Sixtus vs. Lobo 8: Technologie


Sixtus vs. Lobo – Technologie

Einen winzigen, ästhetischen Teilaspekt möchte ich herausgreifen, aus halbaktuellem Anlass (100 Jahre Futuristisches Manifest). Im Video ist für einige Sekundenbruchteile mein Lieblingskunstwerk des 20. Jahrhunderts zu sehen: eine Statue des italienischen Futuristen Umberto Boccioni mit dem Titel “Forme uniche della continuità nello spazio” (Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum). So politisch und menschlich verwirrt der spätere Faschist gewesen sein mag – in meinen Augen hat er mit dieser Skulptur das Sinnbild des Fortschritts geschaffen. Ich spare bereits, um dieses Überkunstwerk der Moderne dem MoMA abzukaufen (Pro-Tipp: Es handelt sich nicht um die Statue, die als Startbild im Video zu sehen ist).

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This Post Has 22 Comments

  1. liberdyne says:

    Das war nicht so toll aus meiner Sicht – die letzten Folgen waren eindeutig besser.

    An Lobo und Sixtus: Die Gespräche sollten doch geistreichen Background haben. Das war hier eindeutig nicht mehr der Fall – das Befetzen sollte doch ein Stilmittel, nicht Inhalt sein, oder?

    Ich denke das könnt Ihr beide doch besser – es wäre schade, wenn das ganze jetzt abflacht…

  2. Manche Sachen macht man nur des Machens wegen. Aber das ist ja legitim. Und letztlich war es mal wieder eine grundsätzliche Positionierung, die man zwar schon kennt, aber immer wieder verdrängt. Ist doch mal ein Zeichen: Man muß nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf treiben. Alte Säue kehren auch ganz gut;)

  3. FERNmann says:

    Also ich fand die früheren Folgen ebenfalls besser. Es war eben nicht viel “Streitstoff” da…

  4. lonley haar says:

    Ja da war ja diesmal kein Zündstoff drine!Nee und diese Scheußlichkeiten, mit Puppen, Monster,Mutationen. Nee Jungs des is net nach vorn! Da hat was gefehlt ! Nur was eben …. ? Hilft mir mal jemand auf die Sprünge? Bittttteeee! Daannnnnkkkeee !

    Ich guck dann mal so vorne bei mir aus dem Fenster!

  5. weiß nicht, der statler-&-waldorf-style macht mich nicht an, sähe protagonist & antagonist lieber weniger haudraufmäßig, auch würde ich die starkkato-bunten schnellen cuts ironischer einsetzen, atypischer, nicht so world-of-warcraftig..
    es lebe die ganzheitliche polarität, ein hoch auf das jetztzeitbewußtsein vs. auf den antiquierten mensch!

  6. Goldt says:

    Erschreckend. Tatsächlich scheint sich hier jemand auf das Futuristische Manifest zu stützen, ohne es jemals verstanden zu haben. Marinetti hätte Sie beide in der Luft zerrissen, ob Ihrem Mangel an Argumenten kein Wunder. Obendrein sollten Menschen des 21. Jahrhunderts es besser wissen. Eine teilweise so verabscheuenswürdige Streitschrift wie dieses Manifest, das gegen Gleichberechtigung, gegen Humanismus und gegen Pazifismus wettert, allen Ernstes in einem solchen Zusammenhang anzuführen, zeugt von einer nicht zu überbietenden Ignoranz. Sie sollten etwas mehr lesen und etwas weniger in den Spiegel schauen.

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