … aus ihrer begrenzten Sicht scheint es das Richtige zu
    sein. Helfen tut es niemanden … den Kindern nicht, unserer
    (Internet)-Gesellschaft nicht und den Pädophilen auch nicht.
    Eine Petition ist gut … löst aber auch nichts. Mein Vorschlag:
    “Entkoppelung” der Themen “Kinderpornografie” und “Zensur”. Beide
    sind so Bedeutend, das keiner den anderen “Missbrauchen” darf!
    Rückmarsch zu lösungsorietierten Denken – die beiden Problemen
    gerecht wird.

  17. Maria Hellmair says:

    Ihr Einsatz gegen die Internet-Sperre ist für mich sehr fraglich… Was, Frau Heine, verfolgen Sie eigentlich für Interessen, dass sie unsere Kinder nicht vor derartigen perversen Inhalten schützen wollen?

    Ganz zu schweigen von denjenigen erwachsenen Perversen, die diese Inhalte auch noch ins Internet einstellen und prodzieren.

    Ich würde mir Solidarität erwarten, dass gegen illegale Dinge im Internet vorgeganegn wird. Sie dagegen stellen sich auf diue Seite von Perversen und krummen Geschäftemachern.

    Soetwas kann ich und kann wohl auch die weitaus grosse Mehrheit in Deutschland nicht unterstützen, weshalb Ihre Petition auf’s schärfste zu verurteilen ist!

  18. Sascha Lobo says:

    Liebe Frau Hellmair, ganz offensichtlich haben Sie weder vom Thema der Netzsperren Ahnung noch die Petition gelesen. In Kürze: das Mittel Netzsperren ist technisch untauglich und hat in anderen Ländern dazu geführt, dass die Hintermänner weniger intensiv verfolgt werden. So verschlechtern diese Zensurmaßnahmen die Situation der missbrauchten Kinder – und greifen unzulässig in die Bürgerrechte ein. Aber nur zu, laden Sie hier ruhig Ihren empörten, auf gefährlicher Anhungslosigkeit beruhenden Meinungsschutt ab. Er ist in guten Händen.

  19. [...] ein und sogar Microblogging war ausnahmsweise einmal sinnvoller als sonst. Wer wollte, konnte ein Interview von Sascha Lobo mit Petentin Franziska Heine lesen, und, ja, sogar das ehemalige Nachrichtenmagazin [...]

  20. HerrK says:

    Erstmal danke für das Erstellen der Petition!

    Eine Frage an Franziska bzw. auch jeden anderen der die Antwort weiß.
    Wie lange in etwa dauert es vom Einreichen der Petition, bis zur Abnahme und der Freischaltung?

  21. Petitionist says:

    Hallo,
    ganz herzlichen Dank an Franziska für ihr gelungenes und mutiges Engagement und das Interview. Vielleicht findet sich jemand der Franziska berät, wie das Anliegen in der Öffentlichkeit noch besser dargestellt wird?
    Etwas bedenklich an der Tagesschausendung fand ich, dass inhaltlich nur Herr Guttenberg (der sicher hochprofessionelle Berater hat) zu Wort kam, was möglicherweise nicht an Franziska lag.
    Möglicherweise sollte die Argumentation nicht nur abstrakt laufen. Das verstehen viele Leute nicht. Eine schlagkräftige Argumentation könnte darin bestehen, dass man der Bundesregierung vorwirft, sie tue zu wenig, um die Kinderpornografie zu unterbinden und versuche durch Symbolpolitik von ihren Versäumnissen abzulenken. Es könne doch nicht angehen, dass wie in München private Internetprovider die Polizei bei ihrem Kampf gegen Internetkriminalität unterstützen müsse.
    Die Politik müsse sich fragen lassen, warum im Kampf gegen die Wirtschaftskrise breiteste Allianzen möglich seien, nicht aber im Kampf gegen die Kinderpornographie! Es müsste einen Unobeschluss geben und möglicherweise eine schwarze Liste nicht kooperativer Staaten, die nicht genügend gegen Kinderpornografie vorgehen.

    Herr Guttenberg muss bei den Wahlen eine Quittung bekommen. So wie es im Moment ist, kann die CDU sogar Vorteile aus der Sache ziehen, weil gewisse Bevölkerungskreise, den Eindruck gewinnen, dass die CDU tatkräftig ist und sich von verrückten 50 000 im Internet nicht beeindrucken lässt.
    Damit eine Volkspartei Wahlen gewinnen kann, muss Sie die Stammwähler erreichen. Und da eignet sich das Thema wunderbar, da jeder am Stammtisch sofort seine Zustimmung gibt.
    Einziges Konzept gegen diese schmutzige Strategie ist es, die Fahdenscheinigkeit der Argumente offen zu legen, darauf hinzuweisen, dass das Bundesverfassungsgericht, das Gesetz wahrscheinlich kippen wird, dass es gar nicht wirklich darum geht, Probleme zu lösen, sondern ein Wahlkampfthema zu finden und von den gravierenden Problemen abzulenken!

  22. Petitionist says:

    Nachtrag.
    Hilfreich scheint mir auch die Massnahmen der Bundesregierung als Wegschauen und Ablenken hinzustellen.
    Die Bundesregierung zieht die Vorhänge zu und meint die Probleme damit zu lösen. Das Problem ist doch gerade, dass die Pädophilen die Öffentlichkeit scheuen und im Verborgenen hantieren.
    Auch verschwinden die Seiten wohl so schnell, dass eine Sperrliste nur Seiten erfassen kann, die bereits wieder verschwunden sind.
    Eine Liste kann nicht geheimgehalten werden. Damit wird erst recht auf die Seiten aufmerksamtkeit gemacht!

  23. Schweijk says:

    Es muss doch mal klargestellt werden: Die Bekämpfung von Kindesmissbrauch ist nicht der Grund und auch nicht der Zweck oder die Konsequenz der jetzt diskutierten Internet-Sperre. Es wurde ja schon von mehreren Leuten erwähnt, dass die Sperrung von Webseiten ein untaugliches wenn nicht sogar kontraproduktives Mittel im Kampf gegen Kindesmissbrauch ist. Die ganze Berufung auf den Kinderschutz dient der Legitimation des Gesetzes(entwurfs). Es geht dem Staat darum dort Kontrolle zu erlangen wo ihm bisher kaum Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Webseiten aufzulisten und innerhalb kurzer Zeit abriegeln zu _können_ wäre ein mächtiges Instrument in der Hand des Staates.

  24. Olli says:

    Die Freiheit des Internets scheint über allem zu stehen!!

    Dass sich Herren jeden Alters dabei ohne große Probleme das Zerreissen junger Körper, Zerstörung junger Seelen dabei ansehen können ist unerheblich!!
    Die Sperrung der Internetseiten würde keinem Kind helfen, wurde hier gesagt.
    Naja, dann ist die 3jährige Vagina wenigstens nicht umsonst geschändet und zerrissen, eine Kinderseele geborchen, ein Kinderleben zerstört worden, wenn schon, dann sollte man es auch im Internet sehen können, und dabei entspannen können, sollte man solch einen perversen Geschmack haben!
    Und vergewaltigte Säuglinge haben eh ja noch keine Ahnung, was da mit ihnen passiert, also warum es die Qualen umsonst erdulden?? Mit Zuschauern hat es sich “doch wenigstens gelohnt und ist nicht ganz sinnlos”!

    Ich kann einfach nicht begreifen, was daran falsch sein sollen, den Zugang der seiten für solche Drecksschweine zumindest zu erschweren. Dass es IMMER Leute gibt, die Zugang dazu kriegen, da sie das technische Know-How besitzen, ist mir schon klar, aber deswegen dann einfach die Hand in den Schoß legen???
    ( Es fahren ja auch immer Autos – oder VOR ALLEM Radfahrer – bei ROT über die Ampeln, aber deswegen schaffen wir diese ja nicht gleich ab! )
    Nichts tun?? Zusehen, wie die Internetseiten kaum nachverfolgbar ihre Perversitäten breit und ohne Probleme in die Welt hinausbringen???

    50.000 Unterschriften… wie viele potentielle und tatsächliche Täter mögen darunter sein?? Gut, ist rein spekulativ!

    Es muss selbstverständlich Rahmen geben, die Sperrungen von Internetseiten detailstgenau regeln.
    Aber hier die alter, ausgelutschte Überwachungsstaatmasche zu fahren ist mehr als lächerlich und Frau von der Leyen dies zu unterstellen ist das typische Links-Stammtischgeschwafel.

    Freiheit des Internets… aber die Freiheit hat da zu enden, wo sie die Freiheit und Rechte des Anderen massivst einschränkt! Und dass dies bei Kinderpornographie am deutlichsten zutrifft, werden nur die Täter bestreiten!

  25. Sascha Lobo says:

    Um Gottes Willen, Olli, Sie haben eben den neuen hiesigen Verwirrtheitsrekord aufgestellt. Und dazu nichts verstanden, weil Sie nichts verstehen wollen. Sie geifern relativ ekelhaftes Zeug fern jeder sachlichen Diskussion, gehen Sie weg.

  26. Johan says:

    Ich komme aus die Niederlande und es ist fur mich unglaublich dass mann gegen die Sperrung ist. Meine Sprache ist nicht so gut um ein gutes Antword zu geben deshalb unterschreib Ich die meinung von Olli (9 may, at 03.11)

    Olli:

    “Die Freiheit des Internets scheint über allem zu stehen!!
    Dass sich Herren jeden Alters dabei ohne große Probleme das Zerreissen junger Körper, Zerstörung junger Seelen dabei ansehen können ist unerheblich!!
    Die Sperrung der Internetseiten würde keinem Kind helfen, wurde hier gesagt.
    Naja, dann ist die 3jährige Vagina wenigstens nicht umsonst geschändet und zerrissen, eine Kinderseele geborchen, ein Kinderleben zerstört worden, wenn schon, dann sollte man es auch im Internet sehen können, und dabei entspannen können, sollte man solch einen perversen Geschmack haben!
    Und vergewaltigte Säuglinge haben eh ja noch keine Ahnung, was da mit ihnen passiert, also warum es die Qualen umsonst erdulden?? Mit Zuschauern hat es sich “doch wenigstens gelohnt und ist nicht ganz sinnlos”!
    Ich kann einfach nicht begreifen, was daran falsch sein sollen, den Zugang der seiten für solche Drecksschweine zumindest zu erschweren. Dass es IMMER Leute gibt, die Zugang dazu kriegen, da sie das technische Know-How besitzen, ist mir schon klar, aber deswegen dann einfach die Hand in den Schoß legen???
    ( Es fahren ja auch immer Autos – oder VOR ALLEM Radfahrer – bei ROT über die Ampeln, aber deswegen schaffen wir diese ja nicht gleich ab! )
    Nichts tun?? Zusehen, wie die Internetseiten kaum nachverfolgbar ihre Perversitäten breit und ohne Probleme in die Welt hinausbringen???
    50.000 Unterschriften… wie viele potentielle und tatsächliche Täter mögen darunter sein?? Gut, ist rein spekulativ!
    Es muss selbstverständlich Rahmen geben, die Sperrungen von Internetseiten detailstgenau regeln.
    Aber hier die alter, ausgelutschte Überwachungsstaatmasche zu fahren ist mehr als lächerlich und Frau von der Leyen dies zu unterstellen ist das typische Links-Stammtischgeschwafel.
    Freiheit des Internets… aber die Freiheit hat da zu enden, wo sie die Freiheit und Rechte des Anderen massivst einschränkt! Und dass dies bei Kinderpornographie am deutlichsten zutrifft, werden nur die Täter bestreiten!”

  27. liberdyne says:

    hmm… schlimme pornos fanden unter dem tisch und hinter der theke immer ihre kundschaft und umgekehrt. und pedophile werden diese webpages auch trotz provier-sperren mit ein wenig mühe erreichen. nur die anderen standard-webuser werden nicht mehr so leicht darüber stolpern – und vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht.

    ich denke so richtig glaubhaft kann eine gegen netzsperren rufende webkultur nur rufen, wenn sie (=wir) solche eindeutig extrem gefährlichen inhalte selbst bekämpft. warum bildet sich gegen kinderpornos im web keine anonymous-ähnliche bewegung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Netzkultur) ) von couragierten und fachkundigen webusern, die den kinderpornos wirksam auf den pelz rücken?

    dann wäre netzsperren wirklich nicht notwendig.
    und dann können wir das auch glaubhaft vertreten.
    oder ist uns wirklich egal, ob eine industrie entsteht, die kleine kinder so missbraucht?

  28. Selbstdenker says:

    Die FDP hat jetzt verlauten lassen, dass sie sich klar gegen die derzeit diskutierten Internetsperren ausspricht, weil sie zur Bekämpfung dieser abscheulichen Verbrechen völlig ungeeignet sind.

    es heißt : “Die diskutierten Internetsperren sind zur Bekämpfung von Kinderpornographie wirkungslos, da sie mit sehr geringem Aufwand und ohne große Fachkenntnisse umgangen werden kön-nen. Der Eingriff in die Bürgerrechte durch Gesetz wirkt jedoch nachhaltig und kann den Weg in eine staatliche Zensur weiter ebnen.”

    Finde ich genau richtig! Und ich finde die Petition super!

  29. luka says:

    ich hasse euch pedofile lieber ihr vezichtet auf eure scheis pornos dann habt ihr auch kein problem mit internet ich hasse euch so sehr

  30. cold.fire says:

    Kinder sind immer besonders schutzbedürftig!

    die Diskussion um die Sperrung von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten bewegt uns alle, unverständlich ist uns in unserem auf IT-Sicherheit fokussierten Unternehmen jedoch, dass sich scheinbar niemand in der Lage sieht dies umgehend, d. h. SOFORT, umsetzen zu können.

    Die Technik existiert, die Machbarkeit ist bereits heute möglich, nicht erst in 6 – 8 Monaten! Und zwar nicht per ” ORDER DI MUFTI ” sondern auf freiwilliger Basis der Nutzer, die Familie entscheidet selbst, in welchem Umfang Seiten gesperrt werden sollen. Geht nicht….gibts nicht

  31. [...] um Zensur geht Netzpolitik.org: Hintergrundtext Kinderpornographie / Internetsperren Sascha Lobo: Interview mit Franziska Heine Lawblog: online gegen Zensurpläne daMax: Echtzeitüberwachung der Stoppschilder? daMax: Ab heute [...]

  32. veronika hilgaertner says:

    kann mich nur anschlißen.
    bin gegen das gesetz

  33. s.saslic says:

    bin absolut gegen diese bevormundung, und werde bei der nächsten
    wahl mein kreuz anderen parteien geben

  34. jürgen schröder says:

    Netter zug aber nicht der richtige weg.Ich stelle doch mal eine frage?
    Kipo Seiten im Internet sind seit jahren da das heist die seiten von 2003 sind die gleichen wie 2009.Warum dürfen staatsanwälte und polizei eigentlich anzeigen einstellen weil der täter vermutlich im ausland sitzt oder kommt?Ich kann erst einstellen wenn ich ausschliesen kann das kein deutscher der betreiber ist,das heist solange ich den täter nicht ermittel kann mann nicht einstellen aber unsere staatsanwälte können es doch warum wohl?????????????

  35. Glynis Bono says:

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  36. auch jetzt noch sehr lesenswert, obwohl die netzsperren auf eis liegen. mal sehen wann das thema wieder aktuell wird und unsere politiker wieder solchen unsinn verzapfen.

  37. Marc says:

    ist die Petition noch aktuell? Bin jetzt erst auf diese Seite aufmerksam geworden.
    gruss

  38. Mana Kesner says:

    That seems wonderful though i am still not too certain that I prefer it. Nonetheless will look more into it and choose for myself! :)

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